Hela – gamescom 2025

Zu den Spielen, die auf der gamescom 2025 für einiges Aufsehen gesorgt haben, zählt ohne Frage Hela. Schon im letzten Jahr galt das Koop-Abenteuer als Geheimtipp, doch inzwischen lockte es mit echtem Gameplay-Material zahlreiche Besucher an den Stand der Entwickler Windup. Kein Wunder, dass der Titel bei den Gamescom-Awards mehrfach ausgezeichnet wurde und in Kategorien wie „Most Wholesome“ und „Most Entertaining“ glänzen konnte.

In Hela übernehmt ihr die Rolle kleiner Mäuse, die einer alten Hexe zur Hand gehen. Das Abenteuer ist auf bis zu vier Spieler ausgelegt, kann aber auch solo erlebt werden. Anders als in klassischen Koop-Spielen verzichtet Hela auf starre Vorgaben – ihr entscheidet selbst, welchen Aufgaben ihr nachgehen möchtet. Die Demo zeigte, wie Spieler durch das Sammeln von Ressourcen wie Federn und Pilzen den Doppelsprung freischalten konnten oder sich im Wettstreit mit einem Eichhörnchen maßen. Die Welt lebt dabei von ihrer charmanten Gestaltung und lädt zum Ausprobieren ein.

Wer alleine unterwegs ist, muss nicht auf Unterstützung verzichten. Statt KI-Begleitern setzt das Spiel auf sogenannte Echos: Schattenkopien eurer eigenen Figur, die bestimmte Bewegungen nachahmen. Damit lassen sich Rätsel lösen, wie etwa Druckplatten, die von mehreren Mäusen gleichzeitig betreten werden müssen. Auch kreative Einfälle wie Echo-Mäuse, die als Trampolin dienen, machten in der Messeversion viel Spaß und eröffneten spannende Möglichkeiten.

Die Schauplätze reichten von dem kleinen Hexendorf bis ins Innere ihres Hauses, wobei die Entwickler auch weitere Regionen wie Wälder oder Berge ankündigten. Ziel ist es, den Spielern so viel Freiheit wie möglich zu geben – ohne feste Grenzen, dafür mit einem großen Augenmerk auf Balancing und Spielbarkeit. Gerade diese Offenheit soll Hela von anderen Genrevertretern abheben.

Besonders originell wirkte auch das Brauen von Tränken. Bevor neue Fähigkeiten genutzt werden können, müssen Zutaten gesammelt, der Kessel befeuert und Rezepte exakt befolgt werden. Schon in der Demo zeigte sich, dass Missgeschicke wie ein brennender Kochtopf durchaus passieren können, wenn man nicht aufpasst. Gleichzeitig lassen sich Geheimrezepte durch Experimentieren entdecken, was die Spieltiefe weiter erhöht.

Als weiteres Detail offenbarte die Messe, dass sich die Mäuse individuell anpassen lassen. Im Hexenhaus findet sich ein Schrank voller Kleidungsstücke, darunter kleine Hüte oder Fliegen, die für zusätzliche Persönlichkeit sorgen.

Hela soll 2026 erscheinen und hinterließ auf der gamescom den Eindruck, dass es zu einem der charmantesten Koop-Abenteuer der kommenden Jahre werden könnte.

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