Natürlich konnten wir uns die erste Comic Con Germany nicht entgehen lassen. Aus diesem Grund haben wir uns kurzfristig entschieden, diese Samstags mit Teilen von unserem Redaktionsteam zu besuchen. Natürlich war es kein so großer Menschenauflauf, wie man es von einer großen Messe wie der gamescom kennt. Das liegt aber auch nur daran, dass es dieses Jahr wie bereits erwähnt, das erste mal war, dass die Comic Con Germany in Stuttgart stattfand.

Comic_Con_Germany_Messe_Stuttgart_Juli_2016

Und rein ins Vergnügen

Direkt hinter dem Eingangsbereich war hinter der Treppe eine kleine Bühne aufgebaut und die Besucher belagerten die Treppe aus diesem Grund schlechthin. Zum Glück fand ein Großteil der Comic Con aber in der Halle 1, also rechts vom Eingangsbereich statt. Dort hingen auch an vielen Säulen oder Wänden Hallenpläne, da man sich dennoch leicht verlaufen konnte.

Den oberen Bereich der Halle nahmen kleinere Merchandise-Stände in Beschlag und die Autogramm-Bereiche ebenso. An beiden Tagen der Comic Con Germany, also Samstags und Sonntags, fanden zu bestimmten Uhrzeiten Autogrammstunden mit verschiedenen, bekannten Stars statt. Diese waren aber nicht im Eintrittpreis mit einberechnet und mussten an der Kasse vorab gezahlt werden. Die Höhe des Preises war in diesem Falle Star-Abhängig. Hier konnte man sich signieren lassen, was man wollte: Bilder, DvDs, Bücher und vieles andere natürlich auch.

Außerdem fanden neben den Autogramm-Stunden auch noch Panels mit den Stars statt, die natürlich ebenfalls Geld kosteten. Dort stand der Star auf der Bühne und erzählte natürlich über sich und seine Arbeit. Außerdem war es unter Umständen auch möglich, Fragen zu stellen.

Auf unserem Weg duch die Halle begegneten wir vielen bekannten Gesichtern, welche ebenfalls mit großer Freude und Begeisterung auf dem Event unterwegs waren. So ließ es sich Sammy, Chefredakteur von Game2gether und Inhaber von Stormkings nicht nehmen, direkt ein Selfie unserer Begeisterung festzuhalten.

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Bei einer kleinen Erholungspause traf das Redaktionsteam dann vor der Halle auf Frank Mühlholm und Brian Chambers. Brian, Development Director von Foundry 42, welcher in der Niederlassung von Cloud Imperium Games in Frankfurt a.M. arbeitet, kennen wir seit unserem Besuch mit unserem Clan Phoenix Interstellar seit April diesen Jahres. Natürlich unterhielten wir uns auch wieder über unser Lieblingsthema Star Citizen. Phoenix Interstellar war mit einigen Membern auf der Comic Con Germany vertreten und wenn man sich über den Weg lief, unterhielt man sich über neu Entdecktes oder nahm eine kurze Verschnaufpause.

Comic Con Germany, 25.Juni 2016 - Messe Stuttgart - Smalltalk with Frank Mühlholm & Brian Chambers

Und weiter gehts in der Halle

Im unteren Teil der Halle fand man unter anderem den großen Cosplay-Bereich, der von Hydra Forge geführt wurde. Informationen über Hyda Forge könnt ihr in unserem geführten Interview nachlesen. Dort gab es neben der Fotobox auch Fotowände, eine Cos-Repair Station für das Reparieren von Kostümen und einen Ausstellungsstand mit gefertigten Kostümen. Auch ein kleiner Verkaufsstand mit Fotos, Postern und Karten war hier vorhanden.

Interview mit Hydra Forge

Hydra_Forge_Logo

Ebenfalls vor Ort war Hydra Forge. Wer oder was die Gruppe darstellt, könnt ihr in unserem geführten Interview erfahren, dass wir mit Joshi, einem der Mitglieder, geführt haben.

