Far Cry 5 – Test / Review (PC)

(Quelle: Ubisoft)

Far Cry 1, Far Cry 2, Far Cry 3, Far Cry 4 und viele Prequel- oder Sequel Spiele der Reihe wie zum Beispiel Far Cry Primal haben viele Millionen Spieler begeistert und an den Bildschirm gefesselt. Die Spiele aus dem Hause Ubisoft glänzen seit Jahren vor allem mit einer sehr guten Grafik, einem guten Gameplay und zumeist auch mit einer spitzenmäßigen Hintergrundgeschichte, wie man „kürzlich“ mit Assassin’s Creed Origins wieder perfekt bewiesen hat. Auch wenn sich von der grundsätzlichen Aufgabe in den Far Cry Teilen nicht viel geändert hatte, war die Geschichte dahinter doch immer eine andere und man hatte auch das Gefühl, eine eigenständige Geschichte zu erleben. Eine Ausnahme bildete hier das bereits erwähnte Far Cry Primal, bei welchem man nicht mit Schusswaffen der Neuzeit sondern mit Waffen und Werkzeugen der Steinzeit hantiert. Mit Far Cry 5 sind wir jedoch zumindest in der „neueren“ Zeit angelangt, was ihr unter „Gameplay“ noch merken werdet. Wir können nun vorweg behaupten, dass uns Far Cry 5 in vielerlei Hinsicht begeistert hat. Ob das Spiel auch etwas für euch ist, müsst ihr anhand des Reviews für euch selbst entscheiden!

Fanatismus ist das Paradies für eine Sekte

Wie ihr es anhand des Sprichworts schon erahnen könnt, gibt es in Far Cry 5 wieder eine Art Antagonist und eine „Gemeinde“, welche ihm bedingungslos folgt. Das Wort „Gemeinde“ kann man hier durchaus wortwörtlich nehmen. In der Region Hope Country, welche wohlgemerkt in den USA liegt, hat ein gewisser Joseph Seed eine Art Sekte gegründet, der inzwischen schon viele verschiedene, dort lebende Menschen beigetreten sind. Diese Sekte ist weitgehend apokalyptisch veranlagt und deren Ziel ist es, die „Schwachen“ auszusieben, damit die „Starken“ eine bessere Chance haben, um Überleben zu können. Diese Sekte trägt übrigens den Namen „Project at Edens Gate“ und die Mitglieder dieser Sekte werden von Außenstehenden und Rebellen einfach nur als „Peggies“ bezeichnet.

Um das ganze Szenario so realistisch wie möglich halten zu können, hat sich Ubisoft einen Experten auf diesem Gebiet ins Boot geholt. Hierbei handelt es sich um den Kultismus-Experten Rick Ross. Dieser berichtete über reale Vorfälle und Handlungen von oder auch in Sekten, damit man in Far Cry 5 die Sekte so gut wie möglich darstellen konnte. Viele schütteln über ein solches Thema den Kopf und denken sich vermutlich, dass kein Mensch mit gesundem Menschenverstand in eine Sekte eintreten kann. Allerdings kann man hier schnell eines besseren belehrt werden. Insbesondere Menschen mit extremen Veränderungen im Leben sind sehr anfällig dafür, von einer Sekte angeworben zu werden, welche einem mehr oder weniger verlockende Angebote unterbreiten kann. Hier wendet man ebenfalls unter anderem zielgerichtete Gehirnwäschen an, welchen man schlecht wiederstehen kann, wenn man es selbst nicht bemerkt. Somit geraten die Sektenmitglieder immer mehr in die Abhängigkeit und es wird schwer bis unmöglich, heil aus der Sache wieder herauszukommen. Auch physische Folter ist in manchen Sekten regelmäßig an der Tagesordnung.

