Knockout City – Test / Review (PC)

Knockout City… hierbei handelt es sich um eine total abgedrehte Variante von Dodge Ball, im deutschen auch Völkerball genannt. Ich denke mal, die meisten dürften das Spiel im Schulsport schon gespielt haben und die Meinungen darüber sind sicherlich geteilt. Auf jeden Fall hat sich der Entwickler „Velan Studios“ ein spaßiges und actionreiches Spiel einfallen gelassen und dieses wurde über Electronic Arts als Publisher veröffentlicht. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können.

Völkerball im Deathmatch?

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei Knockout City um ein futuristisches Völkerball-Spiel, welches auf mehreren Maps gespielt werden kann. Hierfür stehen mehrere Modi wie beispielsweise das Team-Deathmatch (3 vs. 3), K.o. Chaos (4 Spieler / Jeder gegen Jeden), Diamanten-Klau (Team mit 30 Diamanten gewinnt) und Ballform-Keilerei (keine Bälle außer Spielerbälle) zur Verfügung. Bei diesen wird im Übrigen ein Timer angezeigt, was bedeutet, dass es auch weitere Modi geben wird! Die Grundregeln selbst sind leicht zu verstehen: Triff andere und lass dich nicht treffen. Allerdings muss man hier auf deutlich mehr Acht geben, da man sonst gegen andere Spieler definitiv keine Sonne sieht. Aus diesem Grund empfehlen wir definitiv das Tutorial, welches in mehrere Kategorien untergliedert wurde.

Darin lernt ihr zunächst einmal die Grundsteuerungen, welche ansich auch nicht sonderlich schwer ist. Neben dem normalen Bewegen des Charakters und den Sprüngen könnt ihr noch Bälle mit Werfen oder Fangen. Dabei bleibt es jedoch nicht. Ihr könnt Würfe antäuschen, Curve-Bälle werfen, diese im hohen Bogen auf den Gegner schleudern oder anderen Mitspielern passen. Dies alleine wäre schon schwierig genug, allerdings könnt ihr auch Ausweichen, den Gegner rammen, höhere Sprünge ausführen und alle möglichen Stellen auf der Karte ausnutzen. Merkt euch relativ zu Beginn schonmal eines: Eine höhere Position kann Vorteile bringen und legt euch niemals alleine mit mehreren Gegnern an. Ferner ist es möglich, den Ball aufzuladen, wodurch dieser mehr Geschwindigkeit erhält. Durch Pässe zu Mitspielern und dem Fangen des Balls eines Gegners, könnt ihr diesen bis zu 6 mal aufladen und bei jeder Stufe wird dieser immer schneller.

Was jedoch definitiv ein Pluspunkt für das Spiel darstellt, ist das Auto-Lock System. Wenn ihr mit dem Ball auf einen Gegner zielt, wird dieser automatisch anvisiert. Dies bedeutet beim Wurf, dass dieser den Gegner definitiv trifft, außer er kann schnell genug ausweichen oder den Ball abfangen. Gerade zu Beginn dürfte dies eine gute Hilfe für Neulinge sein. Zwar müsst ihr selbstständig weiter darauf achte, welche Wurftechnik ihr nutzt und gleichzeitig die Umgebung im Blick behalten, allerdings hat man als Frischling nicht noch den Druck, auch noch mit Feingefühl zielen zu müssen. Dennoch solltet ihr euch dies nicht zu einfach vorstellen, denn es kann immer etwas unvorhergesehenes passieren! Auch wir hatten zu Beginn viele Probleme, gegen manche Spieler oder sogar Teams anzukommen, wenn diese mehr Übung hahen oder bereits eingespielt sind!

