Seit dem ersten Teil der Spielereihe wurde meinerseits kein Titel von Call of Duty ausgelassen. Natürlich gab es hier Titel, welche mich mehr oder auch weniger begeisterten, wie es bei jedem Spieler der Fall gewesen sein dürfte. Nachdem ich von Call of Duty: Black Ops 4 auch relativ begeistert war, da ich grundsätzlich eher ein Freund der Mehrspieler-Modi bin und nicht zwingend eine Story benötige, habe ich darauf gehofft, dass mit Call of Duty: Black Ops Cold war ein genauso guter Titel rauskommen würde. Ob dies der Fall ist, könnt ihr nun in diesem Review nachlesen!

Allgemeine Informationen

Wer Call of Duty: Black Ops 4, oder auch kurz und knapp COD BO4 gespielt hat, wird sich daran erinnern, dass der Titel in dem Sinne keinen richtigen Singleplayer-Modus beinhaltete, sondern lediglich den bekannten Mehrspieler-Modus und Warzone, eine Art Battle Royale Spiel im COD-Stil. Bei Call of Duty: Black Ops Cold War, welches im Review kurz und bündig einfach nur Cold War genannt werden wird, hat Treyarch eine gute Mischung hinbekommen.

Neben dem beliebten Mehrspieler-Modus gibt es nun auch wieder eine knackige Singleplayer-Kampagne, einen Zombiemodus und relativ zeitnah wird auch Warzone in Cold War verfügbar sein. Die Playstation Spieler selbst haben neben anderen extremen Vorteilen auch noch einen zusätzlichen Modus, welcher den Namen „Zombies Onslaught“ trägt. Natürlich hat dies schon kurz vor dem offiziellen Release viele Spieler aufgeregt, da einige der Playstation-exklusiven Boni doch nennenswerte Vorteile mit sich bringen wie beispielsweise eben jenen Modus, welcher für alle anderen Spieler erst im Dezember 2021 verfügbar sein wird, monatliche 24 Stunden EXP Events, mehr Loadouts und vor allem der dauerhafte 25% Waffen EXP Bonus.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Wie es der Name schon sagt, findet das Hauptspiel in Berlin statt während des kalten Krieges, welcher die ganze Zeit für Action, Nervenkitzel und Spannung im Spiel sorgt. Dies liegt nicht zuletzt an der beeindruckenden Darstellung der verschiedenen Viertel, welche wir auf unserer „Reise“ besuchen müssen. Angefangen bei den rissigen Mauern, welchen wir in der Stadt begegnen bis hin zu den Stasi-Mitgliedern, welche uns begegnen, während wir auf einer geheimen Mission sind. Das Feeling des Spiels kann man in dem Sinne nicht beschreiben. Neben den Geschehnissen in Berlin selbst erleben wir auch in Flashbacks oder Rückblicken die Geschehnisse der alten Teile oder von anderen Kriegen, wie dem Vietnamkrieg und erleben Gründe, warum der dritte Weltkrieg ausgebrochen ist.

Aber auch an Details wurde bei Cold War nicht gespart. Man sieht uralte Gebäude, welche an reale Vorbilder angelehnt sind, Suchplakate an den Wänden, vom Regen glänzende Gehwegplatten, heruntergekommene Gebäude oder auch Fahrpläne der U-Bahn. Auch flackernde Laternen-Lichter sind mit von der Partie. Aber auch die verschiedenen Wetter-Effekte und Tageszeiten können beeindruckend wirken. Dies macht sich vor allem Nachts bemerkbar, wenn man die Suchscheinwerfer der Türme im Dunkeln über weite Entfernung leuchten sehen kann!

Ebenfalls positiv finde ich die Soundeffekte und technischen Anpassungen im Vergleich zu früher. Man bemerkt die Einschläge von den Artillerie-Beschüssen um einiges deutlicher und kann diese anhand des Soundeffektes viel leichter ausfindig machen. Selbiges gilt auch für die Schussgeräusche der Waffen. Während sich früher viele Schusswaffen gleich angehört haben, kann man inzwischen den Sound von diesen verschiedenen Waffenarten perfekt unterscheiden.

Nett dich wiederzusehen!