In Far Cry 5 hat man versucht, dieses Thema gut darzustellen, aber dennoch den typischen Far Cry Charme nicht außer Acht zu lassen. Daher findet man neben den Peggies auch gezüchtete Monsterwölfe und Drogenopfer, die nicht mehr wissen, was sie tun und daher den Spieler immer wieder angreifen, ohne nachzudenken. Diese kann man beispielsweise mit Fleischstücken ablenken oder sogar auf seine Feinde hetzen. Selbst wilde Verfolgungsjagden und Drogentrips kommen in Far Cry 5 häufiger vor. Wir empfanden Far Cry 5 als eine Mischung aus neuem, wie dem Kultismus und altem, was man in Ansätzen schon in anderen Far Cry Teilen erlebt hat. Allerdings muss man sagen, dass die Mischung unserer Meinung nach definitiv gelungen ist!

Was wäre Far Cry ohne einen Antagonisten

Far Cry 5 glänzt seit jeher mit perfekt in die Rolle passenden und charismatischen Antagoisten, welche unserem Protagonisten das Leben schwer machen. Den Antagonisten von Far Cry 5 begegnet man schon relativ früh im Spiel, nachdem man sich einen eigenen Charakter erstellt hat. Im Vergleich zu den Vorgänger Far Cry Teilen unterscheidet sich Far Cry 5 hier schon einmal. Während man entscheiden kann, ob man einen Mann oder eine Frau spielt, hatte man früher eine vorgegebene Rolle. Selbst die Kleidung kann man sowohl zu Beginn des Spiels als auch im Spiel selbst jederzeit austauschen! Auch hat unser Protagonist eine Hintergrundgeschichte: Wir arbeiten bei der Polizei und haben den Auftrag, Jospeh Seed festzunehmen. Natürlich geht dieser Auftrag ziemlich in die Hose und man findet sich nach wenigen Minuten in der offenen Spielwelt wieder. Aber alleine die erste Szene mit dem Antagonisten Joseph Seed zeigt schon, dass es sich hier eigentlich um einen hochintelligenten, aber total durchgeknallten Menschen handelt, der sich selbst als „Vater“ bezeichnet.

Nach einigen Spielstunden wird klar, dass er zwar „nur“ genauso durchgeknallt ist wie die allseits bekannten Antagonisten „Vaas“ von Far Cry 3 oder „Pagan Min“ von Far Cry 4, aber dafür noch unendlich brutaler auftritt. Hier müssen wir sagen, dass es in Far Cry 5 einige extreme Gewaltdarstellungen gibt, die nichts für Menschen mit einem schwachen Magen sind und man sollte sich vorher überlegen, ob man damit umgehen kann. Dennoch gibt es auch im fünften Teil der Far Cry Reihe eine Menge düstere, aber auch lustige und seltsame Momente, welche es zu erleben gilt.

In Far Cry 5 erwartet euch eine große, virtuelle Welt, welche bereist werden kann und muss. Hope Country, wie das Ländchen heißt, ist weder zu klein noch zu groß ausgefallen. Außerdem gibt es viele verschiedene Areale wie kleine Siedlungen, Berglandschaften, Wiesen, Täler, Wälder und auch große Seen. Schade ist nur, dass es verhältnismäßig wenige lebende Menschen an diesem gottverlassenen Stück Land zu geben scheint. Dies kann aber auch daran liegen, dass sich viele schon Joseph Seed angeschlossen haben oder von ihm beseitigt wurden, weil sie es nicht taten.

Viel zu erkunden

Hope Country unterteilt sich im übrigen in folgende drei Gebiete:

  • Holland Valley im Westen
  • Henbane River im Osten
  • Whitetail Mountains im Norden

Jedes der drei Gebiete hat andere Gegebenheiten. Während die Whitetail Mounts natürlich zu einem Großteil aus Gebirgen und Tälern bestehen, findet man in den Henbane River einen großen Fluss quer in der Landschaft. Ferner wird jedes der drei Gebiete von einem anderen Geschwisterteil des „Vaters“ angeführt. Westen herrscht John, welcher grundsätzlich als der brutalste unter den drei Geschwistern gilt, wenn man Joseph Seed nicht mit einbezieht. Faith, die Schwester der Brüder, herrscht im Osten über ihre „Schafe“ durch Drogen, welche den eigenen Willen brechen sollen. Den Norden hat Jacob in der Hand. Dies geschieht bei ihm durch diverse Psychospielchen…Hierzu sagen wir nur „Only youuuu…“! Lasst euch überraschen!

