The Surge – Test / Review

Wir haben uns The Surge genauer angeschaut, um euch darüber in diesem Review berichten zu können!

Mit The Surge wollten sich die Firmen Deck13 Interactive und Focus Home Interactive noch einmal mit einem sehr schweren Survival-Action RPG Spiel probieren. Seit wenigen Tagen gibt es The Surge nun schon für den PC, die Playstation 4 und Xbox One. Wir haben uns das Spiel natürlich auch genauer angesehen, um euch nun in diesem Review darüber berichten zu können.


Allgemein/Story


Wie bereits erwähnt handelt es sich bei The Surge um ein Survival Action RPG mit einem sehr hohen Schwierigkeitsgrad, welcher nicht selten während des Spielens an die Dark Souls-Reihe erinnert, in welcher man unzählige Tode akzeptieren muss. Deck13 hat damals schon mit großem Erfolg das Spiel „Lords of the Fallen“ veröffentlicht, welches ebenfalls ein sehr schweres Spiel gewesen ist. The Surge wurde schon auf weltweit bekannten Spielemessen wie der deutschen gamescom letztes Jahr in Köln vorgestellt und viele konnten es nicht erwarten, selbst Hand an das Spiel zu legen. Dies Hype bewirkte, dass das Spiel bei Steam schon ein Topseller war, bevor es überhaupt veröffentlicht wurde.

Kauf

Bei Steam kann man sich The Surge für rund 50€ erwerben. Außerdem gibt es für 2,99€ zusätzlich das sogenannte „The Surge – CREO Special Employee Kit“ als Zusatzinhalt zu erwerben. Darin sind folgende Inhalte enthalten:

  • Einzigartiges Exoskelett: Das CREO PS01 Limited Rig
  • Mechanisiertes Gegengewicht V.0.9 Implantat für physischen Schaden als Booster-Injektion
  • OS Näherungssensor: Ein zusätzliches Implantat zum Finden geheimer Implantate

Allerdings sollte man erwähnen, dass The Surge verhältnismäßig hohe Systemanforderungen besitzt. Diese haben wir natürlich ebenfalls für euch aufgelistet:

Minimum

  • Betriebssystem: Windows 7/8/10 (64bit)
  • Prozessor: AMD FX-8320 (3,5 GHz) / Intel i5-4690K (3,5 GHz)
  • Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
  • Grafik: 1 GB, AMD Radeon R7 360 / NVIDIA GeForce GTX 560 Ti
  • DirectX: Version 11
  • Speicherplatz: 15 GB verfügbarer Speicherplatz
  • Zusätzliche Anforderungen: Internetverbindung wird für Aktivierung benötigt

Empfohlen:

  • Betriebssystem: Windows 7/8/10 (64bit)
  • Prozessor: AMD FX-8370 (4,0 GHz) / Intel Core i7-3820 (3,6 GHz)
  • Arbeitsspeicher: 16 GB RAM
  • Grafik: 4 GB, AMD Radeon RX 480 / NVIDIA GeForce GTX 970
  • DirectX: Version 11
  • Speicherplatz: 15 GB verfügbarer Speicherplatz
  • Zusätzliche Anforderungen: Internetverbindung wird für Aktivierung benötigt

Wie man sieht, braucht man zumindest halbwegs aktuelle Hardware-Teile, um das Spiel auf den Minimalen Anforderungen spielen zu können. Mehr kann man zum Allgemeinen Teil nicht sagen, also erzählen wir euch jetzt etwas zu der Story hinter The Surge.

Story

Prinzipiell könnte man hier zunächst einmal behaupten, dass The Surge zumindest weitgehend in der Zukunft spielt. Die komplette Welt hat sich aufgrund der Klimaveränderung und der Kriege zum negativen geändert. Es gibt Dürren, Brände und viele weitere Naturkatastrophen.

Ein weiterer Aspekt, der sich aber in naher Zukunft auch im realen Leben mehr bemerkbar machen wird, ist der, das Maschinen unsere Arbeiten und Jobs übernehmen werden. Allerdings gibt es in The Surge eine Firma, die dem ganzen entgegenwirken kann und behauptet, auch den Klimawandel rückgängig machen zu können. Diese Firma trägt den Namen „Creo“. Um den Menschen wieder wichtiger zu machen, erschafft diese Firma Exo-Skelette, um die Leistungsfähigkeit von Menschen zu verbessern.

