gamescom 2026 – Police Simulator bringt uns zurück auf Streife

Police Simulator auf der gamescom 2026 mit K9-Partner und Einsatzfahrzeugen in Faremont City
Police Simulator auf der gamescom 2026 mit Officers, K9-Partner und Einsatzfahrzeugen in Faremont City. Bild: astragon Entertainment / GRIP Studios

Mit Police Simulator: Patrol Officers verbrachten wir bereits einige Zeit im virtuellen Polizeidienst. Den Titel konnten wir uns damals schon auf der gamescom 2022 genauer ansehen, bevor anschließend unser ausführlicher Test zu Police Simulator: Patrol Officers folgte. Vier Jahre später stand bei astragon Entertainment auf der gamescom erneut Polizeiarbeit auf unserem Terminplan. Allerdings erwartet uns dieses Mal kein weiteres DLC und auch kein einfaches Patrol Officers 2.

Der neue Teil hört schlicht auf den Namen Police Simulator und wechselt gleichzeitig das Entwicklerstudio. Für die Entwicklung ist GRIP Studios verantwortlich, während astragon Entertainment weiterhin als Publisher auftritt. Erscheinen soll das Spiel 2027 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Einen konkreteren Termin gibt es derzeit noch nicht.

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Police Simulator – Announcement Trailer | Quelle: astragon Entertainment

Zurück auf Streife aber nicht zurück nach Brighton

Brighton gehört der Vergangenheit an. Unser neues Einsatzgebiet nennt sich Faremont City, eine fiktive US-Metropole an der Ostküste. Die Stadt besteht aus drei größeren Bezirken, die jeweils aus bis zu fünf unterschiedlichen Stadtvierteln bestehen. Vom dicht bebauten Zentrum mit Hochhäusern, Einkaufszentrum und Hauptbahnhof bis zu ruhigeren Vorstadtgebieten soll sich nicht nur die Umgebung verändern. Auch die möglichen Einsätze unterscheiden sich je nach Gebiet.

Blick auf Faremont City im neuen Police Simulator
Faremont City ist das neue Einsatzgebiet im Police Simulator. Bild: astragon Entertainment / GRIP Studios

Faremont City soll zudem wesentlich glaubwürdiger wirken als eine Stadt, die lediglich darauf wartet, dass irgendwo ein geskripteter Einsatz beginnt. Während der gamescom-Präsentation wurde beispielsweise erläutert, dass sich Verkehrsteilnehmer und Passanten nachvollziehbarer durch die Stadt bewegen sollen. NPCs besitzen dabei konkrete Ziele, anstatt einfach ohne erkennbaren Grund durch die Straßen zu laufen. Auch der Verkehr machte in den gezeigten Szenen bereits einen wesentlich lebendigeren Eindruck. Offiziell bestätigt ist zudem ein lebhafter KI-Verkehr, zu dem auch öffentliche Verkehrsmittel gehören sollen.

Gerade dieser Punkt ist für Police Simulator nicht unwichtig. Schließlich verbringen wir einen großen Teil unserer Dienstzeit nicht in spektakulären Verfolgungsjagden, sondern beobachten unsere Umgebung. Wenn eine Stadt dabei wie eine Kulisse voller Statisten wirkt, fällt das relativ schnell auf. Beim neuen Teil scheint GRIP Studios deutlich mehr Aufwand in diesen Bereich zu investieren.

Vom Strafzettel bis zum bewaffneten Einsatz

Der Einstieg bleibt trotzdem angenehm bodenständig. Zu Beginn unserer Karriere beschäftigen wir uns weiterhin mit Dingen wie Parkverstößen, Verkehrskontrollen, Ruhestörungen oder kleineren Zwischenfällen. Erst mit wachsender Erfahrung kommen weitere Aufgaben, Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge und Stadtbereiche hinzu. Das Fortschrittssystem soll dabei nicht nur neue Viertel öffnen, sondern auch zusätzliche Verantwortungsbereiche, Ausrüstung und Upgrades freischalten.