Was uns an Far Cry 5 so gut gefällt ist, dass man nach den Tutorialquests frei entscheiden kann, wann man welche Quest in welchem Gebiet machen möchte. Ihr könnt also jedes Gebiet nacheinander durchspielen oder abwechseln in den verschiedenen Gebieten die Aufgaben erfüllen. Ihr seid also nicht gezwungen, eine bestimmte Reihenfolge einzuhalten, um Joseph Seed aufzuhalten. Das Grundprinzip dahinter ist aber dem der Vorgänger Far Cry Teile nicht unähnlich. Nachdem man die 3 Hauptuntergebenen bzw. die Geschwister ausgeschaltet wurden, geht man gegen den Vater persönlich vor. Allerdings muss man eine Menge Aufgaben erfüllen und den Widerstand in den Gebieten aufbauen, um überhaupt gegen die Geschwister vorgehen zu können! Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten!

1,2 oder 3? Oder soll es doch die 4 sein?

Zunächst einmal wäre hier die Möglichkeit, den Widerstand durch die Hauptmissionen und Nebenmissionen zu verstärken. Im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen könnt ihr euch hier frei entscheiden, welche Mission ihr wann angehen wollt. Es gibt also keine feste Abfolge, wie die Missionen erfüllt werden müssen. Davon unabhängig sind allerdings Missionen, welche bei einem bestimmten Punkt des Widerstandes starten. Diese müssen zumeist sofort erledigt werden. Diese bauen dann aufeinander auf, bis es schlussendlich zum Showdown mit dem jeweiligen Gebietsleiter kommt. Ferner lernt man durch solche Missionen oder Quests auch die freundlich gesinnten NPCs kennen, welche uns im Kampf beistehen wollen, Belohnungen für uns bereithalten oder uns einfach Wissen über Hope Country weitergeben können.

Möglichkeit 2 wäre hier Vandalismus durchzuführen. Dies kann beispielsweise das Zerstören von Sektengebäuden darstellen oder auch das Zerlegen von Produktionsmaschinen für Drogen. Ferner begegnet einem auf der Straße auch einmal ein Fahrzeug, welches darunter zählt und mit Minen schnell in die Luft gejagt werden kann!

Die Geiselbefreiung stellt die dritte Möglichkeit dar. Hier gibt es ebenso „Lastwagen“, welche man anhalten und den Fahrer erschießen sollte, um die Geiseln zu befreien. Ferner sieht man auch ab und an „Peggies“ mit Gefangenen, welche man befreien kann, um schlussendlich Widerstandspunkte dazuzuverdienen!

Die letzte Möglichkeit stellt das Einnehmen von bestimmten Gebieten in einem Landteil dar. Dadurch und durch das Errichten von neuen Widerstandsaußenposten lernt man ebenfalls viel über Hope Country. Im Vergleich zu früher hat sich hier einiges geändert. Während man beispielsweise in Far Cry 3 auf Funktürme klettern musste, um Karten aufzudecken oder Infos zu erlangen, funktioniert dies nun so nicht mehr. Man lernt nur durch das selbstständige Erkunden der Karte, durch Gespräche mit NPCs, durch auffindbare Kartenstücke oder durch Straßenschilder neue Informationen über die Welt selbst!

Freiheit zwar vorhanden, aber nicht grenzenlos!

Es gibt eine Menge Dinge, die man in Hope Country tun kann aber auch einiges, was man nicht tun kann. Es ist beispielsweise prinzipiell möglich, die Geschwister und den Vater herauszufordern, ohne zuvor großartig eine Mission erledigt zu haben, allerdings dauert dies umso länger, da man nun einmal für die Hauptmissionen und die Nebenmissionen die meisten Punkte erlangt. Daher kann es nur durch Vandalismus und durch das Befreien von Geiseln extrem lange dauern, bis der Widerstandsbalken aufgefüllt ist. Außerdem passiert es bei Missionen häufig, dass, wenn man sich zu weit von einem bestimmten NPC entfernt oder man zu weit wegläuft, ein Countdown abläuft und insofern man in der Zeit nicht zurückgelaufen ist, die Mission fehlschlägt. Daher ist man dazu gezwungen, die Mission zumindest teilweise nach einem festen „Rahmen“ zu erledigen!

