Einer der Titel, welchen wir uns auf der gamescom angesehen haben, ist Of Ash and Steel, das bei tinyBuild erscheint und von Fire & Frost Studios entwickelt wurde! Schon nach wenigen Minuten im Präsentationsraum war klar: Hier steckt jede Menge Herzblut in einem Spiel, das stark an die Traditionen von beispielsweise Gothic erinnert, aber mit frischen Ideen und modernen Mechaniken aufwartet.
Die Vorstellung des Titels startete mit einer kleinen Zwischensequenz, die unseren Helden einführt. Danach wird sofort deutlich, dass wir es nicht mit einem Spiel voller Wegweiser und Questmarkierungen zu tun haben. Stattdessen heißt es: selbst entscheiden, wohin die Reise geht. Erste Schritte führen uns in eine dichte Waldumgebung, in der wir nicht nur Rohstoffe sammeln, sondern auch einen ersten Blick auf die umfangreichen Crafting-Systeme werfen können. Am Lagerfeuer kochen wir Mahlzeiten, die temporäre Stärkungen verleihen, oder bereiten kleine Snacks zu, die unterwegs Lebenspunkte auffüllen. An der Werkbank lassen sich einfache Kleidungsstücke herstellen, doch die eigentliche Tiefe offenbart sich an der Schmiede. Hier ist es möglich, Waffen bis ins kleinste Detail zu gestalten – vom Griff über das Parierstück bis hin zur Klinge. Dieses System wirkt erstaunlich komplex und verleiht dem Handwerk im Spiel eine besondere Bedeutung.
Doch Of Ash and Steel will nicht nur mit Crafting glänzen, sondern lebt von einer offenen Welt, die uns zu Entscheidungen zwingt. Beim ersten Kampf gegen Wölfe wird sofort spürbar, dass unser Charakter noch kein gestandener Held ist. Die Angriffe wirken unbeholfen, das Schwertschwingen eher roh als elegant. Erst mit Erfahrungspunkten können neue Techniken und Kampfstile freigeschaltet werden, wobei ein Mentor gefunden werden muss, um sie auch tatsächlich zu erlernen. Diese Lernkurve wirkt konsequent und hebt das Spiel von typischen Genrevertretern ab, in denen man häufig schon zu Beginn übermächtig agiert.
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Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf moralischen Entscheidungen. In unserer Session treffen wir auf einen Fremden, der uns bittet, ihn bei einem Überfall auf ein Banditenlager zu unterstützen. Anstatt blind zu vertrauen, nutzen wir in den Dialogen die Möglichkeit, ihn dazu zu bewegen, uns seine Waffe zu überlassen und sich im Hintergrund zu halten. Die Gesprächsoptionen werden durch Werte-Checks freigeschaltet, sodass wir je nach Skillung verschiedene Ergebnisse erzielen können. In unserem Fall endet es so, dass wir einen größeren Anteil der Beute sichern konnten – hätten wir anders gehandelt, hätte die Situation jedoch auch tödlich für uns ausgehen können. Diese Offenheit in den Dialogen macht neugierig, welche weitreichenden Konsequenzen spätere Entscheidungen haben werden.
Das Spiel möchte, dass jede Aktion Gewicht hat. Ob man einem Fremden vertraut, ob man einen Handel eingeht oder sich durch Täuschung Vorteile verschafft – alles soll sich nachhaltig auf die Reise auswirken. Das Versprechen der Entwickler lautet: Kein Durchgang wird sich exakt wie der andere anfühlen. Damit geht Of Ash and Steel einen Weg, den sich viele Fans klassischer Rollenspiele wünschen: weniger Handholding, mehr Eigeninitiative, mehr Konsequenz.
Einen genauen Veröffentlichungstermin konnte uns tinyBuild noch nicht nennen, doch sicher ist: Of Ash and Steel soll 2025 für den PC erscheinen. Konsolenversionen sind aktuell nicht geplant. Was wir auf der Messe sehen konnten, macht jedoch Lust auf mehr.
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Wir bedanken uns bei tinyBuild und Fire & Frost Studios für die Möglichkeit, einen ersten Blick auf Of Ash and Steel werfen zu dürfen.




