Chorus – Test / Review (PC)

Quelle: Deep Silver

Wer mit verschiedenen Spiele-Genres vertraut ist, weiß, dass es im Verhältnis nur äußerst wenige gute Spiele gibt, die hauptsächlich shootermäßig im Science-Fiction Bereich zu finden sind. Es wurden zwar einige für die nächsten Jahre angekündigt, allerdings ist selbst dann die Zahl noch verschwindend gering. Vor knapp 3 Wochen wurde das von Fishlabs Studios entwickelte Third-Person-Shooter Spiel im Science Fiction -Genre Spiel “Chorus” veröffentlicht. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können!

Gestatten? Nara!

Die Hauptprotagonistin des Spiels heißt Nara und bei ihr handelt es sich um eine Pilotin im Exil. Im Exil ist sie aus folgenden Gründen: Früher war diese ein Mitglied des Zirkels. Hierbei handelt es sich um einen Kult, welcher von einem “Großen Propheten” angeführt wurde. Wir erfahren, dass sie damals einen kompletten Planeten zerstört hat, bei dem viele Menschen das Zeitliche gesegnet haben. Aus diesem Grund floh sie und befindet sich seitdem im selbstauferlegten Exil.

Allerdings weiß jeder, dass man vor seiner Vergangenheit nicht für immer davonlaufen kann. Das lernt selbst Nara, als der Zirkel ihr neues “Zuhause” angreift. Sie entschließt sich dazu, den Zirkel zu bekämpfen und den Herrscherr zu beseitigen. Ob ihr das gelingt? Nun, dass müsst ihr selbst erfahren!

Die Reise beginnt

Einiges der Spielzeit in der Hauptstory, welche im übrigen cirka 20 Stunden beträgt, verbringen wir damit, mit dem Raumschiff zwischen den verschiedenen Orten hin und her zu fliegen. Die Welt, welche sich dabei beobachten lässt, wirkt atemberaubend schön und weiß durchaus zu beeindrucken. Insgesamt gibt es im übrigen 5 Sternensysteme, welche wir bereisen können:

  • Amarok
  • Nimika
  • Kinuuk
  • Stega Rim
  • Stega Central

Eben jene Sternensysteme können vom Spieler fast wie in einem Open World Spiel bereist werden. Wenn man selbst zu einem anderen Sternensystem reisen will, muss man die vorhandenen Sprungtore nutzen, welche man im Verlauf der Geschichte freischaltet. Denkt jedoch nicht, dass ihr auf Planeten aussteigen könnt. Die komplette Geschichte findet innerhalb des Raumschiffs bzw. dessen Steuerung statt.

Neben der normalen Hauptquests gibt es noch Nebenquests oder kleine Ereignisse, welche man beim vorbeifliegen “triggern” kann. Diese sind erst ziemlich unterhaltsam, können allerdings bei der x-maligen Wiederholung doch relativ langweilig sein!

Einzigartige Fähigkeiten? Her damit!

Nara ist allerdings nicht nur ein Profi an den Waffen selbst. Sie besitzt auch eigene Fähigkeiten, welche die Feinde nicht besitzen. Beispielsweise können wir bestimmte versteckte Orte aufspüren, uns hinter die Gegner warpen mit unserem Raumschiff driften (dazu später mehr).

Diese Fertigkeiten kosten jedoch allesamt Energie und sind daher nicht unbegrenzt oft einsetzbar, weswegen man von vorneherein gut planen sollte, wann man eine solche Fertigkeit genau einsetzen möchte. Eines sei jedoch gesagt: Einfach ist Chorus nicht!

Lasst das “Geballer” beginnen

Neben dem Erkunden kommt ihr natürlich nicht um Kämpfen drum herum. Sonst wäre es wohl kaum ein Shooter-Spiel. In Chorus erwarten euch verschiedene Gegner, welche allesamt unterschiedliche Techniken und Waffen besitzen und diverse Taktiken durchführen können. Auch unterscheiden diese sich anhand des Könnens.

Während wir leichtere Trupps problemlos beseitigen, können andere widerum schon deutlich mehr und ein Tod ist zum Teil nicht zu vermeiden. Dies liegt unter anderem an den unterschiedlichen Schiffen, welche diese besitzen und welche ihr zwingend kontern müsst. Dafür stehen euch natürlich auch unterschiedliche Waffen zur Verfügung!

Allerdings bedeutet das im Umkehrschluss nicht, dass ihr nicht doch einmal das Zeitliche segnet. Wie gesagt: Einfach ist Chorus trotz 4 verschiedener Schwierigkeitsgrade nicht!

Steuerung gewöhnungsbedürftig!

Eines sagen wir euch gleich: An die Steuerung muss man sich gewöhnen. Zum Teil sogar mehrmals, weil ihr auch unterschiedlich große Schiffe steuern könnt bzw. müsst währen der kompletten Hauptmission. Wir haben  das Spiel mit dem Controller gespielt, und selbst da war es schon knackig. Vermutlich dürfte es mit Maus und Tastatur noch schwieriger sein.

