Star Wars Jedi: Survivor – Test / Review (PC)

4 Jahre ist es her, dass wir mit Cal Kestis, einem Mitglied der Jedi, in Star Wars Jedi: Fallen Order eine Menge Abenteuer erlebt haben. Cal, welcher durch Glück die Säuberung der Jedi überlebt hat, kämpft nun seit jeher gegen das Imperium an. Mit mittelmäßigem Erfolg, wie man leider feststellen muss. Nun, 4 Jahre später, können wir erneut in seine Rolle schlüpfen, um in Star Wars Jedi: Survivor erneut den Kampf gegen das Dunkle antreten zu können. Wir haben uns den Titel genauer angeschaut, um euch darüber berichten zu können!

Was ist bisher geschehen

Wer sich daran erinnert, wird wissen, dass in Star Wars Jedi: Fallen Order Cal mit seinen Freunden versucht hat, das Imperium zu besiegen und auch, dass dieser Plan gescheitert ist. Vor ungefähr 4-5 Jahren hat sich die Crew der Mantis, Cal’s Raumschiff, schlussendlich getrennt und leben nun ein Leben auf der Flucht. Ohne Merrin, Greez und Cere hat sich Cal in den Dienst von Saw Gerrera gestellt. Hierbei handelt es sich um einen Anführer der Partisanen. Mithilfe seine neuen “Crew”, einer Bande von Outlaws, erfüllt er nun Missionen für Saw. Hier steigen wir nun auch ins Spiel ein. Mitten bei einer Mission auf Coruscant jedoch läuft einiges schief, was ein paar der Crew-Mitglieder das Leben kostet und Cal natürlich Zweifeln lässt.

Allerdings hat er Glück im Unglück. Nach seiner Bruchlandung auf Koboh begegnet er einem altem Freund und erlangt gleichermaßen an Informationen, welche mit den Jedi der Hohen Republik zu tun haben. Die Rede ist hier von einem weit entfernten Planeten, welcher einen sicheren “Hafen” darstellen soll. Cal sieht dies natürlich als Chance, sich selbst und seinen Freunden ein sicheres Leben zu bieten. Dafür muss jedoch die alte Truppe wieder zusammengetrommelt werden, was sich als schwieriger herausstellt, als gedacht dank dem Imperium, den Raiders und anderen Bösewichten im Spiel.

Man merkt während der Geschichte bereits die Entwicklung, welche Cal Kestis seit den Geschehnissen des ersten Teils mitgemacht hat. Während er im ersten Teil noch ein Padawan war, welcher unerfahren und zum Teil ungeschickt agierte, hat er sich nun zu einem erfahrenen Jedi-Ritter gemausert, welcher eine enorme Kraft besitzt, mit welcher natürlich auch eine enorme Verantwortung einher geht. In Star Wars Jedi: Survivor erwarten den Spieler eine interessante, spannende Story mit vielen actionreichen Kämpfen, aber auch eine Art “Beziehungsdrama” oder vielmehr zwischenmenschliche Handlungen zwischen Cal und seiner alten Crew.

Welche Kampfart darf es sein?

Cal stehen im Verlauf des Spiels 3 Arten von Kampf-Varianten des Lichtschwertes zur Verfügung. Die erste Variante ist die normale einhändige Version. Welche eine kürzere Reichweite, mittelmäßigen Schaden und eine moderate Geschwindigkeit mit sich bringt. Die zweite, von uns bevorzugte Variante, war ein zweihändiges Lichtschwert, wie man es von einigen Sith kennen dürfte. Hierbei hat man eine höhere Reichweite, verursacht mehr Schaden, hat allerdings eine langsamere Angriffsgeschwindigkeit. Zu guter Letzt gibt es noch die Doppellichtschwerter, also je ein Lichtschwert pro Hand. Diese Variante verursacht etwas weniger Schaden, ist allerdings bedeutend schneller als die anderen beiden Varianten, welche Cal zur Verfügung stehen. Man kann außerhalb und während des Kampfes beliebig zwischen zwei der 3 Möglichkeiten wechseln. Im späteren Verlauf erlernt Cal auch noch den Umgang mit den Parierstangen und dem Blaster.

