Gangs of Sherwood – Test / Review (PC)

Wer sich zurückerinnert, wird noch wissen, dass wir uns auf der gamescom diesen Jahres das Spiel “Gangs of Sherwood” anschauen durften und bereits gespannt waren, wie das vollständige Spiel schlussendlich abschneiden würde. Vor wenigen Wochen war es nun soweit und “Gangs of Sherwood” wurde offiziell veröffentlicht. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können.

Worum es geht

Natürlich übernehmen wir in dem Spiel die Rolle eines der Mitglieder der Sherwood Bande und haben es uns zur Aufgabe gemacht, gegen den Sheriff von Nottingham anzugehen, welcher dabei ist, den Bogen zu Überspannen. Darunter haben vor allem die hilflosen Einwohner zu leiden und wir wollen hier nicht tatenlos zusehen.

Aus diesem Grund können wir alleine oder mit bis zu drei weiteren Mitspielern dafür sorgen, dass der Sheriff mit seinen Machenschaften nicht durchkommt, wir helfen dabei den Bewohnern und Kämpfen für Gerechtigkeit, wie man es aus der Saga rund um Robin Hood und seine Gefährten kennen dürfte.

Gestatten? Die Sherwood-Bande!

Zu Beginn können wir bereits auswählen, mit welchem Charakter wir in das Spiel starten möchten. Zur Auswahl stehen hier neben Robin von Locksley, auch als Robin Hood bekannt, noch Little John, Bruder Tuck und die Maid Marian zur Verfügung. Allerdings müsst ihr euch keine Sorgen machen, die falsche Figur ausgewählt zu haben. Nach der ersten Mission erhaltet ihr die Möglichkeit, die Charaktere beliebig oft wechseln zu können. Während besagter erster Mission erklärt das Spiel dem Spieler die Steuerung und Grundmechaniken des Spiels. Wir würden hier definitiv zu Maus und Tastatur tendieren, aber auch mit dem Controller ist das Spiel spielbar.

Nach dem Tutorial gelangt man schlussendlich nach “Major Oak”. Hierbei handelt es sich um das Hauptquartier der Bande, in welchem man besagte Charaktere wechseln und neue Missionen starten kann. Auch findet man hier die Möglichkeit zur Verbesserung der Fähigkeiten, einen Händler um neue Combos zu erwerben und einen Trainingsbereich, um mit dem Charakteren das Kämpfen oder andere Fähigkeiten zu üben, damit man diese besser im Kampf einsetzen kann.

Während der Geschichte, welche insgesamt 3 Akte mit je 3 Kapiteln (Leveln) umfasst, warten noch drei weitere Level darauf, von euch erlebt zu werden. Die Geschichte selbst ist weitgehend häufig vertont und bei Start einer Mission erlebt man sogar eine kleine, gut animierte Filmsequenz, die auf den Auftrag einstimmen soll. Wenn man zeitlich gut aufgestellt ist und unnötige Tode vermeidet, kann man das Spiel in rund 6 Stunden abgeschlossen haben.

Welcher Kampfstil darf es sein?

Das Hauptaugenmerk des Spiels ist aber nicht auf die Story sondern auf das Gameplay oder vielmehr auf die Kampfmöglichkeiten ausgelegt. Jeder der vier Charaktere besitzt unterschiedliche Fertigkeiten, die er im Kampf einsetzen kann. Diese wollen wir euch natürlich kurz im groben auflisten und erklären. Den Anfang machen wir hier mit Little John. Dieser besitzt eine Rüstung aus Metall und kämpft mit Schwert und Schild. Dadurch zählen wir ihn als Tank und er ist etwas langsamer als die schnelleren Charaktere. Durch das Schild besitzt er die Möglichkeit, Angriffe abzublocken und mithilfe des Schwerts ist es ihm möglich, starke Angriffe durchzuführen. Allerdings ist seine Reichweite stark begrenzt. Auch Bruder Tuck ist ein solcher Tank und mit seinem großen Hammer richtet er viel Schaden an, ist aber ebenso langsam bzw. sogar langsamer als Little John.

Eher angetan haben es uns die kleinen, wendigen Charaktere wie die Maid Marian und Robin von Locksley. Die Maid ist klein und wendig, teilt viel Schaden mithilfe ihrer Dolche aus und ist äußerst wendig. Allerdings hält sie nur wenig aus und ist von der Reichweite ebenfalls begrenzt. Den Großteil des Spiels haben wir daher als Robin Hood verbracht, der zwar ebenfalls nicht viel Schaden aushält, aber äußerst agil ist und eine große Reichweite hat. Es empfiehlt sich jedoch, jeden Charakter im Trainingsbereich auszuprobieren und zu erlernen, beziehungsweise diese in den Missionen zu spielen oder im Koop die Level zu erleben. Den Grund erklären wir euch nun.

