Return to Monkey Island – Test / Review (PC)

Quelle: Terrible Toybox, Devolver Digital

Bei so manchem Titel, wenn er einem ins Auge sticht, muss man einfach schmunzeln. Monkey Island ist vielen Spieler:innen ein Begriff und hat auch mich persönlich sehr entscheidend geprägt, als 1990 der erste Titel der Grafik-Adventure Reihe erschienen war. Umso größer war die Freude, als ich von dem sechsten Teil, Return to Monkey Island, die ersten Zeichen am Horizont vernommen hatte und ein Test war von daher fast schon eine Pflichtaufgabe meinerseits.

Die Spiele der Monkey Island Reihe

1990 The Secret of Monkey Island
1991 Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge
1997 The Curse of Monkey Island
2000 Flucht von Monkey Island (Originaltitel: Escape from Monkey Island)
2009 Tales of Monkey Island
2009 The Secret of Monkey Island: Special Edition
2010 Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge: Special Edition
2022 Return to Monkey Island

Selbst mein jüngerer Bruder hatte damals immer eine große Freude gehabt, wenn es um das Spiel ging und hatte einfach Spaß daran, sich in die Abenteuer um Guybrush Threepwood zu stürzen. Da haben wir ihn auch schon vorgestellt, unseren Helden der Serie. Return to Monkey Island kommt als Adventure in neuer Grafikpracht daher, mit seinem eigenem Style und bietet rundum einen modernisierten Look. Leider aber gibt es keine deutsche Synchronisation, was etwas schmerzlich meinerseits vernommen wurde, aber nicht weiter schlimm, aber trotzdem schade ist. Allerdings sind viele der englischen Originalstimmen von einst mit an Bord, was natürlich nicht weiter verwunderlich ist.

Wie wir bereits oben in unserer Auflistung sehen können, gibt es einige Vorgänger. Viele Anspielungen im Spiel wird man von daher nur verstehen, insofern man diese kennen sollte. Aber auch Neulinge werden trotzdem mit dem neuen Teil Spaß haben können. Vielleicht sieht sich der ein oder andere ja ermutigt, diese ebenfalls in Angriff zu nehmen. Warum auch nicht? Abhilfe kommt eh bereits vor unserem Start ins Abenteuer. Im Menü von Return to the Monkey Island haben Spieler:innnen nach starten des Spiels auch die Möglichkeit, sich, insofern man das möchte, über die wichtigsten Personen als auch frühere Begebenheiten per Fotoalbum zu informieren, wenn man denn möchte.

Bedingt durch die fehlende deutsche Synchro war ich selbst natürlich auch, trotz recht gutem Englisch Abitur gezwungen, viele der Textboxen zu lesen. Wehrmutstropfen ist, dass diese noch etwas konfigurierbar daherkommt und nach eigenem Wunsch einstellbar ist.

Aber wohl nicht nur bei der fehlenden deutschen Synchronisation scheiden sich aktuell die Geister wie es scheint. Auch der Grafikstil passt nicht jedem und ist nun einmal, wie so oft, einfach Geschmackssache. Aber die einzelnen Szenarien erstrahlen in eigenem, aber wiedererkennbaren Look und sind gekonnt in Szene gesetzt worden. Vieles wirkt beim ersten Hinblick schief, aber es hat auch seinen eigenen besonderen Touch dadurch erhalten und wenn man durchweg vergleiche mit den früheren Titel zieht, wird man nahezu viele der Straßen, Gebäude oder auch Personen trotzdem wiedererkennen.

Das Spiel untergliedert sich grob in fünf Kapitel, welche unseren Protagonisten Guybrush Threepwood an altbekannte Orte, aber auch neue Örtlichkeiten führen wird. Treffen werden wir natürlich auch altbekannte Charaktere wie Elaine und natürlich auch LeChuck wieder, wie könnte es denn auch anders sein. Wie es sich halt für ein klassisches Point-and-Click-Gameplay vom Kaliber von Monkey Island gehört, gilt es, sich lieber einmal mehr umzusehen als zu wenig und so etwas zu verpassen. Gespickt ist das Spiel, wie es sich nun einmal für Abenteuerspiel geziemt, mit dem ein oder anderen Rätsel, allerhand Dialogen und natürlich einer Menge Sucharbeit. Geboten wird Spieler:innen allerdings ein mehrstündiges Abenteuer samt Spielvergnügen der besonderen Art.

