Lost in Space – Verschollen zwischen fremden Welten – Filmkritik

(Quelle: Netflix)

Netflix kündigte ein Reboot der Science-Fiction-Fernsehserie Lost in Space – Verschollen zwischen fremden Welten aus den späten 1960er-Jahren an. Erst Jahrzehnte später, genau gesagt im Jahr 1992, wurden im Kabelkanal erstmals im deutschen TV 17 synchronisierte Folgen eben dieser gezeigt. Damals hatte man drei Staffeln produziert, welche es auf insgesamt 83 Folgen gebracht haben.

Nun startet man wie bereits erwähnt, ab dem 13.April 2018 eine Neuauflage der Serie, von welcher alsbald die erste Staffel mit insgesamt 10 Folgen den weltweit über 118 Millionen Abonnenten bei Netflix zur Verfügung stehen werden.

Wir hatten bereits Gelegenheit, uns diese anzusehen. Zu welchem Ergebnis wir gekommen sind, vor allem, ob ein Reboot der Serie gelungen ist, erfährt man in unserer Filmkritik.

Erfolgte Neuauflagen

Von Lost in Space wurde 1998 ein Science-Fiction Film veröffentlicht, welcher auf der Fernsehserie Verschollen zwischen fremden Welten (Original: Lost in Space) basiert. Auch hier wurde die Handlung in das Jahr 2058 verlegt. Allerdings erfolgten, trotz der Möglichkeiten, welche man hatte, keine Fortsetzungen einfach aufgrund des mangelnden Erfolges und des mageren Einspielergebnisses an der Kinokasse.

Im Jahre 2004 wurde ein weiterer Versuch unternommen. Hier produzierten die Fox Studios in Kooperation mit Synthesis einen Pilotfilm zu einer geplanten Neuauflage der Serie Lost In Space, welcher auch im April 2004 gezeigt wurde. Allerdings wurde von The WB die Serie nicht für die Herbstsaison 2004 ausgewählt.

Der Kerngeschichte bleibt man allerdings auch bei dem Netflix-Remake treu.

Cast und Crew

Die Idee von Lost In Space – Verschollen zwischen fremden Welten stammt von Neil Marshall sowie Zack Estrin.

Als Schauspieler konnte man einige bekannte Größen der Branche gewinnen, welche durch viele bekannten und erfolgreiche Serien durchaus auch hier als tragende Säulen zu sehen sind. Hierzu zählen beispielsweise Toby Stephans, bekannt durch Black Sails als Captain Flint, in der Rolle von John Robinson. Auch dessen Ehefrau Maureen Robinson, welche von Molly Parker (u.a. House of Cards) gespielt wird, ist mit eine tragende Säule im Reboot der Sci-Fi Serie. Noch zu erwähnen wäre Dr. Smith, welche durch Parker Posey (u.a. Boston Legal) dargestellt wird.

Handlung

In diesem Reboot der Science-Fiction-Fernsehserie Lost in Space – Verschollen zwischen fremden Welten dreht sich die Handlung hauptsächlich um die Familie Robinson. Diese besteht aus dem Vater John (Toby Stephens, bekannt durch seine Rolle als Captain Flint in Black Sails) sowie Maureen (Molly Parker, bekannt durch ihre Rolle in House of Cards) mit ihren Kindern Judy, Penny und Will. Jeder Mensch hat seine Aufgabe bzw. Ausbildung für die Reise genossen. Trotz des jungen Alters muss man die verschiedensten Berufszweige abdecken, das Alter spielt dabei eher eine Nebenrolle und sollte einen daher nicht verwundern.

30 Jahre in der Zukunft hat die Menschheit die technischen Voraussetzungen und Möglichkeiten, das eine Kolonisierung des Weltraums möglich ist. Die Robinsons sind, wie viele andere Menschen, an Bord der Resolute unterwegs, um an der Kolonisierung von Alpha-Centauri teilzuhaben und einen Neuanfang zu wagen. Aber als man aufgrund einer Reihe unglücklicher Ereignisse vom Kurs abkommt ändert sich die Lage für alle an Bord. Lichtjahre vom eigentlichen Bestimmungsort entfernt ist man ist gezwungen, mit den Jupiter Raumschiffen, namentlich ist dies bei den Robinsons die Jupiter 2, eine Notlandung auf einem Planeten zu riskieren. Große Teile der Handlung spielen sich auch auf den Raumschiffen der gestrandeten Menschen ab. Die Ausstattung der Menschen ist, wie es sich für den Weltraum gehört, mit Raumanzug und Helm natürlich auch in dieser Serie kein ungewohntes Bild.

