NCSoft präsentiert Cinder City auf der gamescom 2025

Quelle: NCSoft

Wenn der Name NCSoft auf einer Messe fällt, spitzen wir natürlich sofort die Ohren. So auch am Mittwoch, als wir nach dem Showcase noch zu einer Hands-on Session zum kommenden Titel Cinder City eingeladen wurden. Anders als bei den epischen Online-Welten, für die NCSoft in den letzten Jahrzehnten bekannt geworden ist, schlägt der Publisher hier eine deutlich rauere, urbanere Tonlage an.

Wir betreten eine Stadt, die in ewiger Glut zu brennen scheint. Rauchschwaden hängen über den Häuserschluchten, rostige Metallgerüste knarzen im Wind, während wir uns vorsichtig durch die verwinkelten Gassen bewegen. Schon in den ersten Minuten wird klar: Cinder City setzt auf eine dichte, bedrückende Atmosphäre, die uns sofort in ihren Bann zieht. Es geht nicht darum, der strahlende Held zu sein – vielmehr müssen wir ums Überleben kämpfen und uns zwischen rivalisierenden Fraktionen behaupten, die alle nach Macht und Ressourcen gieren.

In unserem Hands-on dürfen wir eine frühe Mission spielen. Sie führt uns mitten in einen Konflikt zwischen einer Miliz, die die letzten Reste von Ordnung aufrechterhalten will, und einem Banden-Kartell, das mit Feuer und Blut regiert. Bereits nach wenigen Schritten müssen wir Entscheidungen treffen: Schließen wir uns einer Seite an oder versuchen wir, als Außenseiter beide gegeneinander auszuspielen? Jede Wahl verändert nicht nur den Missionsverlauf, sondern auch, wie die Stadt auf uns reagiert. NPCs begegnen uns misstrauisch, feindselig oder manchmal sogar mit vorsichtiger Sympathie – je nachdem, welchen Weg wir einschlagen.

Das Kampfsystem ist eine Mischung aus taktischem Shooter und actionlastigen Nahkämpfen. Deckung spielt eine große Rolle, doch ebenso wichtig ist es, improvisierte Waffen einzusetzen, die wir unterwegs finden. Molotow-Cocktails, Rohre, rostige Klingen – alles, was die zerstörte Stadt hergibt, kann zum Werkzeug werden. Auffällig ist auch, wie sehr die Umgebung selbst Teil des Gameplays ist: Wir legen Feuer, blockieren Wege oder locken Gegner in enge Passagen, um uns Vorteile zu verschaffen.

Besonders gefallen hat uns die Vertikalität. Über Dächer klettern, durch zerfallene Gebäude schleichen, von oben herab einen Hinterhalt starten – all das verleiht der Erkundung eine intensive Dynamik. Die Entwickler betonten außerdem, dass Cinder City komplett im Koop spielbar sein wird, was den Überlebenskampf in dieser rußigen Metropole sicher noch spannender macht.

Wann genau Cinder City erscheinen soll, konnte uns NCSoft leider noch nicht verraten. Doch nach unserem Hands-on ist klar: Hier entsteht ein Spiel, das nicht auf Hochglanz setzt, sondern uns in eine kompromisslose, dreckige Welt wirft, die genauso gefährlich wie faszinierend ist. Wir haben jedenfalls schon jetzt das Gefühl, dass dieses Projekt das Potenzial hat, zu den atmosphärisch dichtesten Spielen der Messe zu zählen.

Wir danken NCSoft für die Möglichkeit, die ersten Schritte in dieser brennenden Stadt selbst gehen zu dürfen – und sind gespannt, welche Geheimnisse Cinder City noch bereithalten wird.

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Cinder City – Features im Überblick

Mit Cinder City will NCSoft einen neuen Weg einschlagen: Statt einer klassischen Fantasywelt steht diesmal eine zerstörte Metropole im Mittelpunkt, die von Flammen, Ruß und Verfall geprägt ist. Technisch und spielerisch verspricht der Titel eine Mischung aus MMO, Shooter und erzählerisch getragenem Abenteuer.

Ein zentraler Bestandteil ist die offene Welt, die auf realen Schauplätzen Südkoreas basiert. Spieler:innen können detailgetreu nachgebildete Bezirke von Seoul und Pangyo durchstreifen – inklusive Wahrzeichen, Straßenzügen und sogar dem Bürogebäude von NCSoft, das in dieser Version jedoch von untoten Büroangestellten bevölkert ist. Beide Karten umfassen mehrere Quadratkilometer und sind so angelegt, dass sie sowohl für großflächige Feuergefechte als auch für intensive Nahkampfszenen geeignet sind. Helikopter und andere Fahrzeuge ermöglichen es, sich schnell zwischen verschiedenen Zonen zu bewegen.

Das Spiel setzt auf die Unreal Engine 5 und nutzt aktuelle Grafiktechnologien wie Raytracing, DLSS 4 und NVIDIA Reflex. Diese Kombination soll nicht nur für realistische Licht- und Schatteneffekte sorgen, sondern auch ein flüssiges Spielerlebnis garantieren – sowohl auf PC als auch über Cloud-Dienste wie GeForce Now.

Inhaltlich kombiniert Cinder City MMO-Mechaniken mit einer persönlichen Erzählung. Im Mittelpunkt steht die Suche eines Vaters nach seiner verschwundenen Tochter. Ob man allein oder im Koop mit Freunden spielt, bleibt den Spielenden überlassen. Entscheidungen im Verlauf beeinflussen nicht nur die Handlung, sondern auch, wie sich die Welt und ihre Bewohner gegenüber dem eigenen Charakter verhalten.

Bei den Spielfiguren können sich Spieler:innen zwischen neun verschiedenen Klassen entscheiden, die jeweils mit eigener Hintergrundgeschichte und spielerischem Schwerpunkt ausgestattet sind. Neben den typischen Schusswaffen lassen sich auch improvisierte Nahkampfwaffen und die Umgebung selbst nutzen, um im Gefecht Vorteile zu erlangen. Groß angelegte Bosskämpfe, Auseinandersetzungen gegen Mechs und Kämpfe gegen monströse Gegner sind fester Bestandteil des Gameplays.

Besonders interessant ist der Umfang der Multiplayer-Elemente: Während die offene Welt darauf ausgelegt ist, Hunderte von Spieler:innen gleichzeitig zu beherbergen, gibt es zusätzlich kleinere, instanzierte Inhalte wie Dungeons oder spezielle Missionen für Gruppen von vier bis sechs Personen. Damit will NCSoft sowohl groß angelegte Massenschlachten als auch intime Koop-Erlebnisse abdecken.

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