Enlisted – Test / Review (PC)

Quelle: Gaijin Entertainment, Darkflow Software Studio

Vor wenigen Tagen ist der realistische Shooter Enlisted, welcher im zweiten Weltkrieg spielt, von der Closed Beta in die Open Beta gewechselt. Der Entwickler Darkflow Software und der Publisher Gaijin Entertainment hat hier sein Hauptaugenmerk auf ein solides, dynamisches Gameplay und auf eine sehr realistische Darstellung des Zweiten Weltkrieg-Settings gelegt.

Den Spieler erwartet hier neben detailreichen Waffen auch Fahrzeuge und Luftwaffen-Unterstützung, welche man aus den Geschichten des Weltkrieges kennen dürfte. Ferner ist auch eine Vielzahl an Soldaten im Spiel integriert, die das Geschehen lebendig wirken lassen. Angesiedelt ist das Setting im Übrigen in Moskau, welches zu der Zeit zumindest teilweise mit Schnee bedeckt ist!

Wir haben uns Enlisted während der Closed Beta Phase genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können!

Was erwartet euch?

Wie bereits erwähnt haben wir das Spiel in der Closed Beta Phase getestet, daher beziehen sich alle Aussagen auf die Inhalte eben jener Phase. Zu dieser Zeit waren sogenannte Invasionsschlachten und Eroberungsschlachten verfügbar. Bisher sind wir leider noch nicht dazu gekommen, uns die Open Beta anzuschauen, daher wissen wir auch nicht, ob bisher noch mehr spielerische Möglichkeiten ihren Weg ins Spiel gefunden haben.

Eine Story war bzw. ist vermutlich bisher nur teilweise vorhanden, allerdings wissen wir, dass die Entwickler seit geraumer Zeit an vier Kampagnen arbeiten, von welchen zwei aktuell spielbar sind.

  • Schlacht um Moskau
  • Invasion in der Normandie
  • Schlacht um Tunesien
  • Schlacht um Berlin

Dies zeigt uns, dass auf jeden Fall noch eine interessante Story ins Spiel kommen wird. Auch wurde bereits angekündigt, dass der Shooter nach und nach weiter verbessert und Inhalte hinzugefügt werden. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Battle Pass, der in der Open Beta seit 08.April erhältlich ist und 75 Tage andauern wird!

Welcher Spielmodi darf es sein?

Starten wir das Spiel, können wir uns dafür entscheiden, ob wir im Einzelkämpfer-Modus unterwegs sein möchten oder im Trupp-Modus. Letzterer umfasst insgesamt 4 Charaktere, einmal uns selbst und dazu noch 3 NPC-Mitglieder, im Einzelkämpfer Modus dagegen starten wir die Runde alleine.

Falls man im Trupp-Modus spielt, kann man sich entscheiden, welchen der 4 Trupp-Mitglieder man spielen möchte, dazu aber später mehr. Allerdings ist es möglich, nach Belieben in der Runde zwischen den Charakteren zu wechseln. Was wir relativ schnell beobachten konnten, ist die zumindest oft hohe „Intelligenz“ der KI. Nur selten laufen diese den Spielern einfach vor die Nase, stecken fest oder behindern unseren Weg. Meist verhalten diese sich relativ klug und hören auf unsere Kommandos.

Als Truppführer sind wir dazu in der Lage, ihnen den Befehl zu geben, in Stellung zu gehen und diese zu halten. Ob hier noch mehr hinzukommen wird, wissen wir nicht, allerdings gehen wir davon aus. Die NPCs schießen dann automatisch auf alle Gegner, welche sie sehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man in den spielbaren NPC wechseln kann, wenn man gestorben ist und eben noch NPCs des Trupps am Leben sind.

Welche Division darf es sein?

Wer in Geschichte aufgepasst und auch ein bestimmten Grad an Allgemeinwissen besitzt, wissen natürlich, dass es damals die sogenannten Alliierte und die Achsenmächte gab. Hier gibt das Spiel dem Spieler die Möglichkeit, sich zwischen 13 Regimenten der Achsenmächte und 12 Regimenten der Alliierten zu entscheiden. Die Wahl hat keinen nennenswerten Unterschied oder Vor- und Nachteile!

Neben unterschiedlichen Waffen und Fahrzeugen, auf die wir gleich zu sprechen kommen werden, nennen wir euch natürlich die wenigen Unterschiede, welche die Wahl eines bestimmten Regimentes mit sich bringen. Diese sind wie gesagt, nicht zwingend schlechter oder besser als andere, aber ein paar gibt es dennoch:

Jedes Regiment hat andere Waffenarten im Gepäck und besitzt unterschiedliche Perks, welche wir ebenfalls noch genauer erklären werden. Es gibt Regimente, welche sich auf mittlere Distanz besser Spielen, einige sind mit den Kriegsfahrzeugen besser und wieder andere sind geborene „Aufklärer“ und benutzen ein Scharfschützengewehr als Hauptwaffe. Hier sollte man das Regiment spielen, welches einem vom spielerischen am Besten zusagt.

