Ein Karriere als Eigentürmer einer Logistik-Firma zu starten und damit das große Geld verdienen. Das dürfte der Traum vieler Spieler sein, die gerne LKW Simulationsspiele spielen und Deck13 und Astragon Entertainment wollen euch nun die Möglichkeit geben, diesen Traum in Trans Road USA zu erfüllen.

Auch wir haben uns das Spiel, welches es im übrigen für 24,99€ bei Steam zu erwerben gibt, genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können.

Allgemein

Hier fingen aber schon die Probleme an. Bei vielen anderen Spielern und auch bei uns hat schon die Installation Probleme bereitet. Wir mussten das Spiel 3 mal neu installieren, bis es erst einmal gestartet hat. Hier ging es aber schon weiter mit den Problemen, denn es hing sich mehrere male komplett auf und wir mussten das Spiel mit dem Task-Manager schließen.

Durch das starten im Fenstermodus und als Adminstrator konnten wir zumindest die Abstürze verringern und das Ladeproblem beheben, welche häufig aufgetreten sind. Aber auch im Spiel selbst gab es anfangs einige Bugs und Fehler, welche sich vor allem in der Story-Kampagne häufig bemerkbar machten. Dazu aber später mehr.

Gerne würden wir darüber berichten, dass die anderen beiden Modi, welche es in TransRoad USA gibt, buggfrei blieben. Dies ist allerdings leider nicht der Fall. Hier gab es speziell am Anfang falsche Bezahlungen für die Lieferungen und man sah sich schneller in den Miesen wieder, als man schauen konnte.

Zwar wurden seit November Patches und Updates veröffentlicht, welche einige Probleme behoben haben, allerdings stürzt das Spiel nun häufig ab, wenn man bestimmte Knöpfe wie den Hilfe Button andrückt und diese Funktion benötigt man am Anfang normalerweise recht häufig.

Fahrten über Fahrten

Da wir mit unserer neuen Firma natürlich auch Geld verdienen müssen, benötigen wir ein eigenes Depot und natürlich auch ein Truck mit einem Anhänger. Diese Kleinigkeiten am Anfang liefen weitgehend ohne Probleme ab. Allerdings werden euch häufig Aufgaben gestellt und ihr wisst nicht, wie diese zu erledigen sind und die Hilfsfunktion gibt euch hier nicht wirklich Hilfe, wenn die Funktion denn einmal geht und nicht abstürzt. Wir mussten und hier selbst weiterhelfen und haben uns beinahe zu Tode gesucht.

Wer nun erwartet, mit den Trucks durch die Gegend fahren zu können, täuscht sich jedoch. Es gibt am Anfang 37 US-Städte, zu welchen wir bestimmte Dinge transportieren müssen oder Objekte abholen müssen. Diese Aufgaben weisen wir den Fahrern und dessen Trucks zu und diese agieren dann komplett selbstständig. Dies ist relativ leicht zu verstehen. Gibt es beispielsweise einen Auftrag, etwas von Boston nach Pitsburgh zu bringen, haben wir dafür eine bestimmte Zeitvorgabe einzuhalten. Natürlich kann man bei größeren Aufgaben auch mehrere Trucks schicken, allerdings geht einem so eventuell Geld verloren, da dieser zweite Truck keine eigenständige Arbeit verrichtet und man nur einmalig das Geld erhält.

Im Prinzip wählt man den Auftrag aus, weist diesem einen oder mehrere Trucks zu und schon beginnt die Fahrt.

Hier beginnt aber schon das nächste Problem. Wenn die Ware abgeliefert wurde, würde der Truck leer zurückfahren und es wäre eine Leerfahrt, welche nur Kosten mit sich bringt. Aus diesem Grund müssen wir auch eine Tour für den Rückweg mitnehmen.