Allerdings sind das nicht die einzigen Fähigkeiten, welche er beherrscht. Im Verlauf des Spiels erhält man wie schon im ersten Teil immer wieder Fähigkeitspunkte, welche man bei einer Meditationsstelle einsetzen kann. Hier stehen dem Spieler mehrere Skillbäume zur Verfügung. Einige dieser Skillbäume gewähren permanent mehr Macht, andere bringen weitere passive Boni mit sich und es gibt auch Möglichkeiten, für jede der genannten Waffenarten neue Angriffe und Kombinationen zu erlernen. Darunter zählen beispielsweise der Wirbelangriff mit dem Zweihand-Lichtschwert, neue Finisher-Angriffe, den Lichtschwert-Wurf und viele andere Fertigkeiten. Auch den Umgang mit der Macht kann man hier bedeutend verbessern, was für den Verlauf des Spiels unabdingbar ist.

Kämpfen will gelernt sein

Das Kämpfen ist leicht zu verstehen, aber je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad schwer umzusetzen. Neulingen empfehlen wir den Jedi-Padawan Schwierigkeitsgrad und erfahreneren Spielern einen der höheren Modi. Man kann jedoch jederzeit den Modus ändern, wenn es einem zu leicht oder zu schwer wird. Grundsätzlich funktioniert das Kampfsystem relativ simpel: Man hat die Möglichkeit, Gegner anzuvisieren. Zusätzlich gibt es leichte / normale Angriffe, aber auch Spezialangriffe sowie Kombinationsangriffe, welche man durchführen kann. Ferner stehen Cal auch eine Ausweichfunktion, eine Blockfunktion und die Konterfunktion zur Verfügung. Die Ausweichfunktion kann beliebig oft eingesetzt werden, während die Blockfunktion stetig Ausdauer verbraucht und Cal kurzzeitig benommen machen kann, was Gegnern natürlich einen Vorteil bringt. Durch regelmäßige und andauernde Angriffe, kann man Gegner jedoch auch aus dem Gleichgewicht bringen und ihnen mehr Schaden zufügen. Ferner füllt sich bei den Angriffen permanent eine Anzeige, welche Cal die Fertigkeit gewährt, kurzzeitig die Zeit für Feinde zu verlangsamen.

Natürlich ist es Cal Möglich, Angriffe zu reflektieren oder Schüsse zurückzu”werfen”. Aber auch Bomben, Steine oder andere Varianten dienen als Angriffsmöglichkeit. Cal steht im Verlauf des Spiels immer mehr “Macht” zur Verfügung, welche für diese Angriffe oder auch für das Übernehmen und Verwirren von Gegnern benötigt wird. So ist es möglich, in Feindgruppen einige Gegner kurzzeitig zu Verbündeten zu machen, welche ihre eigenen Kameraden angreifen. Auch das heranziehen und wegstoßen von Feinden ist so möglich. Einige Fertigkeiten kann man auch verbessern oder verstärken, indem man sogenannte Boni findet, freischaltet und aktiviert. Letzteres funktioniert bei jeder Meditationsstelle. Cal stehen hier je nach Fortschritt eine bestimmte Anzahl an Punkten zur Verfügung und jeder Bonus benötigt eine bestimmte Punktzahl. Zu Beginn kann man drei aktive Bonus-“Punkte” verteilen, wovon einige Boni 1 oder auch 2 benötigen.

Erkundet die Galaxis

Im Vergleich zu Star Wars Jedi: Fallen Order erwartet euch in Star Wars Jedi: Survivor eine gigantische, große Welt mit verschiedenen Planeten, wobei Koboh einer der größten Planeten im Spiel darstellt, welchen man relativ schnell erreicht. Diese Planeten wollen natürlich ausgiebig von euch erkundet werden und bringen allerhand Geheimnisse mit sich, die natürlich mit außergewöhnlichen Belohnungen winken. Die Gestaltung der Planeten, allen voran Kobohs, ist den Entwicklern des Spiels definitiv gelungen. Aufgrund der Kartengröße gibt es nun sogar die Möglichkeit, sich mit Reittieren über die Karte zu bewegen. Hierunter zählen wirkliche Bodenreittiere oder auch Gleiter, um Schluchen zu überwinden. Aber natürlich erkundet man auch eine Menge zu Fuß und einige Stellen müssen erst im späteren Spielverlauf besucht werden, da man vorher nicht die Fähigkeiten hat, bestimmte Rätsel oder Wege zu benutzen. Die Schnellreisefunktion erspart einem jedoch eine Menge Lauferei und ist definitiv ein Pluspunkt.

