Review: Transport Fever

Es gibt viele verschiedene Arten von Simulationsspielen für den PC. Dies fängt an bei den alltäglichen Berufssimulationen, geht weiter über Lebenssimulationen bis hin zu Städteaufbau-Simulationsspielen. Nun ist die Frage, woher werden all die verschiedenen Utensilien zum Aufbau von den virtuellen Häusern genutzt? Natürlich mit weiterverarbeiteten Rohstoffen. Aber auch Rohstoffe müssen vom Abbau-Ort erst einmal zur Weiterverarbeitung transportiert werden. Das ganze läuft natürlich über ein Transport-Unternehmen, was uns auf das Spiel Transport Fever aus dem Hause Urban Games bringt, zu welchem wir für euch ein umfassendes Review angefertigt haben!


Allgemein


Bereits bei der diesjährigen gamescom hatten wir die Möglichkeit gehabt, uns das Spiel von Urban Games und Gambitious Digital Entertainment genauer anzusehen.

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei dem Spiel Transport Fever um ein Simulationsspiel. Hier geht es darum, diverse Güter oder Menschen von Punkt A nach Punkt B zu bringen. Für diese Aufgabe stehen diverse Fahrzeuge zur Verfügung, die wir im Gameplay-Abschnitt noch genauer darstellen werden. Grundsätzlich jedoch ist das Spiel bei weitem nicht so einfach zu erlernen, da viele verschiedene Faktoren beachtet werden müssen. Aber auch hierauf gehen wir im Gameplay-Abschnitt genauer ein. Transport Fever wurde am 08.November 2016 veröffentlicht. Der Publisher, der dahinter steht, trägt den Namen Urban Games.

Das Spiel wird wie bereits von anderen Spielen gewohnt, über die Plattform Steam installiert. Zum aktuellen Zeitpunkt belegt Transport Fever rund 9,3 GB der Festplatte. Wie immer empfehlen wir hier, das Spiel auf einer SSD Festplatte zu installieren, um unnötig lange Ladezeiten umgehen zu können. Damit ihr als eventuelle Spieler auch wisst, welche Anforderungen euer PC erfüllen muss, haben wir euch eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Informationen erstellt!

PC

Betriebssystem: Windows 7, 8 oder 10 (64­bit)
Prozessor: Intel Core 2 Duo 3.0 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 260, ATI Radeon HD 5670, 1 GB VRAM
Speicherplatz: 12 GB Speicherplatz

Mac

Betriebssystem: OS X 10.9.5. oder höher (64­bit)
Prozessor: Intel Core 2 Duo 3.0 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 260, ATI Radeon HD 5670, 1 GB VRAM
Speicherplatz: 12 GB Speicherplatz

SteamOS und Linux

Betriebssystem: Ubuntu 14.04 oder höher (64­bit)
Prozessor: Intel Core 2 Duo 3.0 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 260, ATI Radeon HD 5670, 1 GB VRAM
Speicherplatz: 12 GB Speicherplatz

Bei diesen Anforderungen handelt es sich um die Minimalanforderungen, um das Spiel spielen zu können. Je besser eure Hardware ist, desto mehr könnt ihr natürlich das Spiel genießen. Mehr gibt es zum Allgemeinen nicht zu sagen, daher machen wir nun einen Sprung zum Gameplay!


Gameplay


In Transport Fever ist es eure Hauptaufgabe, in verschiedenen Szenarien oder im Freien Spiel für einen reibungslosen Verkehr und Gütertransport zu sorgen. Wie bereits erwähnt gibt es hier verschiedene Möglichkeiten. Angefangen bei den gängigsten Straßenfahrzeugen wie den Bussen oder im früheren Jahrhundert Pferdekutschen, bis hin zu vielen, unterschiedlichen Zugarten mit einer Menge an auswählbaren Wagons. Es gibt soviel verschiedene Arten an Fahrzeugen, dass man sich genau überlegen muss, von welchen man genau wieviel einsetzt. Neben den 2 Transport-Arten gibt es aber nun auch noch Schiffe und Flugzeuge, um einen sichereren und eventuell schnelleren Transport zu gewährleisten. Schiffe können sowohl Menschen als auch Güter bzw. Rohstoffe transportieren. Mit Flugzeugen ist es allerdings nur möglich, Menschen von A nach B zu bringen.