Das Schwierige an der Sache ist allerdings, dass es oft keine passenden Aufträge gibt. Entweder ist keiner für die jeweilige Stadt dabei oder es gibt nur welche, welche direkt 10 Lieferungen oder mehr verlangen und dann hat man schnell wieder das gleiche Problem wie vorher. Daher ist man immer wieder gezwungen, neue Fahrten hinzuzufügen und es ist nicht möglich, einfach einmal einen Auftrag in eine andere Stadt zu starten, ohne Strafe zahlen zu müssen.

 

Pünktlichkeit, Verlustgeschäft, Leben am Kreditlimit

Natürlich wird das Spiel im Laufe der Zeit immer schwieriger. Man schaltet zwar neue Kunden frei, welche auch neue und bessere Angebote anbieten, aber hierfür benötigen wir sofort neue Trucks, Anhänger und Fahrer und all dies kostet Geld, welches man häufiger nicht besitzt, da die Einnahmen vor allem am Anfang nur sehr gering ausfällt und die normalen Ausgaben ein Loch in die Tasche reißen.

Natürlich kann man auch ohne diese Trucks oder Lizenzen fahren, allerdings droht hier auch wieder eine Geldstrafe, wenn man erwischt wird und das kommt häufig vor.

Neben den normalen Ausgaben und Fahrten müssen natürlich auch die Trucks und Anhänger gewartet werden. Dies kostet natürlich auch eine Menge Geld und es dauert ganze zwei Tage plus die Zeit zur Werkstatt, bis diese Trucks wieder einsetzbar sind. Gibt es hier noch andere Dinge, die passieren können wie Pannen, dauert es noch länger und man ist schneller in der Insolvenz, als man Kredit sagen kann. Diese Kredite werdet ihr bei diesem Spiel häufig nutzen müssen, um die Story überhaupt schaffen zu können. Wir empfehlen hier, auf jeden Fall nur Kurzstrecken zu fahren oder Massenaufträge zu nutzen. Dies läuft allerdings darauf hinaus, dass diese immer wieder die gleiche Strecke fahren, was auf Dauer sehr öde sein kann, selbst wenn man die Spielgeschwindigkeit erhöht.

Etwas Ablenkung

Die Einzige Ablenkung bringen die Spezialaufträge, welche bestimmte Touren in einem festgelegten Zeitrahmen vorgeben. Diese geben euch natürlich mehr Geld als die normalen Auftrage, sind allerdings nur selten machbar.

Diese Missionen wurden durch einen Zufallsgenerator festgelegt. Diese sind vor allem am Anfang definitiv nicht machbar, da sie oft bestimmte Anhänger und Trucks brauchen, welche man noch nicht hat, die Fahrt zu weit ist oder der Truck bald in die Wartung muss. Und wir empfehlen hier auch, diese dann nicht anzunehmen. Wer sich denkt: Ach ich riskiere es einfach, wird schneller Bankrott gehen, als er schauen kann, da bei einem Versagen Vertragsstrafen fällig sind, die nicht zu verachten sind.

 

Grafisch ok, Soundtechnisch unterhalsam

Was am ehesten etwas Spaß bereitet, sind die Radiosender im Spiel. Diese Spielen Songs von Bands aus den 80er Jahren wie beispielsweise The Police, Bananarama und auch Bruce »The Boss« Springsteen, welche allerdings die jüngeren Spieler nicht kennen und vermutlich auch nicht mögen werden. Immerhin kann man hier zwischen den verschiedenen Musik Genres hin und her schalten.

Die Grafik ist annehmbar, aber selbst auf Ultra nicht der Rede wert. Meist wirkt das Spiel zwar recht flüssig, wenn nicht die bereits erwähnten FPS Probleme auftreten, aber die Kanten wurden definitiv nicht geglättet. Aber selbst wenn man dies getan hätte, würde man es nicht oft bemerken, da man die Nahansicht sowieso nicht oft sieht.

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
53 %
QuelleTransRoad USA
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Ich betrachte neben Sport das Zocken schon seit den Atari VCS Zeiten und Pong begeistert als ein Hobby. Nach meinen gesammelten Erfahrungen bei Thelyn-Ennor und Game2gether startete ich mit Nadine zusammen im April 2014 das Alpha-Omega Projekt.