Natürlich beginnen wir wie immer mit dem Singleplayer-Part des Spiels. Wie auch in alten Teilen kann man zu Beginn auswählen, auf welchem Schwierigkeitsgrad man gerne spielen möchte. Hat man dies ausgewählt, findet man sich auch relativ zeitnah im Spielgeschehen wieder. Treyarch hat es relativ gut geschafft, auch für Neulinge eine interessante Handlung darzustellen, welche diese auch nachvollziehen können. Aber auch Spieler der „alten Schule“ kommen hier voll auf ihre Kosten, was nicht zuletzt daran liegt, dass man auch vielen bereits bekannten Gesichtern wieder begegnet. Da wären beispielsweise die Charaktere Woods oder Mason aus den früheren Teilen, welche wir in diversen „Missionen“ spielen müssen und welche uns bei Unterhaltungen sogar Dinge aus einem älteren Teil erklären können. Auch findet man gelegentlich Hinweise auf die Geschehnisse vor der Zeit von Cold War.

Die Hauptaufgaben übernehmen wir allerdings nicht mit diesen zwei Personen, sondern mit einem Charakter, welcher den Codenamen „Bell“ trägt. Erwartet hier aber keine direkt optischen Optionen in der Charaktererstellung, sondern nur Hauptmerkmale. Auf ersteres wurde vermutlich aus genau dem Grund verzichtet, dass man sowieso nur in der Ego-Perspektive spielt. Jedoch könnt ihr anhand diverser Einstellungen das Geschlecht, den richtigen Namen, die Hautfarbe und 2 Merkmale der Persönlichkeit bestimmen. Während die ersten Punkte in dem Sinne keine Bedeutung haben, sind die Persönlichkeitsmerkmale für das Gameplay selbst relevant.

Hierbei handelt es sich permanent aktive Boni wie beispielsweise eine verstärkte Rüstung, welche während des gesamten Story-Modus aktiv bleibt. Ihr könnt euch auch dafür entscheiden, keine Merkmale festzulegen. Dies steigert dann den Schwierigkeitsgrad noch einmal. Das kann für eine Art Herausforderung sorgen. Allgemein macht es wenig Unterschied, einen niedrigeren Schwierigkeitsgrad auszuwählen. Der einzige Unterschied hier ist, dass man mehr Schaden einsteckt, wenn man von den Gegnern getroffen wird, was man natürlich durch Deckungen vermeiden kann.

Aber auch neben unserem Hauptcharakter und den zwei bekannten Gesichtern gibt es noch weitere neue NPCs, welchen man in der Welt begegnet. Lasst euch einfach überraschen.

Kurz und knackig

Die Story ansich wurde gut und unterhaltsam gestaltet, wie man sieht. Das betrifft auch die bereits erwähnten grafischen Details. Es gibt nur einen Punkt, welchen viele Spieler vermutlich als Knackpunkt bezeichnen, welcher nicht so gut ankommt: Die Spieldauer der Story. Wie bereits erwähnt, bin ich kein direkter Fan von Story-Games, aber ich habe sie mir dennoch genauer angeschaut. Die etwaige Spieldauer beträgt rund 7-9 Stunden, je nachdem, wie gut man spielt. Die Handlung selbst wirkt sehr linear und egal, welche Entscheidungen man selbst trifft, hat dies nur wenig oder garkeine Auswirkung auf das Ende der Geschichte.

Neben der Hauptgeschichte warten aber auch Nebenmissionen auf euch, wenn auch nicht allzu viele. Diese können aber durchaus unterhaltsam wirken. Auch bringen diese einen weiteren Vorteil mit sich. Um komplette Hintergrundgeschichten oder ähnliche Informationen zu erfahren, müsst ihr verschiedene Entscheidungen treffen und Hinweise kombinieren, welche man nur bei bestimmten Auswahlmöglichkeiten in Gesprächen oder bei Handlungen erhalten kann. Daher benötigt man sowieso mehrere Durchgänge, um Cold War wirklich zu 100% durchspielen zu können.

Die wandelnden Toten

Neben dem Story Modus gibt es nun auch endlich wieder den Zombie-Modus und natürlich bei der Playstation-Variante den Modus „Zombies Unslaught“. Der normale Zombiemodus fehlte bei Black Ops 4 ja ebenfalls. Da er mir schon in den Teilen davor viel Freude bereitet hat, war ich umso glücklicher, dass er nun wieder seinen Weg ins Spiel gefunden hat. Das Spielprinzip selbst ist leicht erklärt: Sobald wir aus dem Bunker ins Tageslicht treten, ist jedes untote Lebewesen auf der Jagd nach uns. Die Aufgabe besteht daran, alle Zombies einer Welle zu töten, bevor diese uns zum Frühstück verspeisen. Das ist leichter gesagt als getan, denn es gibt kein Maximum an Wellen und diese werden von Welle zu Welle immer stärker.

Um hier überleben zu können, benötigt man natürlich neue Waffen bzw. bessere Ausrüstungsgegenstände. Diese können wir uns erkaufen oder erspielen, wobei es oft vollkommen zufällig ist, was genau wir zugeteilt bekommen. Lediglich die Wunderwaffen können uns gelegentlich einen kleinen Vorsprung gewähren. Bei diesen handelt es sich um extrem starke Waffen, ohne welche es in höheren Wellen-Stufen praktisch unmöglich ist, zu überleben.

