gamescom 2016: Daybreak Studios

(Quelle: Daybreak Game Company)

Bei der gamescom 2016 waren wir zu Besuch bei den Daybreak Studios. Vorgestellt wurden uns Fortschritte bezüglich des Spiels H1Z1, welches man bereits im Steam Early Access erwerben kann. Wir besuchten hinter geschlossener Tür eine Hands-off Präsentation und konnten Fragen an den Entwickler stellen, welche auch immer zügig beantwortet wurden.

H1Z1 ist ein Open World Survival-MMOG, bei welchem nur eins zählt: Überlebe deine Gegner alle. Wer hier nicht direkt an The Hunger Games (Die Tribute von Panem) denkt, hat leider eine tolle Buchreihe sowie entsprechende Kinofilme verpasst. Es gibt mittlerweile zwei Ausführungen des Spiels:

  • H1Z1 Just Survive
  • H1Z1 King of the KILL

Zudem gibt es eine Battle Royale, welche mit 2 oder 5 Personen bestritten werden kann.

Zu Beginn starten wir mit 150 Mitstreitern in einer Art Vorbereitungshalle. Die Karte muss man mit einer Arena vergleichen, nicht so toll wie im antiken Rom aber mit Gegnern, die einem ans Leder wollen.

Nun rüstet man sich noch aus, schaut ob die Rüstung stimmt und die Bewaffnung und craftet sich noch Bandagen. Mit der Bewaffnung und der Munition kann man natürlich nicht beliebig weit schießen, daher sollte man sorgsam und auf alles vorbereitet sein. In einem Kampf hatte es auch einmal 2 Schuss gebraucht, um einen per Kopfschuss töten zu können. Dies lag daran, das der erste den Helm und der zweite schließlich die Schädeldecke trifft. Ebenso hat der Spieler ein Bag-Pack mit sich, der natürlich beim Tod geplündert werden kann. Ebenso fließt natürlich Blut, was zu einem Shooter nun einmal dazugehört. Dieses Vorbereitungsareal bietet Platz für alle, man kann sich begutachten oder sieht an der Wand ein großes Scoreboard, an welchem die Namen der Besten der Besten stehen. Kampfhandlungen sind noch nicht möglich. Aufgrund der Vielfalt an Uniformen bzw. Masken gibt es eine Vielzahl an Unterscheidungsmöglichkeiten. So war zum Beispiel ein Spieler auffällig, der einem komplett in den Farben der USA direkt ins Auge stecht . Die Karte ist mit 8kmx8km recht groß. Ein grüner Ring, welcher auf der Karte per Zufall erscheint, bietet vorübergehenden Schutz vor Gegnern und ist eine Safe-Zone. Aber man bedenke, dieser endet auch und schon ist man bestimmt nicht der Einzige, der sich gerade hier in der Umgebung aufhält. Das Spiel läuft trotz Early Access recht flüssig, da es weltweite Server (u.a. Brasilien, USA) gibt.

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Nach Beginn der Spiele muss man sich zuerst mit einem steuerbaren Fallschirm Richtung Erde bewegen. Man sollte nun beim Gleitflug bereits seine Umgebung besser genau im Auge behalten. Denn sonst kann man eine der ersten Zahlen sein, welche in einem Countdown von 150 herabgezählt und auf dem Bildschirm dargestellt werden bis letztendlich nur noch einer überlebt. Gerade am Anfang fallen viele Mitstreiter, was auch irgendwo logisch ist bei 150 Personen. Gebäude kann man betreten, Fahrzeuge benutzen und sich in einer offenen Welt frei bewegen. Zwei große Updates haben unter anderem den Combat- und die Fahrzeuge verbessert. Dies sollte wieder für besseren Spielspaß sorgen. Es gibt 4 Fahrzeugtypen bei H1Z1, welche u.a. ein Polizeiauto, ein Jeep oder ein Pickup-Truck sind. Die Welt wirkt nach den Patches lebendiger und mit viel mehr ausgestattet als zuvor. Die Vorher-Nachher Grafik wurde uns anhand einiger Bildbeispiele näher erläutert. Gebäude kann man betreten, auch sind einige Objekte wie zum Beispiel der Zaun zerstörbar. Die Fahrzeuge können ebenfalls benutzt werden und brauchen Benzin und besitzen eine eigene Schadensanzeige.

Es wird eine neue Karte geben, welche ebenfalls kurz gezeigt wurde. Diese ist mit 10kmx10km sogar größer als die bisher einzige, welche aktuell zur Verfügung steht. Auf meine Frage hin, ob man die 150 Spieler Größe auch mal nach oben variiert hatte, entgegnete mir der Entwickler, dass man dies auch schon mit bis zu 300 Spieler geschafft hatte.

Ebenfalls wurde uns die neue UI vorgeführt sowie die Charaktererschaffung.

Ab dem 2.Oktober wird es einen Wettbewerb geben, bei welchem man Echtgeld gewinnen kann. Nähere Informationen hierzu werden selbstverständlich noch veröffentlicht werden. Ein ähnliches Ereignis hatte bei Twitch.tv einen großen Erfolg erzielt, bei dem 140.000 Personen dem Stream beiwohnten. Man belegte da sogar den 6.Platz in der Zuschauerrangliste. Natürlich hat man Ambitionen, jetzt noch einen drauf zulegen. Gerade E-Sports ist auf meine Anfrage hin natürlich kein unbekanntes Wort. So kann man als Streamer bei Twitch beispielsweise eine Belohnung bekommen. Streamer wiederum haben sogar die Möglichkeit, ihre Zuschauer einzuladen.

Weitere Fragen, die uns interessierten:

Auf Anfrage, ob es Buff-Food geben wird wurde dieses verneint. Aber im Gegenzug wird es wohl in Zukunft ein Achievement System geben. An einer Konsolenumsetzung scheint man ebenfalls interessiert zu sein. Einen Tag-/Nachtzyklus gibt es, dieser ist aber deaktiviert, aber man plant Wettereffekte für die Zukunft. Größere Karten werden wohl ebenfalls kommen, wir hatten angesprochen ob es komplette Wüsten oder auch Winterkarten geben könnte. Man verwies uns darauf, dass eine weitere Karte bereits mit 10kmx10km kommen soll, welche auch dann Schnee an den Berggipfel hatte. Des Weiteren wird es auf unsere Anfrage hin Special Events (Weihnachten, 2.Oktober) geben. Zerstörbar ist die Welt nicht komplett, aber einzelne Objekte wie ein Zaun.

Das Spiel kostet aktuell 19,99€ und ist damit recht günstig. Allerdings wurde es aufgesplittet in zwei Teile, was doch etwas ärgerlich ist. Aber man bedenke und lese sich die FAQ eines Steam Early Access Spiels durch und was einem dort erwartet, da das Spiel nach wie vor in der Entwicklung ist.

Quelle: Daybreak Studios, gamescom 2016