New Cycle – Test / Preview (PC)

Aufbauspiele erfreuen sich bereits seit vielen Jahren immer größerer Beliebtheit. Hierunter zählen natürlich allseits bekannte Titel wie „Die Siedler“ oder auch „Anno“. Um einiges schwieriger als die beiden genannten Titel war damals Frostpunk, allerdings handelte es sich auch dabei um ein Aufbau-Strategietitel. Mit „New Cycle“ hat nun ein weiterer Titel seinen Weg in den Steam Early Access gefunden, welches man dem Genre zuordnen kann. Auch hier solltet ihr einen hohen Schwierigkeitsgrad erwarten. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können.

Anfang bei 0

Aufgrund einer gewaltigen Katastrophe, die auf der Erde stattfand, haben die Menschen alles verloren. Sowohl ihre Lieben, als auch materielle Dinge und vor allem Technik und Fortschritt. Unsere Aufgabe ist es, mithilfe einer kleinen Gruppe von Überlebenden eine neue Kolonie zu gründen und diese wachsen zu lassen. Dies dürfte euch natürlich bekannt vorkommen, denn auch der bereits erwähnte Titel Frostpunk hatte ein ähnliches Setting. Jedoch gibt es hier und da einige gewaltige Unterschiede, wie ihr schnell bemerken werdet.

Zunächst einmal sorgen Sonneneruptionen häufiger für Probleme, aber auch Rohstoff-Mangel und fehlender Nachwuchs können euch schnell zum Verhängnis werden, von der falschen Bauweise und Reihenfolge der Gebäude ganz zu schweigen. Es ist also unser Ziel, die Kolonie langsam aber stetig wachsen und sich in die richtige Richtung entwickeln zu lassen.

Kampagne oder Sandbox?

Grundsätzlich erlebt ihr sowohl in dem Sandbox-Modus als auch im Kampagnen-Modus das Gleiche Gameplay. Der große Unterschied hier liegt daran, dass ihr bei dem Sandbox Modus keine Quests erhaltet, die euch durch das komplette Spiel leiten werden und man sich die spielbaren Möglichkeiten selbst einstellen kann. Diesen Modus würden wir lediglich eingeübten Spielern von New Cycle empfehlen.

Im Kampagnen Modus erwartet euch zunächst einmal ein kleines Tutorial, welches ihr unter allen Umständen durchlesen solltet, da ihr sonst später Probleme haben könntet. Dazu aber gleich mehr. Sowohl bei der Kampagne als auch beim Sandbox Modus könnt ihr zwischen verschiedenen Start-Punkten oder vielmehr Biomen wählen, die unterschiedliche Boni mit sich bringen. In der Steppe beispielsweise gibt es mehr Materialien, aber weniger Wasser oder Wald-Produkte, während der Wald weniger Materialien mit sich bringt. Die Tundra dagegen hat in allen Bereichen relativ schlechte Werte und ist auch hier eher für geübte Spieler geeignet.

Aller Anfang ist … überraschend einfach

Zu Beginn geht es lediglich darum, mit den übrig gebliebenen Kolonisten eine funktionierende Kolonie aufzubauen. Dafür muss natürlich die regelmäßige Versorgung mit Nahrung und Wasser, sowie mit den nötigsten Rohstoffen gegeben sein. Das bedeutet für den Spieler im Klartext, eine gute Abbaustelle für Holz zu finden und ein Sammelgebäude für Rohstoffe wie Holz und Stein zu bauen. Die Nahrungsmittel-Versorgung übernimmt zu Beginn vor allem der Sammler, der im Wald nach Wild , Pilzen und Beeren suchen kann. Bauen wir dann noch einen Brunnen, eine Suppenküche und eventuell ein paar Hütten, ist die Grundversorgung der Bewohner sichergestellt.

Wichtig ist allerdings, dass die Sammler nicht unendlich an einer Stelle sammeln können. Der Brunnen beispielsweise kann nur Wasser fördern, wenn es an der Stelle auch Wasser gibt. Mithilfe der Ressourcen-Karten und auch durch eine Anzeige ist es aber schnell herauszufinden, wo dies der Fall ist. Auch sind bestimmte Objekte im Winter nicht sammelbar. Darunter zählen, wie ihr es euch denken könnt, Beeren und Pilze. Im Verlauf der Zeit baut ihr nun noch ein Sägewerk zum verarbeiten der Holzstämme, was euch zum fortgeschrittenen Spiel bringt.