Bei dem Beginn des richtigen Streckenaufbaus beginnen aber schon die ersten Schwierigkeiten. Diese äußern sich unter anderem darin, dass meist nur ein gewisses Budget zur Verfügung steht, welches eingehalten werden sollte und man natürlich für die verschiedenen Verkehrsmittel auch Strecken und Depots errichten muss. Züge benötigen natürlich nebensächlich noch Bahnhöfe zum Ein- und Aussteigen der Passagiere und zum Verladen der Fracht, Umschlagplätze sind für den Transport der Güter von der Fabrik bis zum Bahnhof zuständig und umgekehrt. Abgesehen davon benötigen die Fahrzeuge wie Pferdekutschen, Busse oder LKWs natürlich auch einen Startpunkt, welcher in diesem Falle das Depot darstellt.

Das Verlegen der Schienen kann schnell zu einer der schwierigsten Aufgaben in Transport Fever werden. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Kosten schnell erhöhen können, wenn man mit Brücken oder Tunneln arbeiten muss. Es ist empfehlenswert, sich vorher genau zu überlegen, an welcher Stelle die Gleise verlaufen sollen, um nicht in Geldnot geraten zu müssen. Wir empfehlen hier, die Strecke Stück für Stück zu bauen, um gegebenenfalls nochmal etwas kostengünstig abändern zu können. Das gleiche gilt im übrigen auch für den Bau von Straßen.

Wie bereits erwähnt, gilt es neben dem Personenverkehr auch den Güterverkehr zu händeln. Da verschiedene wichtige Dinge wie Lebensmittel, Stahl oder Werkzeug nicht von selbst erstehen, müssen diese erst einmal an/abgebaut oder mit Rohstoff erschaffen werden. Hier ist es natürlich wichtig, die jeweilige Verbindung vom Umschlagsplatz bis hin zum Bahnhof oder zum jeweiligen Gebiet zu gewährleisten. Mit dem Gebiet meinen wir im übrigen die Aufteilung der Stadt. Wie es viele Spieler aus den Städtebau-Simulationen kennen dürften, besitzt jede Stadt 3 verschiedene Gebiete, die wir euch natürlich jetzt erklären wollen. Fangen wir zunächst einmal mit dem „Industrie-Gebiet“ an.

In den Industriegebieten stehen Fabriken, die die abgebauten Rohstoffe zu Waren weiterverarbeiten. Natürlich gibt es viele verschiedene Arten von Fabriken wie Sägewerke oder Stahlwerke. Um die natürlichen Rohstoffe wie Baumstämme oder Erze zu den jeweiligen Fabriken bringen zu lassen, müssen diese natürlich erst von den richtigen Arbeitern abgebaut werden. In der Eisenerz Mine, die oft selbstständig platziert werden muss, wird natürlich das Eisenerz abgebaut und von dem Umschlagsplatz entweder sofort zur Fabrik oder zum Bahnhof gebracht. Ist letzteres der Fall, übernimmt ein weiterer Umschlagsplatz den Transport vom Ankunftsbahnhof bis zur Fabrik. Da diese aber nicht ohne Feuer läuft, muss ebenfalls der Transport von Kohle gesichert sein. Dies läuft dann genauso ab wie bei dem Transport des Erzes. Da es im Verlauf des Spiels viele, verschieden Produkte gibt, die auch alle benötigt werden, ist natürlich ein komplexes Strecken-Netz zwischen den verschiedenen Städten und Abbauorten nötig. Ist dies nämlich nicht der Fall, leiden sowohl die Mine als auch der Hersteller darunter und deswegen auch die Stadt selbst. Funktioniert dies allerdings alles so, wie es sollte, steigen die Betriebe auf und verbessern sich allmählich, wodurch die Nachfrage und auch die Produktion erhöht werden.

Neben dem Industriegebiet gibt es natürlich auch ein Gewerbegebiet. Dort werden die hergestellten Objekte des Industriegebietes verkauft, um Geld zu verdienen. Die benötigten Güter in diesem Gebiet sind Werkzeuge, Lebensmittel und andere Waren, um den Wachstum der Stadt und deren Gebiete zu gewährleisten. Natürlich muss auch hier der Transport der Waren vom Industriegebiet zum Gewerbegebiet gesichert sein.