Falls man also die Karte aufdecken und andere Dinge tun möchte als Missionen, sollte man dies außerhalb eben jener durchführen. Ihr könnt beispielsweise in Seen oder Flüssen angeln. Dafür stehen euch mehrere Köder zur Verfügung und es gibt eine Menge Fische, welche man entdecken kann. Ferner ist es möglich, mit diesen durch den Verkauf auch Geld zu verdienen. Hier können wir also sagen: Far Cry 5 ist zwar grundsätzlich ein Open World Spiel, allerdings mit diversen Einschränkungen! Viele behaupten, der Schwierigkeitsgrad wäre niedriger als bei den anderen Far Cry Teilen. Hier können wir nicht wirklich zu stimmen. Es kommt nach wie vor auf den gewählten Schwierigkeitsgrad an.

Was wäre ein Spiel ohne Skillbaum?!

Zunächst einmal ist die Frage, ob das Spiel trotz diverser kleinerer Kritikpunkte dennoch Spaß macht. Hier können wir behaupten: Ja, auf jeden Fall. Natürlich gibt oder gab es diverse Bugs, die entweder extrem lustig oder auch nervtötend sein konnten. Aber dennoch: Die Missionen sind abwechslungsreich, es gibt viele Zufallsevents, nebensächliche Tätigkeiten (wie Angeln) und eine Menge lustige Sequenzen in Far Cry 5. Neben den normalen Aufgaben wie das Ausschalten einer Person oder das Einnehmen einer Basis verprügeln wir wortwörtlich Schweine, stehlen Fahrzeuge und überfahren Elche, um einem Einsiedler Fleisch zum Grillen zu bringen! Aber auch die Waffen bringen eine Menge Abwechslung ins Spiel!

Natürlich gibt es den aus Far Cry Spielen bekannten Stealth-Kill durch das Anschleichen noch. Aber es warten auch Pfeil und Bogen, Sturmgewehre, Maschinengewehre, Panzerfäuste, Schlagwaffen, Snipergewehre, Granaten, Molotowcocktails und viele andere Waffenarten auf euch. Einige Fähigkeiten müssen aber auch erst erlernt werden. Dafür gibt es den bereits erwähnten Skillbaum. Um dort neue Fähigkeiten freischalten zu können, benötigt man natürlich Skillpunkte. Diese erhält man aber nicht wie gewohnt durch Level Ups oder Erfahrungspunkte, sondern durch Herausforderungen. Eine Herausforderung kann zum Beispiel sein, mit einer bestimmten Waffe so und so viel Gegner getötet zu haben. Erfüllt man diese Herausforderung, erhält man die angegebene Anzahl an Punkten zum Verteilen. Es gibt viele verschiedene Arten an Herausforderungen. Daher ist es auch möglich, den kompletten Skillbaum auszuskillen!

Einfach ist einfach gut

Was wirklich einfacher gemacht wurde, ist das Crafting in Far Cry 5. Früher musste man unterwegs alles einsammeln, was einem vor die Füße kam. Sei es Holz, Tierfell, bestimmtes farbiges Gras oder anderes. Dies benötigte man dazu, größere Behältnisse für Gegenstände herzustellen, was zu einer Menge Sammelfrust geführt hat. In Far Cry 5 ist es nun so, dass das gesammelte nur dazu gilt, Munition wie Pfeile oder auch Aufputschmittel herstellen zu können, welche zum Beispiel die Angriffskraft steigern. Das Sammeln geschieht zum Teil automatisch beim Plündern von Gegnern oder Kisten, aber auch durch normales Sammeln in den Wäldern.

