Rocket Arena – Test / Review (PC)

Rocket Arena ist ein neuer Third-Person-Shooter aus dem Hause EA, der sehr stark an Overwatch erinnert und sich grafisch etwas an Fortnite orientiert hat. Wir haben uns den 3 vs. 3 Shooter mal genauer angesehen und zeigen euch, was euch in dem Game erwartet.

Aufbau und Spielprinzip

EA verzichtet komplett auf eine Story oder andere Einzelspielerinhalte und setzt komplett auf den Multiplayer-Modus. Es gilt immer grundsätzlich 3 vs. 3 in insgesamt 5 Modi (plus Rangliste), wovon ein Modus eigentlich mehr PvE ist (Raketenbot-Attacke), aber dazu später mehr. Nach einer sehr kurzem Tutorial, in welchem einem kurz und bündig die Steuerung und das Spielprinzip erklärt werden, kann es auch schon losgehen und wir starten direkt in eine Raketenbot-Attacke-Runde, in der wir uns erstmal einen von 10 Helden aussuchen dürfen.

Jeder Held hat eine eigene Hauptwaffe und 2 Spezialfähigkeiten, die auch sehr kurze Cool-Downs haben, was aber sehr gut zum Gameplay passt. Zum Beispiel Blastbeard, ein Pirat mit einer Schiffskanone unter dem Arm, der alles zerlegt, was sich vor ihm befindet und als Spezialattacken eine Rakete eine Schockwelle, die alle Gegner in der Nähe wegschleudert. Ein weiterer Charakter wäre zum Beispiel Boone, der mit seinem Scharfschützengewehr alles platt macht, was ihm vor die Linse kommt. Dieser kann als Spezialattacke mit dem Visier näher und besser anvisieren und sich selbst oder Gegner zurückschleudern.

Nach einer abgeschlossenen Runde hat man alles „freigeschaltet“ und kann sich erstmal alle Helden in einem Trainingsmodus genau anschauen und ausgiebig testen, um herauszufinden, welche Helden einem am besten liegen und am meisten Spaß machen. Jeder Held kann mit 3 Artefakten ausgestattet werden, die einem je nach Artefakt bestimmte Boni gewähren wie mehr Schaden zu verursachen oder weiter springen. Diese schaltet man sich automatisch ziemlich schnell beim Spielen frei und man kann sich die passenden aussuchen. Diese lassen sich auch Leveln (Bis Stufe 3), um die Effekte noch zu verbessern. Die Helden ansich können ebenfalls gelevelt werden bis aif Stufe 100. Dadurch schaltet man nach und nach dazugehörige Skins, Emotes, Embleme usw. frei.

Wir haben 10 Maps, auf denen wir uns austoben können und jede ist die Heimat eines der 10 Helden. Diese sind alle passend für 3 vs. 3 sehr klein gehalten, aber doch unterschiedlich, damit keine Langeweile entsteht. Zu spielen sind die Maps wie bereits erwähnt in 5 Modi, wovon einer als PvE einzustufen ist und wir gegen 30 Raketenbots (KI) kämpfen, welche nach und nach spawnen (Raketenbots-Attacke). Dann hätten wir noch „Knockout“, bei dem das Team gewinnt, das als erstes 20 Spieler aus der Arena befördert hat. Weiter geht es mit „Raketenball“ , bei welchem das Ziel ist, den Ball so oft wie möglich ins gegnerische Tor zu befördern. In der „Schatzsuche“ geht es darum, in der Runde die meisten Münzen zu sammeln. Diese können verteilt auf der Map spawnen oder man nimmt die Schatztruhe ein und hält diese so lang wie möglich. Beim letzten Modus namens „Megarakete“ verhält es sich wie in Herrschaft. Eine Mega-Rakete landet irgendwo auf der Map und dieser Punkt muss dann erobert und verteidigt werden, um zu gewinnen.

