Am Mittwoch waren wir zum Tagesabschluss bei der gamescom 2018 zu Gast bei Mad Catz, welche uns weitere Informationen zu ihrer neuen Hardware präsentiert haben.

Mad Catz – Totgeglaubte leben länger

Der Zubehör Hersteller Mad Catz meldet sich nach einer Insolvenzerklärung von 2017 überraschend zurück.

Was war passiert?

Immerhin ist die Firma seit knapp 30 Jahren eigentlich durchaus als fester Bestandteil der Hardware-Branche mit von der Partie und mischt auch kräftig mit den eigenen Produkten mit. Man trennte sich als letzte Rettung sogar von Saitek, welches ein Tochterunternehmen war.

Laut dem Magazin Kitguru.net sind chinesische Investoren helfend eingesprungen und ermöglichten so ein Comeback 2018. Bereits auf der Elektronikmesse CES 2018, welche vom 9. bis 12. Januar in Las Vegas stattgefunden hat, war man vor Ort anzutreffen.

Dies sind gerade für viele Hardware Fans natürlich gute Nachrichten.

Weitere Informationen entnimmt man der offiziellen Mad Catz Webseite, auf welcher man sich auch für einen Newsletter anmelden kann.

Auch auf der gamescom in Deutschland war die Firma anzutreffen, wenn auch außerhalb im Hotel. Aber kein Weg ist uns zuweit, kein Gebäude zu hoch und so hatten wir auch Glück, einer der begehrten Termine zu bekommen. Und das Tolle war ja dann auch, man bekommt eine schöne Abkühlung verpasst im Hotelzimmer im Gegensatz zu den gamescom Hallen, welche gerade in der Sommerzeit schwer durch die sommerlichen Temperaturen aufgehitzt sind.

Wir waren im Vorfeld daher bereits sehr gespannt, was uns erwarten wird, um euch exklusiv darüber berichten zu können.

Weitere Neuigkeiten exklusiv von unserem gamescom 2018 Termin

Wir können definitiv bestätigen, dass Mad Catz zurück ist. Und nicht nur das. So nebenbei hat man eine Menge neuer und ansehnlicher Hardware mit dabei gehabt. Es gab Tastaturen, Mäuse und auch Headsets soweit das Auge und die Präsentationsfläche blicken ließ. Und alles wurde uns auch sehr aufwendig von den anwesenden Vertretern der Firma Mad Catz präsentiert. Auch angefasst und begutachtet werden konnten die Produkte. Wir durften sogar selbst Hand anlegen und was wir dabei bemerkt haben: Es wirkt schon auf den ersten Blick besser als vorher! Ob es dann aber in der Praxis später auch so sein wird, bleibt abzuwarten und dürften einschlägige Tests aber auch die langfristige Nutzung der Produkte zeigen.

Es gab natürlich in jeder Preiskategorie je nach Hardware eine Steigerung von den Modellen aufgrund zusätzlicher Features. Auch von der Robustheit kann sich die neue Hardware sehen lassen. Kein Billig Kram, der nach mehrmaliger Benutzung wohl auseinanderbrechen dürfte.

Maus

Aber nun werden wir einmal konkreter und schauen genauer hin. Was wir erblicken konnten: die RAT-Serie der Mäuse erfährt ein Comeback und wird auch gleich in mehreren Versionen angeboten werden. Je nach Ausrichtung und Bedarf sollte hier jeder fündig werden dürfen.

So steigen wir ein mit dem Einsteigermodell bei cirka 15-20 €. Auf den ersten Blick und Begutachtung sollte diese aber für das Geld ihren Zweck erfüllen können. Wer mehr will, der sollte dann zu den RAT 4+ oder RAT 6+ Modellen greifen. Hier erwartet den Nutzer Änderungen wie eine vorhandene Daumenablage, mehr Komfortfunktionen und mehr RGB Beleuchtung. Nun wollen wir dann von der Bundesliga in die Championsleague vordringen und uns erwartet hier die RAT Pro X3.

Hier bewegen wir uns in einem hohen Preissegment, was vor allem für E-Sportler und deren Nutzung ausgelegt ist. Was hier nun aber die Besonderheit ist: Man kann wirklich alles, wirklich alles bei diesem Modell anpassen. Ob Seitenteile, Tasten, Slider etc., alles ist tauschbar. Und der absolute Clou kommt zum Schluß: Der Sensor ebenfalls. Fündig werden da angehende Nutzer der RAT Pro X3 auf der Mad Catz Webseite, auf welcher unterschiedliche Sensoren und auch zukünftig erweitertes Sortiment von diesen angeboten wird.

Die RAT Air bildet nun den Schluss der Mauskollektion. Ohne Batterie oder Akku nutzbar und obendrein Wireless. Was will der freudige Nutzer dieser Version noch mehr? Zugabe bildet ein Mauspad, welches per USB mit dem PC verbunden wird. Eingaben sollen mit einer Verzögerung von 0.1 ms geschehen, was den Modellen mit direkter Kabelverbindung entspricht. Hebt man die RAT Air vom Mauspad ab, fließt noch wenige Sekunden der Strom weiter, was für ein kurzes abrutschen also kein Problem darstellt.

Tastatur

Zuerst schauen wir uns die Tastaturen an, von welchen Mad Catz gleich zwei neue der Version Striker mitgebracht hat.

Ein Modell hat allerdings keine mechanische Tastatur und soll diese nur „imitieren“. Das andere Modell wiederum ist eine waschechte und beleuchtete (RGB) mechanische Tastatur.

Headset

Der Clou: Beide Modelle mit versteckbarem Mikrofon. Ein Modell kommt mit 7.1 Surround-Sound an Bord mit daher und wird per einfacher Plug&Play Funktion mit dem PC via USB verbunden. Sie soll teuer sein im Gegensatz zur zweiten Tastatur. Diese besitzt entsprechend „nur“ einen Klinkenanschluss.

In-Ear-Kopfhörer

Man möchte keinen nerviges Headset auf dem Kopf haben? Dann nutzt man besser In-Ear Kopfhörer. Diese Modelle besitzen ein integriertes- oder ansteckbares Mikrofon.

Eine Auslieferung der Produkte soll zwischen September und Oktober möglich sein.