Durchsucht die Umgebung

Bei jedem Level gibt es unterschiedliche Dinge zu entdecken, wenn man diese genauer erkundet. So findet man in einem der Level beispielsweise Steckbriefe, die man nur als Robin entfernen kann. Aber es gilt auch, nach neuen Artefakten und Gold zu suchen, das man für bereits erwähnte neuen Combos und Upgrades ausgeben sollte. Allerdings gelangt man an einige Truhen nicht mit jedem Charakter dran. So gibt es Wände, die man durchbrechen muss oder schmale Spalten in Felsen, durch die der Charakter hindurch kriechen muss. Erstere sind natürlich für Robin und die Maid nicht erreichbar, während letztere als Little John und Bruder Tuck nicht zu öffnen sind.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, jedes Level mehrmals zu spielen und diese Truhen mit den anderen Charakteren einsammeln zu gehen, denn nur so gelangt ihr an jeden Gegenstand und jede Combo, die es im Spiel zu finden gibt. Die Ausnahme darin besteht, wenn ihr das Spiel im Koop erlebt, was wir euch empfehlen würden. So kann ein Spieler oder mehrere die kleinen Wendigen Charaktere nutzen, während der oder die anderen die bulligeren verwendet. Auch macht das Spiel so bedeutend mehr Spaß als alleine, da man sich im Kampf besser aufeinander einstellen kann und mehr Möglichkeiten im Kampf besitzt.

Gute Grafik, tolle Animationen und undurchdachte Inhalte

Gangs of Sherwood sieht durchaus sehr gut aus, wenn man die grafischen Einstellungen im höheren Bereich vornimmt. Die Landschaften haben alle ein einzigartiges und sehr detailreiches Design, die Animationen der Gegner und unserer Angriffe wirken flüssig und ebenfalls gut gestaltet. Selbiges gilt für Effekte wie Wasser oder loderndes Feuer, welches man im Spiel durchaus häufiger zu sehen bekommt. Auch die Soundeffekte und Stimmen, die verwendet worden sind, passen gut ins Spielgeschehen.

Nicht so gut gelungen ist jedoch, dass die Ladebildschirme zum Teil enorm lange dauern und es hin und wieder sogar zu einigen Crashes führten. Auch einen wirklichen Wiederspielwert konnten wir nicht finden. Ferner wirkten einige Questdesigns fragwürdig. So kann man zu Beginn im Trainingsbereich den “Rebellensinn” als Auftrag auswählen, allerdings ist dieser nicht machbar, weil man ihn erst später erhält. Darauf weißt das Spiel den Nutzer jedoch nicht hin. Hier gibt es noch Nachbesserungsbedarf.

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
65 %
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.
gangs-of-sherwood-test-review-pc<blockquote>Gangs of Sherwood.... das Spiel lässt mich einerseits mit einem lächelndem und andererseits mit einem weinenden Auge zurück. Dies liegt unter anderem daran, dass es der Titel durchaus für wenige Stunden geschafft hat, mich zu unterhalten, aber auch daran, dass hier viel Potential verschenkt wurde. Die Missionen waren relativ kurz, wenn auch Spaßig, allerdings ist der Schwierigkeitsgrad zu einfach gewesen, als dass man diese als fordernd bezeichnen konnte.</blockquote> <blockquote>Auch wenn der Titel mit kleinen Rätseln und netten Cutscenes überzeugen konnte, gab es leider viele Kleinigkeiten, die enorm gestört haben. Zunächst einmal hätte man sich auf reinen Singleplayer oder Koop beschränken sollen, da viele Missionen zigfach durchgespielt werden müssen, um jedes Geheimnis zu entdecken. Dies liegt daran, dass man unterschiedliche Charaktere nutzen musste. Ferner funktionieren manche Gameplay Inhalte nicht gut oder werden nicht richtig erklärt. Die Grafik ist akzeptabel und der Sound ebenfalls, allerdings würden wir einen Kauf aktuell nicht empfehlen, da das Gameplay zu viele Probleme bereitet.</blockquote> <hr /> <blockquote> <strong>Positiv</strong> <ul> <li>Lustige Missionen</li> <li>Gute Cutscenes</li> <li>Mehrere Spielbare Charaktere</li> <li>Skillsystem</li> <li>Passende Grafik und Voicelines</li> <li>Koop Option</li> </ul> <strong>Negativ</strong> <ul> <li>Missionen sehr kurz</li> <li>Wiederspielzwang (wenn alleine)</li> <li>Teils verbuggte Gameplay Inhalte</li> <li>Schwierigkeitsgrad zu niedrig</li> </ul> </blockquote> <hr /> <blockquote>Name: Gangs of Sherwood</blockquote> <blockquote>Plattform: PC, PS5, Xbox Series</blockquote> <blockquote>Genre: Action, Adventure</blockquote> <blockquote>Release: 27. November 2023</blockquote> <blockquote>USK/PEGI: 16 / 16</blockquote> <blockquote>Entwickler: Appeal Studios</blockquote> <blockquote>Publisher: Nacon</blockquote> Anmerkung: Die PC-Version von Gangs of Sherwood wurde game7days für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Publishers oder Entwicklers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.

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