Neben den Waffen gibt es auch noch andere Boni, welche man erhalten kann, indem man entweder bestimmte Aufgaben erfüllt oder sich diese an einem Automaten erwirbt. Hier gibt es Daiquiris, welche einen automatischen Scope für uns aktivieren, Wiederbelebungsgegenstände oder auch Cola-Dosen, welche passenderweise mit Tempo-Boost winken. Für viele solcher Boni muss man jedoch auch zusätzliche Gegner überwinden, was natürlich vor allem im höheren Bereich sehr schnell nach hinten losgehen kann.

Es ist möglich, den Zombie Modus alleine oder mit einer Gruppe zu spielen. Grundsätzlich empfehlen sich Gruppen eher, da die Gegner immer aus allen Himmelsrichtungen kommen und einen einzelnen Spieler relativ schnell töten können. Sind jedoch mehr Spieler dabei, können diese aufeinander achten und alle Richtungen abdecken. Sollte es doch einmal zu gefährlich werden, kann man jederzeit alle 5 oder 10 Wellen einen Notausgang aufsuchen und das Spiel beenden.

Mehrspieler-Modi für die Online Spieler

Neben dem Zombie Modus gibt es natürlich wieder eine breite Anzahl von Mehrspieler-Modi, welche der Spieler zur Auswahl hat. Einige davon sollten euch bereits bekannt sein, andere sind vollkommen neu ins Spiel integrierte Modi. Bereits bekannt wären hier beispielsweise der Team-Deathmatch Modus oder der Herrschaftsmodus. Bei ersterem geht es einfach darum, soviel Spieler des gegnerischen Teams zu töten, während es bei dem Herrschaftsmodus darum geht, bestimmte Punkte einzunehmen und diese damit zu halten. Auch einen Modus, in welchen Fahrzeuge eingebunden wurden, gibt es in Cold war. Dieser trägt den Namen „Verbundene Waffen“ und funktioniert gelegentlich mehr schlecht als recht, wobei die meisten Spieler auch eher andere Modi präferieren.

Klasse ist allerdings der neue Modus VIP-Eskorte. Das Ziel besteht darin, einen vom System ausgewählten Spieler von einem Ort zu einem festgelegten Punkt zu eskortieren, ohne dass dieser stirbt. Hier muss man vor allem taktisch vorgehen und auf Ablenkungen setzen. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um ein schnelles Gameplay und darauf muss man sich einstellen. Derjenige, der einen schnellen Abzugsfinger besitzt, ist hier auf jeden Fall im Vorteil!

Natürlich kann ich euch auch einen weiteren neuen Modus nennen. Dieser trägt den Namen „Fireteam: Dreckige Bombe“ und könnte eine Menge Spaß bereiten, wenn nicht in fast jeder Runde Camper oder Sniper vorhanden wären. Hier erwartet euch eine große Map mit insgesamt 10 Teams, welche aus je 4 Spielern bestehen. Die Hauptaufgabe besteht natürlich darin, eine Bombe detonieren zu lassen, was aufgrund erwähnter Spieler-Typen aber schnell zu Frust führen kann.

Neuerungen und SBMM

Natürlich gibt es neben neuen Modi auch allgemeine Neuerungen im Multiplayer-Modus, welche erwähnenswert sind. Auch wenn das Grundprinzip das Gleiche bleibt, heißt das ja nicht, dass sich nichts daran ändern darf. Hier zu nennen wären beispielsweise die neuen Karten, welche bei den verschiedenen Modi zu Auswahl stehen. Die Spieler selbst wählen zu Beginn des Spiels eine von 2 Karten aus, welche sie gerne spielen möchten. Anschließend wird vom System dann die Karte auswählt, welche durch einen Mehrfachbeschluss ausgewählt wurde.

Im Bezug auf Mitspieler kommen wir direkt zu einem nicht so guten Punkt des Spiels, welcher viele Spieler schon seit einigen Teilen der Reihe aufregt und an welchem leider immer noch nichts geändert wurde: Das Skillbased Matchmaking, auch SBMM genannt. Hierbei handelt es sich um ein computergeneriertes System, welches die spielerische Leistung und die Statistik der Spieler ausliest, miteinander vergleicht und diese dann mit gleichwertigen Gegnern in eine „Lobby“ setzt. Das Spielprinzip wäre grundsätzlich nicht schlecht, allerdings funktioniert es oft zu gut. Wenn man in Cold War einmal eine richtig gute Runde hatte, platziert das System den Spieler in Lobbys, welche gut 2-3 Ränge höher einzuordnen wären, als dieser spielerisch normalerweise anzutreffen wäre. Das Resultat sieht anschließend so aus, dass man in den kommenden Runden von den gegnerischen Teams in vielen Fällen außeinander genommen wird, bis das System einen wieder zurückstuft. Ein so extremes SBMM hat im normalen Quickplay Modus nichts verloren und sollte nur in Ranked Modi aktiviert werden.

