Die Nummer 2 in der Runde von Daedalic Entertainments Spielen, welche wir uns dieses Jahr auf der gamescom 2026 am Freitag anschauen durften, trägt den Namen „Hordeguard: Winds of the North“!
Die Verteidigung beginnt vor dem ersten Angriff
In Hordeguard: Winds of the North ist das eigene Wikingerdorf der Ort, an den man immer wieder zurückkehren muss. Hier werden Vorräte in den Ausbau gesteckt und Vorbereitungen für den nächsten Angriff getroffen. Denn die Gegner lassen der Siedlung nicht dauerhaft ihre Ruhe. Immer stärkere Horden aus einer von nordischer Mythologie geprägten Welt rücken an und stellen die Verteidigung auf die Probe. Das Spiel von Black Deer Games verbindet diesen Tower-Defense-Aufbau mit Erkundung und direkten Kämpfen. Zwischen den Angriffen gibt es entsprechend einiges zu erledigen, bevor wieder die Waffen gebraucht werden.
Ressourcen zu sammeln gehört ebenso dazu wie die Entscheidung, wofür sie anschließend verwendet werden. Eine stärkere Befestigung hilft beim nächsten Ansturm, doch das dafür benötigte Material muss zunächst beschafft werden. Hordeguard verlangt deshalb, den Ausbau und die anstehenden Kämpfe gemeinsam zu planen. Die Siedlung soll schließlich mit den wachsenden Gefahren mithalten können. Wer sich nur auf die Erkundung konzentriert, vernachlässigt die Vorbereitungen zu Hause. Ausschließlich im Dorf zu bleiben, bringt einen bei der Versorgung allerdings ebenfalls nicht weiter. Aus diesem Wechsel zwischen Aufbruch und Rückkehr entsteht der grundlegende Spielablauf.





Selbst ran an die Horde
Sobald die Gegner eintreffen, wird nicht bloß zugeschaut, ob die aufgestellten Verteidigungsanlagen ausreichen. Die eigene Figur kämpft unmittelbar mit und unterstützt die angeworbenen Wikinger dort, wo sie gebraucht wird. Mauern, Befestigungen und verbesserte Gebäude bilden zwar das Rückgrat der Verteidigung, ersetzen den persönlichen Einsatz aber nicht. Gerade an schwachen Stellen kann es nötig werden, selbst einzugreifen. Damit wechselt die Aufmerksamkeit während eines Angriffs immer wieder zwischen dem unmittelbaren Kampf und der Frage, wie sich die übrige Verteidigung schlägt.
Auch außerhalb des Dorfes bleibt die Waffe wichtig. Zwischen den Angriffswellen lassen sich die Umgebung erkunden, Beute finden und umherziehende Gegner bekämpfen. Erfolgreiche Kämpfe liefern Erfahrungspunkte, während Upgrade-Karten die Weiterentwicklung der Spielfigur und ihrer Verteidigung ermöglichen. Nach Schlachten können außerdem Modifikatoren freigeschaltet werden, die zusätzliche Herausforderungen mitbringen. Die Ausflüge dienen damit sowohl der Versorgung als auch dem eigenen Fortschritt. Trotzdem steht über jeder Erkundung die Frage, wann es Zeit für den Rückweg wird, damit die nächste Horde nicht auf eine unvorbereitete Siedlung trifft.





Zu zweit hält die Stellung besser
Hordeguard lässt sich allein spielen, bietet aber auch lokalen Koop für zwei Personen. Über einen geteilten Bildschirm können die Aufgaben verteilt werden: Eine Person sammelt Ressourcen, während die andere baut, oder jemand übernimmt Reparaturen, während der Partner die Gegner beschäftigt. Das ermöglicht unterschiedliche Rollen, ohne sie dauerhaft festzulegen. Wenn die Horde anrückt, müssen beide auf die Lage reagieren können. Über Steam Remote Play Together lässt sich der lokale Koop auch gemeinsam über das Internet nutzen.
Für gemeinsame Runden liefert gerade die Verbindung aus Vorbereitung und anschließendem Kampf einen guten Anlass zur Absprache. Welche Arbeiten sind noch offen, lohnt sich ein weiterer Ausflug und wer bleibt zunächst bei der Siedlung? Solche Entscheidungen ergeben sich unmittelbar aus den verschiedenen Aufgaben. Der Reiz des Konzepts liegt darin, dass die gemeinsam aufgebaute Verteidigung anschließend unter Druck gerät und beide selbst zu ihrer Rettung beitragen können. Ob allein oder zu zweit, die nächste Angriffswelle bleibt dabei das Ziel, auf das sämtliche Vorbereitungen hinauslaufen.
Wir bedanken uns bei Daedalic Entertainment, dass wir uns auf der gamescom 2026 das Spiel „Hordeguard“ genauer anschauen durften!