Ferner gibt es keine zig Sammelgegenstände mehr in der gesamten Welt von Far Cry 5. Natürlich gibt es noch welche, aber es wird nicht vorkommen, dass ihr 100 Marken von Soldaten oder Kisten aufheben müsst. Beispielsweise gibt es Sammelgegenstandsquests wie Baseball-Karten oder andere Objekte, aber dies hält sich arg in Grenzen. Dadurch macht es auch mehr Spaß, die Welt zu bereisen, ohne bedenken zu müssen, dass man die Hälfte der Gegenstände übersieht und so irgendwann noch einmal nach einem Gegenstand suchen zu müssen! Ferner wurde auch die Reisemöglichkeit vereinfacht. Es gibt Hilfsobjekte wie Kletterhaken (erstmals vorgekommen in Far Cry 4), Fallschirme, Wing Suits und eine Menge mehr Schnellreisepunkte, um schnell von A nach B gelangen zu können. Ferner wurden auch die Ladezeiten verringert, wenn man Far Cry 5 mal mit Far Cry 4 vergleicht. Außerdem gibt es neben den actionreichen Missionen der Hauptgeschichte auch Stunt Missionen oder das bereits erwähnte Angeln zum Entspannen! Besonders viel Spaß macht es jedoch immer zu 2 und das ist nun endlich möglich! Dazu aber später mehr!

Arcade Mode? Ja, Bitte!

Der Arcade Modus bietet eine gelungene Abwechslung zu den Geschehnissen in Hope Country. Dieser kann über Spielautomaten oder Postern in der offenen Welt gestartet werden! Darin sind folgende Dinge enthalten:

  • Level-Editor
  • Kompetitiver Mehrspielermodus

Der Leveleditor hatte in Far Cry Primal leider gefehlt. Umso mehr hat man sich nun darüber gefreut, dass dieser in Far Cry 5 wieder zu finden ist. Besonders toll finden wir, dass diesen eigentlich jeder bedienen kann, der sich ein wenig dahinter klemmt und man benötigt dafür nicht einmal Programmierkenntnisse. Hier hat Ubisoft gute Arbeit geleistet. Man findet alle Assets aus Far Cry 5 aber auch vieles aus anderen bekannten Ubisoft Spielen wie Watch Dogs oder Assassins Creed. Mit ein wenig Übung gelingt es dem Spieler also, gut aussehende und spannende Maps zu erstellen, ohne Mods nutzen zu müssen. Allerdings ist es anfangs ein wenig schwierig, Fehler auf der Karte zu entdecken, da man diesen zwar angezeigt bekommt, aber nicht genau, an welcher Stelle es hapert. Daher kann es sein, dass man anfangs einige Stunden benötigt, um in das Leveldesign-System reinzufinden, Fehler ausfindig zu machen und beheben zu können!

Es ist natürlich möglich, Einzelspielerkarten zu entwerfen. Hierbei muss man entscheiden, was genau das Ziel der Karte sein soll. Muss eine bestimmte Person ausgeschaltet werden? Muss man einen NPC eskortieren oder gleich ein feindliches Lager eliminieren? Dies liegt ganz bei euch. Natürlich ist es auch hier möglich, diese Karten mit anderen zu teilen oder diese sogar im Koop mit einem Freund zu spielen!

Besonders interessant ist aber auch der Kompetitiv-Modus. Dieser ist zwar „Nice to Have“, aber kein direkter Kaufgrund für Far Cry 5. Man hat hier die Wahl im Deathmatch oder im Team Deatchmatch mit und gegen andere Spieler anzutreten und auch zu messen. Dafür gibt es unterschiedliche Karten und daher auch verschiedene Spielmöglichkeiten, sei es aggressiv oder auch passiv. Da auch Maps vom Leveldesign dazu genutzt werden könnte, wird der Modus zumindest auf Dauer nicht langweilig und sorgt für eine gelungene Abwechslung!

