Review: Silence

Daedalic Entertainment ist bei den meisten Spielern als ein hervorragender Entwickler von sogenannten Point and Click Adventures bekannt. Darunter zählen beispielsweise die Deponia Spiele oder auch „Das schwarze Auge“. Auch The Whispered World stammt aus der Daedalic Entertainment-Feder. Nun wurde der sehnsüchtig erwartete zweite Nachfolger dieses Spieles veröffentlicht. Was euch in „Silence: The Whispered World II“ erwartet, könnt ihr in unserem Review nachlesen.


Allgemein


Bevor wir zur Gamplay-Sektion gelangen, haben wir natürlich wieder einige Hintergrund-Informationen für euch zusammengefasst. Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Silence: The Whispered World 2 oder auch einfach nur Silence genannt, um den Nachfolgetitel von „The Whispered World“. The Whispered World wurde von Daedalic Entertainment entwickelt und der Publisher des Spiels ist Koch Media. Das Spiel wurde erstmalig am 28.August 2009 veröffentlicht, allerdings folgte am 06. Mai 2014 eine Special-Edition des Spiels.

Unsere Hauptfigur war in dem ersten Teil der relativ junge Clown namens Sadwick, der mit seinem Bruder und dem Großvater mit dem Wanderzirkus die Welt bereist. Allerdings muss hier erwähnt werden, dass Sadwick das Leben als Clown überhaupt nicht toll findet und er in seinem Leben mehr erreichen will. In einem Traum erfährt er von einer nebeligen Gestalt, die nichts weiter als einen Mund besitzt, dass die Welt zerstört werden wird, von keinem anderen als Sadwick. Durch diverse Umstände muss Sadwick den sogenannten Flüsterstein zu dem König in Corona bringen und er hofft, damit die Welt retten zu können. Ob ihm das gelingt, könnt ihr beim Spielen des ersten und des zweiten Teiles erfahren.

Damit sind wir wieder bei dem aktuellen Titel „Silence“ angelagt. Das Spiel kann über Steam erworben oder auch als physische Edition gekauft werden. Der Preis auf Steam beträgt zum aktuellen Zeitpunkt 29,99€.

Mehr gibt es zum Abschnitt „Allgemein“ nicht zu sagen, daher springen wir nun zur Gameplay-Sektion.


Gameplay


Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei „Silence“ um ein Point and Click Adventure und das Spiel ist der Nachfolger von „The Whispered World“. Zu Beginn des Spiels befindet sich ein 16 jähriger Junge namens Noah mit seiner kleinen Schwester Renie in akuter Gefahr, da deren Dorf bzw. deren Stadt einem Luftangriff ausgesetzt ist. In letzter Sekunde schaffen es die beiden in einen Bunker und somit augenscheinlich in Sicherheit.

Angekommen im Bunker ist Renie natürlich vollkommen aufgelöst und Noah versucht zunächst vergeblich, sie zu beruhigen. Als ihm dies schließlich doch gelungen ist, möchte Renie die Geschichte von Sadwick, dem traurigen Clown und seinem Partner Spot, einer Art Raupe von Noah erzählt bekommen. Durch ein Ereignis, was in diesem Moment passiert, landet Noah in der Welt von Silence, allerdings ist Renie nirgends zu finden. So beginnt unser zweites Abenteuer durch die fantasievolle Welt von Silence mit Noah und das alles im Bestreben, Renie zu finden und mit ihr in die reale Welt zurückkehren zu können. Mehr möchten wir euch zu der Hintergrundgeschichte nicht verraten, da wir euch sonst spoilern würden. Was uns natürlich ebenfalls gefallen hat, ist der mehr oder weniger schwarze Humor von Noah und seine Missgeschicke und die Reaktion auf diese.

Die Steuerung von Silence ist natürlich schnell erklärt, da diese komplett über die Maus funktioniert. Mit der linken Maustaste können wir Gegenstände anfassen oder auch aufheben beziehungsweise betätigen und mit der rechten Maustaste ist es möglich, Objekte oder Gegenden zu begutachten. Natürlich ist es auch möglich, Dinge durch einen Klick in die Hand zu nehmen und mit einem anderen Gegenstand in der Nähe zu „kombinieren“. Selbiges gilt natürlich auch für bereits aufgehobene Fähigkeiten. Spot, die Raupe, kann sich auch in verschiedene Formen verwandeln und bei diversen Dingen, wo Noah oder Renie allein nicht weiterkommen, helfen.

