Diablo 4 – Test / Review (PC)

Quelle: Blizzard Entertainment

Mehr als 26 Jahre ist es nun schon her, dass sich Computerspiele-Fans durch die Horden von Dämonen, Untoten und anderem Getier in Diablo kämpfen durften. Auch der Release von Diablo 2 und 3 liegt nun schon “weit” in der Vergangenheit. Vor mehr als einem halben Jahr wurde Diablo 4 schlussendlich offiziell angekündigt und die Vorfreude, aber bei vielen auch die Skepsis, war riesig. Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv mit dem Spiel beschäftigt, um euch in diesem Review darüber berichten zu können, ob es die Wartezeit wert war.

Die Mutter Sanktuarios

Wer sich ein wenig mit der Lore rund um Diablo auskennt, weiß vermutlich, wie Sanktuario entstanden ist und worum es sich dabei handelt. Die Welt, in welcher die Diablo-Spiele stattfinden, heißt Sanktuario und wurde gemeinsam von Inarius und Lilith geschaffen. Bei Inarius handelt es sich mehr oder minder um einen gefallenen Engel und Lilith ist das Gegenteil, ein Dämon. Beide wollten dem Konflikt zwischen Himmel und Hölle entgehen, weshalb sie Sanktuario erschaffen und den Nephalem das Leben schenkten. Lilith fürchtete jedoch, dass ihrem Nachfahren Schaden zugefügt werden würde, weswegen sich Inarius gegen sie wandte und seine ehemalige “Gefährtin” zurück in die Hölle verdammte.

Dank oder vielmehr auf Grund einer Gruppe Anhänger und einer falschen “Schlange” gelingt es Lilith, wieder Fuß auf Sanktuarios Boden zu setzen und ihr Ziel scheint zu Beginn nicht klar zu sein. In mitten dieses Chaos finden auch wir uns relativ schnell wieder und sind fortan aufgrund bestimmter Geschehnisse mit Lilith verbunden. Schon hier merkt man einen gewaltigen Unterschied zum dritten Teil der Diablo-Reihe, denn sowohl die Geschichte als auch das komplette Spiel selbst sind düster, brutaler und blutiger gestaltet, was im zweiten Teil nicht der Fall war.

Um die Geschichte rund um Diablo IV zum aktuellen Zeitpunkt komplett zu erleben, sollte man rund 20 Stunden Spielzeit bei dem ersten Charakter einrechnen, da man die Geschichte bei jedem weiteren Charakter später vollständig überspringen kann. Diese 20 Stunden sind aber auch nur dann aussagekräftig, wenn ihr auf die Nebenquests verzichtet und euch lediglich auf die Story konzentriert.

Die Klassen-Qual der Wahl

Wie es bei Diablo-Spielen üblich ist, hat man bei Spielstart zunächst einmal die Wahl, welche der 5 zur Verfügung stehenden Klassen man spielen möchte. Wer von euch die vorherigen Diablo-Titel gespielt hat, dürfte schnell bemerken, dass es keine neuen Klassen gibt, sondern dass jede dieser Klassen in einem der Diablo Teile vorhanden war. In Diablo 4 stehen euch folgende 5 Klassen zur Verfügung:

  • Nekromant
  • Druide
  • Barbar
  • Dämonenjäger
  • Zauberer

Wir haben uns bei unserem ersten Durchgang für den Nekromant entschieden. Dieser kann beispielsweise Seuchenflächen hinterlegen, Gegner mit Knochenfertigkeiten zusetzen oder auch verschiedene Diener aus feindlichen Leichen beschwören wie Skelettkrieger, Magier oder sogar einen gewaltigen Golem. Im Zweifel ist es dem Nekromant sogar möglich, Leichen explodieren zu lassen und den Feinden enormen Schaden zuzufügen.

Aber auch die anderen Klassen sind äußerst spaßig. Der Zauberer kann Feinden mit Frost und Feuer-Angriffen oder Blitzen zusetzen, ein Barbar schwört in erster Linie auf seine Waffenvielfalt und rohe Angriffe, während der Dämonenjäger mit Dolchen und Bögen oder Armbrust unterwegs ist und Fallen stellen kann. Besonders spaßig ist aber auch der Druide, der sich in einen Wolf oder Bär verwandeln kann, wenn diesem danach ist. Klassentechnisch sollte hier für jeden Spieler die richtige Wahl dabei sein. Achtet bei der Charaktererstellung aber stets darauf, ob ihr den Charakter im normalen oder im Hardcore-Modus spielen wollt. Segnet ihr in letzterem Modus das zeitliche, ist euer Charakter dauerhaft tot.