Töten gibt es nicht

Im Gegensatz zu anderen Spielen dieser Art, tötet man seine Gegner in diesem  doch sehr bunt aussehenden Spiel, welches stark an Animationsfilme erinnert und flüssig läuft, nicht. Stattdessen füllt sich eine Art Schadensbalken, sobald man den Gegner trifft immer weiter. Je mehr Schaden er genommen wird, desto weiter wird die Person zurückgeschleudert, wenn sie sich bereits in der Luft befindet oder man wird bei der Maximalmenge an Schaden aus der Arena gekickt. Dadurch verliert man ein „Badge“. Jeder Spieler besitzt 3 Badges. Wenn ein Spieler 3 mal rausgekickt wird, werden die Badges von den anderen Spielern abgezogen und sind diese alle weg, gilt das Match als verloren. Das betrifft aber natürlich nur die Raketenbot Modus und bei Knockout, nicht in den anderen.

Was gibt es sonst noch?

Es gibt einen Ranglisten-Modus und wer will, kann sich dort mit den Besten messen. Im Moment läuft noch der Pre-Ranglistenmodus, was sich aber bald ändert. Außerdem existiert einen Season Pass, wie man ihn von vielen Spielen kennt. Die Season startet am 28.07.2020. Diesen kann man sich einmalig kaufen für 950 Raketentreibstoff (ca. 9,50€). Wer diesen fleißig levelt, kann jedoch bis zu 1300 Raketenwährung wieder zurückerhalten und hat genug, um sich den nächste kaufen zu können. Außerdem gewähnt der Kauf des Season Pass sofort einige kosmetische Gegenstände wie Skins oder Spuren.

Einen Ingame-Shop wie in anderen Spielen, der sich täglich aktualisiert und bei dem man sich Skins, Spuren oder ähnliches für die gegen Echtgeld erwerbliche Währung holen kann, gibt es ebenfalls. Zu erwähnen ist, dass es noch eine zweite Währung gibt, die man durchs Leveln der Helden, Dailys und Weaklys erspielen und auch damit alles gekauft werden kann. Diese nennen sich Raketenteile. Somit kann jeder selbst entscheiden, ob er es sich erspielt oder für Echtgeld kaufen möchte, was wir sehr positiv finden.

Crossplay!

Crossplay ist leider noch immer sehr selten. Allerdings hat EA sich dazu entschieden, in ihr Spiel volle Crossplay-Unterstützung einzubinden. Das dies funktioniert, hat man auch schon in anderen Spielen gesehen, wenn keine Steine in den Weg gelegt werden. Da mandiese Option jederzeit de- und aktivieren kann, damit man nicht zwingend mit anderen Konsolen oder dem PC zusammen spielen muss, ist das ganze noch besser. Wir freuen uns auf jeden Fall darüber und es gibt die Möglichkeit, mit all seinen Freunden zusammen spielen zu können ohne diese Begrenzung.

Das Spiel ist auf dem PC über Origin und Steam, auf der XBOX sowie der PS4 verfügbar. Wer auch gerne mit seinen Freunden auf anderen Plattformen zusammen spielen will, kann das deswegen ohne Probleme tun. Es sind alle über den EA-Account (Origin) verbunden.  Wir haben es ausgiebig getestet mit der Origin-Variante (PC) und der PS4. Es gab weder Probleme bei der Spielersuche noch Latzenzprobleme. Man merkt nicht, dass man mit Leuten aus verschiedenen Plattformen zusammen spielt, außer durch ein kleines Symbol unter dem Namen des Spielers. Das Einzige was wir festgestellt haben, dass zumindest bis jetzt nur die Person an der Konsole den Freund/Freundin am PC einladen kann. Wenn es die Person am PC versucht kommt die Einladung auch nur bei Origin, an aber nicht im Spiel auf der Konsole.

Keine Einbrüche am PC

Das Spielgefühl wirkte flüssig, die Steuerung funktioniert unserer Meinung nach perfekt und die Performance ebenfalls, insofern man keinen PC hat, der schon zig Jahre alt ist. Mit einem mittelstarken- starken PC sind FPS von 60-120 kein Problem. Im Zweifelsfall kann man auch verschiedene Einstellungen vornehmen, damit die Mausempfindlichkeit besser ist oder sogar mit dem Controller spielen.

Die Animationen selbst wirken flüssig und wir konnten hier kein stocken erleben. Gelegentlich wirken manche Texturen ein wenig schwammig, was aber auch an der sehr hohen Geschwindigkeit liegen kann. Alles in allem wirkt die Technik also gut so, wie sie ist.

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
75 %
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