Das Spiel unterteilt sich wie auch The Whispered World in verschiedene Kapitel, die darauf warten, durchgespielt zu werden. Jedes Kapitel spielt in einer anderen Gegend und wartet mit diversen mehr oder weniger schweren Rätseln auf euch. Natürlich könnt ihr diese auch überspringen, aber das ist ja nicht Sinn und Zweck der Sache. Mit ein wenig logischem Denken und ein bisschen Geduld kann man ohne Probleme alle Rätsel lösen. Was im Vergleich zum Vorgänger-Teil jedoch neu ist, ist die Tatsache, dass die Hauptcharaktere sterben können. Passiert dies, ist das praktisch ein „Game Over“ und man muss bei einem Speicherpunkt beginnen. Dieser ist allerdings zum Glück nie allzuweit von dem derzeitigen Spielstand entfernt. Des Weiteren gibt es in Silence nun auch Entscheidungen zu treffen. Dafür hat man immer einige Sekunden Zeit. Was passiert ,wenn man die falsche wählt? Nun, lasst euch einfach überraschen.

Während dem Spiel begegnet man noch verschiedenen anderen Charakteren wie der Widerstandskämpferin Kyra. Silence wird von vielen, üblen Kreaturen heimgesucht, die andere Lebewesen in ihresgleichen verwandeln wollen. Diese wurden ursprünglich von der falschen Königin erschaffen und im Laufe der Zeit fangen Noah und Renie an zu begreifen, dass es ihre Aufgabe ist, diese Königin zu stürzen. Je nach den Entscheidungen, die man im Spiel trifft, ändert sich auch die Schlusssequenz. Daher empfehlen wir hier, das Spiel mehrere Male durchzuspielen, um jedes Ende begutachten zu können.

Eine weitere Neuerung sind sogenannte Quick-Time Events. Bei eben jenen geht es meist darum, das Gleichgewicht zu halten. Beispielsweise muss Noah über einen Globus springen, um zu einem Ausgang zu gelangen. Dieser bewegt sich natürlich zu beiden Seiten und mit der Maus muss man die Balance halten, um nicht abzurutschen. Passiert dies allerdings doch, kann man es jederzeit erneut versuchen.

Hiermit haben wir grundsätzlich alle wichtigen Gameplay-Informationen erklärt. Man könnte lediglich noch erwähnen, dass man in den Spiel-Optionen diverse Einstellungen vornehmen kann. Beispielsweise ist möglich, Spielhilfen auszustellen oder auch den Item-Umriss zu de/aktivieren. Vor allem letzteres ist eine gute Funktion, da man einen Erfolg freischalten kann, wenn man das Spiel komplett ohne Hilfe durchspielt.


Grafik


Die Grafik hat sich im Vergleich zum ersten Teil um einiges verbessert. Das liegt natürlich unter anderem daran, das The Whispered World ein 2D und Silence nun eher ein 3D Spiel ist. Die Figuren wirken um einiges realistischer und detailreicher, außerdem sind auch die Bewegungen eben jener Figuren nicht mehr leicht stockend wie im ersten Teil.

Auch die verschiedenen Gegenden sind liebevoll designt und mit allerlei Detaillreichtum ausgefüllt worden. So sieht man in der einen Gegend beispielsweise eine Art Moor-Sumpf und in einer anderen einen Krater mit brodelnder Lava. Alles in allem ist Silence von der Grafik her ein gutes Spiel.


Sound


Auch soundtechnisch gibt es fast nichts zu meckern. Die Dialoge der Protagonisten wurden allesamt vertont und auch Hintergrundgeräusche sind in jedem Gebiet zu hören. Besonders toll fanden wir wieder die sarkastischen Sprüche, die Noah zum Besten gibt.

Allerdings ist auch Renies Vertonung gut gelungen. Sie hört sich je nach Gegebenheit traurig, mutig, witzig oder aber auch einfach ganz normal wie ein Kind in ihrem Alter an. Dies ist nicht in vielen Spielen so gut umgesetzt worden.

Lediglich einige, mehr oder weniger flache Witze hätten nicht unbedingt ihren Weg in das Spiel finden müssen.


Extras


Als Extra können wir hier definitiv die freischaltbaren Erfolge für Steam nennen. Davon gibt es insgesamt 46 verschiedene. Einige erhält man bei dem Durchspielen der Geschichte automatisch, für andere müssen diverse Anforderungen erfüllt werden und wiederum andere sind geheim. Diese schaltet ihr also nur frei, wenn ihr das Glück habt, herauszufinden, um welchen Erfolg es sich hierbei handelt. Allerdings sei soviel gesagt: Es wird vermutlich mehr als nur ein einmaliges Durchspielen von Silence nötig sein, um alle Erfolge freischalten zu können!

Unsere Gesamtbewertung
Allgemein/Story
94 %
Gameplay
81 %
Grafik
87 %
Sound
82 %
Extras
83 %
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.