Der Protagonist „Warren“ lässt sich natürlich ebenfalls überzeugen und befindet sich auf dem Weg zu Creo in einem Zug. Einer der Gründe, warum er sich für CREO entschieden hat, ist einfach folgender: Warren kann nicht mehr laufen und muss sich mit einem Rollstuhl fortbewegen. Durch ein solches Exo-Skelett soll es ihm möglich sein, wieder laufen zu können. Dies erinnerte uns leicht an den Film Avatar, als der querschnittsgelähmte Jake den Körper eines Na’vi übernehmen konnte und dadurch zumindest mit diesem Körper wieder laufen konnte. Man kann es sich nur vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man denkt, dass man die wieder laufen kann und es bietet sich nun eine Möglichkeit. Allerdings kommt es einem am Anfang schon seltsam vor, dass Warren der einzige Neuling bei Creo ist und niemand mit ihm im Zug sitzt. Auch beim Bahnhof befinden sich nur eine Handvoll Wachen und bei der Registrierung ist niemand zu sehen. Das liegt daran, dass es einen Zwischenfall auf dem Gelände von CREO gab und beinahe alle Menschen und Maschinen nun durchgedreht sind. Warren hat davon allerdings nichts mitbekommen und er begibt sich in den Raum für die Exo-Skelett Operation. Soviel sei jetzt schon gesagt: Diese Operation ist alles andere als leicht und sie ist für ihn auch äußerst schmerzhaft. Als er anschließend auf einer Art Schrottplatz wieder zu sich kommt, bemerkt er schlussendlich, dass hier etwas nicht stimmen kann und er macht sich auf den Weg, um herauszufinden, was genau passiert ist. Jedoch warten auf dem Weg viele Gefahren auf Warren und der Kampf um das eigene Überleben beginnt.


Gameplay


Wie bereits erwähnt ist das Spiel The Surge verhältnismäßig schwer vom Gameplay her. Die Steuerung ist zumindest für den PC relativ leicht zu verstehen. Mit den Tasten W, A, S und D steuert ihr euren Charakter in die verschiedenen Richtungen. Mit der linken Maustaste und mit der rechten Maustaste könnt ihr eure Gegner horizontal beziehungsweise vertikal attackieren. Beide Kampfmöglichkeiten könnt ihr auch kombinieren und so beispielsweise mehrere Gegner treffen. Mit dem Drücken der mittleren Maustaste kann der Gegner zunächst anvisiert werden und wenn dann mit dem Mausrad gescrollt wird, visiert Warren unterschiedliche Körperteile an. Warum dies wichtig ist, erklären wir später noch.

Die Dark Souls Spieler dürften bereits wissen, dass die Ausweichrollen und das Blocken überlebenswichtig sind. Mit der Leertaste kann man in The Surge Ausweichschritte in eine bestimmte Richtung machen und mit der Taste Q blockt man diverse Angriffe. Beachtet allerdings, dass nicht jeder Angriff geblockt werden kann und das beides Ausdauer kostet. Auch Angriffe kosten Ausdauer. Versucht also nicht krampfhaft, den Gegner durch 5-6 Angriffe am Stück zu töten, sondern studiert zunächst einmal euren Widersacher und agiert sinnvoll. Selbst die normalen Gegner in The Surge können euch mit 2-3 Schlägen töten und schicken euch sogar mit einem Schlag ins Grab.

Falls ihr jedoch doch einmal wenig Leben haben solltet, könnt ihr euch durch die Taste F heilen, wenn ihr ein entsprechendes Implantat ausgerüstet habt. Zu diesen Implantaten kommen wir später noch. Wenn Gegnern Schaden zugefügt wird, füllt sich langsam aber stetig der Energiebalken. Mit diesem Energiebalken könnt ihr die Finisher mit der Taste E ausführen, wenn der Gegner nur noch wenig Leben hat. Achtet aber darauf, dass sich der Energiebalken auch von selbst wieder stetig leert. Mit den Finishern kommen wir nun noch einmal auf das Anvisieren der Körperteile zurück.

