Seite 8: Anwendungen
Für den normalen Windows-Betrieb ist der UHD-Modus die naheliegende Wahl. Texte und Symbole werden sehr scharf dargestellt und auf dem Desktop steht viel Arbeitsfläche zur Verfügung. Ohne Skalierung können Bedienelemente auf 27 Zoll allerdings ziemlich klein ausfallen. Hier lohnt es sich, die Windows-Anzeigeeinstellungen an den eigenen Sitzabstand anzupassen. Beim Schreiben, Surfen oder Arbeiten mit mehreren geöffneten Fenstern macht die hohe Auflösung eine gute Figur. Anwendungen lassen sich nebeneinander anordnen, ohne dass der Bildschirm sofort überladen wirkt. Auch Bilder und hochauflösende Videos profitieren von den vielen verfügbaren Pixeln.
Für die alltägliche Bild- und Videobearbeitung ist der Monitor gut geeignet. Die kräftige Farbdarstellung und der laut ASUS zu 95 Prozent abgedeckte DCI-P3-Farbraum bilden dafür eine ordentliche Grundlage. Wer beruflich mit verbindlichen Farben arbeitet, sollte den Monitor trotzdem mit einem geeigneten Messgerät selbst kalibrieren. Bei Filmen und Serien überzeugen vor allem die Schärfe und die lebendige Darstellung. In dunklen Szenen werden allerdings die typischen Grenzen des IPS-Panels sichtbar. Schwarz erreicht nicht die Tiefe eines OLED-Displays. Dafür besteht bei dauerhaft angezeigten Menüs oder anderen statischen Elementen nicht die gleiche Einbrenngefahr.


In Spielen hängt der sinnvollste Modus stark vom Genre ab. Für grafisch aufwendige Einzelspieler-Titel würden wir klar die UHD-Auflösung mit bis zu 162 Hz bevorzugen. Landschaften, Charaktermodelle und kleinere Details kommen damit deutlich besser zur Geltung. Bei schnellen Multiplayer-Spielen kann Full HD mit bis zu 485 Hz interessant werden. Die geringere Auflösung entlastet die Grafikkarte und ermöglicht wesentlich höhere Bildraten. Damit die 485 Hz wirklich zur Geltung kommen, muss der Computer jedoch annähernd genauso viele Bilder pro Sekunde liefern. Für normale Spieler ist der Unterschied zwischen 162 und 485 Hz weniger gewaltig, als die Zahlen zunächst vermuten lassen. Der Wechsel von 60 auf 144 oder 162 Hz fällt erheblich deutlicher auf. Sehr erfahrene E-Sport-Spieler können von der noch direkteren Darstellung dennoch profitieren. Dynamic Crosshair passt laut ASUS die Farbe des eingeblendeten Fadenkreuzes automatisch an den Hintergrund an. Dadurch soll es auch in hellen oder dunklen Szenen gut sichtbar bleiben. Dynamic Shadow Boost wiederum hebt dunkle Bildbereiche an, ohne nach Angaben des Herstellers gleichzeitig helle Bereiche übermäßig zu verändern.
Variable Overdrive 2.0 soll die Overdrive-Einstellung automatisch an die aktuelle Bildwiederholrate anpassen. Das ist besonders bei aktivem Adaptive-Sync sinnvoll, weil die Bildrate während eines Spiels schwanken kann. Wer lieber selbst entscheidet, findet im Bildschirmmenü weiterhin entsprechende Einstellmöglichkeiten. Der Dual Mode erweist sich insgesamt als mehr als eine reine Werbeaussage. Im Alltag kann der Monitor überwiegend in 4K betrieben werden. Wird für ein bestimmtes Spiel eine möglichst hohe Bildrate benötigt, steht der Full-HD-Modus schnell zur Verfügung.






