Die Sims 4: Nachhaltig leben – Test / Review (PC)

Eine der größten Spielereihen war schon immer und wird auch immer „Die Sims“ bleiben. Auch für den aktuellsten Teil, also „Die Sims 4“ erscheinen immer mehr Erweiterungspacks, Gameplay-Packs und Accessoire-Packs. Seit „Hunde und Katzen“ ist es beispielsweise möglich, größere Haustiere zu halten, mit „An die Arbeit“ kann man den Sims auf die Arbeit folgen und diese übernehmen und durch „Jahreszeiten“ erlebt man mit seinen Sims alle Jahreszeiten hautnah mit. Nun wurde das Erweiterungspack „Nachhaltig leben“ veröffentlicht Wir haben uns diese Erweiterung genauer für euch angeschaut.

Evergreen Harbor

Zunächst einmal kommt mit der Erweiterung „Nachhaltig leben“ ein komplett neues Gebiet ins Spiel. Hierbei handelt es sich um Evergreen Harbor. Diese Stadt ist in 3 Nachbarschaften unterteilt und dort findet man vier Apartments und 13 Grundstücke. Die Namen der Nachbarschaften lauten im übrigen „Grims Quarry“, „Port Promise“ und „Confier Station“! Wie man es schon gewöhnt ist, sind bei jedem Grundstück Merkmale vorhanden oder können hinzugefügt werden. Die neuen Merkmale sind „Naturquelle“, „Geothermisch“, „Ökogrundstück“, „Mülldeponie“ und „Reduzieren und Recyclen“.

Wenn ihr sofort in das grüne, ökologische Leben abtauchen wollt, solltet ihr euer Leben definitiv in Grims Quarry beginnen. Diese Region wurde rund um einen alten, nicht mehr aktiven Steinbruch errichtet. Dort gibt es keine negativen Umwelteinflüsse und das komplette Gebiet ist einfach nur eines: Grün! Ihr müsst euch keine Gedanken mehr darum machen, sondern könnt euer ökologisches Leben einfach genießen!

Port Promise ist hier das genaue Gegenteil. Dort findet ihr eine Mülldeponie, eine Bar, Containerhäuser und Industrie-Gebiete. Demnach ist die Luft dort sehr dreckig, Sims husten häufiger und fühlen sich allgemein nicht wohl in ihrer Haut. Wenn ein Sim ökologisch veranlagt ist, wird er es hier sehr schwer haben. Ansonsten hat man hier die „Schwierigkeit“, dass man nicht an das Strom und Wassernetz angeschlossen ist. Nur wenig Objekte kann man auch ohne  beides Nutzen, wie zum Beispiel bestimmte Arten von Toiletten. Alles was darüber hinaus geht, muss selbst gesammelt oder gewonnen werden und es ist sogar möglich, sowohl Wasser als auch Stromüberschuss zu verkaufen!

Den Mittelweg bietet hier die „Conifer Station„. Hier gibt es keine Industriegebiete, die Gegend besitzt einen stillgelegten Bahnhof und wie auch bei Grims Quarry könnt ihr euch für ein Apartment oder ein eigenes Grundstück entscheiden. Auch ist die Gegend an das „Netz“ angebunden, was bedeutet, das Strom und Wasser im Überfluss vorhanden sind. Auch bieten sich hier viele Möglichkeiten, die Gegend noch „grüner“ zu gestalten!

Sammelwahn

Hat man sich für ein Gebiet entschieden, startet das neue ökologische Leben eurer Sim. Hier macht sich beispielsweise das Merkmal „Freegan“ bemerkbar und nützlich, denn die Sim wühlen bei „Nachhaltig leben“ gern im Müll und das meinen wir nicht nur so zum Spaß. Durch das Wühlen in Mülltonnen gelangt man am schnellsten an Werkstoffe. Besonders viele davon findet man zu Beginn bei Gemeinschaftsgrundstücken. Auch findet man dort Zutaten, Nahrungsmittel und ganze Mahlzeiten. Hierbei sollte man aber aufpassen, dass diese nicht verdorben sind. Auch finden die Sims im Müll gelegentlich kaputte Möbelstücke, die man reparieren kann für die eigene Wohnung. Falls genug Möbel vorhanden sind, gibt es die Möglichkeit, diese zu verkaufen und etwas Geld zu verdienen!

Recycling pur!

