Das dritte Spiel, welches wir uns bei Daedalic Entertainment anschauen durften, ist ein Survival Titel aus einer sehr bekannten Point and Click Spielereihe. Natürlich meinen wir hier die „Deponia“ Reihe und der Titel „Surviving Deponia“ spielt in genau diesem Universum!
Auf Deponia wird jetzt selbst angepackt
Ausgerechnet auf einem Müllplaneten ein neues Zuhause aufbauen? In Surviving Deponia bleibt einem kaum etwas anderes übrig. Die schwebende Stadt Elysium ist abgestürzt und hat auf der Oberfläche einiges durcheinandergebracht. Besonders die Wasserknappheit macht den Bewohnern zu schaffen. Dazu kommen gefährliche Kreaturen und Menschen, mit denen man lieber nicht unvorbereitet aneinandergerät. Zwischen all dem Schrott muss man sich irgendwie einrichten, Vorräte beschaffen und dafür sorgen, dass aus einem Ausflug in die Umgebung keine Reise ohne Rückkehr wird.
Damit schlägt die Reihe spielerisch eine andere Richtung ein. Surviving Deponia verbindet seine Geschichte mit Erkundung, Kämpfen und dem Bau einer eigenen Basis. Das klassische Point-and-Click-Prinzip weicht einem Alltag, in dem Ausrüstung und Versorgung regelmäßig Aufmerksamkeit verlangen. Inhaltlich bleibt die Verbindung zu den früheren Abenteuern bestehen. Bekannte Figuren tauchen wieder auf, neue Bekanntschaften kommen hinzu und die Folgen von Elysiums Absturz prägen die Welt. Wer bisher keinen Deponia-Teil gespielt hat, soll der Geschichte trotzdem folgen können.


Ein Zuhause aus dem was übrig bleibt
Weggeworfene Dinge haben hier durchaus noch einen Nutzen. Gesammelte Ressourcen bilden die Grundlage für den eigenen Unterschlupf und die Herstellung wichtiger Gegenstände. In der Basis entstehen Waffen, Munition sowie Essen und Getränke. Sie ist damit der Ort, an dem man nach einer Erkundung wieder zusammenkommt, sich erholt und den nächsten Aufbruch vorbereitet. Zwischen den Ausflügen gibt es also genug zu erledigen, selbst wenn gerade kein Gegner in Sicht ist.
Auch bei der Verpflegung lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Essen und Trinken dienen nicht nur dem Überleben, sondern können zusätzliche Vorteile bringen. Passende Fähigkeiten verstärken diese Effekte. Erfahrungspunkte aus Quests und anderen Aktivitäten ermöglichen Stufenaufstiege und liefern Skillpunkte, die sich unterschiedlich einsetzen lassen. Neben besseren Nahrungseffekten stehen beispielsweise höherer Schaden oder ein schnellerer Erfahrungsgewinn zur Auswahl. So entwickelt sich mit der Ausrüstung auch die Figur weiter, mit der man die Müllberge durchstreift.



Hinter dem nächsten Schrotthaufen
Die Umgebung hält Materialien bereit, ist aber längst nicht überall sicher. Feindliche Bewohner und Kreaturen machen die Suche nach brauchbaren Dingen zu einer Aufgabe, für die Waffen und Vorräte zur Vorbereitung gehören. Gleichzeitig begegnet man Menschen, mit denen Gespräche möglich sind und die neue Aufgaben bereithalten. Erkundung bedeutet dadurch mehr, als lediglich alles Verwertbare einzusammeln. Man lernt nach und nach auch die Bewohner einer Welt kennen, die sich mit ihren veränderten Lebensbedingungen arrangieren müssen.
Für zusätzliche Entdeckungen ist ein neues Hotspot-System vorgesehen. An bestimmten Stellen sollen weitere Interaktionen möglich werden, durch die Gespräche entstehen oder Hintergründe zur Spielwelt ans Licht kommen. Die Funktion wurde nach Rückmeldungen aus dem ersten Playtest angekündigt. Damit bekommt das genaue Hinsehen wieder mehr Gewicht. Nicht alles Interessante muss schließlich einen Platz im Inventar finden. Manchmal erzählt ein Fund auch etwas über den Ort oder die Menschen, die dort leben.


Der Müllplanet bleibt unverkennbar
Bei Figuren, Gegenständen und Monstern greift Surviving Deponia auf die vertraute Gestaltung der Reihe zurück. Trotz des anderen Spielprinzips bleibt der Bezug zu den Adventures dadurch sichtbar. Auch die Musik knüpft an die früheren Spiele an. Für langjährige Fans gibt es somit einiges wiederzuerkennen, während sie sich mit dem Bauen, Kämpfen und Versorgen beschäftigen. Der Schauplatz wird aus einer anderen spielerischen Perspektive genutzt, behält aber seine eigenwilligen Bewohner und die allgegenwärtigen Überreste weggeworfener Dinge.
Die Dialoge sollen in der fertigen Fassung vollständig auf Deutsch und Englisch vertont sein. Zu den angekündigten Rückkehrern gehören Monty Arnold und Kerry Shale. Zusammen mit den zusätzlichen Gesprächsmöglichkeiten bleibt damit auch Raum für die erzählerische Seite des Spiels. Zwischen Materialsuche und Herstellung kann man sich wieder mit den Figuren beschäftigen, die diesen sonderbaren Planeten bewohnen. Denn so wichtig eine funktionierende Ausrüstung diesmal auch ist, Deponia wäre ohne seine schrägen Bekanntschaften nur halb so interessant.
Auch hier bedanken wir uns herzlichst bei Daedalic Entertainment dafür, dass man uns auf der gamescom 2026 den Titel „Surviving Deponia“ präsentiert hat!