Weiterhin gibt es natürlich noch das Wohngebiet. Hier kommt der Personenverkehr zum Einsatz. Damit die Menschen zur Arbeit, zum Einkaufen und auf Reisen gehen können, müssen wie bereits erwähnt, Pferdekutschen bzw. Busse zur Verfügung stehen, um diese Menschen zur Weiterreise am Bahnhof oder Flughafen absetzen zu können. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass das Straßen- bzw. Verkehrsnetz intelligent aufgebaut und benutzt wird, damit die Menschen immer eine vernünftige Verkehrsverbindung nutzen können.

Zu guter Letzt kann man noch etwas über die verschiedenen Spiel-Modi sagen. Neben dem Freien Spielmodus gibt es natürlich noch eine Art Kampagne. Hier stehen 2 verschiedene zur Verfügung und jede der beiden Kampagne beinhaltet diverse speziell erstellte Missionen, die erfüllt werden müssen, um die jeweilig nächste freizuschalten. Die Missionen handeln von geschichtlich relevanten Vorkommnissen wie die Aushebung des Panama-Kanals oder der Bau der Gotthard Tunnels. Zu Beginn des Spiels bekommt man die Aufgabe zugeteilt und ein gewisses Budget inklusive einen Berater zur Seite gestellt. Neben der Hauptaufgabe winken auch kleinere Nebenaufgaben, die unter Umständen Medaillen als Zusatzbelohnung beinhalten. Bei solchen Bonuszielen kann es sich um die Fertigstellung des Projekts vor einem bestimmten Datum handeln oder aber auch darum, einen Schatz zu bergen. Es gibt viele verschiedene Bonusziele, die erfüllt werden können.

Das schwierige an Transport Fever ist nach wie vor die Planung, wie man mit seinem Budget auskommt. Jeder Zug, jedes Fahrzeug, jedes Gebäude…alles kostet monatlich eine bestimmte Summe an Geld. Man muss also genau darauf achten, welche Fahrzeuge man einsetzt. Bei Zügen ist dies wichtig, da jede Lokomotive andere Werte wie die Geschwindigkeit besitzt und ebenfalls einen anderen Preis hat. Selbiges gilt für die Wagons. Jeder Wagon hat andere „Werte“ und kann teilweise nur bestimmte Güter transportieren. Auch hier muss darauf geachtet werden, nicht gleich Unmengen an Wagons kaufen zu wollen, um in akute Geldnot zu gelangen. Allgemein ist es nötig, all diese Faktoren im Überblick zu haben, damit man mit Transport Fever seinen Spaß hat.


Grafik


Grafisch würde ich Transport Fever die Note „Gut“ geben. Fans von Zügen oder auch Modelleisenbahnen werden hier ihren Spaß haben. Die Darstellung der verschiedenen Fahrzeuge wurde detaillreich dargestellt und diese erinnern einen durchaus an die realistischen Versionen eben dieser. Schade ist lediglich, dass sich die Landschaft, so schön sie teilweise auch anzuschauen ist, an vielen Stellen wiederholt oder die Gegend einfach langweilig wirken kann. Es ist aber möglich, einen Zug aus der „Lokführer“-Perspektive zu beobachten, was für die Fans durchaus ein Pluspunkt sein dürfte.


Sound


Soundtechnisch gefällt uns an Transport Fever vor allem, dass viele der Texte vertont wurden und man nicht gezwungen ist, jeden Text durchzulesen. Die Melodien im Hintergrund wirken auch auf Dauer nicht langweilig. Die jeweiligen Fahrzeuge oder auch die Flugzeuge und Schiffe…alles hat seine eigenen Soundeffekte, was das Spiel noch ein wenig „realistischer“ wirken lässt. Allerspätestens dann, wenn ein Zug so nahe vorbeifährt, dass man dies klar und deutlich hören kann, macht das Spiel viel mehr Spaß als vorher.


Extras


Also Extra können wir bisher nur die in Steam freischaltbaren Erfolge nennen. Hiervon gibt es insgesamt 53 verschiedene. Einige sind leicht zu erfüllen wie das Spielen des Tutorials, andere werden eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch ist es für Erfolgsjäger möglich. alle Erfolge freizuschalten, wenn sie sich Mühe geben.

Unsere Gesamtbewertung
Allgemein/Story
80 %
Gameplay
84 %
Grafik
81 %
Sound
78 %
Extras
79 %
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.