Von Talent-Auswahl zum Paragon-Baum

Zunächst einmal sei gesagt, dass das aktuelle Maximallevel in Diablo IV Level 100 beträgt und der Weg dorthin äußerst langwierig ist. Bis Level 50 hat man lediglich Zugang zu dem normalen Talent-Baum, welcher sich aus mehreren Bereichen zusammensetzt. Den Anfang machen die Basis-Skills und deren passiven Fertigkeiten, welche in erster Linie zum Aufbau der jeweiligen Klassen-Ressource gedacht ist. Darauf folgt der Kern-Skill, welcher bedeutend mehr Schaden verursacht, aber genannte Ressourcen verbraucht. In den weiteren Bereichen schaltet man aktive Fertigkeiten und am Ende eine Ultimative Fertigkeit nach Wahl frei. Insgesamt stehen dem Spieler 58 Skillpunkte zur Verfügung. 48 Skillpunkte erhält man im Level-Verlauf automatisch. Die übrigen 8 können auf eine andere Art und Weise freigeschaltet werden, dazu aber später mehr. Natürlich kann man jederzeit einzelne Punkte oder den kompletten Skillbaum zurücksetzen, allerdings kostet dies eine bestimmte Menge an Gold. Dank diverser Webseiten ist dies dank Build-Planners nicht notwendig.

Sobald man Level 50 erreicht, merkt man schnell, dass nun das wahre “Skillen” beginnt. Hier wartet nun der sogenannte Paragon-Baum auf den Spieler. Das erste Fenster sieht bei den jeweiligen Klassen immer gleich aus und umfasst eine bestimmte Menge an skillbaren Optionen, bei welchen man sich förmlich einen Weg erschafft, um spezielle passive Fertigkeiten, Glyphen-Plätze und schlussendlich einen Tafel-Anschlussplatz freizuschalten. Diese passiven Skills sind Werteerhöhungen, Verbesserungen bei bestimmten Gegner-Zuständen oder ähnliches. Besagte Glyphen gewähren euch ebenfalls Boni, wenn ihr diese in einem Alptraum-Dungeon erhalten und verbessert habt. Diese haben jedoch diverse Bedingungen, die ihr erfüllen müsst. Am Ende eines Paragonbaums könnt ihr Tafeln anhängen und hier stehen mehrere verschiedene zur Auswahl, aus welchen ihr wählen könnt. Diese können auch rotiert und dann angehängt werden. Zu unserem Zeitpunkt haben wir 4 aktive Tafeln. Auch diese sowie die verteilten Punkte können geändert werden.

Die gewaltige, düstere Open-World von Sanktuario

Sanktuario selbst kann man in 5 großere Bezirke unterteilen, welche wir euch natürlich extra aufgelistet haben:

  • Die Zersplitterten Gipfel
  • Scosglen
  • Trockensteppe
  • Khejistan
  • Hawezar

In jedem dieser Bezirke warten unterschiedliche Biome und damit auch verschiedene Arten von Feinden auf euch. Die Zersplitterten Gipfel sind zum Teil Schneebedeckt, es gibt eine Vielzahl an Hügeln und Bergen, aber auch kleine Wälder. Die Trockensteppe dagegen ist eine kahle Wüste, umfasst mehrere Gebirge und kleine Siedlungen. Wenn es euch eher ans Meer verschlägt, solltet ihr Hawezar einen Besuch abstatten. Diese Gebiete hängen zusammen und in die meisten Orte führt euch die Hauptquest automatisch, allerdings könnt ihr diese auch zum Großteil selbstständig außerhalb der Geschichte erkunden.

Eines jedoch haben alle Gebiete gemein: Sie sind gefährlich, “düster” und von vielen Feinden besetzt. Damit meinen wir natürlich nicht nur wilde Tiere wie Bären oder Spinnen, sondern auch Ertrunkene Seeleute, Skelette, Khazra (Ziegenmenschen), Kultisten und andere dämonische Feinde, die euch ans Leder wollen. Unterwegs sieht man häufig Leichen, Blutflecken, in Stücke gerissene Pferde und andere kleine Details, die ins Auge fallen und zeigen, was für eine düstere Welt Sanktuario wirklich ist.