Der Schwierigkeitsgrad steigt

Nach und nach wächst eure Siedlung und neue Bewohner werden geboren oder wandern euch zu. Das bringt euch natürlich mehr Arbeiter, die ihr den bestimmten Berufen und Gebäuden zuteilen könnt. Aber weitere Einwohner haben natürlich weitere Vor- und Nachteile. Die Nachteile sind offensichtlich. Ihr benötigt mehr Wohngebäude, sowie weitere Nahrungsmittel und Wasser, aber auch Kleidung und Werkzeuge. Dafür muss natürlich gesorgt werden, wenn man keine unnötigen Tode oder Auswanderungen möchte. Der Vorteil ist jedoch, dass ihr mithilfe einer bestimmten Anzahl an Bewohnern ein „Zeitalter“ voranschreitet und neue Gebäude freischaltet.

So erhaltet ihr nach und nach Zugriff auf fortgeschrittene Gebäude wie Minen und Schmelzhütten, größere Schneidereien und auch Zugriff auf eine Art Ausbildungsstätte, die euch die Fortbildung der Kolonisten erlaubt. Einige fortgeschrittene Werkstätten brauchen selbstverständlich auch gebildetere Arbeiter. Aber auch für Strom muss später mithilfe von Windrädern oder Fabriken gesorgt werden, um die besseren Gebäude zu versorgen. Schnell merkt man, dass der Schwierigkeitsgrad rapide ansteigt. Dies liegt an den unterschiedlichen Materialien und Verarbeitungsmöglichkeiten, aber auch an den verschiedenen Jahreszeiten und der eventuell schlechten Frühlingszeit, in der keine bis wenig Ressourcen nachwachsen. Auch die verschiedenen Katastrophen-Events wie Sonneneruptionen oder Sandstürme können euch ganz schön zu schaffen machen.

Mit Spähern auf Erkundung

Ein weiterer Gameplay-Inhalt sind die sogenannten „Späher“, die ihr auf Erkundungen schicken könnt. Hier kann der Spieler mithilfe einer Karte einen Erforschungspunkt auswählen, zu welchem sich der Späher aufmacht. Ist nun eine gewisse Zeit vergangen, kann man sich das Ergebnis anzeigen lassen. Entweder ist das neu erkundete Gebiet nicht zu gebrauchen oder es bietet euch bestimmte Ressourcen oder Verbesserungen.

Diese kommen jedoch nicht von selbst. Vielmehr könnt ihr mithilfe von Materialien und Kolonisten in den erkundeten Gebieten passive Boni wie eine verstärkte Kolonisten-Zuwanderung, regelmäßige Wasser oder Materiallieferungen und andere Dinge aktivieren, wenn man dort ein Gebäude bauen lässt und mit Kolonisten besetzt. Schafft man es noch, einen Weg zu bauen, ist die Reisezeit der NPCs zwischen den Orten stark verkürzt und man schafft sich ein wenig zusätzliche Sicherung.

Detailreich mit viel Potential

Wie bereits erwähnt befindet sich New Cycle aktuell noch im Early Access Stadium und umfasst daher natürlich nicht alle Inhalte, die für den Full-Release des Titels geplant sind. Aber bereits jetzt kann man sagen, dass der Titel enorm umfangreich ist und grafisch sowie von der Soundkulisse sehr passend programmiert wurde. Die Gebäude aber auch die Gebiete sind relativ detailreich, die Animationen wirken flüssig und allgemein fühlt sich das Gameplay lebendig an.

Natürlich gibt es noch hier und da Verbesserungsbedarf. Teilweise sind bestimmte Menüs etwas unübersichtlich und gelegentlich finden die Events zu einem äußerst „unfairen“ Zeitpunkt statt, ohne dass man dies verhindern könnte. Auch gibt es noch keine wirklichen negativen Auswirkungen auf bestimmte Entscheidungen. Spielabstürze oder Grafikfehler konnten wir während unserem Test nicht bemerken.

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