Da ihr eure Ausrüstung verbessern könnt, braucht ihr dafür natürlich auch Material. Eben jenes Material bekommt ihr von den verschiedenen Körperteilen. Das System dahinter ist relativ simpel und leicht erklärt. Jedes Ausrüstungsteil benötigt Material von dem jeweiligen Körperteil:

  • Schuhe/Beine = Gegnerisches Bein
  • Arme/Hände = Gegnerischen Arm
  • Brustpanzer = Gegnerische Brust
  • Helm = Gegnerischer Helm
  • Waffe = Gegnerische Waffe

Wollt ihr also euren Brustpanzer verbessern, benötigt ihr Material von der gegnerischen Brust. Hier wird es allerdings etwas knifflig. Beim Anvisieren der Körperteile gibt es einmal die Farbe Blau und die Farbe Gelb. Ein Körperteil mit der blauen Schrift ist ungeschützt und nimmt weitaus mehr Schaden als ein geschütztes Körperteil, welches die gelbe Schriftfarbe besitzt. Um ein Körperteil abzutrennen, muss man eben jenem soviel Schaden wie möglich zufügen und am Ende auf dieses die Finisher-Fähigkeit ausführen. Nach dem Finisher stirbt der Gegner und lässt eventuell die benötigten Materialien fallen, die ihr ebenfalls mit der Taste E aufheben könnt. Neben dem Material lassen manche Gegner einmalig sogenannte Schema für den jeweiligen Ausrüstungsslot fallen. Diese stellen die Rezepte für das Herstellen von neuer Ausrüstung dar. Außerdem erhaltet ihr bei jedem getötetem Gegner sogenanntes „Altmetall“, welches ihr dringend benötigt. Dies ist am ehesten mit den Seelen in Dark Souls zu vergleichen. Falls man in The Surge sterben sollte, bleibt das Altmetall an der jeweiligen Stelle liegen und man hat ein paar Minuten Zeit, um dieses wieder aufzusammeln. Schafft man dies nicht rechtzeitig oder stirbt man auf dem Weg dorthin, ist das Altmetall unwiderruflich verloren.

Das vielseitige Altmetall wird im Spiel benötigt, um eure Kernleistung zu erhöhen, die Ausrüstung zu verbessern oder um neue Ausrüstungsteile herzustellen. Um dies zu tun und um eure Heilungs-Injektionen wiederaufzufüllen, von denen man nur eine begrenzte Menge mit sich herumtragen kann, muss man in eine sogenannte Save-Zone gehen. Davon gibt es in jedem Gebiet eine. Darin befinden sich sowohl die sogenannte Medi-Bay, als auch eine Art Holo-Funkstation und eine Montage-Einheit.

Bei der Medi-Bay könnt ihr wie bereits erwähnt eure Injektionen auffüllen und euch heilen, die Kernleistung erhöhen und Implantate austauschen. Diese Implantate sind in The Surge sehr wichtig, da diese euer Gameplay verbessern können und die Möglichkeit zum Überleben erhöhen. Es gibt viele verschiedene Implantate, die gefunden werden wollen. Eines zeigt euch beispielsweise das Leben der Gegner an, ein weiteres gewährt euch mehr Injektionen zum Heilen, ein anderes erhöht eure Ausdauer und euer Leben und eines verbessert eure Waffenfertigkeiten. Natürlich gibt es noch viele weitere mehr oder weniger nützliche Implantate. Es ist wichtig, selbst zu überlegen und zu entscheiden, welche Implantate für euer Gameplay sinnvoll sind. Bei einem Boss benötigt man beispielsweise die Lebensanzeige nicht, da diese dort immer automatisch angezeigt wird. All diese kleinen Tricks und Kniffe erlernt man im Laufe der Zeit beim Spielen von The Surge. Die Kernleistung zu erhöhen ist ebenfalls enorm wichtig. Je besser die Ausrüstung ist, desto mehr Kernleistung benötigt diese, um sie ausstatten zu können. Außerdem gibt es in den verschiedenen Zonen sogenannte Schaltkreise. Die sind mit einer Farbe und einer Nummer gekennzeichnet. Ist die Farbe Rot, zeigt euch dies an, dass eure Kernleistung zu niedrig ist. Die Zahl bei dem Schaltkreis ist die benötigte Kernleistung. Ist die Farbe Grün, reicht eure Kernleistung und ihr könnt den Schaltkreis überladen. Hierdurch kann man beispielsweise Türen öffnen.

Über die Holo-Funkeinheit könnt ihr mit diversen NPCs sprechen, dies kommt auf das Gebiet an. Wichtiger ist allerdings die Montage-Einheit. Hier werden die Ausrüstungsteile hergestellt oder Ausrüstungsteile verbessert. Das System dahinter ist leicht zu verstehen. Je besser die Ausrüstung werden soll, welche ihr euch herstellen möchtet, desto besseres Material und umso mehr Altmetall benötigt ihr dafür.