Natürlich gibt es eine Menge neben der Hauptgeschichte in Sanktuario zu tun. Den Anfang machen hier die Nebenquests, welche man zum Teil durch NPCs erhält, während andere durch von Feinden fallen gelassene Gegenstände aktiviert werden. Insgesamt gibt es knapp 200 Nebenquests in Diablo 4 und wenn ihr vor habt, diese zu erfüllen, solltet ihr euch eine Liste machen, denn es gibt keinen Log für abgeschlossene Quests. Neben diesen Quests kann man noch sogenannte Festungen von Feinden befreien, um Stützpunkte freizuschalten und Lilith-Altäre finden, welche einen permanente Bonus auf Werte oder andere freischaltbare Möglichkeiten für euren Account gewähren. All diese Dinge gewähren euch in den Gebieten Ansehen und bei bestimmten Ansehensstufen erhaltet ihr weitere Trank-Aufladungen (bis zu einem Maximum von 9), Gold und besagte Fertigkeitspunkte. Von diesen könnt ihr pro Gebiet 2 erhalten und da es 5 Gebiete gibt, winken euch die oben genannten 10 fehlenden Punkte.

Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde

Natürlich gibt es Wegpunkte, welche man freischalten und zum Teleportieren nutzen kann, aber in einem Gebiet selbst ist es häufig notwendig, sich schnell fortbewegen zu können. Zu Beginn dauert dies länger, aber das ändert sich, wenn man die Geschichte bis zu einem bestimmten Punkt gespielt hat. Hier schaltet man schlussendlich den Stall und damit die Funktion frei, ein Pferd als Reittier zu nutzen. Das erste Pferd wird jedem Spieler umsonst geschenkt. Natürlich kann man sowohl mit Echtgeld als auch Ingame durch diverse Aktionen weitere Pferde freischalten, allerdings besitzen diese immer die gleiche Geschwindigkeit und sind daher nur kosmetisch. Apropo kosmetisch: Man kann dem Pferd bestimmte “Rüstungen” anlegen und sogar Accessoires am Sattel befestigen, wenn einem danach ist. Aber auch dies ist rein optional und kosmetischer Natur.

Das Reiten selbst ist schnell gelernt und bis auf wenige Punkte äußerst nützlich. PC Spieler haben hier einen leichten Vorteil. Das Pferd selbst besitzt immer 3 Aufladungen um von einem Trab in den Galopp überzugehen, welcher wenige Sekunden anhält. Bei Konsolenspielern ist diese Geschwindigkeit einheitlich, während PC Spieler durch das Zielen mit der Maus die Geschwindigkeit des Sprints steuern können. Auch ein einmaliger Angriff ist hier vorhanden, welcher euch jedoch abmountet. Negativ zu beanstanden wäre lediglich, dass das Pferd häufig an Ecken hängen bleibt und man die Klippen, welche man hinauf oder hinunter klettern kann, mit dem Pferd natürlich bewältigen kann.

Die Stadt und das Inventar

Eine Sache ist jedoch im Vergleich zu früher gleich geblieben: Das Inventar und das Ausrüstungssystem. Zumindest größtenteils. Es gibt im Spiel keine Möglichkeit, das Inventar zu vergrößern und es ist daher unbedingt erforderlich, dieses immer wieder zu leeren. Dafür steht euch die Möglichkeit zur Verfügung mit einem Stadtportal jederzeit zurück in die Stadt zu teleportieren und durch das in der Stadt erscheinende Portal zurück zum Ausgangspunkt zurückkehren zu können. Innerhalb der Stadt warten verschiedene Händler auf euch, welche euch Amulette, Rüstungen und Waffen verkaufen und eure Gegenstände erwerben möchten, was eine gute Möglichkeit zum Geld verdienen ist.

Der Schmied dagegen ist dafür zuständig, nicht benötigte Gegenstände zu zerlegen und eure Rüstung zu reparieren. Aber auch das Aufwerten der Rüstung ist nun möglich. Hierbei handelt es sich um eine neue Funktion, welche eure Rüstung bis zu einem bestimmten Punkt verbessert, indem es die Werte darauf erhöht. Hierfür werden unterschiedliche Materialien benötigt, welche man durch das Zerlegen oder auch durch den Abbau von Pflanzen und Erzen in der offenen Welt erhält.