Toni: „Stell dich doch einmal kurz vor. Wer bist du und was ist dein Aufgabenbereich?“

Joshi: „Ich bin quasi für alles bei uns zuständig. Ich schaue, dass alles funktioniert, wie es funktionieren soll und das jeder da ist, wo er hin muss. Außerdem habe ich den Kontakt zu den Veranstaltern, mache die Pläne und baue natürlich auch Kostüme.“

Toni: „Hydra Forge, wer seid ihr? Stell Hydra Forge doch einmal kurz vor.“

Joshi:
„Wir sind ein Team aus 12 Leuten und jeder hat seinen eigenen Hauptbereich. Des Weiteren sind wir alles Freunde untereinander und haben uns durch das gemeinsame Hobby gefunden. Unter dem Namen Hydra Forge machen wir das alles zusammen und daher möchten wir diesen Namen natürlich auch promoten.“

Toni: „Warum wurde der Name Hydra Forge gewählt und was bedeutet er?“

Joshi: „Das ist eine relativ lange Geschichte, aber lange Rede, kurzer Sinn. Es geht einfach um die mythologische Bedeutung einer Hydra: Schlägt man einen Kopf ab, wachsen zwei neue nach und der mittlere Kopf ist unsterblich. Das hat eine kleinere Geschichte, die mit uns zu tun hat und die Bezeichnung „Forge“ sollte einfach zu unserem Aufgabenbereich passt. Wir finden, dass es gut klingt, leicht auszusprechen, zu merken und auch leicht abzudrucken ist. Aus diesem Grund haben wir den Namen gewählt. Es ist sehr pragmatisch.

Toni: „Was macht Hydra Forge genau? Heute sind wir ja auf der Comic Con und auf der Fed Con seid ihr ja scheinbar auch vertreten. Was macht ihr genau? Euer Bereich ist ja ziemlich groß, wie man sehen kann.“

Joshi: „Ja, jetzt auf der Comic Con haben wir sehr viel zu tun. Wir organisieren das komplette „Cosplay Kingdom“, also den Cosplay-Bereich. Dafür haben wir 3 Eingangstore designt und gebaut und auch eine Fotobox erschaffen. Die 3 Fotohintergründe wurden ebenfalls von uns gemacht und die Druckdesigns erstellt. Des Weiteren sind auch Fotografen für uns unterwegs. Dann haben wir noch die Cos-Repair Station, bei der Leute die Kostüme reparieren lassen können oder selber daran arbeiten können, falls dies notwendig ist. Hier gibt es kleine Notfall-Sets mit Sekundenkleber, Nähmaterial und anderen Kleinigkeiten. Außerdem haben wir noch einen eigenen Stand, bei dem wir Kostüme und Props von uns ausstellen und dazu Informationen geben, wie wir die gebaut haben, wo die herkommen, was das genau ist und was wir damit machen. Der Fotoverkauf, der von unserem Hauptfotografen Daniel Dornhöfer ist. Dort werden auch viele Bilder von uns verkauft als Poster oder Karten. Zusätzlich dazu machen wir noch den Kostüm-Contest. Wir nehmen die Teilnehmer entgegen, haben das Regelwerk verfasst und die Jury ausgewählt. Außerdem begleiten wir die Teilnehmer auf die Bühne, kümmern uns um das organisatorische dahinter und briefen die Moderatoren.

Toni: „Wo kann man euch denn überall antreffen?“

Joshi: „Dieses Jahr sind wir noch auf der gamescom und auf den Sci Fi Days in Speyer verteten. Alles andere kann man bei uns auf der Webseite und bei Facebook verfolgen, wo wir als nächstes sind. Wir versuchen auf jeden Fall so oft wie möglich an vielen verschiedenen Stellen zu sein, was aber wegen Studium oder der Arbeit nicht immer möglich ist.“

Toni: „Was macht Hydra Forge besonders?“

Joshi: „Das besondere bei uns ist, wie ich finde, dass wir ein mehrköpfiges Team sind und jeder seine eigenen Spezialfähigkeiten besitzt. Dadurch können wir perfekt interagieren. Jeder hat seinen eigenen Bereich und die Leute können sich untereinander unter die Arme greifen. Durch die Vielzahl an Mitgliedern können wir auch Projekte auf die Beine stellen, die ziemlich groß sind und miteinander arbeiten.

