BATTLETECH: Urban Warfare – Test / Review (PC)

Quelle: Paradox Interactive

Bereits im letzten Jahr wurde BATTLETECH von Publisher Paradox Interactive sowie Entwickler Harebrained Schemes veröffentlicht. Ein gut durchdachtes und vor allem taktisches Gameplay konnte auch uns im Test bereits überzeugen. Ebenso, dass man Mechs aber auch Piloten während der sehr spannend erzählten, aber auch sehr langen und unterhaltsamen Kampagne ansammeln konnte und so zum weitermachen animiert wurde. Fast ein Jahr später erschien nun die zweite Erweiterung, von welchen insgesamt drei angekündigt wurden. Oftmals erweitern diese das Spiel nochmals und motivieren Spieler, auch uns, in Urban Warfare in den Mech zu steigen.

Quelle: Paradox Interactive, Steam

Nach der Erweiterung Flashpoint wird nun mit Urban Warfare der Kampf der Inneren Sphäre in die Kolonien getragen. Weitere Flashpoint Kampagnen erweitern den Karriere-Modus erneut. Neue Mechs, leider nur zwei Stück, aber auch ein neuer Missionstyp sowie neue Taktiken können nun von Spielern genutzt werden. Ein urbanes Setting sticht als Kriegsschauplatz hierbei besonders durch ein tolles Aussehen hervor. War man bisher im Dschungel oder in kalten Eissteppen unterwegs, treibt man nun in Großstädten sein Unwesen.

Man braucht nun dank Parkanlagen, Straßenzüge aber auch vielen Gebäudekomplexen oder dem Feierabendverkehr oftmals ein neues taktisches Vorgehen. Denn große Gebäude bieten einerseits Schutz vor einem Feind, andererseits ist auch ein Beschuss durch diesen nun erschwert. Umgekehrt gilt dies natürlich ebenso. Aufpassen muss man aber, da Gebäude und dessen Strukturen einstürzen könnten. Beispielsweise, wenn wir mal wieder mehrere Straßen zurückfallen und dann durch eine brennende Stadt marschieren, können wir einem Gegner plötzlich in seine Flanke fallen. Auch spezielle Objekte können auf Karten gefunden und eingesetzt werden. Des Weiteren kann man seine Umgebung wieder nutzen, was verdeutlicht wird, wenn man zum Beispiel ein Kühlmittelhaus zerstört und so seinem Mech zu Abkühlung verhilft. Ferner kann man seine Feinde in Fallen laufen lassen, zu welchem ein Stromtransformator oder ein Treibstofflaster geradezu einladen.

Kämpfe finden nun dank den Jumpsets bei manchen Mechs auch von erhöhten Positionen statt, da man nun auf Dächer der Gebäude gelangen kann. Aber, wer hoch steht kann natürlich auch tief fallen und nimmt natürlich Schaden. Deshalb sollte man trotzdem weiterhin in Bewegung sein und seine Umgebeung, aber auch seine Feinde genau im Auge behalten.

Auch in Punkto Waffeneinsatz muss man etwas Umdenken, da man seine Feinde dank den Wolkenkratzern der Stadt auch aus den Augen verlieren kann. Abhilfe gegenüber einem eventuell bevorzugten Nahkampf schaffen daher unsere Kurz- als auch Langstreckenraketen. Toll ist, dass Elektronische Gegenmaßnahmen (ECM) mit dieser Erweiterung eingeführt wurden, welche uns und unseren Stahlkoloss einen gewissen Schutz vor feindlischem Beschuss oder dessen Zielsystem bieten kann. Eine Kontermöglichkeit von ECM bieten hier wiederum eine eingesetzte Peilsonde oder eine Sichtung des Gegners.

Was bietet Urban Warfare noch? Mit zwei neuen Mechs gesellen sich der Raven 1X sowie der Javalin zu unserem Arsenal. Es gibt ferner neue Flashpoints, welche man mehr als eine Art Mini-Kampagne ansehen sollten.

Wie bereits Anfangs erwähnt gesellt sich mit „Angiff und Verteidigung“ (Attack and Defend) ein komplett neuer Missionstyp hinzu. Hier stehen sich zwei Lances im Duell mit ihren jeweiligen vier Mechs gegenüber, welche man sinnvoller Weise in ein Verteidigungs- als auch Angriffsteam aufsplittet. Ziel unserer Angreifer ist es natürlich die gegnerische Basis einzunehmen. Unsere Verteidiger sollen unsere Basis natürlich vor dem Feind schützen. Allerdings erweist sich dieser Missionstyp als aktuell eher unrentabel, da einem der Gegner mit Truppen überlegen zu sein scheint. Trotz Gewinns haben wir daher des Öfteren mit toten sowie verletzten Piloten und enormen Reparaturkosten zu rechnen. Daher sollte man aufpassen, ob man nicht lieber die klassischen Missionen bevorzugen sollte, da diese meist ein geringeres Risiko bieten. Das muss jeder Spieler für sich selbst abwägen.

Die Hauptmerkmale von Urban Warfare nochmals im Überblick:

  • Urbane Kriegsführung – Straßenschlachten führen neue taktische Gameplay-Herausforderungen ein, wie Mech-Combat-Moves vor weit offenen Landschaften bis hin zu ausgedehnten Stadtlandschaften. Jedes Gebäude innerhalb des neuen urbanen Bioms ist komplett zerstörbar. Explosive, zurückgelassene Tankfahrzeuge, zerstörte Kühlmitteltauschanlagen und beschädigte elektronische Transformatoren, welche die Zielerfassung stören, werden das Kampfgeschehen drastisch verändern.
  • Elektronische Kriegsführung – Die Rückkehr dieser verloren gegangenen Technologien werden das Schlachtfeld im 31. Jahrhundert für immer verändern. Mechs sind mit elektronischen Gegenmaßnahmen (ECM) ausgestattet und nahe gelegene verbündete Einheiten sind gegenüber feindlichen Zielerfassungssystemen verdeckt bzw. immun bei indirektem Feuer. Gleichzeitig sind Mechs mit Active Probe ausgerüstet, wodurch sich gegnerische Einheiten aufdecken, lokalisieren und anvisieren lassen, die ansonsten versteckt geblieben wären.
  • Zwei neue BattleMechs – Der experimentelle Raven 1X verfügt über ein erweitertes Paket der elektronischen Kriegsführung, der ECM- und Active Probe-Systeme zu einem Leichtbau kombiniert. Der Javelin ist ein Kompromiss zwischen Tempo und Feuerkraft, mit Knockout-Power im Nahkampf.
  • Neue Flashpoints – Eine Vielzahl neuer, kurzer Storys, die Söldner-Missionen, Crew-Gespräche, spezielle Events, kritische Entscheidungen und seltene Bonus-Belohnungen miteinander verbinden.
  • Drei neue feindliche Fahrzeuge – Der Tank verfügt über eine Auswahl an Waffen, um schnell und agil aus allen Entfernungen zuzuschlagen. Der Packrat kommt als Support-Fahrzeug auf dem Schlachtfeld und besitzt einen ECM-Prototypen. Der Rotunda ist ein Aufklärungsfahrzeug, der über einen Active Probe-Prototypen verfügt.
  • Neue Encounter – „Attack and Defend“ ist ein neuer herausfordernder Missionstyp, in dem Söldner die gegnerische Basis zerstören müssen, um dem stetigen Strom an Angriffen und der Übernahme der eigenen Basis an gegnerische Truppen entgegen zu wirken.