Zusätzlich zum Schmied findet man in der Stadt auch noch den Juwelier, einen Mystiker, den Alchemisten und die rätselhaften Händler. Bei dem Alchemisten könnt ihr jederzeit Buff-Tränke brauen, die eure erhaltenen EP sowie bestimmte Werte erhöht oder eure Tränke verbessern ab einem bestimmten Level. Auch Räucherwerke, die Gruppenbuffs gewähren, könnt ihr hier herstellen. Um euren Gegenständen neue Sockelplätze hinzuzufügen oder Sockel zu entfernen, solltet ihr dem Juwelier einen Besuch abstatten und beim Rätselhaften Händler könnt ihr eure Obulus-Gegenstände, eine Währung von Events, gegen zufällige Gegenstände eintauschen. Zu guter Letzt wäre hier noch der Mystiker. Bei diesem können bestimmte Affixe von Gegenständen verändert, Siegel erstellt und zerlegt, sowie Aspekte entfernt und auf Gegenstände gezaubert werden.

Ansonsten bliebe in der Stadt lediglich noch die Kommode und eine Lagertruhe. Bei ersterem könnt ihr das Aussehen eures Charakters zum Teil ändern und auch die Rüstung und Waffendarstellung nach Belieben umwechseln. Die Truhe umfasst zu Beginn lediglich einen Reiter, kann jedoch mit genügend Gold vergrößert werden.

Beschafft euch die richtige Ausrüstung

In Diablo 4 gibt es aktuell 4 verschiedene Schwierigkeitsgrade. Diese heißen Weltstufen und zu Beginn sind lediglich 2 Weltstufen vorhanden. Um die dritte und später die vierte freizuschalten, müssen bestimmte Bedingungen wie ein Levelgrenze, der Story-Abschluss und auch das Absolvieren eines schwierigen Dungeons erfüllt werden. Je höher man in der Weltenstufe aufsteigt, desto schwieriger wird es natürlich, aber es winkt auch bedeutend besserer Loot. Dieser kann wie immer in folgende Kategorien unterteilt werden:

  • Weiß
  • Blau
  • Gelb
  • Orange

Ab Weltstufe 3 können die Gegenstände aber noch den Beinamen Heilig tragen und ab Weltstufe 4 sogar Vermacht, welche die Werte des Items noch einmal bedeutend erhöhen. Außerdem ist die Chance auf höheren Schwierigkeitsgraden erhöht, sogenannte Einzigartige Items zu finden, welche ein bräunliches Aussehen haben und seltene, einzigartige Fertigkeiten mit sich bringen. Interessant ist im Bezug auf die Ausrüstung auch der Fakt, dass ihr beispielsweise gelbe Gegenstände durch das Einsetzen eines Aspekts zu einem legendären “aufwerten” könnt.

Diese Aspekte könnt ihr auf zwei verschiedene Arten erhalten. Die erste Variante ist, dass ihr einen legendären Gegenstand erhaltet. Auf diesem ist immer ein Aspekt vorhanden, welcher beim Mystiker entfernt werden kann. Dadurch wird der Gegenstand zwar zerstört, aber ihr könnt diesen Aspekt einmalig auf einen anderen Gegenstand draufzaubern und diesen dadurch beispielsweise von gelb auf orange aufwerten. Die zweite Variante ist das Erledigen sogenannter Dungeons, welche in der kompletten Welt zu finden sind. Beim ersten Abschluss erhaltet ihr Zugang zu permanenten Aspekten. Allerdings empfiehlt es sich immer, bestimmte Aspekte von nicht mehr genutzten Gegenständen zu entfernen, da diese häufig besser sind und einige Aspekte wirklich nur auf Gegenständen zu finden sein können und daher ist es sinnvoll, diese aufzuheben.

Je nachdem, welchen “Build” ihr spielt, solltet ihr euch daher ein gutes Ausrüstungsset zusammenstellen mit den passenden Werten und Aspekten, welche nach Bedarf beim Mystiker geändert werden können. Durch diese Funktion ist es durchaus möglich, so starke Builds zu erstellen, dass ihr mit Level 70 problemlos Feinde und Bosse auf Lvl 90 in wenigen Schlägen oder Schüssen erledigen könnt.

Nach der Geschichte: Was nun?