Toni: „Wie kann man Hydra Forge beitreten, wenn man sich dafür interessiert?“

Joshi: „Das ist nicht so einfach. Das liegt an unserer langen Geschichte, die wir hinter uns haben und wir daher entschieden haben, das Team erstmal so zu lassen, wie es aktuell ist. Außerdem ist es schwer, so viele Leute unter einen Hut zu bekommen und man muss auch schauen, dass eine Teamdynamik besteht und man sich untereinander versteht und man miteinander arbeiten kann. Sollte definitives Interesse bestehen, kann man uns natürlich darauf ansprechen und würde es in Frage kommen, machen wir mit dieser Person einige Events, um festzustellen, ob es auf menschlicher Ebene harmoniert und allgemein auch funktioniert. Bei uns gibt es kein Formular, um beizutreten, da wir keine Gruppe mehr sind, in die man einfach beitreten kann. Wir sind einfach ein festes Team.“

Hydra_Forge_Team

Toni: „Man sieht bei euch im Bereich viele Kostüme und auch Waffen. Erschafft ihr diese komplett selbst?“

Joshi: „Größtenteils ist alles selbst. Wir bemühen uns, alles selbst zu machen, wobei dies bei allem nicht geht. Das Schwerter schmieden ist nicht komplett möglich und eventuell sind einige Helme auch gekauft, aber diese überarbeiten wir komplett und auch die Kostüme werden nicht komplett gekauft. Grundsätzlich bauen wir aber alles selbst.“

Toni: „Wieviel Zeit wird für ein Kostüm oder eine Waffe benötigt?“

Joshi: „Das hängt ganz davon ab, worum es geht und ob wir das schonmal gemacht haben. Es gibt aufwendige Kostüme, aber auch einfache Kostüme. Das was am meisten Zeit kostet, ist die Planungsphase. Man muss sich überlegen, aus welchem Material man dies fertigt, probiert eine Weile herum und wirft natürlich auch einige Dinge wieder weg, bis man zufrieden ist. Auch das Formen erstellen ist kosten- und zeitaufwendig. Aber es hängt auch davon ab, mit wie vielen Leuten man an dem Kostümprojekt arbeitet. Es ist aber auf keinen Fall eine Sache von einem Monat, sondern dauert um einiges länger.“

Toni: „Gibt es ein besonderes Kostüm oder eine besondere Waffe, von der du sagst, dass diese besonders ist?“

Joshi: „Einzigartig ist im Prinzip alles, was wir selbst gemacht haben, weil es zum Teil auch selbst designt oder abgeändert wurde. Ich persönlich bin sehr stolz auf mein „Hexenkönig von Angmar“ und auf die die Ritterhandschuhe davon, weil es das erste Kostüm ist, was ich selbst gemacht habe. Dafür habe ich mir auch sehr viel Zeit genommen. Die Aliens von uns sind auch sehr einzigartig und diese sind nicht oft zu sehen.“

Toni: „Wie zeitintensiv ist dieses Hobby für euch und was macht ihr sonst noch?“

Joshi: „Das Hobby ist sehr zeitintesiv. Vor allem dann, wenn man sich noch um die organisatorischen Dinge wie den Kostüm-Contest und den großen Bereich auf einer Messe mit mehreren Teilnehmern kümmert. Das ist sehr zeitaufwendig, wenn man sich mit vielen Leuten unterhalten muss, die Pläne erstellt und auch die Teilnehmer des Kostüm-Contests haben häufig fragen. Das geht natürlich auch ziemlich in die Zeit, vor allen Dingen vorher.