Am leichtesten ist die Steuerung noch in den Kämpfen selbst, wie man schnell bemerken kann und wenn man ein paar Minuten geübt hat. Die Schiffe reagieren relativ zeitgleich, wenn ihr die Steuerung betätigt und auch das Zielen und Schießen funktioniert weitgehend problemlos. Ferner bereitet es mehr oder weniger eine kindliche Freude, wenn man Gegner mit einem Funken-Feuerwerk in die Luft fliegen sieht! Wortwörtlich!

Schwieriger ist jedoch die Steuerung außerhalb von Kämpfen. Beispielsweise muss man bei bestimmten Gebieten diverse “Schritte” in einer Reihenfolge durchführen, um schlussendlich den jeweiligen Punkt erreichen zu können.

Hierfür und für die Steuerung durch Asteroiden-Felder, welche es auch gibt, benötigt ihr das bereits erwähnte driften. Gerade am Anfang hat uns eben jenes Driften durchaus verzweifeln lassen. Allerdings sollte man auch damit nach ein wenig Eingewöhnungszeit durchaus zurecht kommen!

Gute Grafik, tolle Atmosphäre, aber einige Kritikpunkte

Wie bereits gesagt: Grafisch weiß Chorus definitiv zu überzeugen. Das bemerkt man schon, wenn man die unterschiedlichen Sternensysteme genauer anschaut und auch wurde viel Augenmerk auf Detailreichtum gelegt. Selbiges gilt im übrigen auch für die Spiegelung und Effekte, welche man in Kämpfen oder auch  Außerhalb beobachten kann. Hier merkt man vor allem, dass man sich mit der Entwicklung viel Mühe gegeben hat, denn das Spiel läuft zumindest bei uns ohne FPS Drops! Schade ist jedoch dass die Animationen der Charaktere, insbesondere der Gesichter, nicht optimiert sondern ziemlich “stumpf” und unrealistisch wirkt. Aber das kann man verkraften.

Die Soundeffekte jedoch machen diesen kleinen Negativpunkt wieder wett. Ob man es jetzt als negativ oder positiv betrachten kann, sei dahingestellt. Allerdings gibt es keine deutsche Synchronisation. Das Spiel ist komplett in Englisch, jedoch besitzt es eine akzeptable deutsche Übersetzung als Untertitel, was für Leute ohne Englisch-Kenntnisse natürlich Klasse ist.

Zwar ist uns passiert, dass das Spiel durchaus mal abgestürzt ist, was natürlich schade ist, wenn der Fortschritt nicht gespeichert wurde! Allerdings tut es dem Spiel keinen Abbruch und Fishlabs ist es gelungen, einen tollen Weltraum-Shooter zu veröffentlichen!

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
90 %
QuelleChorus
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CEO und Redakteur von game7days, ehemals Alpha-Omegagaming seit 2014. Ich betreue u.a. die Infrastruktur, als auch die Gewinnspiele der Webseite.
chorus-test-review-pc<blockquote>Wer packende Weltraumkämpfe mag, eine durchaus gute Story mit dazubekommt, wird um Chorus nicht herum kommen. Zwar muss man sich bei allem etwas eingewöhnen, bis man den Durchblick hat. Aber wenn der Groschen mal gefallen ist, wird man ein stundenlanges Abenteuer der Extraklasse genießen können. Hier und da gab es einmal minimale Probleme mit den Missionen. Aber ein fetziger Sound, die tolle Grafik und ein geheimnisvolles Sci-Fi Universum machen das alles wieder wett. Für mich persönlich ist Chorus zum Jahresende ein weiterer Überraschungshit des Jahres 2021.</blockquote> <hr /> </div> <blockquote> <strong>Positiv</strong> <ul> <li>Beeindruckende Story</li> <li>fetzige Arcade-Action</li> <li>durchdachtes Upgrade-System</li> <li>Einstieg anfängerfreundlich</li> </ul> <strong>Negativ</strong> <ul> <li>fehlende deutsche Vertonung</li> <li>Missionsbugs</li> </ul> </blockquote> <hr /> <blockquote>Name: Chorus</blockquote> <blockquote>Website: <a href="https://chorusthegame.com/">https://chorusthegame.com/</a></blockquote> <blockquote>Plattform: PlayStation 5, PlayStation 4, Xbox Series, Xbox One, Google Stadia, PC, Amazon Luna</blockquote> <blockquote>Genre: Aktion, Abenteuer</blockquote> <blockquote>Release: 03.12.2021</blockquote> <blockquote>USK/PEGI: 12/12</blockquote> <blockquote>Entwickler: Deep Silver Fishlabs</blockquote> <blockquote>Publisher: Deep Silver</blockquote>