Polizeibeamtin kontrolliert einen Fahrer in Police Simulator
Auch klassische Verkehrskontrollen gehören weiterhin zum Polizeialltag. Bild: astragon Entertainment / GRIP Studios

Insgesamt verspricht astragon mehr als 50 unterschiedliche Missionen und Callouts. Später beschäftigen wir uns unter anderem mit Fahrzeugdiebstählen, Drogenhandel oder bewaffneten Bedrohungen. Auch Verkehrsunfälle müssen aufgenommen, Beweise dokumentiert und flüchtige Verdächtige verfolgt werden. Damit wächst Police Simulator deutlich über den ursprünglichen Knöllchen-und-Verkehrskontrollen-Alltag hinaus.

Polizeibeamtin im bewaffneten Einsatz in Police Simulator
Auch gefährlichere Einsatzlagen gehören zum erweiterten Missionsspektrum. Bild: astragon Entertainment / GRIP Studios

Das ist eine Entwicklung, die durchaus Sinn ergibt. Schon beim Vorgänger war eines der interessantesten Elemente, dass sich unser Arbeitsalltag mit zunehmendem Rang immer weiter öffnete. Gleichzeitig darf Police Simulator dabei nicht zu einem gewöhnlichen Actionspiel werden. Genau diese Balance dürfte eine der größten Herausforderungen für GRIP Studios sein.

Diensthund statt einsamer Fußstreife

Eine der auffälligsten Neuerungen läuft auf vier Pfoten herum. Erstmals gehört ein K9-Partner fest zum Police Simulator. Für entsprechende Schichten können wir gemeinsam mit einem Polizeihund auf Streife gehen und diesen beispielsweise einsetzen, um flüchtende Verdächtige aufzuspüren oder illegale Substanzen zu finden.

K9-Diensthund stellt einen Verdächtigen in Police Simulator
Der K9-Partner unterstützt bei Einsätzen und der Suche nach Verdächtigen. Bild: astragon Entertainment / GRIP Studios

Dabei handelt es sich nicht einfach nur um einen Hund, der dekorativ hinter unserem Charakter herläuft. Verschiedene Rassen sollen zur Auswahl stehen und der Partner erhält konkrete Aufgaben innerhalb der Polizeiarbeit. Wie umfangreich das K9-System am Ende wird, ist allerdings noch schwer einzuschätzen. Die Idee gefällt uns jedenfalls deutlich besser als ein weiterer Gegenstand im Ausrüstungsrad.

Unsere eigene Spielfigur können wir dieses Mal ebenfalls wesentlich stärker anpassen. Ein Character Creator erlaubt unter anderem Anpassungen von Geschlecht, Ethnizität, Körperbau, Frisur und Haarfarbe. Danach geht es über ein Fortschrittssystem Schritt für Schritt weiter durch die Polizeikarriere. Mit neuen Ausrüstungs-Upgrades sollen sich dabei auch die eigenen Fähigkeiten weiterentwickeln.

Taser Dienstwaffe und klare Regeln

Auch unser Werkzeugkasten wird deutlich größer. Kamera und Radargerät kennen Veteranen bereits. Hinzu kommen unter anderem Beweismarker, Verkehrshütchen, Absperrungen, Warnfackeln, Straßensperren und Nagelbänder. Dazu gesellen sich Taser beziehungsweise Elektroschockwaffe und die klassische Dienstwaffe.

Polizeibeamtin und bewaffneter Verdächtiger in Police Simulator
Der Einsatz von Schusswaffen soll an klare Eskalationsregeln gebunden sein. Bild: astragon Entertainment / GRIP Studios

Gerade letzteres ist interessant. In unserem damaligen PC-Test von Police Simulator Patrol Officers gehörte ausgerechnet die Schießmechanik zu den Dingen, bei denen noch Luft nach oben vorhanden war. Der neue Police Simulator macht den Umgang mit Waffen nun zu einem deutlich wichtigeren Bestandteil, will daraus aber ausdrücklich keinen Shooter machen.

Schusswaffen sollen vielmehr innerhalb eines Eskalationssystems eingesetzt werden. Ein Officer kann also nicht einfach bei jedem Verdächtigen die Waffe ziehen und loslegen. Der Einsatz muss zur jeweiligen Situation passen und soll als letztes Mittel dienen. Genau das passt deutlich besser zum grundsätzlichen Ansatz der Reihe.

