gamescom 2019: Novaquark präsentiert neue Informationen für Dual Universe

Bereits seit 2016 sind wir alljährlich bei der gamescom bei Novaquark zu Gast, um uns die weiteren Fortschritte bei dem unter anderem per Crowdfunding finanzierten Dual Universe anzusehen. Das Spiel ist ein Sandbox-MMO, welches man auch als eine Art Minecraft im Weltraum ansehen kann.

Das Spiel hat aber eine Menge bereits in der Alpha 2 Phase zu bieten. Die dritte soll noch in diesem Jahr erfolgen. Natürlich ist noch nicht alles an Features in das MMO integriert worden. Aber die Entwicklung schreitet seit Jahren stetig voran, was man auch an unserer Berichterstattung nachverfolgen kann.

Was hat der Spieler als in Dual Universe zu tun? Wir bebauen und besiedeln Planeten. Aktuell sind 12 Planeten und noch weitere Monde ins Spiel integriert worden. Eine Raumstation war ebenfalls zu sehen. Aktuell gibt es auch schon ein Gildensystem, was einem den Einstieg erleichtern kann, wenn man in großer Gemeinschaft zusammenarbeitet und das Sandbox-MMO so noch besser kennen lernt und sich wichtige Tipps abholt.

Was zeichnet Dual Universe aus? Materialien können nach belieben abgebaut, Flächen können nach eigenem Ermessen gestaltet werden. Es stehen unterschiedliche Rohstoffe wie Eisen, Silizium und viele weitere, aber auch seltene, zur Verfügung. Ein Abbau dieser dauert natürlich auch entsprechend länger. Materialien kann man mit entsprechender Gerätschaft scouten, sogar geologische Karten kann man erstellen und an andere Spieler für Geld verkaufen. Auch die Wirtschaft spielt in Dual Universe eine entscheidende Rolle, Handel kann betrieben werden. So kann  der Spieler Materialien abbauen oder ansammeln und diese an andere verkaufen. Man entwirft Gebäude, Raumschiffe und errichtet Städte oder mit entsprechendem Fortschritt besiedelt man andere Planeten.

Wie baut man in Dual Universe? Alles wird mit einfachen Tools selbst kreiert, entsprechendes Material vorausgesetzt. Ob Blöcke per Mausklick, welche sich nach Belieben in Form und Größe anpassen lassen. Diese können auch entsprechend geschnitten oder ausgehölt werden. Man wies während des Meetings mehrmals darauf hin, das alles von Spielern erschaffen und gebaut wird. Auch die Ökonomie soll von Spielern nahezu komplett selbst gestaltet werden.

Bauen kann man auch Raumschiffe, welche aber mit entsprechendem Motor und anderen Komponenten, aber auch Teibstoff versorgt sein müssen. Gerade bei Flügen zu anderen Planeten ist dies ein enorm wichtiger Faktor. Ferner wurde abermals, wie auch bereits im letzten Jahr, als die Raumschiffe den Weg ins Spiel fanden (Artikel gamescom 2018), darauf hingewiesen, dass man vieles beachten muss. So braucht man unterschiedliche Triebwerke, der Rohstoff der Betankung- und das Gewicht muss beachtet werden. Auch ist nichts mit hineinsetzen und losfliegen. Das Fliegen muss erst einmal erlernt werden, sonst kann man abstürzen.

Gebäude kann man nach Belieben errichten und gestalten, was uns erneut an Spielerkreationen vorgeführt wurde. Selbiges gilt für Raumschiffe oder gigantische Städte. Alles wird von Spielern erschaffen. Die Servertechnologie bietet Platz für mehrere tausend Spieler, was bereits in diesem Artikel bewiesen wurde. Ferner wies man darauf hin, dass den Spieler keine Ladezeiten zwischen den Flügen oder den einzelnen Planeten erwarten werden. Auch ddies wurde vorgeführt und wirkt jetzt schon beeindruckend.

Das Novaquark Team bewies zur Einleitung erneut, dass man, auch mit entsprechendem Gerät nach belieben Materialien unbegrenzt abbauen kann. Und dies auch sehr tief in die Planetenoberfläche. Auf Nachfrage bestätigte man sogar, dass man auf der anderen Seite herauskommen würde, was aber wohl etliche Tage in Anspruch nimmt. Aber jede Wette, es wird Spieler geben, die dieses Kunststück vollbringen werden.

In diesem Jahr zeigte man auch richtige Produktionsanlagen, welches auf einem System von Energie und Schaltern basiert. So fand man auf dem Planeten einen Weg in eine Fabrik, in welcher Roheisen zu Barren verarbeitet werden. Diese widerum werden zu Zahnrädern verarbeitet und mit anderem Material kombiniert ergeben diese Motoren.

Landmassen können von Spielern beansprucht und bebaut werden und nur Freunde dürfen darauf agieren. Dies ist wichtig, da es auch PVP-Zonen geben wird, man dementsprechend seine Dinge in diesen umkämpften Gebieten verlieren kann. Gildenkriege und Massenschlachten dürften hier wohl für enormen Spielspaß oder auch -frust sorgen. Die Spieler rüsten schon ihre Raumschiffe und Flotten entsprechend aus und auf. Beeindruckend war in diesem Zusammenhang ein Raumschiff eines Spielers, welcher sehr detailverliebt ist und sein Raumschiff, zu unserer Freude, plaziert hat. PVP soll ein sehr zentrales Element sein. Ob Rohstoff Diebstahl oder auch Kämpfe, vieles soll den Weltraum lebendig und umkämpft wirken lassen.

Apropos lebendig. Man kann sich durchaus nach Release vorstellen, auch Tiere oder ähnlches auf Planeten einzubinden. Überlegungen gibt es, ob sie umgesetzt werden bleibt abzuwarten. Planeten haben unterschiedliche Biome wie Wüste, Wald, Sand und Eis. Von letzterem gibt es sogar einen Planeten, auf welchem uns der Entwickler per Flug hingeführt hat. Hier sind aktuell sehr wenige Spieler bisher angekommen, aber der Eisplanet wirkt beeindruckend und lässt Star Wars Feeling aufkommen.

Die weitere Entwicklung von Dual Universe schreitet gut voran. Eine Roadmap (Artikel) gab bereits Auskunft hierüber. Auf Nachfrage bestätigt man, der Zeitplan sieht gut aus und man hält ihn nahzu ein.

Es wird sehr viel Wert aufs Detail und viel Realismus gelegt. Dies merkt man auch daran, um ein Beispiel zu nennen im Bezug auf die Raumschiffe. Man musste hier nachbessern und Abhilfe schaffen mit einem Booster, damit die Spieler den Sprung ins Weltraum schaffen können. Man benötigt ja unterschiedliche Triebwerke, um diesen überhaupt erreichen zu können. Viele sind beim „letzten Schritt“ abgestürzt, was man beim Entwicklerteam bemerkt hatte.

Grundsätzlich ist man beim Entwicklerteam sehr begeistert von der Dual Universe Community. Wie sie agiert, fleißig Feedback gibt, was sie baut und so für die ein oder andere Überraschung am nächsten Tag für das Entwicklerteam sorgt.

Dem Projekt geht es gut. Crowdfunding und Finanzspritzen haben mehr als 22 Millionen und damit die Kassen für die weitere Entwicklung gefüllt. Eine Betaphase sowie ein Release ist für 2020 geplant. Ein bleibender Eindruck ist nach dem 60 minütigen Termin vorhanden.