Lost in Random – Test / Review (PC)

EA Originals dürfte vielen Spielern ein Begriff sein, die entweder auf wundervoll gestaltete RPGs oder Actionreiche Sportspiele stehen. Das ist auch nicht verwunderlich, denn der Publisher ist für Spiele wie It Takes Two, A Way Out, Unravel oder auch Knockout City bekannt, welche alle relativ hohe Bewertungen durch die Spieler bekommen haben. Vor 2 Wochen nun hat ein weiterer Release stattgefunden und das Spiel, welches von Zoink! Games entwickelt wurde, trägt den Titel „Lost in Random“. Wir haben uns das Spiel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können!

Willkommen im Königreich von Random!

Relativ zu Beginn des Spiels erfährt man schon grobe Hintergründe, welche einem die Welt von Random näher bringen sollen. Die fängt damit an, dass der Planet oder vielmehr Random selbst in 6 Gebiete untergliedert wurde: Einsfelden, Zweistadt, Dreifalt, Vierstadt, Fünftopolis und Sechstopia! Wie ihr es euch schon denken könnt, sind die Gebiete mit den höheren Zahlen die „besser“ gestellten in dieser Welt. Aufgrund diverser Geschehnisse hat die Königin von Random entschieden, dass alle Kinder an ihrem zwölften Geburtstag würfeln müssen, um zu entscheiden, in welchem Gebiet sie fortan leben werden. Viele dieser Kinder wünschen sich nichts sehnlicher, als die Zahl 6, da diese in Random das Paradies auf Erden zu sein scheint. Natürlich gibt es kleinere und größere Regeln in Random, aber die wichtigste lautet definitiv „Random Rules!“.

In Lost of Random spielt man das junge Mädchen Even als Hauptfigur, welche am Anfang des Spiels ihre Schwester Odd verliert. Diese ist gerade 12 geworden und hat bei ihrem Würfelereignis eine vielfach gewunschene 6 erwürfelt und wurde von den Handlangern der Königin ihrer Familie entrissen. Even hat sich nur eine Sache in den Kopf gesetzt: Ihrer Schwester zu folgen und sie zu retten. Natürlich ist gerade am Anfang des Spiels unklar, aus welchem Grund sie Odd überhaupt retten will, da Sechstopia der Traum von vielen Kindern ist. Nun, lasst euch überraschen, was euch in Lost in Random erwarten wird!

Dicey, unser Würfelfreund!

Gerade zu Beginn müsst ihr damit rechnen, erst einmal viele kleinere Videosequenzen und Gespräche zu erleben, bevor das Spiel richtig losgeht. Dies liegt vor allem auch daran, das eben viel zur Welt von Random erklärt wird. Nach einiger Zeit jedoch nimmt das Spiel seine Fahrt auf und ihr trefft euren wichtigsten, wenn auch seltsamen Freund: Dicey. Der kleine Würfel scheint ein Relikt aus der Zeit vor den Würfelkriegen gewesen zu sein und besitzt zu allem Übel auch bei weitem nicht alle Punkte. Die Würfelkriege wurden dabei im übrigen von der Königin durchgeführt, da diese als einzige einen Würfel besitzen darf und der Besitz eben jener strengstens bestraft werden würde.

Dicey jedoch ist nicht nur ein Begleiter, welcher keinen nutzen hat, sondern vielmehr der zweite Protagonist der Reise und unser kleines Helferlein. Dies macht sich vor allem bei den Kämpfen bemerkbar. Hier wird nicht mit den üblichen Waffen und Rüstungen gekämpft, wie man es aus anderen RPGs kennen dürfte. Even besitzt als „Waffe“ nur eine kleine Schleuder, die Gegnern aber in dem Sinne keinen Schaden zufügen kann. Diese ist dafür gedacht, wachsende Kristallsplitter von Gegnern abzuschießen. Durch kleinere Befehle sammelt Dicey diese nun automatisch ein oder auch wir, wenn wir uns diesen nähern sollten. Diese Kristallsplitter füllen die Anzeige für die Karten auf bis zu einem Maximum von 5 Karten. Ferner hat man nun die Möglichkeit Dicey zu werfen und damit zu würfeln. Die gewürfelte Augenzahl zeigt an, welche Karte wir spielen dürfen. Diese besitzen eine benötigte Augenzahl von 1-4. Diese kann Even nun einsetzen und somit an Waffen wie einen Bogen, ein Schwert, einen Hammer oder auch eine Lanze gelangen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Diese Waffen haben eine bestimmte Aufladungszeit. Je häufiger man Gegner mit ihnen attackiert, desto schneller leert sich eben jene Anzeige. Ist diese komplett leer, verschwindet die Waffe. Selbstverständlich gibt es nicht nur diese 4 Waffenkarten, sondern noch viele weitere. Auf diese kommen wir jetzt zu sprechen!