Die Qual der Wahl der Charaktere

Der Trupp, welcher dem Spieler zugewiesen wird, ist nicht zufällig. Lediglich eines ist vorgegeben bzw. grenzt die Wahl ein wenig ein: Welche „Fraktion“ man spielt. Zur Closed Beta Zeit waren hier nur die sowjetischen Soldaten verfügbar und die deutschen Soldaten.

In der Truppauswahl kann man seine Soldaten auswählen. Hier werden auch die Ränge der Soldaten angezeigt, sowie der Truppname. Damit das Ganze realistischer wirkt, tragen diese natürlich auch einzigartige Namen. Zum aktuellen Zeitpunkt damals gab es im übrigen keine weiblichen Soldaten, was sich selbstverständlich mit der damaligen Zeit gut erklären lässt. Wir gehen davon aus, dass es so bleiben wird, um das Spiel authentisch zu halten.

Die Soldaten haben keine eigene Hintergrundgeschichte, bringen allerdings einige Gegenstände mit sich. Alle Mitglieder des Trupps besitzen neben der Hauptwaffe aka Primärwaffe noch ein Messer für den Nahkampf, ein Sprengsatz bzw. eine Granate und mehrere Erste Hilfe Pakete, mit denen sie sich selbst heilen können.

Bessere Ausrüstung und Fortbewegungsmittel

Wie wir es bereits bei unserer Einleitung geschrieben haben, setzt man bei Enlisted auf die realistische Umsetzung und Darstellung der Gegend, des Geschehens und natürlich auch die der Waffen und Fahrzeuge. Bisher können wir durchaus sagen, dass dies gelungen ist.

Während der Closed Beta Phase gab es noch nicht viele verschiedene Waffen, allerdings sahen die bereits vorhanden sehr gut aus. Hierbei handelt es sich beispielsweise um das Mosin-Nagant M90/30 Gewehr, das Kar 98k oder auch das Gewehr 33/40. Ferner gibt es noch unterschiedliche Pakete, welche mit zusätzlichen Waffen aufwarten.

Mit Erfahrungspunkten schalten wir im Laufe der Zeit außerdem noch neue Waffen und Perks (auf die wir noch zu sprechen kommen),  Klassen und neue Fahrzeuge frei. Wie es auch bei den Regimenten der Fall ist, untergliedern diese sich in die zwei gleichnamigen Kategorien. Jedes Regiment erhält beim Erreichen unterschiedlicher Stufen verschiedene Ausrüstungsteile wie Nebelgrananten, Rauchgrananten, Gewehre oder ähnliches. Dass man die jeweiligen Waffen auch nur bei der jeweiligen Seite, also Achsenmächte oder Alliierte einsetzen kann, sollte sich von selbst verstehen

Neben den Waffen schaltet man aber nach und nach auch unterschiedliche Kriegsfahrzeuge aus. Diese sind natürlich genauso abhängig von der gewählten Seite. Beispielsweise gibt es für die Alliierten den Yak 1 oder auch den IL 2 und für die Achsenmächte den HS 123 oder den Bomber Ju 87. Auch Panzer sind mit dem BT 7 oder dem T 26 erhältlich. Die Fahrzeuge wurden wie die Waffen dem originalen Gegenstück nachempfunden!

Soldat zu schlecht? Ausmustern!

Die Akademie ist während eurem Gameplay ein sehr wichtiger Punkt. Hier könnt ihr die eure Soldaten „ausmustern“ bzw. verwerten, wenn diese für euren Trupp zu schlecht sind. Welchen Rang euer Soldat hat, sehr ihr direkt, wenn dieser angeklickt wird. Die dargestellten Sterne stellen den Rang dar. Sind also alle Sterne gelb gefüllt, hat der jeweilige Soldat den maximalen Rang erreicht. Zu Beginn starten die meisten in eurem Trupp mit einem Stern. Der blaue Balken dagegen stellt die Erfahrungsmenge des jeweiligen Levels dar!

Das Verwertungssystem funktioniert relativ einfach: In der Akademie gibt es 3 Plätze. Um Soldaten hier einsetzen zu können, müssen diese den Maximalrang der jeweiligen Stufe erreicht haben. Bei dem Verwerten werden nun 2 Soldaten praktisch „gelöscht“ und der dritte Soldat wird verbessert. Dieser hat nun einen noch höheren Rang erreicht. Dadurch werden sowohl die Perks als auch die Eigenschaften zurückgesetzt. Ein höherer Rang bewirkt im Übrigen auch, dass ihr mehr Perks einsetzen könnt.

Es gibt allerdings eine Grundregel, die ihr beachten müsst. Wenn ihr lediglich 4 Soldaten habt, könnt diese die Funktion nicht nutzen, da ein Trupp immer auf vier Soldaten bestehen muss. Es sollten also genug „Reserve“-Soldaten vorhanden sein. Wie ihr diese bekommt und auch nutzen könnt, erfahrt ihr in den nächsten Abschnitten!