Eine gute Änderung dagegen ist es, dass sich die Score-Streak Punkte nicht mehr zurücksetzen, wenn man einmal das Zeitliche segnet. Stattdessen erhöht sich die Punkteanzahl immer weiter, je mehr Kills man geschafft hat, ohne zu sterben. Passiert dies doch, wird nur die Streak zurückgesetzt, aber nicht die Punktzahl. So ist es nun leichter, an bestimmte „Scores“ zu gelangen, um beispielsweise Spionage-Flugzeuge“, „Artillerie-Beschüsse“ oder ähnliche Fähigkeiten ausführen zu können. Eine weitere Neuerung wäre, dass man nun „Pings“ oder auch Markierungen setzen kann, um Teammitgliedern Hinweise zu geben.

Was gibt es sonst noch?

Wie bereits erwähnt, kommt in absehbarer Zeit auch der Warzone-Modus wieder ins Spiel. Hierbei handelt es sich um den Battle Royale Modus, welcher schon in Black Ops 4 vorhanden war. Auf diesen werden wir jedoch nicht genauer eingehen.

Zum aktuellen Zeitpunkt jedoch kann man eine Menge Zeit damit verbringen, die Pre-Season aufzuleveln, neue Waffentarnungen im Multiplayer oder Zombie-Modus freizuschalten, Visitenkarten zu erhalten und grundsätzlich alle Waffen aufzuleveln. Je nach Waffenart kann dies natürlich eine Weile dauern, da nicht alle Tarnungen leicht freizuschalten sind. Auch gibt es wieder spezielle Tarnungen, wenn man mehrere Waffen auf „Gold“ gespielt hat. Dies dauert natürlich ebenfalls eine ganze Weile.

Ferner beginnt am 10.Dezember 2020 ofiziell die erste Saison, in welcher auch der Echtgeld-Shop freigeschaltet wird. Was uns hier erwartet, bleibt abzuwarten!

Welche Version darf es sein?

Zu Guter Letzt geht es natürlich noch darum, welche Version für euch die richtige wäre. Zunächst einmal sei gesagt, dass das Spiel auf folgenden Plattformen erhältlich ist:

  • PC
  • Playstation 4
  • Playstation 5
  • Xbox One
  • Xbox Series S / X

Grundsätzlich gesehen gibt es 3 verschiedene Versionen des Spiels für die Konsole und 2 verschiedene für den PC.

Zunächst einmal gibt es für alle Plattformen die Standard-Version. Hier sind neben dem Grundspiel lediglich ein Waffenpaket enthalten. Vorbesteller haben sowohl auf die Open Beta Zugriff erhalten, als auch den Operator Frank Woods und ein Sturmgewehr-Bauplan für Warzone und Cold War erhalten! Der Preis für diese Version beträgt für den PC 59,99€ und für die Konsole 69,99€.

Die mittlere Version ist die, welche nur für die Konsolen-Spieler gedacht ist. Diese trägt nicht umsonst den Beinamen „Cross-Gen-Bundle“. Hier sind neben der Hauptversion des Spiels selbige Boni enthalten wie bei der Standart-Version, allerdings erhält man sofort die Version der neuen Konsole ab der Veröffentlichung. Es ist also möglich, das Spiel sowohl auf der Playstation 4 als auch auf der Playstation 5 oder auf der Xbox One X bzw. einer Xbox Series Version zu spielen und das sogar in der richtigen grafischen Darstellung. Diese Version kostet insgesamt 74,99€.

Bei der Ultimate Edition handelt es sich um die teuerste Variante. Hier sind neben dem Hauptspiel, den Inhalten der Normalen Edition auch noch folgende Boni enthalten:

  • 3 Fahrzeug-Skins
  • 3 Waffenbaupläne
  • 3 Operator-Skins
  • Land-, Wasser- und Luft Paket
  • Battle Pass Bundle (Season 1 + 20 kostenlose Stufenaufstiege)
  • Cross-Gen-Bundle (für Konsolenspieler)

Diese Version kostet für den PC 89,99€ und für die Konsole 99,99€.

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
81 %
QuelleCall of Duty: Black Ops Cold War
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