Verschiedene Arenen, unterschiedliche Bälle

Dass es mehrere, unterschiedliche Karten gibt, bemerkt man schon im Tutorial. Dies können Hochhausdächer sein, eine Bahnstation, ein Kreis-Verkehr in der Innenstadt oder beispielsweise auch eine Baustelle. Auf jeder Karte gibt es andere Gegebenheiten, die ihr zu eurem Vorteil nutzen könnt oder auf die ihr achten müsst. Lasst euch bei der Baustelle definitiv nicht von der Abrissbirne treffen, lauft nicht vor Autos und lasst euch schon gar nicht vom Zug überfahren. Dies schenkt dem Gegner unnötig Punkte. Auch gibt es einen Rand der Karte oder Abgründe, in welche ihr hinein fallen könnt. Jeder Tod, ob durch einen Ball oder durch das Fallen, gibt den Gegnern einen Punkt. Dies kann bei einem Fehler natürlich sehr ärgerlich sein!

Als ob dies noch nicht schwierig genug ist, gibt es auch noch mehrere Bälle. Neben den normalen Dodgeballs im Spiel treten auch noch folgende Spezialbälle auf:

  • Mondball
  • Multiball
  • Bomben-Ball
  • Käfigball
  • Scharfschützenball

Der Mondball gibt euch zusätzliche Sprungkraft, um höher gelegenes Gelände erreichen zu können oder Gegner besser aus der Luft ins Visier zu nehmen. Beim Multiball handelt es sich um einen Ball mit 3 Aufladungen, wodurch die faktisch gesehen 3 Bälle hintereinander abschießen könntet. Der Bombenball aktiviert sich beim Aufheben und muss innerhalb einer kurzen Zeit auf den Gegner geworfen werden. Wenn es diesem nicht gelingt ihn zu Fangen oder die Zeit abläuft, kann dies einen Instant-KO bedeuten. Weiter geht es mit dem Käfigball, unserer Meinung nach der Schlimmste. Wenn ihr von diesem getroffen werdet oder einen anderen Spieler damit trefft, ist dieser für eine gewisse Zeit in einem Käfig gefangen und ihr habt die Möglichkeit, diesen in den Abgrund zu werfen. Es ist zwar möglich, andere Spieler zu retten und den Käfig als richtigen Ball zu verwenden, dies ist jedoch leichter gesagt als getan. Zu guter Letzt gibt es noch den Scharfschützenball. Diesen könnt ihr Aufladen und mit einer extremen Geschwindigkeit auf den Gegner werfen, welcher ihn sogar noch in die Luft schleudert.

Alles in allem gilt jedoch immer die Regel, dass man 2 Leben besitzt. Wurde man 2 mal getroffen, kann man respawnen und erneut an dem Match teilnehmen. Ein dauerhaftes KO jedoch gibt es nicht, wie es in anderen Spielen der Fall ist. Dies ist unserer Meinung nach auch angenehmer, da man so nicht mit Pech viele Minuten einfach nur zuschauen kann!

Ferner ist es möglich, sich selbst in einen Ball zu verwandeln. Andere Spieler können euch dann aufheben und Werfen oder sogar als Bombe verwenden, welche ihr schlussendlich selbst steuern müsst!

Alles ist besser mit einer Crew

Auch in Knockout City gibt es eine Art „Gilden“-System. Hier wird dieses einfach als Crew bezeichnet. Jeder Spieler kann eine solche Crew erstellen und es können bis zu 32 Spieler beitreten. Natürlich könnt ihr nicht zeitgleich mit allen zusammen spielen, allerdings ist es natürlich nicht unbedingt schlecht, immer Leute zum Spielen zu finden. Innerhalb einer Crew gibt es noch Verträge, welche man erfüllen kann, um spezielle kosmetische Crew-Gegenstände zu erhalten. Dies betrifft das Logo auf dem Rücken oder auch das Crew Auto. Dieses wird zu Beginn des Spiels als Intro dargestellt und natürlich kann man sich denken, dass dieses mit einem einzigartigen Aussehen besser wirkt.

Aber auch ohne Crew findet man verhältnismäßig schnell eine Gruppe und schon hier bemerkt man schnell, dass Knockout City viele Spieler besitzt. Dies liegt mit Sicherheit aber auch daran, dass das Spiel Crossplay unterstützt. Dadurch ist es möglich, mit Xbox Spielern, Playstation-Spielern, Nintendo Switch Spielern und PC’lern zusammenzuspielen, wenn ihr dies wollt. Ziemlich coole Sache, zumal es auch keine nennenswerten Probleme gibt!

