ASUS ROG STRIX XG27UCGR – Test / Review

Seite 7: Bildqualität

Seine größte Stärke spielt der ASUS ROG Strix XG27UCGR im UHD-Modus aus. Die Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln sorgt auf 27 Zoll für eine hohe Pixeldichte. Schriften, Symbole, Objektkanten und feine Strukturen wirken entsprechend sauber. Die Farben hinterließen bei unserem Testgerät einen kräftigen und lebendigen Eindruck. Je nach gewähltem Bildmodus kann die Darstellung stellenweise etwas zu intensiv wirken. ASUS stellt jedoch genügend Möglichkeiten bereit, um Helligkeit, Sättigung und Farbtemperatur an den eigenen Geschmack anzupassen.

Laut Hersteller wird jeder Monitor vor der Auslieferung geprüft. Der dazugehörige elektronische Farbkalibrierungsbericht kann über das DisplayWidget Center abgerufen werden. ASUS weist allerdings selbst darauf hin, dass Ergebnisse je nach Messverfahren, Testgerät und Testmuster unterschiedlich ausfallen können. Typisch für ein IPS-Panel bleiben Farben und Helligkeit auch bei seitlicher Betrachtung weitgehend stabil. Der Blickwinkel wird horizontal und vertikal mit jeweils 178 Grad angegeben. Man muss also nicht immer genau mittig vor dem Bildschirm sitzen, um noch ein ordentliches Bild zu erhalten.

Im UHD-Modus überzeugen nicht nur die Details. Die bis zu 162 Hz sorgen auch beim Scrollen, beim Verschieben von Fenstern und natürlich in Spielen für eine flüssige Darstellung. Gegenüber einem klassischen 60-Hz-Monitor fühlt sich die Bedienung sichtbar direkter an. Wer aktuelle Spiele in 4K und gleichzeitig mit einer hohen Bildrate spielen möchte, benötigt allerdings eine leistungsstarke Grafikkarte. Selbst wenn der Monitor 162 Hz darstellen kann, müssen die entsprechenden Bilder zunächst vom Computer berechnet werden. Upscaling-Techniken wie DLSS, FSR oder XeSS können dabei helfen.

Nach dem Wechsel in den Full-HD-Modus verändert sich der Eindruck deutlich. Die geringere Auflösung ist auf 27 Zoll gut zu erkennen. Texte und feine Konturen wirken gröber als zuvor. Im Gegenzug steigt die maximal mögliche Bildwiederholrate auf 485 Hz. Um die Darstellung bei niedrigerer Auflösung zu verbessern, besitzt der Monitor die Smart-Pixel-Funktion. ASUS beschreibt sie als intelligentes 4K-Upscaling. Im Bildschirmmenü stehen drei Stufen zur Verfügung, mit denen das Full-HD-Bild nachgeschärft werden kann. Smart Pixel kann Details und Kanten klarer erscheinen lassen, ersetzt aber keine native 4K-Darstellung. Bei einer zu starken Einstellung können manche Konturen außerdem etwas künstlich aussehen. Welche Stufe am besten gefällt, hängt stark vom jeweiligen Spiel ab. Hier lohnt sich das Ausprobieren.

Neben dem normalen 16:9-Bild bietet der Monitor zusätzliche Darstellungsoptionen für kompetitive Spieler. Unterstützt werden unter anderem 4:3-Auflösungen mit 1280 × 960 oder 1024 × 768 Pixeln. Dabei kann das Bild im ursprünglichen Verhältnis angezeigt oder auf eine größere Fläche gestreckt werden. Außerdem ist eine simulierte Darstellung mit 24,5 Zoll möglich. Das Bild wird dabei verkleinert, damit der Spieler einen größeren Teil der dargestellten Fläche im Blick behalten kann. Solche Einstellungen sind vor allem aus dem E-Sport-Bereich bekannt und dürften für normale Einzelspieler-Titel kaum eine Rolle spielen.

HDR10 wird unterstützt und die Spitzenhelligkeit kann laut Product Brief bis zu 600 cd/m² erreichen. HDR-Inhalte wirken dadurch lebendiger und helle Effekte können stärker hervortreten. Trotzdem bleibt der Monitor auf eine DisplayHDR-400-Zertifizierung beschränkt. Ein wirklich tiefes Schwarz wie bei einem OLED-Panel sollte deshalb nicht erwartet werden. Auch aufwendige Mini-LED-Monitore mit vielen Dimming-Zonen können bei kontrastreichen HDR-Szenen mehr bieten. HDR ist beim XG27UCGR eine brauchbare Ergänzung, aber nicht das wichtigste Argument für den Monitor.

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