Leisure Suit Larry: Wet Dreams Don’t Dry – Test / Review (PC)

Einmal in die Vergangenheit reisen und altes noch einmal neu erleben oder vieles anders machen. Larry Laffer macht ähnliches durch, wenn auch auf umgekehrte Art und Weise. Er befindet sich auf einmal im 21.Jahrhundert und hat keine Ahnung, wie genau er dahin gekommen ist. Was genau Larry dort erlebt, könnt ihr in unserem Review nachlesen!

Dunkle, feuchte Orte…

Nein, das ist natürlich NICHT so, wie ihr es euch gerade denkt. Bei Spielbeginn können wir ein kleines Rätsel absolvieren, um einen Erfolg freizuschalten und „nachzuweisen“, ob wir alt genug für das Spiel sind. Allerdings kann man es auch überspringen. Zu dem Zeitpunkt wacht Larry in einem dunklen, feuchten „Keller“ auf aufgrund der Tatsache, dass er unbequem liegt. Wir bezeichnen den Ort als kleines „Tutorial“, um die Steuerung in dem neuen Point and Click-Adventure von Assemble Entertainment erlernen zu können. Anschließend stürzt er sich in die Welt von Lost Wages….Verzeihung..NEW Lost Wages.

Nun, das Larry ziemlich verwirrt ist, nachdem er von Lefty die neue Welt erklärt bekommen hat, dürfte verständlich sein. Jugendliche, die Waschmittel essen, „leuchtende Rechtecke“ namens Handys, Veganer, Camgirls…all dies kennt Larry aus der Vergangenheit nicht und eigentlich kann er das mit seinen 50 Jahren auch nicht verstehen. Als er sich mit einer anderen Kneipenbesucherin mit dem neuen Craft-Beer (Bier) namens Barabarenbräu betrinkt und sich anschließend auf der Toilette die Seele aus dem Leib kotzt, findet er ein ebenso leuchtendes Rechteck in einem Haufen Glibber, was sich schlussendlich als Prototyp des neuen PiPhone herausstellt. Die darin enthaltene KI befiehlt Larry, den Prototyp umgehend zum Hauptquartier von Prune zurückzubringen, wo ihr Faith und Bill Jobs aka BJ kennenlernt. Als kleines Dankeschön möchte Larry natürlich sofort ein „Date“ mit Faith, die dort aber erst zustimmen wird, wenn er eine Punktzahl von 90 bei Timber, der Dating-Plattform im Spiel, erreicht. Nun erhält er einen Gutschein für ein neues PiPhone.

Neue Technologien und eine Menge Probleme

Auch wenn es sich bei dem Spiel um ein Point and Click Adventure handelt, heißt das nicht, dass der ursprüngliche Adventure-Aspekt außer Acht gelassen wird. Natürlich geht es Larry aber dennoch darum, so viel Wesen weiblichen Geschlechts „aufzureißen“, wie es möglich ist. Das ganze geschieht über moderne Apps namens Timber und Instacrap. Bei ersterem erreichen Larry immer wieder mal neue Anfragen, auf welche er reagieren kann und bei Instacrap könnt ihr euch kleine, aber bedeutende Momente der Geschichte wieder anschauen.

Einen Großteil des Spiels verbringt man damit, merkwürdige und alltägliche Gegenstände zu finden und zu kombinieren. Hier gibt es beispielsweise einen nach Käse riechenden Dildo, welchen Larry in ein großes Kondom steckt und diese anschließend mit einer leeren Klopapier-Rolle kombiniert. So ist in wenigen Sekunden schnell eine Rattenfalle gebastelt, womit man ein Mittelchen erhält, um ein Glücksspiel-Automat zu zerstören. Ihr versteht den Zusammenhang nicht? Ja, so ging es uns am Anfang auch, als wir noch keine Ahnung von den Aufgaben hatten. Jedoch wollen wir euch hier nichts erklären, damit wir euch nicht den Spielspaß verderben. Auf jeden Fall sind die Rätsel sehr lustig gestaltet, aber zwingen euch auch häufig dazu, lange darüber zu knobeln. Aber früher oder später gelangt man dann zu der Erkenntnis, wie genau das Rätsel zu lösen ist.

Spaßig, unterhaltsam aber nicht perfekt

Leisure Suit Larry: Wet Dreams Don’t Dry ist ein an sich sehr gutes und extrem unterhaltsames Spiel, aber es hat auch ein paar kleinere „Macken“, die einem nach wenigen Spielstunden auffallen werden.

Dies wäre zunächst einmal der ständige Ortswechsel. An sich sind die Orte und Gegenden wunderschön gestaltet und sehr detailreich dargestellt. Allerdings sind die spielbaren Bereiche auf der Karte voneinander getrennt. Man muss extrem oft zwischen den Bereichen mit Uber, dem „Taxiunternehmen“ im Spiel, hin- und herpendeln. Dies kann auf Dauer natürlich extrem spielstörend wirken, zumal da auch Ladezeiten auf euch warten. Ferner sollte man sich für das nächste Spiel überlegen, eine Art Hinweis-Option einzuprogrammieren, falls man einmal feststeckt oder nicht mehr weiter weiß.

Auch das Niveau der Witze und die Anspielungen sind nicht für jedermann etwas. Es gibt mehr oder weniger „niveaulose“ Witze, ab er auch Witze auf dem „höheren“ Niveau. Auch gibt es viele Anspielungen auf alte Spiele, auf Vergangenes, auf die Gegenwart und auch auf die Zukunft und auch viele Parallelen haben ihren Weg ins Spiel gefunden. Dazu zählen bereits erwähnte Camgirl, Timber, Uber, Bill Jobs und andere allseits bekannte Dinge der Welt.

Besonders viel Spaß hat uns beispielsweise der Teil des Spiels gemacht, als wir Pixel-Larry durch die Welt gesteuert und den Präsidenten von Amerika getroffen haben oder aber auch der „Dark Room“. Leisure Suit Larry: Wet Dreams Dont Dry weiß in vielen Punkten zu überraschen und hat uns alles in allem gut gefallen. Dies gilt neben dem Gameplay und der bereits erwähnten Grafik auch für die Soundeffekte und die Synchronsprecher. Diese wurden passend gewählt und verleihen dem Spiel so noch einen besonderen Touch!