Conqueror’s Blade – Test / Review (PC)

Quelle: MY.GAMES

Bei Conqueror’s Blade handelt es sich um ein Action-MMO im taktischen Stil, welches von Booming Games entwickelt und von MY.GAMES (ehemals My.com) veröffentlicht wurde. Hier kommen viele verschiedene Genres zusammen und das Spiel bietet dem Spieler eine breite Mischung aus verschiedenen Optionen wie beispielsweise einer PVE-Story, Belagerungskämpfen, eine weite offene Wald, das Sammeln der Ressourcen und auch eine Spielerentwicklung.

Dies klingt natürlich am Anfang als zu viel Möglichkeiten für ein Hack and Slash-Game im Mittelalter-Setting. Wir hatten nun einige Zeit schon die Möglichkeit, uns einen Weg durch feindliche Soldaten und Söldner zu bahnen und dem Weg des Eroberers zu folgen, um euch berichten zu können, was ihr von Conqueror’s Blade erwarten könnt.

Die 10 Kriegsherren

Der Spieler übernimmt die Rolle von einem der 10 einzigartigen Kriegsherren in einer Welt, welche durch den Krieg praktisch komplett zerstört wurde. Diese Kriegsherren haben nur ein Ziel, die Länder zu erobern und damit auch zu kontrollieren und so ihr Herrschaftsgebiet auszuweiten. Der Spieler kann seine Waffen auswählen und so anfangen, sich eine Armee aufzubauen, um mit dieser feindliche Spieler und Fraktionen zu besiegen. Man kann sagen, dass die komplette Welt ein großer bespielbarer Platz sein kann, welchen alle Spieler erforschen, Materialien ernten und mit anderen kämpfen können. Die Beute des Besiegten geht so natürlich an den Bezwinger über.

Auf den ersten Blick wirkt das Aussehen der Welt ein wenig enttäuscht, da es farbtechnisch eher verwaschen aussieht, da zumeist nur die Farben grau und blau verwendet wurden. Auch wirkt die Grafik an wenigen Stellen etwas veraltet und die Animationen stocken hin und wieder. Aber darüber kann man aufgrund der Struktur, wie die Welt gestaltet wurde, hinweg sehen. Das Stadtzentrum einer Stadt wirkt geradezu lebendig und gut strukturiert. Hier verbringt man neben den Schlachtfeldern die meiste Zeit.

Mehr oder weniger einzigartiges Gameplay

Das Kampfsystem in Conqueror’s Blade ist für seine Verhältnisse ziemlich einzigartig. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus taktischem strategischem Denken und Hack & Slash. Zunächst einmal kontrolliert der Spieler seinen eigenen Charakter. Mit diesen kann man Kämpfen, Materialien ernten oder Gegenstände herstellen und damit neue Fähigkeiten, Ausrüstungsteile und Fertigkeiten freischalten kann. Hier kommt das typische RPG Feeling auf, da man mit der Linken und Rechten Maustaste die primären grundlegenden Angriffe ausführen kann und noch spezielle „Skills“ zur Verfügung stehen, welche man im Laufe der Zeit freischalten kann. Je weiter man voranschreitet, desto mehr Spielerentwicklungs-Optionen gibt es auch. Für Neulinge kann dies etwas verwirrend sein, aber das ist eine reine Übungssache.

Gerade ohne Übung kommt es einem relativ unausbalanciert vor, was bestimmt auch an den stockenden Animationen liegen kann. Einmal überrennt man seinen Gegner geradezu am Anfang, während man bei der nächsten Schlacht in Grund und Boden gestampft wird. Grade zu Beginn muss man sich daran gewöhnen, dass der Kampf sehr langsam und schwerfällig von statten gehen kann. Ein wirkliches Gleichgewicht gibt es in dem Spiel auch im späteren Verlauf nicht, aber gerade für Anfänger fühlt es sich an wie ein himmelweiter Unterschied. Erst wenn man die kompletten Grundlagen verstanden und das Gameplay wirklich komplett verinnerlicht hat, wird man seinen Spaß mit dem Spiel finden. Es gilt also, dranzubleiben!

Auf der anderen Seite kontrolliert der Spieler ja auch zeitgleich seine „Armee“, also eine Gruppe von NPC-Kämpfern, die dem Spielercharakter bei der Schlacht zur Seite stehen. Für die Kontrolle der Truppen stehen dem Spieler inzwischen Hotkeys zur Verfügung, was es leichter macht, den Truppen den Rückzug zu befehlen, diese angreifen zu lassen oder neu zu formieren. Dies ist für den taktischen Kampf in heiklen Situationen natürlich von Vorteil. So kann der Spieler sich im Notfall auch einmal zurückziehen und den Kampfverlauf besser im Blick behalten und zur passenden Zeit zuschlagen.

Die Armee jedoch kommt natürlich nicht von ungefähr und es ist eine Menge Arbeit und Zeit von Nöten, diese außerhalb eines Kampfes zu rekrutieren bzw. aufzubauen. Hierfür benötigt der Spieler eine breite Masse an Materialien und Ressourcen, die man in die Rekrutierung von Kämpfern und in die Verbesserung / Entwicklung eben jener investieren muss. Einen Großteil der Zeit im Spiel verbringt man also auch mit dem Sammeln von Ressourcen und dem Management der Armee.

Eher Sammler als Kämpfer

Auch wenn der Spieler im Verlauf des Spiels oft gezwungen sein wird, zu kämpfen, gibt es natürlich auch jene unter euch, die das Sammeln und Herstellen oder allgemein das Ressourcen-Management eher mögen. Hier hat Conqueror’s Blade eine Menge zu bieten, wenn natürlich auch nicht soviel wie in größeren MMORPGs, in welchen es einen Hauptbestandteil des Spiels darstellt.

Diese Ressourcen sammelt man, wie bereits erwähnt, in der offenen Welt. Diese wirkt häufig ziemlich leer. Lediglich gelegentlich finden kleine PvE Ereignisse wie Überfälle von Banditen statt oder auch PvP Begegnungen, aber zumeist ist man dort alleine unterwegs und sammelt seine Ressourcen ein. Hier wäre noch mehr Potential möglich gewesen, damit der Spieler ein noch besseres Spielerlebnis erhält.

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
75 %
QuelleConqueror's Blade
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Projektleiter und Redakteur von game7days, ehemals Alpha-Omegagaming seit 2014. Ich betreue die Infrastruktur, als auch die Gewinnspiele der Webseite. Im Großen und Ganzen kümmere ich mich also auch um die Dinge, welche man eben nicht sieht.