Stärken, aber auch Schwächen

Viele Spieler wussten anfangs nicht, was sie von Far Cry 5 halten sollten. Dies lang unter anderem an einigen Schwächen, die Far Cry 5 mit sich gebracht hat. Hier müssen wir allerdings sagen, dass wir dies zumindest weitgehend entspannt sehen. Zunächst einmal gibt es in jedem neu erschienenen Spiel Bugs oder Fehler, die den Spielspaß trüben. Natürlich ist Far Cry 5 da keine Ausnahme. Auch kommt es darauf an, was genau es für Fehler sind. Die Frage ist nun aber: Was genau tut die Firma, um diese zu beheben. Hier können wir nur sagen, dass sich Ubisoft große Mühe gegeben hat und immer noch gibt, um Fehler ausuzmerzen!

Anfangs gab es sowohl lustige kleinere Fehler als auch etwas größere und störende. Beispielsweise kam es dazu, dass man bei einer Schnellreise an einem falschen Ort landete, die Mission auf einmal für einen Absturz des Spiels sorgte, Autos grundlos explodierten und die KI sowohl von feindlichen als auch von freundlichen NPCs alles andere als intelligent agiert haben. Freundliche NPCs glänzten oft dadurch, dass sie durchgehend im Kreis liefen, an Gegenständen hängen blieben, Türen blockierten oder auf die dümmste Art und Weise das Zeitliche segneten. Dies ist vor allem dann ärgerlich, wenn man diesen NPC als Kampfbegleiter ausgewählt hat, nachdem man ihn sich auf eine mühevolle Art und Weise erspielt hat. Dies galt auch für NPCs in Fahrzeugen oder in Hubschraubern. Diese fuhren einfach davon, flogen während der Mission aus der Karte hinaus oder stürzten grundlos ab.

Feindliche NPCs dagegen verhielten sich entweder wie eine hochentwickelte Spezies mit übersinnlichen Kräften oder wie Zombies ohne Hirn. Trotz Deckungsmöglichkeiten liefen sie teilweise wie die Lemminge ins Zielfeuer hinein oder standen stumpf auf einer Stelle und dienten uns somit als Zielscheiben, was die Kämpfe natürlich vereinfacht hat.

Allerdings muss man sagen, dass die meisten Probleme mittlerweile nicht mehr bestehen. Wir haben das Spiel sowohl zu Release als auch nun einige Wochen danach noch mal gespielt und bemerkt, dass die meisten Fehler nicht mehr vorkommen und falls doch, dann nicht mehr in dieser extremen Art und Weise.

Zusammen macht es mehr Spaß

Wie bereits gesagt gehen wir nun noch auf die Koop bzw. den Multiplayer Modus von Far Cry 5 ein. Hier kann man entweder das komplette Spiel zusammen erleben oder auch nur bestimmte Aktivitäten mit anderen Spielern durchführen. Zwar ist ersteres relativ „sinnlos“, was die Geschichte der Story angeht, darüber haben wir nun aber nicht großartig nachgedacht, da man diese ja so oder so mehrmals durchspielen kann! Natürlich kann man behaupten, dass die Atmosphäre darunter leidet, aber wir fanden dies nun nicht so schlimm. Abgesehen davon hat das Gameplay und der Spaßfaktor des wieder ausgeglichen. Wer keine Mitspieler bzw. in dem Falle Freunde hat, kann sich diese natürlich im Forum suchen oder er greift im Notfall auf die NPC Begleiter, die man im Spiel erhält, zurück.

Diese Begleiter haben unterschiedliche Fähigkeiten. Einer unserer Lieblinge war hier zum Beispiel „Cheeseburger“. Der Bär mit diesem Namen leidet an Diabetes und darf daher seine Lieblingsspeise nicht mehr vertilgen. Daher nimmt er nun gerne Lachs und eure Feinde als Abendessen zu sich. Ferner gibt es beispielsweise noch Boomer, eine Bogenschützin oder auch Hurk und viele andere Begleiter, welche ihr freischalten könnt. Darunter gibt es noch NPCs, die ihr für eine bestimmte Zeit anheuern könnt. Diese haben dann aber keine speziellen Talente.