Toni: „Ihr habt vermutlich eine Web-Präsenz. Wo kann man euch denn finden im Internet?“

Joshi: „Eigentlich überall. Wir haben eine große Facebook-Seite, wir sind auf Twitter, Instagram und haben natürlich auch eine Webseite namens www.Hydraforge.de“

Toni: „Dann bedanke ich mich einmal für die Zeit, die du dir für das Interview genommen hast und die Menge an Informationen. Und vielleicht sehen wir uns ja auch auf der diesjährigen gamescom.“

Joshi: „Ich bedanke mich auch und freue mich.“

Auch hier bedanken wir uns noch einmal bei Joshi für die genommene Zeit für das Interview, trotz des großen Andrangs, den Hydra Forge auf der Comic Con gehabt hat und freuen uns auf ein Wiedersehen auf der gamescom.

Weitere Informationen über Hydra Forge

Weitere Informationen über die Truppe findet ihr auf der Webseite, Facebook, Twitter oder Instagram.

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Natürlich waren auch Spiele-Hersteller vertreten wie Nintendo mit einigen Neuheiten auf dem 3DS oder der WiiU wie beispielsweise dem neuen Pokémon Super Mystery Dungeon. Ferner hatte auch noch BANDAI NAMCO einen Stand und Square Enix ebenso. Auch viele kleine Firmen wie Gaya waren vertreten.Einen weiteren großen Bereich nahm das Lego-Diorama in Beschlag. Hier konnten viele mehr oder weniger spektakuläre Bauten aus Lego angeschaut werden. Beispielsweise gab es 4 Bilder von Star Wars-Charakteren, die lediglich aus Lego angefertigt wurden.

Besonders viele Blicke zog auch das 50.000 Orks Projekt an, an welchem speziell für die Comic Con Germany 2016 fast 2 1/2 Jahre gebaut wurde. Der große Bereich wurde sicherheitshalber mit Tischen abgegrenzt, aber dennoch war es möglich, nah genug für ein paar spektakuläre Bilder heranzukommen. Darüber hinaus war auch ein großer Künstler-Bereich zu finden. Dort stellten Zeichner ihre Bilder aus, die teilweise auch erworben werden konnten und an einigen Stellen war es den Besuchern möglich, diesen bei der Arbeit zuzuschauen.

Neben den vielen weiteren interessanten Kleinigkeiten wie Fotowänden, wie beispielsweise der Todessternwand, oder auch kleineren Bühnen in Halle, auf denen die unterschiedlichsten Dinge gezeigt und vorgeführt wurden, gab es noch den Merchandise-Bereich, der den größten Teil der Halle in Beschlag nahm. Egal ob groß oder klein, hier konnte jeder etwas interessantes für sich finden.

Es gab Bereiche, in denen wurden lediglich (signierte) Bücher, Comics, Koreanische Comics oder andere Zeitschriften verkauft. An anderen Stellen gab es auch CDs, DvDs, Blu-Rays und Spiele zu erwerben. Aber die meisten Stände beschäftigten sich mit Figuren von Mangas, Animes und Comics oder auch berühmten Serien wie Game of Thrones. Auch Spiele-Fans kamen Merchandise-technisch voll auf ihre Kosten. Warcraft Fans konnten sich Waffen kaufen wie Frostmourne beispielsweise. Natürlich gab es auch T-Shirts, Hoodies, Kostüme und andere Kleinigkeiten bei diesen Ständen und preislich gesehen blieb alles im Rahmen.

Wer Hunger oder Durst bekam, musste nicht weit laufen. Direkt bei den Eingängen gab es die Caterer, die preislich gesehen ebenfalls human waren.

Weitere beeindruckende Bilder der ersten Comic Con Germany könnt ihr in unserem Instagram Kanal sehen.

Alles in allem war die Comic Con Germany mit ihren 50.000 Besuchern ein voller Erfolg und wir hoffen ,dass diese 2017 eventuell noch ein wenig größer aufgezogen wird. Im nächsten Jahr findet die Comic Con Germany am 1. und 2.Juli statt.

Unser Redaktionsteam wird mit großer Freude neben der sicheren, alljährlichen gamescom Teilnahme einen weiteren Termin der Jahresplanung hinzufügen.