The Ascent – Test / Review (PC)

Tolles Cyberpunk Feeling mit Ecken und Kanten

Quelle: Neon Giant, Curve Digital

Schon seit der Ankündigung von The Ascent von Entwickler Neon Giant sowie Publisher Curve Digital hatten wir das Spiel interessiert auf dem Radar und fieberten einer Veröffentlichung entgegen. Da uns ein Cyberpunk Setting sehr interessiert, waren wir auch hier gespannt, was uns erwarten wird. Unser Erlebnis schildern wir in diesem Testbericht.

In einer düsteren Zukunft hatte die Ascent Gruppe alles unter Kontrolle bis sie Pleite ging. Wie sooft hinterlässt dies ein Vakuum und lädt andere förmlich dazu ein, dieses auszufüllen. Somit ist es weniger verwunderlich, dass sich dies allerhand kriminelles Gesindel zunutze machen möchte, um dies unter sich aufzuteilen. Natürlich führt dies zu Konflikten untereinander, in welchen wir natürlich kräftig mitmischen werden.

Neon Giant, soviel kann man schon zu Beginn unseres Abenteuers feststellen, hat ganze Arbeit geleistet. Zumindest in grafischer Hinsicht. Denn man darf einen coolen Action-RPG-Shooter mit Einzelspieler- und Koop-Modus erwarten, welcher auf der überbevölkerten Cyberpunk-Welt Veles spielt. Die Welt wirkt sehr lebendig, denn uns fallen direkt die Raumschiffe, Neonreklamen und Außerirdischen auf, welche am Raumhafen an ihren Schiffen herumdoktern. Während andere sich fleißig essend oder trinkend vergnügen und in Gespräche vertieft sind.

Wie bereits erwähnt spielt sich unser Abenteuer auf Veles ab, grafisch fast schon ein Meisterwerk dank 4K-Auflösung und Raytracing. Als Steuerung bietet sich einerseits der Controller an, andererseits aber auch die Tastatur/Maus Kombo, welche wir persönlich auch im Normalfall bevorzugen. Bei letzterer Kombo kann man auch eine Tastenbelegung nach eigenem Geschmack anpassen. Es gibt immer wieder neues zu entdecken, selbst nach stundenlangem zocken. Leider sind Interaktionen mit der Umwelt nur beschränkt möglich. Ob Fahrzeuge, welche wir nutzen möchten oder Gespräche, welche wir gerne führen wollen. Auch Geschäfte sind eher überschaubar, in welchen wir etwas kaufen möchten. Gerne hätten wir mehr Interaktionsmöglichkeiten gehabt.

Wir können alleine ins Gefecht ziehen oder auch mit vier weiteren Kämpfern unser Glück versuchen. Die Schwierigkeit passt sich dem Level des Hosts an und das Spiel ermittelt eine gemeinsame Stufe für die Gruppe. Unser Charakter wird mit der Zeit aber stärker, da die gesammelten Waffen und Erfahrung für Offline und Koop-Modus zählen. Wie wir bereits erwähnt haben erwartet uns mit The Ascent ein Action-RPG-Shooter. Unseren Charakter, welchen wir uns erstellen kann allerlei Missionen zu erledigen. Unsere Missionen bieten uns Auswahl. So müssen wir mal etwas ausliefern, ein andermal etwas hacken oder auch mal etwas zerlegen. Es gibt viel zu tun, wenn wir nach und nach unsere Haupt- als auch Nebenmissionen abarbeiten. Loot als Belohnung gibt es auch, allerdings fällt der eher oftmals enttäuschend aus, bietet zu wenig Auswahl oder Veränderung an.

Allerdings sind oftmals Skillpunkte zu verteilen oder man bekommt auch Stufenaufstiege, welche unsere Attribute aufpolieren. Ob schnelleres nachladen, mehr Leben oder mehr Schaden können unseren Charakter aufbessern. Ferner wirkt sich auch unsere Rüstung auf die Werte aus. Mit etwas Feintuning können wir unsere Spielweise so spezialisieren auf Fern- oder Nahkampf.

So entdecken wir nach und nach die Spielwelt, welche wir mit großer Freude auch erkunden. Ist man von Beginn an erst einmal zu Fuß unterwegs, wird es später natürlich bequemer für unseren Protagonisten werden. Ob Taxi, welches wir bei Bedarf nutzen können oder Zug. Es gibt schnellere Reisemöglichkeiten, um ans Ziel zu gelangen.

Natürlich kämpfen wir nicht mit bloßer Faust, wo sind wir denn hier? Unser Waffenarsenal hat einiges zu bieten. Ob Schrotflinte oder Maschinenpistole, es findet sich für jeden das passende Werkzeug, um seine Mitmenschen, Mechs oder Außerirdischen Kontrahenten zu zerlegen. Natürlich sind oftmals Kollateralschäden zu beklagen. Allerdings stellen unsere Gegner meist eher kein Problem für uns dar. Einerseits, weil überschaubare Mengen auftauchen  und andererseits, kommen eher selten auch mal Bossgegner als Herausforderung auf uns zu. Gerade bei letzteren entfaltet sich unser volles Potential durch unsere verschiedenen Augmentationen, welche wir per Zufall aus Kisten oder von Kontrahenten erhalten haben. So haben wir nützliche Fähigkeiten wie zielsuchende Raketen oder explosive Spinnen im Gepäck, welche unseren Kampf zusätzlich unterstützen werden.

Im Kampf selbst sollte man natürlich nicht an Ort und Stelle stehen bleiben sondern sich immer in Bewegung sein. Dank reichlich Munition kann sich unser Waffenarsenal völlig entfalten. Ab und zu sollte man mit Bedacht Deckung hinter Mauern oder einer einfachen Bank suchen. Genau dann, wenn einfach zu viel Hektik aufkommt, da man sonst leicht den Überblick verlieren kann, bei dem, was uns alles um die Ohren fliegt. Und wenn wir dann doch einmal das zeitliche segnen sollten, helfen uns Checkpoints aus, uns gleich wieder ins Gefecht stürzen zu können.

Leider trüben technische Schwierigkeiten und einige Bugs das Spielvergnügen der PC-Version. So kann es zu Rucklern bei Explosionen oder beim Auftauchen von neuen Objekten oder Gegnern kommen. Auch das nur ein Schwierigkeitsgrad zur Verfügung steht, sorgt für etwas Verwunderung bei uns. Da ich selbst hauptsächlich auf PC spiele und eher selten auf Konsole teste, muss ich sagen, dass ich mit The Ascent für den PC mehr zufrieden bin als das ich enttäuscht wurde. Allerdings hätte man für einen absoluten Top-Hit noch eine gehörige Schippe drauflegen müssen. Sehr schade.

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
75 %
QuelleSteam
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Projektleiter und Redakteur von game7days, ehemals Alpha-Omegagaming seit 2014. Ich betreue die Infrastruktur, als auch die Gewinnspiele der Webseite.