Der Styler der Straße

Während ihr euch durch die „Arenen“ kämpft und zum Knockout City Profi werdet, erhaltet ihr regelmäßig Kohle und damit meinen wir natürlich die Ingame-Währung des Spiels und auch gelegentlich kosmetische Anpassungen, die allerdings keinerlei spielerische Vorteile bieten. Dem Spieler ist es möglich, seinen „Rowdy“ komplett umzugestalten. Dies fängt bei der Körperform, der Frisur und der Haarfarbe an und geht dann weiter über die Stimmlage, komplette Outfits, Emotes, Posen, Niederlage-Posen, Brillen oder ähnlichen Objekten. Dadurch dass es hiervon eine Menge gibt, haben auch viele ihren eigenen Stil. Gemixt mit einem coolen Crew Wagen und einem guten Logo auf dem Rücken könnt ihr natürlich Eindruck schinden.

Neben der Währung gibt es auch noch eine Art „Chip“, mit welchen ihr eure Outfits farblich anpassen könnt. Man merkt auch relativ schnell, wer schon länger im Spiel dabei ist und wer erst kürzlich eingestiegen ist eben genau an diesen „Klamotten“. Die Gegenstände, die ihr mit dem Geld erwerben könnt, findet man im Straßen-Shop und dieser wird täglich resettet. Schaut also am besten jeden Tag rein und shoppt nach Lust und Laune. Falls ihr dazu wenig Lust habt, könnt ihr auch einfach nur Spielen und eure eigenen „Verträge“ erledigen. Diese untergliedern sich in normale einzigartige Aufträge und in tägliche Verträge. Diese gewähren euch Erfahrungspunkte und dadurch steigt ihr im Level oder gegebenenfalls sogar im Rang auf.

Private Spiele oder Liga

Habt ihr keine Interesse an den Straßenspielen, könnt ihr natürlich auch ein privates Spiel eröffnen, um dort lediglich mit euren Freunden zu spielen oder die Karten sogar alleine erkunden, wenn euch dies beliebt. Das ist natürlich perfekt zum Üben oder für private Turniere, in welchen Randoms nichts verloren haben!

Ist euch allerdings nach richtiger Action, dürfte das Ligaspiel etwas für euch sein. Diese befindet sich aktuell in Saison 1 und läuft zum momentanen Zeitraum noch 50 Tage. Dort steigt ihr durch Siege in der Platzierung auf oder fallt durch Niederlagen ab. Am Ende der Saison winken hier unterschiedliche Belohnungen. Insgesamt könnt ihr hier folgende Ränge freischalten:

  • Bronze
  • Silber
  • Gold
  • Platin
  • Saphir
  • Smaragd
  • Rubin 
  • Karo

In einer kommenden Saison werdet ihr auf die vorherige Stufe zurückgestuft. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ihr auf Silber fallt, wenn ihr den Goldrang erreicht habt!

Gute Grafik, spaßige Musik

Die Grafik selbst wurde Comic-Mäßig gehalten, was einem bei Spielstart schon klar wird. Allerdings hat man sich bei der Gestaltung der Karte und den Details viel Mühe gegeben. Dies bemerkt man vor allem auch bei den kosmetischen Items, welche man sich erspielen oder erwerben kann, wodurch jeder Spieler sein eigenes individuelles „Design“ erstellen und nutzen kann und weswegen kein Einheitsbrei entsteht!

Passend finden wir auch die Musik. Diese ändert sich immer wieder ab und wirkt auch auf Dauer nicht eintönig. Gemixt mit den Soundeffekten, welche man bemerkt, wenn man beispielsweise einen Ball schmeißt oder einem Teammitglied etwas mitteilen will, ist es kein Problem, sich dies stundenlang anzuhören ohne das es langweilig wird!

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
85 %
QuelleKnockout City
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.