Selbiges gilt natürlich auch für das Verbessern der Ausrüstung. Je nach Gebiet werden die Gegner stärker und umso besser werden natürlich auch die Materialien. Hierzu sollte man aber auch sagen, dass es unterschiedliche „Klassen“-Sets gibt wie zum Beispiel den Operator mit leichterer Rüstung oder den Heavy Operator mit der schwereren Rüstung. Je nach Rüstungsart und Waffenart bekommt Warren einen Bonus auf unterschiedliche Punkte wie beispielsweise die Verringerung gegen Elementaren Schaden. Die verschiedenen Waffen verringern oder erhöhen auch eure Angriffsgeschwindigkeit, den jeweiligen Schaden und die Energiegewinnung. Mit den beidhändig montierten Waffen, welche einer Art von Dolchen gleichen, greift ihr beispielsweise schneller an, verursacht aber weniger Schaden pro Angriff als mit einer schweren, zweihändigen Waffe, die eure Angriffe arg verlangsamt, aber wiederum mehr Schaden verursacht. Es gibt neben den Dolchen und den schweren, zweihändigen Waffen auch noch leichte einhändige Waffen, schwere zweihändige Waffen oder auch Stäbe. Probiert am besten ein wenig herum, bis ihr die beste Waffe für euch gefunden habt. Ich habe mich schlussendlich für die Operator Rüstung mit den beidhändig montierten Waffen entschieden. Waffen findet ihr übrigens unterwegs bei dem Durchsuchen der Gebiete und bei dem Besiegen der Bosse, die es in jedem Gebiet gibt.

In den verschiedenen Gebieten gibt es sowohl Erhöhungen als auch Ebenen unter euch. Wir empfehlen daher dringend, immer die komplette Gegend zu erkunden. Allerdings solltet ihr dabei vorsichtig vorgehen, um nicht versehentlich in einen enorm starken Gegner hineinzulaufen und dann dort das Zeitliche zu segnen. Mit der Shift Taste könnt ihr solange sprinten, wie euch noch Ausdauer übrig bleibt. Durch die Leertaste könnt ihr außerhalb eines Kampfes springen. Beispielsweise findet man an sehr gutes Implantat, wenn man über diverse Kisten springt und man macht sich zeitgleich noch einen guten Überblick über das Gebiet. In dunklen Gebieten gewährt euch eure Brustrüstung durch die Taste R eine kleine Taschenlampen-Beleuchtung. Das ist ziemlich wichtig, da man auch bei unvorsichtigem agieren von hinten attackiert werden kann. Ferner gibt es auch Abgründe, welche euch in den Tod reißen, falls ihr beispielsweise zu weit springt oder ein Loch im Boden übersehen solltet. Durch das Erkunden der Gebiete findet ihr neben den Implantaten und den Waffen auch noch Abkürzungen zu Servicestationen. Das ist vor allem dann gut, wenn ihr in der Nähe eines Bosses seid. Sterbt ihr bei einem Bosskampf, könnt ihr durch die Abkürzung eventuell direkt wieder in die Nähe des Bosses gelangen. Bei einem Tod erscheinen nämlich alle getöteten Gegner erneut und ihr müsstet euch sonst den ganzen Weg wieder freikämpfen und ihr lauft dabei in Gefahr, das Altmetall vom letzten Leben zu verlieren.

Bosse gibt es einige in The Surge. Jeder Boss sieht natürlich anders aus und agiert unterschiedlich im Vergleich zu den anderen. Beobachtet den Boss, studiert dessen Bewegungen und Angriffe und sucht so Schwachpunkte bei ihm. Lauft ihr blind in den Kampf und haut einfach auf den Boss ein, verteilt er 1-2 Schellen und ihr liegt tot auf dem Boden. Bei jedem Boss gibt es einen normalen Modus und den Hard-Mode. Letzterer ist natürlich um einiges schwieriger. Allerdings wird nirgends erklärt, wie dieser funktioniert. Das werden wir nun natürlich auch nicht tun. Probiert einfach ein wenig herum und denkt nach, dann wird euch dies von selbst einfallen. Eines sei allerdings gesagt: Besiegt ihr einen Boss im Hard-Mode, ist die Waffe, die er fallen lässt, um einiges besser als die von dem normalen Kill.