Der Zusammenhalt in der Familie, aber auch den Menschen auf dem ausserirdischen Planeten untereinander ist gefragter denn je, denn man wird vor eine Hürde gewaltiger Aufgaben gestellt sein, welche es gemeinsam zu lösen gilt. Konflikte sind bei einer Gemeinschaft wohl auch keine Seltenheit, und diese bietet auf einem dem Menschen unbekannten Welt natürlich reichlich Zündstoff. Eine fremde Umgebung und fehlendem Wissen über diese heizen die Stimmung zusätzlich an. Vor allem, wenn die menschliche Gemeinschaft plötzlich feststellen muss, das es wohl noch anderes intelligentes Leben im Universum geben könnte. Immerhin ist man ja von dem Hauptziel abgekommen. Bereits ab der ersten Folge fiebert man gespannt mit den Menschen beim Überlebenskampf mit und freut sich, in Flashbacks von Folge zu Folge, mehr Hintergrundwissen zu den einzelnen Charakteren aber auch zu der eigentlichen Story zu erhalten. Einzelne Lücken können zwar mit der ersten Staffel geschlossen werden, andere dürften wohl in weiteren Staffeln aufgeklärt werden.

Auf ihrer Odyssee wird die Familie Robinson auf die unterschiedlichsten Charaktere und Personen von unterschiedlichen Alter treffen. Oftmals sind deren eigentliche Absichten am Anfang nicht erkennbar, lassen aber auch Raum für Spekulationen und eine weitere Staffel.

Visuell kann man sich bei Lost in Space auf atemberaubende Bilder und Aufnahmen freuen. Hier wurde wirklich großartiges geleistet, um dem Zuschauer die außerirdische Umgebung eines fremden Planeten zu präsentieren. Aber viele Dinge von der Erde sind durchaus erkennbar, aber auch neues wird wirklich eindrucksvoll zur Geltung gebracht. Oftmals wird dies durch Effekte noch untermauert und verstärkt, um so voll in eine neue Welt und deren Umgebung eintauchen zu können. Ob hohe Bäume, welche einem an die Regenwälder auf unserem Planeten erinnern oder Andeutungen der Arktis und ihrem ewigen Eis, aber auch grüne Landflächen mit Bergen. Vieles kommt einem doch auf die ein oder andere Weise bekannt vor. Aber für eine Serie wurde hier bereits schon in der ersten Staffel etwas tiefer in die Trickkiste gegriffen.

Häufig ist gerade dieses Wiedererkennbare unserer Erde auch Voraussetzung, um Leben auf anderen Planeten überhaupt zu ermöglichen. Aber dies sei nur einmal so nebenbei erwähnt.

Die eigentliche Story von Lost in Space wird bereits ab der ersten Folge interessant erzählt. Diese dreht sich aber nicht nur um die Familie Robinson. Auch andere Charaktere werden im Verlauf der ersten Staffel etwas genauer eingebunden und durchleuchtet. Gerade die Beziehung von Dr. Smith zu ihren Mitmenschen, welche durch Parker Posey hervorragend dargestellt wird, spielt in der ersten Staffel eine durchaus wichtige und tragende Rolle. Manches aber bleibt offen, eventuell für weitere Staffeln, davon dürfte man durchaus bei einem Erfolg ausgehen. Auch plötzliche Überraschungen oder Wendungen der Serie, welche man so nicht unbedingt erwartet, dürften viele Serienfans erfreuen und sorgen für ein zusätzlichen Anreiz, sich immer eine weitere Folge anzusehen.

Nicht zuletzt spielen natürlich die verschiedensten familiären Beziehungen untereinander, aber auch die Probleme, welche gerade Familie Robinson mit auf den neuen Planeten einschleppt, eine tragende Rolle der ersten Staffel. Ferner wurde im Trailer widerlegt, dass der Mensch im Sci-Fi Universum wohl nicht ganz alleine ist.