Diese Begleiter machen das Spiel ein wenig leichter. Wir empfehlen daher, auf dem höchsten der Schwierigskeitsgrade zu starten!

Steuerung gut, aber gewöhnungsbedürftig!

Die Steuerung am PC ist definitiv sehr gut gelungen, aber auch ein wenig übertrieben. Es gibt bei der Tastatur auf so ziemlich jedem zweiten Knopf eine Funktion, von welchen teilweise nur die Hälfte wirklich genutzt wird. Wir empfehlen hier anfangs, sich erstmal mit der Steuerung auseinander zu setzen. Hat man jedoch Probleme, kann man natürlich auch auf ein Gamepad wechseln. Allerdings finden wir die Steuerung mit Maus und Tastatur um einiges genauer und die Kämpfe fühlen sich um einiges besser an. Es ist auch hier um einiges besser gelöst, die Deckungen zu nutzen, den Stealthmodus an bzw. auszuschalten und zeitgleich die Gegend im Auge behalten zu können!

Grundsätzlich ist mit ein wenig Übung die Steuerung mit Maus und Tastatur aber kein Problem. Auch das Interface kann neben den Tastenbelegungen in vielerlei Richtung angepasst werden. Dies betrifft beispielsweise das Fadenkreuz, den Lebensbalken, den Kompass oder auch Zielmarkierungen. Wenn man eine höhere Herausforderung will, kann man diese Anzeigen sogar komplett deaktivieren. Das Aktivieren von Friendly Fire im Koop Modus bringt noch ein wenig mehr in das Spiel. Alles in allem ist die Steuerung in Far Cry 5 so auf jeden Fall gelungen!

Technisch 1A!!!

Im Vergleich zu den Konsolenversionen des Spiels scheint die PC Version noch einmal eine gewaltige Schippe draufgelegt zu haben. Wir haben das Spiel sowohl auf hohen als auch auf niedrigen Einstellungen getestet. Far Cry 5 glänzt aber grundsätzlich mit einer sehr realistischen Darstellung. Das Wasser wirkt hier realitätsnah, die Weitsicht ist extrem gut dargestellt und auch die Vegetation wirkt stimmungsvoll. Auch die Beleuchtung kann durchaus beeindrucken. Auch die Performance lässt hier nichts zu wünschen übrig. Im Spiel kann man diese sogar durch ein Benchmark testen lassen. Selbst mit mittelmäßigen Grafikkarten kann man das Spiel auf Full HD Spielen, ohne nennenswerte Einstellungen im Grafikbereich anzupassen. Die Benchmark Funktion ist für Spieler mit älteren Rechnern am sinnvollsten, da diese damit jede Einstellung separat austesten können, um die Grafik an die Leistung des PCs anpassen zu können.

Neben den bereits erwähnten Bugs, welche bisher soweit behoben sind, sind uns keine weiteren technischen Probleme aufgefallen, außer dem Sound an machen Stellen. Grundsätzlich passte dieser perfekt zu dem jeweiligen Geschehen im Spiel und auch die Hintergrundgeräusche wirkten extrem realistisch. Allerdings gab es und gibt es aktuell zumindest noch zum Teil einige Probleme mit dem Sound. Wenn wir beispielsweise mit einem NPC reden wollen oder müssen und gerade ein Funkspruch reinkommt, muss man diesen komplett zu Ende hören, um mit dem NPC reden zu können. Wenn dies dann mal geklappt hat, darf man keinen Meter zu weit von dem jeweiligen Charakter entfernt stehen, damit der Dialog nicht abbricht. Auch hören Gespräche von jetzt auf gleich auf, wenn eine halbe Ewigkeit entfernt ein Peggie langläuft und dieser eine Waffe gezückt hat. Immerhin geht das Gespräch in den meisten Fällen dann dort weiter, wo es aufgehört hat. Allerdings hoffen wir, dass dies noch geändert wird, dass diese Problematik nicht mehr auftritt!

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
84 %
QuelleFar Cry 5
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.