Bright Memory: Infinite – Test / Review (PC)

Quelle: FYQD-Studio, PLAYISM

Wer sich zurückerinnert, weiß noch, dass vor 2 Jahren, also im Jahr 2020 ein Titel mit dem Namen “Bright Memory” erschien. Der Titel erlangte damals nur gemischte Bewertungen, da er zwar einerseits eine recht akzeptable Story besaß, die allerdings an manchen Ecken eher zusammenhanglos entworfen worden und auch andere Probleme mit sich brachte wie beispielsweise eine nicht ganz gut gestaltete Steuerung oder anderen Problemchen. Aber das ist Schnee von gestern, denn vor wenigen Wochen wurde der Titel “Bright Memory: Infinite veröffentlicht. Interessant ist vor allem, dass das Entwicklerteam von “FQYD Studio” nur aus einer einzigen Person besteht: Zeng Xiangcheng! Wir haben uns den Titel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können!

Quelle: FYQD-Studio, PLAYISM

Gestatten? Wir sind die SRO!

In Bright Memory: Infinite spielen wir eine Spezialistin, welche für die Geheimorganisation “Supernatural Science Research Organisation”, kurz SRO, arbeitet. Unsere Aufgabe ist denkbar einfach: Wir müssen uns um allerlei übernatürliches kümmern, dass uns natürlich immer ans Leder möchte. Dafür stehen uns allerlei Möglichkeiten zur Verfügung und wir besitzen auch viele verschiedene Fähigkeiten und Fertigkeiten. Beispielsweise ist es uns möglich, die Feinde mit Gewehren zu durchsieben oder sie mit unserem Schwert zu Geschnetzeltem zu verarbeiten. Das gilt allerdings nicht nur für die übernatürlichen Wesen, sondern auch für wilde Tiere, die sich unseren Körper gerne als Mahlzeit genehmigen wollen.

Hier gilt es, sich voll und ganz auf das Spielgeschehen zu konzentrieren und niemals, wirklich niemals, den Lebensbalken aus dem Blick zu verlieren, da uns das sonst schneller das Leben kostet, als es uns lieb ist. Passiert genau dies, müssen wir notgedrungen wieder bei einem Checkpoint anfangen, der, wenn man Pech hat, ziemlich weit zurückliegt. Häufig überlegt ihr während dem Spielen nicht groß oder legt Taktiken fest, sondern entscheidet euch für euren mehr oder minder “blutigen” Weg immer relativ kurzfristig, was durchaus Spannung aufbauen kann. Haben wir bereits erwähnt, dass es sogar noch spezieller Fähigkeiten gibt? Falls nein, lasst euch überraschen, was alles möglich ist!

Um welche Handlung genau geht es eigentlich?

Schnell bemerkt man beim Spielen, dass die Story bzw. das Spiel im allgemein wirklich nur von einer Person gemacht wurde. Die Geschichte hinter dem Spiel ist nicht zwingend schlecht designt, allerdings gibt es hin und wieder Stellen, bei welchen man sich selbst an den Kopf greifen muss, da man den Sinn dahinter nicht unbedingt versteht. Beispielsweise kämpfen wir aus bestimmte Gründen gegen den sogenannten Kaiser, welcher auf einmal wieder auftaucht. Wieso das so ist? Nun ja, dazu sagen wir nicht viel, außer dass man die Story weitgehend auf einem Hauptbösewicht aufgebaut hat. Aber eines sei gesagt: Eine wirkliche Story dürft ihr leider nicht erwarten. Man merkt, dass mehr auf das Gameplay geachtet wurde. Dies zeigt sich auch dadurch, dass die Persönlichkeiten der NPCs bzw. unseres Charakters relativ flach dargestellt wird. Rechnet insgesamt mit ungefähr 3 Stunden reiner Spielzeit, welche ihr in 7 verschiedene Missionen investiert.