Der Punkt “Endgame-Inhalte” ist der Punkt, welchen viele Spieler als skeptisch betrachtet haben. Diese Sorge war relativ unbegründet, denn hier stehen dem Spieler mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Diese haben wir natürlich für euch ebenfalls zusammengefasst. Zunächst einmal etwas, was rein theoretisch alle Spieler mitmachen können: Die Legions-Events und Zufallsevents in der Welt. Letztere können überall in der Welt erscheinen und jeder Spieler kann daran teilnehmen. Diese sind unterschiedlich gestaltet und es handelt sich mal um das simple Töten von Feinden und mal um das Eskortieren eines Geistes oder anderen Kleinigkeiten. Die Legionsevents dagegen finden nur in den eroberten Festungen statt und hier spielt ihr immer mit anderen Spielern zusammen, um mehrere Feinde, Bosse und den Endboss zu besiegen, damit euch guter Loot sowie, mit Glück, ein Geisterpferd als Belohnung winkt. Eines der größten Events sind die 3 Weltbosse, welche alle paar Stunden erscheinen. Diese sind bedeutend stärker, bringen bei einem Kill viel Loot mit sich und gewähren einmal pro Woche eine Kiste mit Extra-Gegenständen.

Weiter geht es mit dem Flüsternden Baum. Diesen schaltet man erst nach der Hauptgeschichte frei und je höher eure Weltenstufe ist, desto bessere Belohnungen winken euch. Für eben jenen Baum muss der Spieler 10 Gaben sammeln. Dies geschieht über sogenannte Mini-Dungeons wie Keller, das Erledigen von Events oder Riten und auch durch das Sammeln von Anima, welche man durch das Töten von Gegnern erhält. Hat man 10 Gaben gesammelt, kann man diese beim Baum abgeben und hat die Auswahl aus 3 verschiedenen Kisten, welche unterschiedliche Rüstungen oder Waffen mit sich bringen.

Eine weitere Möglichkeit, welche alle 1 – 1 1/2 Stunden auftritt, wäre die sogenannte Höllenflut. Bei dieser färbt sich ein bestimmtes Gebiet auf der Karte Blutrot und in dieser Region regnet es auch eben jenes Blut. Dort sind fortan für knapp 1 Stunde permanent starke Feinde zu finden, sowie interaktive Objekte und Events, welche besseren Loot und Instabile Glut gewähren. Genau diese Glut ist es, die ihr in diesem Event sammeln und ausgeben wollt. Hierfür sind auf der kompletten Höllenflut-Karte mehrere Kisten verteilt, welche unterschiedliche Mengen an Glut zum Öffnen von euch verlangen und mit seltenen Materialien und auch legendären Gegenständen winken. Besonders interessant sind hier die nicht eingezeichneten Kisten, welche 175 Glut verlangen. Davon gibt es pro Flut immer 2 und hier gibt es nicht selten 3-5 legendäre Gegenstände als Belohnung. Auch ist das Event sehr gut zum leveln geeignet.

Zu guter Letzt werdet ihr im Endgame auch in sogenannten “Alptraum”-Dungeons unterwegs sein. Diese könnt ihr mithilfe einer Quest freischalten. Diese Dungeons haben unterschiedliche Stufen von 1 bis 100. Stufe 1-20 sind lediglich in Weltstufe 3 machbar, während alle Stufen darüber der Weltstufe 4 zugehörig sind. Zu Beginn muss jeder Spieler einen Alptraumdungeon auf Stufe 3 abschließen, damit man die Möglichkeit erhält, Siegel herzustellen. Diese Siegel gewähren den Zugang zu einem Alptraumdungeon und wenn ihr diesen schafft, erhaltet ihr ein neues und eventuell ein höheres Siegel. Am Ende des Dungeons kann man die Glyphen, welche man erbeutet hat und im Paragon Baum nutzt bis zu einem bestimmten Level verbessern und die Effekte verstärken.

Echtgeldshop und Technik

Bevor wir zu unserem letzten Punkt kommen, in dem Falle den technischen Aspekten, wollen wir noch kurz auf den Echtgeld-Shop eingehen. Hier scheiden sich wie immer die Geister. Einige werden den Kopf schütteln und diesen nicht einmal “mit der Kneifzange” anfassen, während andere diesen neutral betrachten oder sogar akzeptieren und nutzen. In diesem Echtgeld-Shop kommen regelmäßig neue Waren, welche allerdings permanent kosmetischer Natur sind. Darunter zählen Outfits für die verschiedenen Klassen, Emotes, Pferde, Dekorationen oder ähnliches. Ob man selbst ein Outfit für 20-25 € erwerben möchte, muss man schlussendlich für sich selbst entscheiden.

