Witcher 3 habe ich vor Jahren wirklich am Stück durchgespielt und ich warte, wie viele andere, sehnsüchtig auf The Witcher 4. Umso begeisterter war ich, als ich gehört habe, dass The Witcher 3 mit „Songs of the Past“ eine weitere Erweiterung namens „Songs of the Past“ und sogar eine Remastered Version erhält. Wir konnten uns auf der gamescom 2026 eine 45-Minütige Präsentation zum Spiel anschauen!
Zurück in den Körper von Geralt von Riva
Familienprobleme führen Geralt in The Witcher 3: Songs of the Past erneut auf Reisen. Diesmal braucht Rittersporn, im Englischen Dandelion genannt, die Unterstützung des Hexers. Die Erweiterung beschäftigt sich mit der Vergangenheit des Barden und seiner Familie, über die bislang vergleichsweise wenig bekannt ist. Damit rückt eine andere Seite des langjährigen Weggefährten in den Mittelpunkt. Statt ihn lediglich als Begleiter von Geralts Abenteuern zu erleben, geht es nun um seine eigene Herkunft und die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind.
Bei den Gesprächen und Quests bleiben unterschiedliche Wahlmöglichkeiten erhalten. Geralt muss also nicht jede Situation auf einem festgelegten Weg lösen. Wie er mit anderen Figuren umgeht und welche Vorgehensweise er wählt, liegt wieder beim Spieler. Gerade bei einer Geschichte über persönliche Konflikte ist das ein wichtiger Bestandteil: Der Hexer kommt als Freund von Rittersporn hinzu, kennt aber längst nicht alle Hintergründe. Welche Entscheidungen später größere Folgen haben werden, lässt sich aus den bisherigen Einblicken noch nicht abschließend beurteilen.


Eine neue Region mit Alltag und dunklen Ecken
Die Reise führt nach Letten, einer neuen, abgeschiedenen Region im Bergland. Anders als viele bekannte Gegenden des Hauptspiels blieb sie vom Krieg weitgehend verschont. Landwirtschaft und Handwerk prägen das Gebiet, das sich unter anderem an ländlichen Gegenden Polens und Englands orientiert. Anlass für den Besuch ist ein Todesfall in Rittersporns adeliger Familie. Damit bekommt Geralt zunächst ein Umfeld zu sehen, in dem familiäre Spannungen wichtiger erscheinen als die großen Konflikte des Kontinents.
NPCs und Tiere sollen dafür sorgen, dass die Umgebung auch zwischen den Quests lebendig wirkt. Die Bewohner gehen ihrem Alltag nach, während Geralt durch die Landschaft unterwegs ist. Für längere Wege steht ihm selbstverständlich wieder Plötze zur Seite. Größere Gewässer lassen sich mit steuerbaren Booten überqueren, sodass sich die Erkundung nicht auf Straßen und Reitwege beschränkt. Zu Fuß, im Sattel und auf dem Wasser bleibt damit die vertraute Art erhalten, eine Witcher-Region Stück für Stück kennenzulernen.


Neue Bewegungen und zusätzliche Möglichkeiten im Kampf
Auch an Geralt selbst wird gearbeitet. Neue Bewegungs- und Kampfanimationen verändern seine Darstellung beim Erkunden und in den Auseinandersetzungen. Dazu kommen zusätzliche Finisher, mit denen er Gegner am Ende eines Kampfes ausschaltet. Die Überarbeitung betrifft damit sowohl die gewöhnlichen Bewegungsabläufe als auch die auffälligeren Abschlussaktionen. Wie flüssig sich die Übergänge beim eigenen Spielen anfühlen und wie präzise die Steuerung reagiert, muss sich allerdings erst noch zeigen. Eine Präsentation kann solche Veränderungen sichtbar machen, das Spielgefühl aber nur begrenzt vermitteln.
Zum überarbeiteten Kampfsystem gehören ein neu strukturierter Fähigkeitenbaum und zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Eine weitere Neuerung ist eine Kette mit Haken. Damit kann Geralt Gegner heranziehen, ihre Verteidigung durchbrechen oder mehrere Feinde mit schwingenden Angriffen treffen. Die Kette ergänzt sein bisheriges Arsenal somit um Möglichkeiten, Distanz und Gegnergruppen anders zu handhaben. Neue Fähigkeiten und Mutagene erweitern außerdem die Charakterentwicklung.


Im Garden of Thorns endet die Idylle
Mit dem Garden of Thorns zeigt Songs of the Past auch eine deutlich unheimlichere Seite seiner neuen Umgebung. Der verwunschene Garten steht mit einer alten Familiengeschichte in Verbindung. Wuchernde Pflanzen, versperrte Wege und neue Kreaturen machen aus dem Ausflug eine gefährliche Angelegenheit. Hier gehören Familiengeheimnis und Monsterjagd unmittelbar zusammen. Hinter dem zunächst friedlichen Eindruck der Region verbirgt sich damit ein Schauplatz, an dem Geralt seine Erfahrung als Hexer ebenso braucht wie sein Gespür für die Geschichten anderer Menschen.
Der persönliche Ausgangspunkt gibt der Erweiterung eine klare Richtung. Geralt will einem Freund helfen und gerät dabei in eine Vergangenheit, die sich nicht mit einem kurzen Gespräch aufarbeiten lässt. Die Verbindung aus Rittersporns Familiengeschichte, frei wählbaren Vorgehensweisen und überarbeiteten Kämpfen bietet mehrere Ansatzpunkte für das neue Abenteuer. Besonders interessant bleibt, wie viel Raum Rittersporn selbst innerhalb dieser Geschichte erhält. Schließlich wäre dies die Gelegenheit, den Barden nicht nur über seine Erzählungen, sondern über die Menschen und Ereignisse kennenzulernen, die ihn geprägt haben.
Wir bedanken uns herzlich bei CD Projekt Red für die Möglichkeit, uns die Präsentation auf der gamescom anschauen zu dürfen!