Unterwegs begegnen euch neben den normalen Feinden allerdings auch NPC-Freunde, die teilweise eure Hilfe benötigen. So fordert beispielsweise eine Frau eine gute Stab-Waffe, die ihr allerdings erst später finden werdet und ein Mann braucht seine „Drogen“…Verzeihung…sein Medizin-Implantat. Diese Quest könnt ihr entweder an der Fundstelle des NPCs annehmen oder in der Save-Zone, an welchen sich die meisten NPCs nach dem Finden eben derer begeben. Versucht nicht krampfhaft, diese Quest sofort zu erfüllen. Einige benötigte Gegenstände erhaltet ihr nun einmal erst später im Spiel und daher ist es unmöglich, die Quest vorher abzuschließen.

Neben den Schaltkreisen und der benötigten Kernleistung gibt es auch Türen, welche nur mit Hilfe geöffnet werden können. Diese Hilfe kommt in The Surge mit Hilfe von Drohnen daher. Nach einer Weile bekommt man bei der Drohnen-Registrierung eine eigene Drohne. Es gibt anfangs natürlich eine Fernkampf- und eine Nahkampfdrohne, von welcher allerdings immer nur eine ausgerüstet werden kann. Mit diesen könnt ihr beispielsweise Leitungen überladen und bestimmte Türen damit öffnen. Außerdem ist euch die Drohne auch im Kampf recht nützlich. Mit den Fernkampfdrohnen beispielsweise könnt ihr Gegner zu euch locken. Allerdings ist zu beachten, dass die Drohne nur dann viel Schaden machen kann, wenn ihr eure Energieleiste aufgefüllt habt.

Beachtet aber, dass das Anlocken nur bedingt funktioniert. Jeder Gegner hat einen bestimmten Radius, in dem er sich bewegen kann, ohne zurückzulaufen. Allerdings reicht diese Zone meist, um den Gegner gefahrlos zu töten. Selbst wenn euch das nicht gelingt, füllt sich der Lebensbalken des Gegners nicht sofort wieder auf und ihr könnt ihn erneut zu euch locken, um ihm anschließend den Garaus zu machen. Im späteren Verlauf kann euch eine Drohne im Kampf auch unterstützen, um Gegner zu verlangsamen und Warren somit zu helfen.

Da es viele verschiedene Gegner im Spiel gibt, gibt es natürlich eine Menge unterschiedliche Kampfmöglichkeiten. Einem Gegner mit einem großen Hammer sollte man beispielsweise immer seinen Doppelschwung ausführen lassen, um dann auf ihn einzuprügeln. Gegner mit Flammenwerfern wollt ihr lieber nicht aus der Nähe begegnen. Lasst diese ihren „Tank“ leeren und wenn sie ihn auffüllen wollen, könnt ihr euch weitgehend gefahrlos nähern. Allerdings gibt es neben diesen noch harmlos agierenden Gegnern weitaus gefährlichere Widersacher wie die Sicherheits-„Hunde“: Diese mechanischen Kreaturen haben neben dem normalen Körper noch 2 Beine und den Schwanz als Angriffspunkt. Allerdings agieren diese Tiere sehr schnell. Sie springen nach hinten, um euch anschließend anzuspringen. Hier ist es wichtig, schnellstmöglich auszuweichen und diese dann zu attackieren. Außerdem können sie euch mit dem Schwanz zurückschlagen oder euch durchstechen. Jeder Angriff dieser Hunde macht eine Menge Schaden und das Ausweichen ist hier das A und O. Neben den Hunden gibt es noch riesige, gefährliche Schmelzroboter und andere gefährliche Gegner. Bosse gibt es zwar nur wenige, allerdings sind diese im Vergleich zu anderen Spielen einzigartig. Teilweise sind diese sehr schwer, was durchaus besser ist, als eine Menge Bosse, die nahezu gleich agieren und damit wenig Abwechslung und Herausforderung bieten.

Stellt euch bei „The Surge“ aber zumindest auf ein wenig Grinding-Arbeit ein. um eure Waffen, die Ausrüstung und die Kernleistung auf ein hohes Niveau zu bringen, benötigt ihr ja wie bereits erwähnt Altmetall. Je nach Stufe braucht ihr davon allerdings eine Menge. Das gute daran ist, dass man durch das Töten von Gegnern einen immer höher steigenden Bonus auf Altmetall bekommt. Dieser setzt sich nur durch das Sterben oder durch das Benutzen einer Medi-Bay zurück. Auch kann man die Menge des Erhaltenen Altmetalls erhöhen, wenn man ein bestimmtes Implantat gefunden hat. Ferner braucht man später eine Menge von dem bereits erwähnten Material der Ausrüstungsteile und diese müssen einfach erfarmt werden.