Im Spielverlauf werden wir natürlich von Überraschungen nicht gefeit sein und sollten uns bei einem Adventure nicht verwundern. So ist man irgendwo eingesperrt ,wird verwandelt oder aber bahnt sich den Ausweg durch den Dschungel. Dies ist nur ein kleiner Ausblick, denn auch Rätselkarten lockern den Spielverlauf bzw. unser Abenteuer etwas auf. So gilt es, Fragen zu unserem aktuellen Abenteuer in Return to Monkey Island, als auch Fragen zu den vergangenen Teilen der Spielreihe zu beantworten. Machen tuen unerschrockene Spieler:innen dieses dann im Menü, nachdem sie zuvor die Karten im Spiel aufgehoben haben. Eine wirklich nette Abwechslung hat man da eingebracht.

Kommt man an einer neuen Örtlichkeit an, gilt es oftmals nach selbem Muster, zuerst einmal zu erkunden. So gilt es, vieles anzuklicken, Türen zu passieren oder auch mit Figuren einen Dialog zu führen. Per Tastendruck sind Interaktionspunkte bereits markiert, was natürlich etwas Abhilfe zum allgemeinen Chaos beitragen kann und man weiß, mit was Guybrush auch eine Interaktion ausführen kann. Natürlich muss er auch zu vielem seinen Senf dazugeben und haut den ein oder anderen Spruch raus, was man ja von ihm kennt.

Nicht zu vergessen und immens wichtig: Unserem Inventar sollte man auch immer mal wieder einen Besuch abstatten, denn so kann man dort hinterlegte Objekte beispielsweise in die Spielwelt ziehen oder auch miteinander kombinieren. Oftmals ist halt Learning by Doing angesagt. Rätsel lassen sich in jedem spielbaren Schwierigkeitsmodi mit der Zeit lösen und sollten selbst den Laien vor keine unlösbare Aufgabe stellen. Denn ein Hilfesystem steht uns zur Seite, bietet uns Tipps bis hin zur Lösung an, was will man bitteschön mehr erwarten als diesen tollen Service.

Speichern können wir unseren Spielstand zu jederzeit, was natürlich heutzutage selbstverständlich sein sollte. Steuern können wir mit Maus, Tastatur oder Gamepad.

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Unsere Gesamtbewertung
Bewetung
90 %
QuelleDevolver Digital
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CEO und Redakteur von game7days, ehemals Alpha-Omegagaming seit 2014. Ich betreue u.a. die Infrastruktur, als auch die Gewinnspiele der Webseite.
return-to-monkey-island-test-review-pc<blockquote>Die Abenteuer in Monkey Island um Guybrush Threepwood habe ich immer gespielt und werde sie wohl immer spielen wollen. Bereits auf dem Amiga oder PC hatte ich Anfang der 1990er das Spiel in mein Herz geschlossen. Es gilt in typischer Point and Click Manier sein Abenteuer zu bestreiten. Hilfe kann man jederzeit durch ein entsprechendes System erwarten, egal ob Beginner:in oder altgesottener fan der Serie.</blockquote> <blockquote>Der Grafikstil ist am Anfang zwar etwas gewöhnungsbedürftig gewesen, aber mit der Zeit habe auch ich meinen Gefallen daran gefunden. Die tollen Dialoge, der eigene Humor und der schöne Sound begleiten durch das Monkey Island Abenteuer und trösten über die fehlende deutsche Synchronisation hinweg.</blockquote> <hr /> <blockquote> <strong>Positiv</strong> <ul> <li>Point-and-Click Abenteuer</li> <li>Hilfesystem</li> <li>Angenehmes Inventarsystem</li> <li>Humor</li> <li>Toller Soundtrack</li> <li>Tolle Dialoge</li> <li>Rätselkarten sorgen für Abwechslung</li> <li>Hohe Wiederkennung der Spielreihe</li> </ul> <strong>Negativ</strong> <ul> <li>keine deutsche Synchronisation</li> <li>schlechter Rückblick</li> </ul> </blockquote> <hr /> <blockquote>Name: Return to Monkey Island</blockquote> <blockquote>Plattformen: PC, Nintendo Switch</blockquote> <blockquote>Genre: Abenteuer, Gelegenheitsspiele</blockquote> <blockquote>Veröffentlichung: 19. September 2022</blockquote> <blockquote>USK/PEGI: -/-</blockquote> <blockquote>Entwickler: Terrible Toybox</blockquote> <blockquote>Publisher: Devolver Digital</blockquote> <blockquote>Franchise: Monkey Island</blockquote> Anmerkung: Die PC-Version von Return to Monkey Island wurde game7days für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Publishers oder Entwicklers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.