Gamescom 2014: Topware

Bei Topware waren wir am Freitag ebenfalls. Dort wurde uns Ravens Cry vorgeführt. Was wir gezeigt bekommen haben und euch in dem Abenteuer mit Piraten erwartet? Lest selbst!

Ravens Cry versetzt euch in eine Welt voller Gaunereien, Plündereien und Prügeleien. Richtig…in die Reihe der Piraten. Der Hauptprotagonist in dem Spiel heißt Christopher Raven, welcher als Kind den Mord an seinem Vater und anderen Graueltaten mit ansehen musste und seine Hand abgehackt bekam. Nun ist er ein Pirat, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, niemanden an sich ran lässt und „Gefallen“ nur dann erledigt, wenn es ihm selbst auch etwas bringt.

Die Entscheidungen, welche Christopher im Spiel trifft, haben Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte. Bei den meisten Aufgaben hat er verschiedene Möglichkeiten, diese zu lösen. Um euch mal ein Beispiel zu nennen: Christopher benötigt ein Schiff. Er hat mehrere Möglichkeiten. Wenn er sich eines kauft, muss auch die Crew angeheuert werden. Das kann schnell ins Geld gehen, selbst wenn man Lehrlinge anheuert, die noch nicht erfahren sind. In einem Gespräch erfährt er eine zweite Möglichkeit. Ein Kapitän eines Schiffes ist total widerlich und unfair seine Crew gegenüber und diese wären einer Meuterei nicht abgeneigt.

Das klingt doch schon besser. Christopher fordert den Kapitän heraus. Das Kampfsystem ist hier etwas komplexer als Knöpfe zur richtigen Zeit drücken. Ihr müsst auf die Schritte des Gegners achten und entsprechend reagieren. Im abgesteckten Bereich könnt ihr euch bewegen und zu passenden Zeitpunkten angreifen. Jeder Gegner hat jedoch eine unterschiedliche Taktik und jede Art von Gegner kämpft anders. Während Eingeborene auf Inseln eher mit Schusswaffen oder Bogen agieren, kämpfen Soldaten und Piraten eher mit Pistolen oder Schwertern. Aber Achtung, eine Pistole kann aus der Hand geschlagen werden und das Nachladen dauert aufgrund der fehlenden Hand länger als normal. Vor einer Meuterei solltet ihr jedoch aufpassen, dass euch keiner seiner Crew in den Rücken fällt. Bei Kämpfen in einem Raum können keine Gegenstände, die herumstehen, genutzt werden.

Was wäre ein Piratenspiel ohne Schiff. Im Verlauf des Spiels könnt ihr je nach Klasse des Schiffs, ein eigenes bauen. Achtet aber beispielsweise darauf, dass genügend Lagerraum vorhanden ist. Denn Kanonenkugeln belegen genauso Lagerplatz wie Ware von geplünderten Schiffen oder andere wichtige Dinge. Es gibt größere und kleinere Schiffe. Je nach Ausstattung sollte man sich schon genau überlegen, welches Schiff man angreifen möchte, sonst könnte die Aktion schnell nach hinten losgehen.

Die Steuerung des Schiffes ist schwierig gestaltet. Christopher muss auf den Wind und den Wellengang achten. Werden Kanonen nicht richtig ausgerichtet, habt ihr keine Chance. Als Hilfsmittel kann man eine Zielmöglichkeit einschalten, um das ganze etwas zu vereinfachen. Es gibt 3 verschiedene Arten von Kugeln. Mit „Kettenkugeln“ kann ein Schiff lahm gelegt werden, da dadurch die Segel und der Mast zerstört werden. Mit großen Kugeln wird das Schiff gelöchert und Schrapnellkugeln wirken am besten gegen die Besatzung des gegnerischen Schiffes. Achtet jedoch genau darauf, wann ihr die Kugeln abschießt. Sonst versinkt ihr selbst schnell mit eurem Schiff auf den Meeresboden.

Über die Kartenfunktion könnt ihr Schnellreisepunkte auswählen, welche Christopher bereits besucht hat. Das spart Zeit und man muss nicht jedes mal über die komplette Karte segeln.

Im Hafen bringt es euch eine Menge, Gespräche zu belauschen. Dort könnt ihr Informationen erfahren, welche euch in späteren Aufgaben enorm weiterhelfen können. Aber auf euren Ruf solltet ihr schon achten. Ist dieser zu niedrig, da ihr oft Waren abfangt und diese teuer verkauft, kann euch das in bestimmten Situationen schon schaden. Aber selbst wenn Christopher jemandem hilft, tut er dies meist nur, um sich selbst einen Vorteil zu verschaffen. Ein weiteres Beispiel: Im Bordell braucht eine Frau Hilfe. Ein Mann steht im Vorderraum und er hat ihr Geld. Christopher erklärt sich bereit, ihr zu helfen. Aber auch nur dann, wenn er die Hälfte des Geldes bekommt. Ganz schön clever!

Viele andere Kleinigkeiten und Extras machen das Spiel besonders interessant. Schießpulver kann feucht werden und es funktioniert nicht mehr und ein Rabe kann irgendwann an eurer Seite kämpfen.Schatzkartenteile müssen gesammelt und zusammengefügt werden. Denn mal ehrlich…Wer hat schon eine Schatzkarte im Schrank liegen. Euch erwarten aber noch viele weitere interessante Aufgaben in Ravens Cry.

Das Spiel wird als normale Edition, als Steelbook-Edition oder als Treasure Chest Edition erscheinen.

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Ja, Piraten haben es schon schwer. In Raven’s Cry ganz besonders. Wer es leicht haben will, sollte das Spiel lieber nicht spielen. Für Fans der Piratengeschichten und schwieriger Spiele ist das aber definitiv ein Titel mit Potenzial.

Quelle: Gamescom