Eine komplette Sammlung

Neben den Waffenkarten selbst gibt es natürlich noch weitere, welche darauf warten von uns gefunden zu werden. Zwar ist die Hauptgeschichte relativ linear gehalten, allerdings gibt es in den verschiedenen Gebieten von Random auch eine bestimmte Menge an Nebenquests, welche es zu erfüllen gilt. Durch diese bekommt Even entweder direkt weitere Karten für ihr Set oder zumindest Münzen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, die Gegend genauer zu begutachten und mit den NPCs zu sprechen, da diese entweder über sich, Random oder andere Besonderheiten der jeweiligen Zonen erzählen, oder aber auch direkte Nebenquests anbieten. Neben den Nebenquests findet man überall verteilt auch eine Art Urnen. Wenn ihr diese zerschießt, gewähren sie ebenfalls Münzen. Auch findet man hin und wieder Märchen-Teile, welche sich am Schluss zu einem kompletten Märchen zusammensetzen: Der Geschichte von Random!

Natürlich sind auch die Münzen nicht nur reine Dekoration im Spiel. Irgendwann erreicht ihr einen Punkt, bei welchem ihr Manni Dex kennenlernt. Einen Menschenschrank… oder Schrankmann? Sei es drum. Dieser verkauft euch Karten in Hülle und Fülle für bestimmte Münzen-Mengen. Bei einer bestimmten Anzahl von verkauften Karten dürft ihr ferner auch „Boosterpacks“ verschiedener Kategorien öffnen, welche euch jedoch nicht automatisch in eure Sammlung hinzugefügt werden, sondern bei Manni Dex im Verkaufsshop landen. Auch bekommt ihr bei bestimmten „Aufstiegen“ in seinem Verkaufsshop sogenannte Nadeln. Diese könnt ihr nutzen, um nach dem Würfeln bestimmte Karten zu befestigen, damit diese im nächsten Wurf weiterhin zur Auswahl stehen. Dies ist vor allem dann nützlich, wenn man eine Karte nutzen möchte, aber nicht genug Punkte erwürfelt hat. Neben den Waffenkarten gibt es hier noch nützliche Karten wie Bonuspunkte für euren Wurf, Verlangsamungsfallen für Gegner, explodierende Bomben oder auch eine Giftpfeil-Verschießende Froschstatue. Die Auswahl ist mannigfaltig, wodurch jeder Spieler unterschiedliche Decks benutzen dürfte. Jedes Deck umfasst Platz für 15 Karten und ihr könnt diese außerhalb eines Kampfes selbstständig austauschen!

Setting? Düster. Atmosphäre? Packend!

Die Welt wurde, und das fällt ebenfalls schon relativ früh auf, düster gestaltet. Mache Spieler behaupten gar, dass diese die Art des Spiels an „Alice Madness“ erinnert und ich muss hier sagen, dass dies durchaus der Fall ist. Mit dem einzigartigen Grafikstil, welcher eine Mischung aus Zeichnung und Animation ähnlich sieht, weiß Lost in Random definitiv zu überzeugen. Auch gibt es viele kleinere Details die ins Auge stechen. Natürlich gibt es hin und wieder kleinere, verwaschene Texturen, allerdings halten sich diese in Grenzen.

Auch die Kämpfe wirken gut animiert und stocken nicht im geringsten. Probleme, dass sich Gegner irgendwo „festhängen“ oder seltsam agieren, konnten wir nicht bemerken. Selbst bei den „Spielbrett“-Gameplay Szenen, in welchen unterschiedliche Regeln gelten, hat bei unserem Playtrough alles perfekt funktioniert. Auch der Sound und die Vertonung, welche im übrigen im englischen zu erleben ist, wissen zu überzeugen.

Die Gespräche mit den NPCs benötigen zum Teil eine Menge Humor, wobei dieser in der deutschen Textfassung nicht so gut wirken wie im Englischen, allerdings kann man dennoch verstehen, wie diese gemeint sind. Alles in allem ist Lost in Random auf jeden Fall ein schönes Spiel, welches aufgrund des Settings, der speziellen Kampfszenen und auch allgemein zu überzeugen weiß!

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
80 %
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.