Einen weiteren Titel, welchen wir uns auf der gamescom 2026 dieses Jahr am Donnerstag in der öffentlichen Halle bei einem Pressetermin selbst anschauen durften, ist „Tides of Annihilation„, welches ich seit Monaten auf der Wunschliste habe.
London zwischen Ruinen und Ritterlegenden
In Tides of Annihilation ist von einem gewöhnlichen London-Besuch nicht viel übrig. Die Stadt wurde von einer übernatürlichen Katastrophe getroffen, die moderne Gebäude und die Welt der Artussage durcheinandergebracht hat. Gwendolyn bewegt sich durch zerstörte Straßen und Bauwerke, in denen plötzlich fantastische Gestalten auftauchen. Gerade die noch erkennbaren Teile der Stadt geben dieser Mischung ihren Reiz. Zwischen vertrauter Architektur und gewaltigen Veränderungen gibt es immer wieder etwas zu entdecken, das in dieser Umgebung eigentlich keinen Platz haben dürfte.
Das Great Russell Museum führt diese Idee weiter. Dort sucht Gwendolyn nach einem Gralsfragment und durchquert Ausstellungen mit ägyptischen, japanischen und chinesischen Einflüssen. Die jeweiligen Themen finden sich in der Gestaltung der Gegner und der Musik wieder. So unterscheiden sich die Bereiche hörbar und sichtbar voneinander. Beschädigte Ausstellungsräume treffen auf übernatürliche Veränderungen, während die Sammlung selbst Material für neue Begegnungen liefert. Das Museum wird dadurch zu einem abwechslungsreichen Schauplatz, der deutlich mehr bietet als einige Vitrinen zwischen zwei Kämpfen.



Mit den Rittern mitten ins Getümmel
Gwendolyn kämpft schnell und beweglich. Sie wechselt zwischen Gegnern, weicht Angriffen aus, pariert und setzt mit eigenen Schlagfolgen nach. Dazu beschwört sie Ritter, die mit unterschiedlichen Fähigkeiten eingreifen. Manche erscheinen für eine einzelne Attacke und verschwinden anschließend wieder. Ihre Einsätze lassen sich direkt mit Gwendolyns Bewegungen verbinden, sodass aus einem begonnenen Angriff eine längere Kombination entstehen kann. Während sie selbst bereits nachsetzt, liefert ein Ritter die passende Unterstützung.
Welche Begleiter man einsetzt, verändert die Möglichkeiten im Gefecht. Die verschiedenen Attacken laden dazu ein, Kombinationen auszuprobieren und die Ritter an unterschiedlichen Stellen einer Angriffsfolge einzubinden. Dabei bleibt das Geschehen in Bewegung. Statt nach jedem Treffer Abstand zu nehmen, kann Gwendolyn den Druck aufrechterhalten und ihre Fähigkeiten mit denen ihrer Verbündeten abwechseln. Die Beschwörungen gehören damit zum laufenden Kampf und geben den schnellen Auseinandersetzungen ihren eigenen Rhythmus.



Erkunden mit Bogen und Unterstützung
Zwischen den Gefechten gibt es Gelegenheit, die Umgebung genauer zu untersuchen. Nebenwege führen zu Beute, und bei der Suche nach Schätzen lohnt sich ein Abstecher abseits der direkten Route. Auch Rätsel gehören zur Erkundung. Die Ritter helfen dabei mit ihren Fähigkeiten, Hindernisse zu überwinden und neue Wege zu öffnen. Ihre Rolle endet also nicht, sobald der letzte Gegner besiegt ist. Gwendolyn greift auch beim Weiterkommen auf ihre Unterstützung zurück.
Ein Bogen, mit dem sich Seilrutschen nutzen lassen, ergänzt die Fortbewegung. Dadurch werden größere Abstände auf andere Weise überwunden als zu Fuß. Gerade innerhalb der weitläufigen Museumsräume wechseln sich solche Passagen mit der Suche nach Gegenständen und den nächsten Begegnungen ab. Die Erkundung bekommt dadurch einen eigenen Anteil am Abenteuer. Mal geht es um einen erreichbaren Nebenweg, mal um ein Rätsel oder einen Fund, bevor Gwendolyn wieder ihre Waffe zieht.



Große Auftritte für die Bossgegner
Bei den Bosskämpfen kommen Gwendolyns Fähigkeiten und die ihrer Ritter besonders ausführlich zum Einsatz. Ein an Anubis erinnernder Gegner führt durch mehrere Kampfphasen, in denen unterschiedliche Angriffe und Kombinationen gefragt sind. Die Auseinandersetzung verändert sich im Verlauf und gibt Gelegenheit, verschiedene Möglichkeiten des Kampfsystems miteinander zu verbinden. Auch Mordred und Geraint gehören zu den Gegnern, denen Gwendolyn gegenübersteht. Die Bosse nehmen damit einen festen Platz neben den gewöhnlichen Gefechten und der Erkundung ein.
Optisch setzt Tides of Annihilation auf detaillierte Schauplätze, schnelle Animationen und großflächige Kampfeffekte. Zwischen verwitterten Mauern und beschädigten Museumsräumen fallen die geisterhaften Ritter besonders auf, wenn sie neben Gwendolyn erscheinen und in einen Angriff übergehen. Bei den Bossen werden diese Bewegungen mit gewaltigen Attacken und einer entsprechend kräftigen Geräuschkulisse verbunden. Die Musik greift zugleich die Themen der einzelnen Gebiete auf. So erhalten sowohl die ruhigeren Erkundungsabschnitte als auch die Kämpfe eine Atmosphäre, die zum jeweiligen Schauplatz passt.
Wir bedanken uns herzlich bei Eclipse Glow Games, dass wir uns den Titel „Tides of Annihilation“ auf der gamescom 2026 anschauen und selbst spielen durften!