Auch werden auf den Planeten und in den verschiedenen “Missionen” die typischen Jedi-Fertigkeiten benötigt und gefordert. Darunter zählen der klassische Zweifachsprung, um weitere Schluchten zu überwinden oder auch der Wandsprung, um in die Höhe zu gelangen. Außerdem kann Cal nach wie vor an Wänden entlanglaufen, an Seilen schwingen und besitzt eine Art Greifhaken, welcher jedoch nicht überall genutzt werden kann. Im Verlauf des Spiels kommt es häufig vor, dass diese Bewegungsmöglichkeiten kombiniert werden müssen und einige dieser Varianten schaltet man erst im Verlauf des Spiels frei. Durch diese Rätsel und Geheimnisse findet man Verbesserungen für die Macht, die eigene Gesundheit, neue Fähigkeitspunkte, aber auch Dekorationen für BD-1, neue Kleidung und Frisuren für Cal oder neue Materialen für das Lichtschwert.

Interessant ist auch die Gestaltung von Rambler’s Reach, eine Siedlung auf Koboh, in welcher wir einem alten Freund begegnen. Man bekommt als Spieler die Möglichkeit, in der Welt neue Bewohner für die Siedlung zu finden, dieser Stück für Stück Leben einzuhauchen und diese somit zu unserer Basis im Spiel zu machen. In der Welt findet man auch gelegentlich Nebenmissionen, welche dafür sorgen, dass man neue Inhalte oder Gespräche in Rambler’s Reach freischaltet. Ferner finden sich dort Händler ein, bei welchen man interessante Gegenstände im Tausch gegen Erze erwerben kann.

Von Kopfgeldern, über Mini-Spiele bis hin zu Gartenarbeiten

Natürlich gibt es neben der Hauptgeschichte auch andere Dinge zu erledigen. Darunter zählen beispielsweise die Gerüchte, welche bereits erwähnte Nebenmissionen darstellen. Aber auch hier gibt es weitaus mehr zu tun. Beispielsweise gibt es Kopfgeld-Missionen, welche interessante Belohnungen mit sich bringen, es wartet ein Holo-Minispiel in der Cantina von Rambler’s Reach auf euch und ihr könnt Pflanzen-Samen, welche man in der Galaxis auf den Planeten ernten kann, auf dem Dach der Cantina einpflanzen. Auch findet man überall Truhen, welche Belohnungen für euch beinhalten oder Scanbare Objekte für BD-1, die Informationen beinhalten. Durch die umsichtige Erkundung in Star Wars Jedi: Survivor findet man auch häufiger kleine oder große Nebenbosse, welche zum Teil schwerer sind als manche Bosse der Hauptgeschichte und an einigen hatten wir hier ziemlich zu knabbern.

Überall in der Welt findet man auch Werkbänke. Bei diesen kann man beispielsweise BD-1 vom Aussehen her verändern. Darunter zählen die Beine, der Brustpanzer oder beispielsweise auch der Kopfteil. Auch die Farbe und das Material, sowie das dargestellte “Alter” können angepasst werden. Selbiges gilt im übrigen auch für das Lichtschwert. Findet oder erhält man neue Einzelteile, kann man diese an der Werkbank austauschen und damit das Aussehen verändern. Darunter zählt auch die Farbe des Lichtschwertes. Ist euch eher nach einer goldenen Farbe, ist das natürlich möglich. Wie bereits erwähnt kann man auch die Kleidung, die Farbe der Kleidung und Cals Frisur ändern, wenn man solche Gegenstände in der Welt findet.

Technisch mangelhaft

So gut das Gameplay und der Inhalt des Spiels auch ist, ein gewaltiges Manko besitzt das Spiel zum jetzigen Zeitpunkt auf jeden Fall noch. Damit meinen wir vor allem die technische Umsetzung des Spiels. Wir haben, wie ihr anhand des Titels erkennen könnt, die PC Version getestet. Zu Beginn war das Spiel bis zum ersten Patch leider beinahe unspielbar für uns trotz mehr als ausreichender Hardware. Nach dem ersten Patch bzw. den ersten Patches ist es nun weitgehend spielbar, allerdings merkt man noch immer extreme Probleme der Performance. Dies liegt vermutlich aber auch daran, dass leider keine DLSS Funktion zur Verfügung steht.