Mehr Auswahl hinter dem Steuer

Natürlich verbringen wir unseren Dienst nicht ausschließlich zu Fuß. Police Simulator bietet unterschiedliche Fahrzeugtypen für verschiedene Aufgaben. Neben klassischen Streifenwagen gibt es SUVs, Transportfahrzeuge und Modelle für schnellere Verfolgungen oder schwierigere Geländebedingungen.

Polizeifahrzeug verfolgt ein flüchtendes Auto in Police Simulator
Verfolgungsjagden bringen mehr Dynamik in den Polizeialltag von Faremont City. Bild: astragon Entertainment / GRIP Studios

Gleichzeitig wurde an der Fahrphysik gearbeitet. Fahrzeuge sollen weniger leichtgewichtig und wesentlich nachvollziehbarer reagieren. Zusammen mit dem überarbeiteten KI-Verkehr könnte gerade dieser Teil einen deutlich größeren Unterschied machen, als es auf einer Featureliste zunächst klingt.

Dass astragon sein Portfolio an Working Simulations technisch weiterentwickeln möchte, konnten wir auf der diesjährigen Messe bereits beim gamescom-Termin zu Construction Simulator Evolution beobachten. Auch Bus Simulator 27 setzt mittlerweile auf eine deutlich umfangreichere offene Spielwelt, über die wir unter anderem in unserem Artikel zu Bus Simulator 27 und seinem Release berichtet haben.

Gemeinsam auf Streife und diesmal mit Crossplay

Wer nicht alleine für Recht und Ordnung sorgen möchte, kann wieder mit einem menschlichen Partner losziehen. Police Simulator unterstützt einen Online-Koop-Modus für zwei Spieler.

Die wichtige Neuerung steckt allerdings im Crossplay. PC-, PlayStation-5- und Xbox-Series-Spieler sollen gemeinsam spielen können. Eine künstliche Trennung nach Plattform entfällt damit. Gerade bei einem Zwei-Spieler-Koop ist das sinnvoll, weil man nicht erst überprüfen muss, welche Konsole der Kollege besitzt.

Wer den Vorgänger lieber unterwegs spielt, findet mittlerweile übrigens auch eine entsprechende Fassung. Erst im Juni erschien Police Simulator: Patrol Officers für Nintendos neue Konsole, über die wir bereits bei der Ankündigung der Switch-2-Version berichtet haben.

Unreal Engine 5 macht den Unterschied sichtbar

Auch technisch wird beinahe alles auf Anfang gestellt. Police Simulator entsteht mit der Unreal Engine 5, und der Unterschied zum Vorgänger war in der Präsentation schnell zu erkennen. Stadt, Figuren, Beleuchtung, Fahrzeuge und Umgebung besitzen deutlich mehr Details. Faremont City wirkt nicht nur größer, sondern vor allem moderner.

Das heißt allerdings noch nicht, dass wir bereits Aussagen zur finalen Performance treffen können. Bis zum geplanten Release 2027 bleibt noch Entwicklungszeit und eine Messepräsentation ist kein geeigneter Maßstab für Framerate, langfristige KI-Probleme oder Bugs. Gerade bei einer offenen Stadt mit zahlreichen NPCs und Verkehrsteilnehmern wird interessant sein, wie stabil das Zusammenspiel am Ende funktioniert.

Was wir bisher gesehen haben, macht jedoch neugierig. Vor allem gefällt uns, dass GRIP Studios den Kern von Police Simulator offenbar nicht zugunsten möglichst vieler Schießereien über Bord wirft. Strafzettel, Kontrollen, Unfallaufnahme und Polizeiroutine bleiben bestehen, während K9-Einsätze, umfangreichere Kriminalfälle, Fahrzeuge und neue Ausrüstung den Arbeitsalltag erweitern. Genau darauf wird es ankommen: mehr Möglichkeiten, ohne aus Police Simulator etwas zu machen, das die Reihe eigentlich nie sein wollte.

Police Simulator soll 2027 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X|S erscheinen. Auf Steam kann der Titel bereits auf die Wunschliste gesetzt werden.

Quellen

  • Police Simulator – offizielle Webseite
  • astragon Entertainment – offizielle Ankündigung vom 26. August 2026
  • astragon Entertainment – offizieller Presse- und gamescom-2026-EPK
  • Police Simulator – offizieller Announcement Trailer

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