Borderlands 4 – gamescom 2025

Nach mehreren Jahren Pause meldet sich die Borderlands-Reihe eindrucksvoll zurück. Auf der Gamescom 2025 konnte man erstmals selbst Hand an Borderlands 4 legen, und schon die ersten Minuten machten deutlich, dass Gearbox diesmal höher zielt als je zuvor. Statt einer bloßen Fortsetzung bekommt man einen Titel präsentiert, der die bekannten Stärken der Serie mit einer Vielzahl an frischen Ideen kombiniert. Das Ergebnis: ein Shooter, der trotz vertrauter DNA merklich größer, wilder und dynamischer wirkt als alle Vorgänger.

Das Auffälligste ist die neu gewonnene Bewegungsfreiheit. Wo die Reihe bislang noch recht klassisch auf Boden- und Deckungskämpfe beschränkt war, eröffnen nun Doppelsprünge, Klettermanöver, ein Gleitfeature und sogar ein Greifhaken völlig neue Möglichkeiten. Diese zusätzlichen Bewegungsoptionen verändern das gesamte Tempo der Gefechte. Gegner lassen sich nicht mehr nur frontal oder aus der Distanz bekämpfen, sondern durch überraschende Attacken von oben oder schnelle Richtungswechsel überrumpeln. Ergänzt wird das Ganze dadurch, dass es nun auch möglich ist zu schwimmen – etwas, das in den früheren Spielen schlichtweg nicht vorgesehen war. Dadurch gewinnen die Welten an Glaubwürdigkeit und fühlen sich spürbar offener an.

Auch bei der Gestaltung der Schauplätze geht Borderlands 4 neue Wege. Die einzelnen Zonen sind größer, miteinander verbunden und laden dazu ein, in jede Ecke vorzudringen. Statt enger Korridore oder klar abgegrenzter Areale gibt es riesige Gebiete, die man nach Belieben durchstreifen kann. Dabei wechseln sich staubige Canyons, dichte Urwälder und futuristische Metropolen ab. An fast jeder Ecke warten Loot-Kisten, Gegnertrupps oder kleine Geheimnisse. Trotz der neuen Freiheit verliert das Spiel aber nicht den typischen Borderlands-Charme: Überall begegnen einem skurrile Figuren, absurde Dialoge und eine gehörige Portion schwarzer Humor.

Beim Anspielen konnte man bereits mit den neuen Kammerjägern starten. Jede der Figuren bringt wieder eigene Fähigkeiten und Skilltrees mit, wodurch sich das Spielgefühl stark unterscheidet. So wurde sofort spürbar, dass die Entwickler noch mehr Wert auf individuelle Spielstile legen – egal ob man lieber aus sicherer Entfernung präzise Schüsse setzt, Gegner mit brachialer Gewalt überrollt oder sich mit akrobatischen Tricks ins Getümmel stürzt. Der Waffenpool ist wie gewohnt gigantisch, aber durch das neue System mit austauschbaren Bauteilen wirkt er flexibler denn je. Jede Schießprügel kann so den eigenen Vorlieben angepasst werden, was das Looten noch lohnender macht.

Ein weiteres Highlight war der neue fahrbare Untersatz, der in der Demo vorgestellt wurde. Statt nur als simples Fortbewegungsmittel zu dienen, fühlt er sich wie eine Erweiterung des eigenen Arsenals an. Mit ihm überwindet man lange Strecken, rammt feindliche Barrikaden oder nutzt ihn, um sich mitten in eine Schlacht zu katapultieren. In Kombination mit den neuen Bewegungsmechaniken ergibt sich so ein nahtloser Spielfluss, bei dem man fast ständig in Bewegung bleibt – sei es zu Fuß, in der Luft oder auf vier Rädern.

Schon nach der kurzen Anspielsession auf der Messe entstand der Eindruck, dass Borderlands 4 genau die richtige Balance gefunden hat. Serienfans bekommen die vertraute Mischung aus exzentrischem Humor, chaotischen Gefechten und endlosen Wummen. Gleichzeitig sorgt die Erweiterung der Bewegungsoptionen, das offenere Missionsdesign und die gigantische Welt dafür, dass sich der vierte Teil modern und frisch anfühlt.

Der Release ist für den 12. September 2025 angesetzt, Spielerinnen und Spieler auf PC, PlayStation 5 und Xbox Series dürfen sich dann auf den Startschuss freuen. Wer auf der neuen Switch 2 unterwegs ist, muss sich noch ein paar Wochen länger gedulden, kann aber ebenfalls in die verrückte Welt von Borderlands eintauchen. Nach allem, was wir auf der Gamescom sehen konnten, stehen die Chancen gut, dass Gearbox mit Borderlands 4 einen der großen Shooter-Hits des Jahres landen wird.

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