Hokko Life – Test / Review (PC)

Quelle: Team17

Schon zu Nintendo-Zeiten hat mich das Spiel Animal Crossing, damals hieß der erste Teil in Japan noch Animal Forest, viele Stunden vor die Flimmerkiste gefesselt und nicht selten durfte ich mir, wie vermutlich viele andere auch, den Spruch anhören, dass meine Augen doch bald viereckig sein würden. Jedenfalls hab ich diese Spielreihe seit Beginn verfolgt und hatte schon Mitleid mit den Spielern, die das Konzept mögen und nicht spielen können, weil diese keine Nintendo Konsole besitzen.

Umso interessierter war ich, als ich von dem Spiel „Hokko Life“ hörte, welches von Wonderscape entwickelt und von Team17 nun vor 4 Tagen im Early Access bei Steam veröffentlicht wurde. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut, um euch nun darüber berichten zu können!

Willkommen in deinem neuen Leben!

Nachdem wir im Zug ungewollt eingeschlafen sind und ein kleines Nickerchen gehalten haben, hielten wir auf einmal in einem fremden Bahnhof an, mitten in der Nacht. Da es in Hokko Life am Anfang kein direktes Tutorial gibt, muss man sich selbst zurechtfinden. Nach einer kurzen Zeit fiel uns dann auf, dass das linke der beiden Geschäfte trotz des Schildes, welches „Geschlossen“ anzeigt, geöffnet hat. Darin erwartete uns direkt Omi, eine rüstige Elefanten-Dame, welches das niedliche Kaffee besitzt. Hier wird schon relativ schnell eine Ähnlichkeit zu oben genanntem Spiel deutlich: Die Bewohner hier sind allesamt keine Menschen, sondern Tiere!

Aber auch am darauffolgenden Tag wird klar, dass wir abgesehen von kleinen Erklärungen weitgehend auf uns allein gestellt sind, was sich aber nicht unbedingt als schlecht erweist. Sobald man sich ein wenig in die Steuerung reingearbeitet hat, sollten hier auch keine Probleme auftreten. Wichtig ist zunächst einmal, das kleine Städtchen wohnhafter und für neue Tiere interessanter aussehen zu lassen. Hierfür müssen wir unter anderem den Weg zum Wohnplatz freiräumen, welcher durch eine umgefallene Tanne blockiert wird. Helfen tut hier die Axt, die euch im Verlauf des Spiels noch gute Dienste leisten wird!

Achtet auf eure Umwelt

Da sich lange niemand um die Region gekümmert hat, empfiehlt es sich natürlich, das Unkraut regelmäßig zu rupfen oder den an den Wohnplatz angrenzenden Strand von Unrat und Müll zu befreien. Aber auch sonst gibt es eine Menge eine Menge Aufgaben, die ihr machen solltet, um für eine gute Faune sorgen zu können. Pflanzt regelmäßig neue Baumsamen ein und auch Blumensamen, damit ihr für einen regen Nachwuchs an Bäumen und Blütenblättern sorgen könnt.

Auch ist es möglich, mithilfe einer Schaufel den Boden nach Lehm umzugraben und mit der Spitzhacke Steinvorkommen, Kohle und Kalkstein abzubauen! Wie ihr relativ schnell bemerken werdet, handelt es sich eben bei der erwähnten Axt, der Spitzhacke und der Schaufel um die wichtigsten Werkzeuge im Spiel, wenn es darum geht, neue Ressourcen zu sammeln!

Geld regiert die Welt

Allerdings bekommt ihr diese Werkzeuge nicht einfach so, zumindest nicht alle. Für einige wird der schnöde Mammon, also Geld, benötigt. Dies kann selbstverständlich mit dem Verkauf von Objekten verdient werden. Da ihr allerdings die meisten Ressourcen selbst benötigt, empfiehlt es sich nicht, diese für Geld zu verkaufen. Oder sagen wir zumindest nicht alle. Am ehesten empfiehlt es sich, einen gewissen Grundbetrag zu verdienen und damit im Laden neben dem Cafe einkaufen zu gehen. Dieser wird im übrigen von einer Giraffe geführt. Dort könnt ihr neben Füllmaterial, Möbeln und anderen Kleinigkeiten auch eine Vergrößerung eures Rucksacks erwerben, sowie eine Spitzhacke und ein Schmetterlingsnetz.

Gerade ein Schmetterlingsnetz kann zu Beginn eine gute Geldquelle sein, da die Schmetterlinge in Hokko Life faktisch unbegrenzt neu erscheinen und ihr diese durch simples Schwingen des Netzes einfangen könnt Auch gibt es eine Art Journal, in welchem ihr bereits gefangene Tiere nachverfolgen könnt. Diese werden automatisch in die verschiedenen Kategorien wie Strand, Stadt oder ähnliches einsortiert werden. Eine weitere gute Einnahme-Quelle ist das Fischen. Durch einen netten Bären erfahren wir, wie wir eine Angel erstellen können. Mit dieser ist es
möglich, entweder mit oder ohne Köder im Fluss oder im Meer zu fischen.

Entspanntes Angeln

Das Angeln ansich ist nicht sonderlich schwer zu erklären. Es ist lediglich erforderlich, nach einem Schatten eines Fisches zu suchen und dort die Angel auszuwerfen. Anschließend knabbert dieser zunächst mehrere Male am Haken, bis dieser komplett unter Wasser sinkt. Sobald dies der Fall ist, muss der Spieler sofort mit einem Knopfdruck versuchen, den Fisch aus dem Wasser zu ziehen. Dies geschieht allerdings nicht automatisch. Stattdessen startet man auf diese Art und Weise eine Art Minispiel. Der Fisch selbst bewegt sich in eine der beiden Richtungen und ihr müsst dagegen ansteuern. Sobald dieser ruhig ist, könnt ihr versuchen, die Schnur einzuholen. Gelingt euch der Fang, erhaltet ihr automatisch den Fisch und einen Eintrag im Journal.