Was uns vor allem begeistert hat, war das Design der verschiedenen Gegenden. Damit meinen wir nun noch nicht die Grafik, sondern einfach die verschiedenen Häuser, Örtlichkeiten, Höhen und Tiefen. The Surge findet zwar nur bei CREO statt, allerdings müsst ihr nicht erwarten, dass die Kämpfe immer gleichbleibend sein werden. Weicht ihr beispielsweise in einem Kampf auf einer erhöhten Plattform aus, solltet ihr darauf achten, dass ihr nicht versehentlich in den Abgrund springt und damit das Zeitliche segnet. Durch die zahlreichen Wege, Schlupfwinkel, Tunnel und Exo-Lifte, durch welche ihr zu höheren oder niedriger gelegenen Gebiete gelangt, wirkt alles einzigartig und es wartet der ein oder andere Schreckmoment auf euch, wenn auf einmal ein gefährlicher Gegner direkt vor euch eine Kiste zerschmettert und auf euch zurast. Merkt euch allerdings immer, wo ihr genau lang gelaufen seid, da es hier keine Karte oder einen Kompass gibt. Man kann sich demnach natürlich leicht verirren.


Grafik


Wie ihr es euch bereits denken könnt, ist The Surge aufgrund der hohen Anforderungen grafisch eine wahre Augenweide. Die Texturen wirken alle scharf, die Animationen flüssig und die Umgebung wirkt äußerst detailliert. Jeder NPC, jeder Gegner und allgemein jeder grafischer Aspekt ist in The Surge einzigartig. Ebenfalls haben uns die Licht- und Schatteneffekte sehr beeindruckt. Die Gegenstände und auch lebende Wesen werfen einen Schatten, der sich bewegt, wenn ihr darum lauft. Lediglich das Zerstören von Gegenständen wie Kisten hätten etwas realistischer designt werden können.

Was uns allerdings gefällt ist, dass die Ladezeiten trotz der sehr guten Grafik äußerst gering ausfallen. Beim Gebietswechsel oder bei einem Tod wartet man meist nur 2-3 Sekunden, je nach Festplatten-Art, bis man weiterspielen kann. Alles in allem ist die Grafik in The Surge sehr gut.


Sound


Auch soundtechnisch weiß The Surge zu glänzen. Jede Waffenart und jeder Angriff gibt einzigartige Geräusche von sich und auch die Gegner machen durch Laute auf sich aufmerksam. Durch die passende grafische Kulisse und die stöhnenden Geräusche kann einem in einer dunklen Kanalisation schnell einmal ein Schauer über den Rücken laufen. In der Save-Zone hören wir durchgehend das gleiche Lied, welches auf Dauer doch stört und uns dort nicht lange aufhalten lässt.

Besonders gut gefällt uns die Vertonung der Charaktere. Jeder Charakter hat einen eigenen Synchronsprecher. Vielen Spielern dürfte bei den Filmsequenzen oder den Unterhaltungen im Spiel ein Licht aufgehen und sie denken lassen: „Hey, die Stimme kenne ich doch.“ Das liegt daran, dass viele bekannte Personen, welche wir aus Hollywood Filmen kennen, den Charakteren ihre Stimme leihen. Angefangen bei Edward Norton bis hin zu Sigourney Weaver, die Dr. Melissa Chavez ihre Stimme leiht. Lasst euch einfach überraschen, welche Stimmen euch noch bekannt vorkommen werden.


Extras


Als Extra wären hier die Erfolge zu nennen, die ihr in The Surge für Steam freischalten könnt. Insgesamt gibt es davon genau 47 Stück. Einige erhaltet ihr bei dem Besiegen von Bossen recht einfach. Andere benötigen das komplette Ausrüsten diverser Equipment-Teile und andere wiederum sind schwer zu erreichen. Hierzu zählt zum Beispiel das Besiegen eines Bosses mit 20.000 Altmetall. Schwere Erfolge sollten erst nach einiger Übungszeit in The Surge in Angriff genommen werden. Allerdings ist kein Erfolg so schwer, dass man ihn unmöglich erreichen kann. Dennoch sollte man viele Stunden damit beschäftigt sein, was für viele Spieler erfreulich sein sollte.

Unsere Gesamtbewertung
Allgemein/Story
80 %
Gameplay
84 %
Grafik
81 %
Sound
78 %
Extras
79 %
QuelleThe Surge
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.