Überflieger: Kleine Vögel – Großes Geklapper – Filmkritik

Olga hat zu den Tauben einen guten Draht © 2017 Wild Bunch Germany, Knudsen & Streuber, Ulysses, Walking The Dog, Mélusine Productions, Den siste skilling. All rights reserved.

Bei dem Film Überflieger: Kleine Vögel-Großes Geklapper handelt es sich um einen Animationsfilm, welcher aus einer Koproduktion zwischen Deutschland, Norwegen, Luxemburg, Belgien und Norwegen entstanden ist. Der Film ist aufgrund seiner Handlung als ein Familienfilm einzustufen und eher für Kinder geeignet. Im Film wird versucht, auf spielerische Art und Weise beizubringen, dass man nicht übermütig sein, aber dennoch Selbstvertrauen haben soll und das man auf seine Freunde zählen kann.

Da es sich bei dem Film wie bereits erwähnt um einen Animationsfilm handelt, gibt es keine direkten Darsteller, aber dafür Synchronsprecher. Bei diesen handelt es sich um Lutz Schnell, James Carter Cathcart, Maud Ackermann, Marcus Off, Peter Lontzek, Tilman Döbler, Christian Gaul, Marco Eßer und Nicolette Krebitz. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Reza Memari und Regie führten Toby Genkel und Reza Memari.

Überflieger: Kleine Vögel – Großes Geklapper erhielt auch schon auf dem International Animation Film Festival Stuttgart eine Nominierung für das „Beste Deutsche Animations-Drehbuch“. Die Musik, welche im Film die verschiedenen Szenen untermalt, stammt von dem Philharmonischen Orchester in Brüssel.

Der Film dauert ca. 84 Minuten und ist mit einer FSK von 0 eingestuft wurden. Das zeigt erneut, dass es sich dabei definitiv um ein kinderfreundlichen Familienfilm handelt.


Handlung


Der Protagonist in Überflieger: Kleine Vögel – Großes Geklapper ist ein kleiner Spatz namens Richard. Die Handlung im Film beginnt damit, dass seine Eltern mehr oder weniger spurlos verschwinden und Richard, der noch mit dem Schlüpfen beschäftigt ist, allein zurückgelassen wird. Jedoch wird Storchen-Dame Aurora durch die Geräusche auf das Nest aufmerksam und findet Richard dort mutterseelenallein vor. Durch ihre Mutterinstinkte kann sie gar nicht anders, als ihn bei sich aufzunehmen. Auch ihr Sohn Max ist von dem kleinen Vogel mehr als nur begeistert und nimmt ihn sogleich unter seine Fittiche. Der Storchenvater, Auroras Ehemann, der zugleich auch Leitvogel des Schwarms ist, ist von der Idee gar nicht begeistert. Schlussendlich stimmt er widerwillig zu, dass Aurora auf Richard aufpassen kann. Allerdings nur unter der Bedingung, dass dies nur bis zum Herbst möglich ist. Das liegt daran, dass alle Störche im Herbst den Flug ins warme Afrika antreten werden und Richard dafür nun einmal als kleiner Spatz nicht geeignet ist. Als seine „Familie“ ihn schlussendlich im Schlaf verlässt und sich auf den Weg nach Afrika macht, bleibt Richard allein zurück. Allerdings ist er nach wie vor fest von sich überzeugt und macht sich auf den Weg, um die Störche einzuholen. Auf dem Weg trifft er auf die exzentrische Eule namens Olga, die ihm mit Hilfe von ihrem imaginären Freund „Oleg“ hilft und auch der Kanarienvogel „Kiki“ ist bald mit von der Partie. Zusammen erleben diese Vögel das größte Abenteuer, dass für solch kleine Vögel überhaupt möglich ist.


Zusammenfassung


Aufgrund der teilweise doch recht lustig animierten Szenen wirkt der Film von Anfang an definitiv kinderfreundlich. Überflieger: Große Vögel – Kleines Geklapper wurde auf dem neuesten Stand der Technik produziert, was sich anhand der farbenfrohen und detailreichen Welt, welche den Zuschauer im Film erwartet, relativ schnell erkennen lässt. Des Weiteren können vor allem die kleineren Kinder durch den Film eine Menge lernen. Der Spruch „Übermut tut selten gut“ passt hier perfekt. Richard muss lernen, dass er nun einmal kein Storch ist, sondern ein Spatz und ein Spatz schafft es nun einmal ohne Hilfe (von Freunden) nicht allein nach Afrika. Das Ganze lässt sich gut auf das Leben projizieren. Einige Dinge schafft man auch im echten Leben nicht alleine und es ist nie verkehrt, Hilfe von anderen anzunehmen. Außerdem vermittelt der Film Stärken, die den Kleinsten als Vorbild dienen können: Einfallsreichtum, Mut und niemals aufgeben lautet hier die Devise.

Durch verschiedene Anspielungen auf das echte Leben wie die Verbindungen im Internet durch das „Social Life“ wie Facebook, die zugleich auch ziemlich witzig in den Film eingebaut wurden, kommen auch die älteren Zuschauer auf ihre Kosten. Zeitgleich gibt es noch diverse witzige Momente im Film wie das Kennenlernen von imaginären Freunden und das Kennen Lernen von tanzenden Raubtieren.

Alles in allem ist der Film auf jeden Fall als familientauglicher Kinderfilm für alle Altersstufen (laut FSK) einzustufen und ein Kinobesuch lohnt sich hier auf jeden Fall. Allerdings gibt es im Film auch einige traurige Momente, weswegen wir den Film erst ab 6 Jahren empfehlen.