Je nach Gebiet wechselt die FPS von einem hohen Bereich auf 60 FPS oder umgekehrt und Mini-Freezes gab es auch an mehreren Stellen im Spiel. Diese Problematik verstärkt sich bei längerem Spielen immer mehr und lediglich ein Neustart kann das Problem beheben. Auch kommt es hin und wieder vor, dass die Darstellung von scharf zu einer Art Unschärfe wechselt und auch ein gelegentliches Flackern von manchen Grafiken ist möglich. Gut gelungen ist dagegen die Soundkulisse, die Sprachsynchronisierung und die typische Star Wars Musik, welche einen im Spiel erwartet. Wir hoffen, das EA schnellstmöglich die Performance Probleme in den Griff bekommt, um das Spiel auf den Zustand zu bringen, auf welchem es sein sollte. Sobald dies der Fall ist, ist Star Wars Jedi: Survivor definitiv einer der besten Titel des Jahres zum aktuellen Zeitpunkt.

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Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
87 %
QuelleStar Wars Jedi: Survivor
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.
star-wars-jedi-survivor-test-review-pc<blockquote>Nachdem ich den ersten Teil von Star Wars Jedi bereits viele Stunden intensiv gespielt habe, war mir sofort klar, dass ich mir den Nachfolger-Titel Star Wars Jedi: Survivor genauer anschauen werde und ich muss sagen, dass ich es weitgehend nicht bereue. Die Geschichte ist, wie schon im Vorgänger-Titel fesselnd und actionreich gestaltet, ohne auf zwischenmenschliche Beziehungen im Spiel verzichten zu müssen. Der Mix aus beidem ist dem Entwickler-Team sehr gut gelungen. Auch die Kampfmöglichkeiten sind unterhaltsam und je nach Schwierigkeitsgrad nicht zu unterschätzen. Besonders interessant macht es, dass man anhand der Skillbäume seinen eigenen Spielstil zusammenstellen kann.</blockquote> <blockquote>Neben der Hauptquest hat man auf der doch relativ riesigen Welt eine Menge zu tun. Seien es die Nebenquests, Rätselbereiche, das Suchen von interessanten Orten oder auch einfach nur ein Minispiel in der eigenen Basis zum Zeitvertreib. Grafisch hat man sich alle Mühe gegeben, das Spiel interessant, lebendig und detailreich aussehen zu lassen. Dies gilt auch für die Synchronsprecher und die Soundeffekte. Einen Punktabzug müssen wir jedoch für die Performance der PC Version geben. Die Ruckler, welche man zum Teil erlebt trotz ausreichender Hardware sind enorm und häufig hilft hier nur ein regelmäßiger Spielneustart, um das Spiel wieder mit über 60 FPS erleben zu können. Auch gibt es hin und wieder Grafikfehler, welche unbedingt ausgebessert werden müssen. Alles in allem jedoch ist Star Wars Jedi: Survivor ein spaßiges Spiel, dessen Kauf sich definitiv lohnt.</blockquote> <hr /> <blockquote> <strong>Positiv</strong> <ul> <li>Actionreiche Story</li> <li>Viele Quests</li> <li>Haufenweise Nebenquests</li> <li>Viele Rätsel</li> <li>Einige Geheimnisse</li> <li>Riesige, zum Teil offene Welt</li> <li>Reittier-System</li> <li>Verschiedene Kampfstile und Fähigkeiten</li> <li>Ramblers Reach-Außenposten verbesserbar</li> <li>Viele Sammelobjekte</li> <li>Hoher Schwierigkeitsgrad</li> <li>Sehr gute Grafik</li> <li>Tolle Soundeffekte</li> <li>Schöne Atmosphäre</li> </ul> <strong>Negativ</strong> <ul> <li>Extreme FPS Schwankungen</li> <li>Gelegentliche Texturfehler</li> <li>Technisch an einigen Stellen mangelhaft</li> </ul> </blockquote> <hr /> <blockquote>Name: Star Wars Jedi: Survivor</blockquote> <blockquote>Plattformen: PC, Playstation 5, Xbox Series </blockquote> <blockquote>Genre: Action-Adventure</blockquote> <blockquote>Veröffentlichung: 28. April</blockquote> <blockquote>USK/PEGI: 16 / 12</blockquote> <blockquote>Entwickler: Respawn Entertainment</blockquote> <blockquote>Publisher: Electronic Arts</blockquote> <hr /> <blockquote>Anmerkung: Die PC-Version von Star Wars Jedi: Survivor wurde game7days für den Test zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Publishers oder Entwicklers auf den Testbericht hat nicht stattgefunden.</blockquote>