Geht jetzt aber nicht sofort den Fisch verkaufen, sondern bringt diesen zu dem Bären Dennis. Dieser gewährt euch einen kleinen monetären Bonus für jeden neu gefangenen Fisch und für jeden neuen „Rekord“, was die Fischgröße angeht. Ansonsten empfiehlt es sich auch hier alle Fische und Schmetterlinge zu verkaufen, um damit leicht Geld zu verdienen.

Ich gestalte mir die Welt…

Wie sie mir gefällt! Ein gewaltiger Pluspunkt ist, dass ihr wirklich alle Regionen im Spiel selbst gestalten könnt. Dies fängt schon einmal damit an, dass ihr für neue Bewohner zunächst einmal die Häuser bauen müsst mithilfe eines neuen Einwohners im Dorf. Diese erscheinen jedoch nicht einfach so in eurem Ort, sondern können regelmäßig zur Mittagszeit oder Abends im Cafe erscheinen. Dort ist es dem Spieler möglich, mit diesen zu kommunizieren und dazu zu bringen, in eure Stadt bzw. in euer Dorf ziehen zu wollen.

Mithilfe eines neuen Geschäftes könnt ihr schlussendlich neue Gebäude errichten. Hierfür werden, je nach Gebäudeart, verschiedene Materialien und Geld benötigt. Habt ihr beides gesammelt, könnt ihr mit dem Geschäftsführer den Wohnplatz besuchen und einen Stellplatz für das Haus aussuchen. Ist dies getan, dauert es einige Tage, bis das Gebäude erstellt wurde. Allerdings können noch nicht sofort neue Bewohner einziehen. Stattdessen müsst ihr noch für diverse Möbelstücke sorgen und diese im Haus platzieren, damit das Haus „wohntauglich“ wird. Anschließend wählt man noch den zukünftigen Bewohner aus und ihr könnt diesen einziehen lassen. Auch ist es möglich, jederzeit einen Bewohner rauszuschmeißen und selbstständig einen neuen einziehen lassen zu können!

Aber nicht nur in dieser Hinsicht könnt ihr die Welt gestalten. Es ist dem Spieler möglich, alle Häuser neu zu dekorieren und auch die Außenwelt liegt euch förmlich zu Füßen. Gerade zu Beginn könnt ihr noch nicht zu jeder Stelle der Insel, sondern müsst erst für begehbare Wege sorgen. Hierfür gibt es ein umfangreiches „Herstellungs“-System, welches anhand einer Quest freigeschaltet wird. Allerdings funktioniert das System nicht so wie in anderen Spielen umgesetzt.

 

Meisterhandwerker ohne Ausbildung

Wichtig ist es erst einmal, sich bei dem Chef der Werkstatt verschiedene Baupläne für kleine Objekte, große Objekte, Betten, Lampen oder ähnliches, selbiges gilt für unterschiedliche Bearbeitungsmöglichkeiten und Baumöglichkeiten, was diverse Ressourcen wie Steine, Holz oder ähnliches angeht. Je nachdem, welchen „Bauplan“ ihr zu Beginn auswählt, wird euch hier ein Grundgerüst von mehreren „Blöcken“ dargestellt. Innerhalb von diesen könnt ihr natürlich Bauen wie ihr möchtet. Allerdings werden am unteren Bildschirmrand diverse Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Abgesehen davon gibt euch das Spiel alle Freiheiten, was das Bauen angeht.

Wichtig ist auf jeden Fall, sich schnellstmöglich eine Grundlage für eine Brücke und für einen Aufstieg zu erstellen, um auf andere Teile der Inseln zu gelangen oder auf höher gelegene Ebenen, da man dort Zugang zu mehr Bauplatz und anderen Insel-Bereichen gelangt. Auch könnt ihr beim Herstellen die Teile verkleinern, vergrößern, verbreitern, sowie duplizieren, rotieren oder ähnliches. Eurer Fantasie sind in dieser Richtung keine Grenzen gesetzt!

Nachdem ihr Objekte platziert habt, könnt ihr diese nach Belieben in der Stadt, am Strand oder an anderen Stellen platzieren. Und dies nicht nur rotierend um 90° versetzt, sondern bis auf den Millimeter genau. Diese Möglichkeit sorgt natürlich dafür, dass die Ortschaften von verschiedenen Spielern immer einen eigenen Stil besitzen.

Entspannend und spaßiges Erlebnis

Die Grafik selbst wurde relativ bunt und niedlich gehalten, auch gibt es viele sichtbare Details, welchen man beim Begehen der Insel und der Häuser begegnet. Auch haben alle NPCs und Bewohner ihren eigenen Stil, einen einzigartigen Charakter und natürlich ein unterschiedliches Aussehen. Von Kühen, über Füchse, Bären und andere Tiere sind alle möglichen Tierarten und damit Bewohner ist alles enthalten. Selbst wenn ein Schwein der Immobilienmakler wird! Gemixt mit der entspannenden Musik ist das Spiel definitiv etwas für zwischendurch.

Auch fand ich es angenehm, dass die Zeit nicht so schnell vergeht wie in anderen Spielen, sodass man sich nicht stressen muss, um alles am Tag zu erledigen. Stattdessen könnt ihr euch soviel Zeit lassen wie möglich und falls es doch einmal nötig ist, die Zeit an eurem Bett entweder um einige Stunden vergehen zu lassen oder sofort bis zum nächsten Morgen zu Schlafen!

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
73 %
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.