Wunderschöne brutal

Auch wenn das Gameplay weitgehend gut designt wurde, obwohl es auch hier ein paar Kritikpunkte bezüglich einer schwammigen Steuerung gibt, punktet “Bright Memory: Infinity” am ehesten noch mit der Grafik. Insgesamt wirken die Gegenden, welche man in den 7 Missionen besucht, sehr detailreich gestaltet und die Atmosphäre wurde wirklich perfekt eingefangen. Aber nicht nur die Gegend wird gut gestaltet. Das Ganze trifft auch auf die verschiedenen Gegner zu, welche man im Verlauf der doch recht kurzen Geschichte kennenlernt.

Wobei… was heißt hier kennenlernt. Zumeist betrifft das eher unsere Waffe, welche bekanntschaft mit den Gegnern macht. Köpft ihr diese, hackt ihr ihnen Gliedmaßen ab? All das ist eure eigene Entscheidung und die Gestaltung davon ist dem Entwickler wirklich sehr gut gelungen. In Bright Memory: Infinite warten sowohl kleine, als auch große Areale darauf, von euch entdeckt zu werden. Einen besonderen Pluspunkt erhält das Spiel allerdings durch seine vollständige Unterstützung von Raytracing Effekten. Zwar wirkt das Spiel auch ohne diese Einstellung ziemlich realistisch, allerdings ist es mit Raytracing noch einmal eine ganze Stufe höher! Nicht selten blieb uns der Mund offen stehen, vor allem in Hinsicht darauf, dass eben nur eine Person für die Entwicklung verantwortlich war.

Atmosphärische Musik

Aber auch die Musik, welche unserer Meinung nach Perfekt zum Sci-Fi Setting passt, weiß durchaus zu überzeugen und ist auch auf Dauer nicht störend oder langweilig. Natürlich haben die Waffenarten und Fertigkeiten unterschiedliche Soundeffekte unterhalten, welche man durchaus zuordnen kann. Selbiges gilt auch für Spezialeffekte! Natürlich hat das Spiel auch eine Vertonung, welche in erster Linie die NPCs betrifft. Diese ist aktuell in Englisch, Chinesisch und Japanisch vorhanden. Allerdings gibt es auch eine Untertitel-Unterstützung für die Sprachen Deutsch und Französisch, weshalb jeder die Unterhaltungen im Spiel nachvollziehen kann. Wenn ihr jedoch zumindest ein wenig der englischen Sprache mächtig seid, solltet ihr auf die Untertitel nicht einmal angewiesen sein.

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
80 %
überSteam
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CEO und Redakteur von game7days, ehemals Alpha-Omegagaming seit 2014. Ich betreue u.a. die Infrastruktur, als auch die Gewinnspiele der Webseite.
bright-memory-infinite-test-review-pc<blockquote>Leider bietet Bright Memory: Infinite nur eine sehr kurzes Spielvergnügen, was wir persönlich sehr schade finden. Geschuldet ist dies dem Umstand, dass hier Großteils nur eine Person am werkeln ist. Von daher ziehe ich meinen Hut! Ansonsten erwirbt man für recht wenig Geld einen schnellen Action Shooter, der ein kurzweiliger, aber dank Unreal Engine 4 und Raytracing ein echter Hingucker ist. Auch Fans von asiatischer Mythologie werden hier auf ihre Kosten kommen. Man könnte das Spiel als einen Geheimtipp des vergangenen Jahres ansehen.</blockquote> <hr /> <blockquote> <strong>Positiv</strong> <ul> <li>Durchdachtes Gameplay</li> <li>Prachtvolle Grafik</li> <li>Tolle Story</li> <li>Packende Action</li> <li>Sci-Fi Setting</li> <li>Fetzige Musik und gute Soundeffekte</li> </ul> <strong>Negativ</strong> <ul> <li>kurzweiliger Spielspaß</li> </ul> </blockquote> <hr /> <blockquote>Name: Asteroids: Recharged</blockquote> <blockquote>Plattform: PC, Xbox, PlayStation</blockquote> <blockquote>Genre: Aktion, Indie</blockquote> <blockquote>Release: 12.11.2021</blockquote> <blockquote>USK/PEGI: -/-</blockquote> <blockquote>Entwickler: FYQD-Studio</blockquote> <blockquote>Publisher: FYQD-Studio, PLAYISM</blockquote>