Wir haben, wie man in dem Titel erkennen kann, Diablo IV für den PC getestet und können uns weitgehend nicht beschweren. Grundsätzlich hat bei uns zumeist nur “Plattformübergreifende Modus” für Probleme wie Rubberbanding gesorgt. Da man diesen jedoch deaktivieren kann, stört uns dies nicht sonderlich und falls man doch einmal mit einem anderen Spieler zusammenspielt, welcher eine andere Plattform nutzt, kann man damit gut umgehen, da die Probleme zumeist nur in der Stadt auftauchen. Abstürze oder Ruckler konnten wir keine bzw. nur sehr wenig verzeichnen. Hin und wieder gab es Probleme vom Server, aber das hat mit dem technischen Stand des Spiels nichts zu tun. Diablo 4 ist äußert detailreich und düster gestaltet und der gewählte Soundtrack sowie die Synchronsprecher passen perfekt zusammen.

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
92 %
QuelleDiablo 4
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.
diablo-4-test-review-pc<blockquote>Seit der Ankündigung von Diablo 4 war ich einerseits voller Vorfreude und andererseits sehr skeptisch, wie das Spiel bei Release wirklich werden wird. Eines kann aber sofort gesagt werden: Das Warten hat sich gelohnt und die Sorgen waren zum Großteil absolut unbegründet. Die Story von Diablo IV ist abwechslungsreich, spannend und actionreich und weiß durchaus zu Überzeugen, ohne zu langatmig zu wirken und benötigt auch keine unnötigen "Filler"-Hauptquest, um diese Geschichte zu strecken. Das Kampfsystem ist typisch Diablo-"lastig" und durch die vielen Verschiedenen Skills und Möglichkeiten, seinen eigenen Spielstil zu entwickeln, hat man immer etwas zu tun und sei es nur, um andere Klassen zu probieren. </blockquote> <blockquote>Aber auch außerhalb der Story bzw. im Endgame gibt es viel zu tun. Die öffentlichen Events und Legions-Angriffe, aber auch die Alptraum-Dungeons und de Weltbosse, sowie das Höllenfeuer-Event bringen eine Menge Abwechslung und man Fiebert mit, welche Ausrüstung man als nächstes bekommt. Der Schwierigkeitsgrad steigt stetig an und ist auch auf Dauer nicht unfair gestaltet. Wir sind gespannt, wie sich die Season entwickeln wird, welche bald starten wird. Sowohl die Technik und Grafik, aber auch der Sound sind vollkommen passend und das düstere Setting passt wieder mehr zur Diablo-Reihe als es der Vorgänger getan hat. Lediglich an den Rubberbanding und Server-Problemen muss noch gearbeitet werden</blockquote> <hr /> <blockquote> <strong>Positiv</strong> <ul> <li>Unterhaltsame Story</li> <li>Akzeptabler Schwierigkeitsgrad</li> <li>Viele Nebenquests</li> <li>Dauerhafte Boni durch Statuen</li> <li>Große Offene Welt</li> <li>Weltbosse</li> <li>Höllenflut-System</li> <li>Alptraum-Dungeons</li> <li>Multiplayer plattformübergreifend</li> <li>Viele verschiedene Klassen und Spielweisen</li> <li>Tolle Grafik, gute Soundeffekte und düsteres Setting</li> <li>Passende Synchronsprecher</li> </ul> <strong>Negativ</strong> <ul> <li>Teils etwas zu leicht</li> <li>Rubberbanding Probleme</li> <li>Serverprobleme</li> </ul> </blockquote> <hr /> <blockquote>Name: Diablo 4</blockquote> <blockquote>Plattformen: PC, Playstation 5, Xbox Series S/X</blockquote> <blockquote>Genre: Adventure, Hack n Slay</blockquote> <blockquote>Veröffentlichung: 02. Juni 2023 / 06. Juni 2023</blockquote> <blockquote>USK/PEGI: 16 / 18</blockquote> <blockquote>Entwickler: Blizzard Entertainment</blockquote> <blockquote>Publisher: Blizzard Entertainment</blockquote> <blockquote>Offizielle Website: <a href="https://diablo4.blizzard.com/de-de/">LINK</a></blockquote> <hr /> <blockquote>Anmerkung: Die PC-Version von Diablo 4 wurde game7days für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Publishers oder Entwicklers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.</blockquote>