Mit den Werkstoffen kann das Recycling losgehen. Hierfür gibt es einen sogenannten „Heimaufbereiter„. Den findet man auf Gemeinschaftsgrundstücken oder es ist möglich, diesen für das eigene Grundstück bzw. Apartment zu erwerben. Mit dieser genialen Gerätschaft kann aus Lebensmitteln, Müll, Möbeln oder auch anderen Objekten Kleinteile recyclen, welche anschließend in der Geldbörse landen. Eine weitere nützliche Maschine ist der sogenannte „Heimfabrikator„. Dieser verarbeitet eure Kleinteile weiter zu anderen Möbeln oder man erstellt sich damit Teile zur Verbesserung von vorhandenen Möbeln. Je höher man im Rang bzw in der Fertigkeit aufstegt, desto mehr Anleitungen erlernt man. Gelegentlich schenken einem auch die Nachbarn solche Anleitungen. Wenn man in der Fertigkeit kein hohes Level hat, passiert es auch, dass diese Geräte schnell und häufig den Geist aufgeben und andere kleine Fehler auftreten. Dies wird aber verhältnismäßig seltener, je höher das Level ist.

Geld sparen auf hohem Niveau

Wenn ihr es richtig machen wollt, spart euer Geld und stellt soviel wie möglich selber her. Die ist vor allem in Gebieten gut, bei denen es kein Strom gibt oder nur rationierte Mengen von Wasser. Was nutzt man beispielsweise im Dunkeln, wenn es keinen Strom gibt? Richtig..hier sind Kerzen die erste Wahl. Diese stellt man am besten mit dem Kerzenherstellungstisch her, mit dem man durch Wachs und andere Objekte Kerzen herstellen kann. Auch wäre es sinnvoll, eigenes Obst anzubauen, damit Nahrungsmittel herzustellen und auch Getränke herstellen zu lassen, mithilfe des Aufsprudlers „Zischimischi“.

Kleider machen Leute

Natürlich sollte man bei dem ökologischem Leben auch passende Kleidung und Frisuren nutzen und besitzen. In „Nachhaltig leben“ sind 7 neue Piercings, 15 neue Frisuren und viele Kleidungsstücke, welche naturbelassen, ökologisch und dennoch modern wirken. Ferner kann man neue Bestreben für die Sim wählen. Hier gibt es unter anderem „Öko-Innovator“ und „Meisterfabrikant“. Ersterer hat das Hauptziel, die Nachbarschaft zu einem nachhaltigen Ort zu machen, letzterer ist ein Herstellungs-Liebhaber. Auch gibt es noch einige neue Merkmale wie den bereits erwähnten „Freegan“ oder auch den „Hersteller“, „Ökofanatiker“ und „Recycling-Fan“.

Stimmen und Wahlen

Das Hauptziel, neben dem Herstellen, Recyclen und so weiter ist allerdings ein anderes. Wir wollen die Nachbarschaft zu einem grünen und ökologischen Ort machen. Dies geht nicht einfach so, sondern nur mit Einflusspunkten. Diese erhält man, wenn man sich anderen Sim vorstellt, sich in der Gemeinde einbringt und engagiert, Müll trennt, Beschlüsse befolgt und auch an Abstimmungen teilnimmt. Gerade die Abstimmungen sind der wichtigste Faktor. Einmal in der Woche gibt es eine Abstimmung für die Gemeinschaftsflächen und die Nachbarschaftlichen Aktionspläne, bei welchen ihr Abstimmen könnt. Die Auswahl mit den meisten Stimmen wird für die Woche natürlich „aktiviert“. Wichtig ist es, nach Möglichkeit, mehrmals abzustimmen. Sonst kann es schnell passieren, dass ihr überstimmt werdet.

Freie Wahl für alle!

Gerade die Gemeinschaftsflächen-Abstimmung ist wichtig und sinnvoll. Hier hat man zuerst die Auswahl, ob man ein Marktgelände zum Verkaufen im Gebiet haben möchte, ein gemeinschaftlicher Garten oder auch ein Fertigungsareal zum Herstellen von Objekten. Bei solchen „Projekten“ ändert sich auch das Aussehen der Nachbarschaft. Durch solche Möglichkeiten wird die Nachbarschaft grüner und passt sich der Ökologie an. Auch kommen so neue „Eigenschaften“ für die Nachbarschaft ans Tageslicht. Beispielsweise prügeln sich die Bewohner häufiger oder die „Freie Liebe“ tritt ans Tageslicht. Was genau es damit auf sich hat, könnt ihr euch denken.

Alles in allem handelt es sich bei „Nachhaltig leben“ um eines der besten Sims 4-Erweiterungspacks, die bisher veröffentlicht wurden!

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
85 %
QuelleSims 4: Nachhaltig leben
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.