Neue Rekruten bitte

Um neue Rekruten oder auch Waffen zu erhalten, benötigt man die Logistik. Hier könnt ihr Soldatenlogistik- und Waffenbefehle benutzen, um beides zu erhalten. Diese Befehle erhält man automatisch beim Spielen von Enlisted. Die Soldaten, welche ihr hier erhalten könnt, können unter Umständen sogar einen höheren Rang haben als die, welche ihr bereits im Trupp oder in Reserve habt und das Spiel gibt euch die Möglichkeit, die niedrigen zu ersetzen! Bei den Waffen jedoch ist es nur möglich, die zu erhalten, welche ihr bereits freigeschaltet habt.

Das hört sich vielleicht anfangs komisch an, allerdings hat es den Grund, dass ihr auch Waffen für euren Sekundärplatz benötigt. Diese erhält man eben über die Levelbelohnungen und auch durch die Logistik. Ob es sinnvoll ist, die gleiche Waffe im Primär- und im Sekundärslot zu nutzen, müsst ihr für euch selbst entscheiden. Zu Beginn ist es definitiv nicht schlecht, da man noch keine breite Waffenauswahl hat und man im Gefecht so einfach schnell die Waffe wechseln kann, statt diese nachladen zu müssen!

Die Qual der Wahl: Perks und Verbesserungen

Nun kommen wir aber zu den bereits erwähnten Perks. Diese sind dafür da, die Fähigkeiten der Soldaten im Trupp oder eben auch eines Soldaten im Einzelspieler-Modus zu verbessern. Dies dürften die meisten Spieler aus anderen Videospielen kennen. Zu Beginn besitzt jeder Soldat einen Perk, der, wie bereits erwähnt, zum jeweiligen Regiment passt. Während dem Spielen in den Gefechten erhält man jedoch Erfahrungspunkte, die ein Level Up gewähren und damit neue Perks. Insgesamt könnt ihr so weitere 5 Perks freischalten.

Was die Perks bringen, ist leicht erklärt: Schnelleres Waffen wechseln, mehr Gesundheit, mehr Ausdauer, ein größeres Magazin für eure Waffen, eine schnellere Laufgeschwindigkeit oder auch mehr Gesundheit durch Heilungseffekte zu erhalten!

Neben den Perks für die Soldaten selbst gibt es aber auch sogenannte Trupppunkte. Diese gehören zu den großen Verbesserungsbäumen. Diese Verbesserungsbäume untergliedern sich in drei verschiedene:

  • Truppverbesserungen
  • Soldatenverbesserungen
  • Werkstattverbesserungen

Die Soldatenverbesserungen umfassen beispielsweise einen  zusätzlichen Platz für Sekundärwaffen, mehr erhaltene Erfahrungspunkte oder auch einen weiteren Inventarplatz. Bei der Werkstattverbesserung ist es möglich, die Fahrzeuge und die Waffen zu verbessern und unter Truppverbesserungen könnt ihr ebenfalls die maximale Erfahrung erhöhen oder beispielsweise eine maximale Trupp-Größe verändern. Dadurch habt ihr zwar nicht mehr Truppmitglieder in einer Runde, allerdings mehr Reservemänner zum Wechseln.

Grafisch top, Sound fantastisch!

Bei dem, was wir bisher in der Closed Beta gesehen haben, können wir durchaus behaupten, beeindruckt zu sein. Während der Kampagne „Schlacht um Moskau“ befindet man sich natürlich in der Sowjetunion, was sich auch anhand der Bauweise, der Sprache und anderen Kleinigkeiten leicht erkennen lässt. Wir waren auf jeden Fall begeistert, wieviel Mühe man sich bezüglich der Authentizität und beim Detailreichtum gegeben hat.

Das Wasser wirkt lebendig, der Rauch realistisch…. auch die Grünflächen und Bäume sind sehr gut gelungen. Was klasse ist, ist, dass alles einzigartig wirkt und nicht, als hätte man ein und dieselbe Struktur immer wieder eingefügt. Wir empfehlen euch, beim Spielen wirklich auf die Details zu achten. Schaut euch das lebendige Feuer an, die Maserungen an Wänden oder Holzbalken. Man sieht, wieviel Liebe in das Spiel gesteckt wurde.

Selbiges gilt im Übrigen allerdings auch für die Soundeffekte. Hier findet ihr keine Hintergrundmusik, sondern wirklich nur Sounds, welche ins Kriegsgeschehen gehören. Das Abwerfen der Bomben, die vorbeifliegenden Kugeln, die Geschosse und natürlich auch die Rufe und das Fluchen der Soldaten. Alles Zusammen bietet einfach ein perfektes Gesamtbild ab!

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
75 %
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.