Endzone: A World Apart – Test / Review (PC)

Strategiespiel-Fans gibt es mit ziemlicher Sicherheit in einer größen Zahl weltweit. Dies gilt sowohl für Pen & Paper, als auch für Brettspiele und natürlich auch für Computerspiele. Die bekanntesten Strategie-Titel, welche zumindest vom Namen her den meisten unter euch etwas sagen wären, sind Age of Empires, Die Siedler oder auch die Anno-Spielereihe. GentlyMad Studios als Entwickler und die zwei Publisher Assemble Entertainment und WhisperGames haben sich jedoch gedacht, dass ein weiterer Strategiespiel-Titel im postapokalyptischen Setting fehlt und deswegen Endzone: A World Apart entwickelt. Wir haben die Möglichkeit erhalten, das Spiel ausgiebig zu testen und diesen Review für euch zu tippen!

Vom Early Access bis zum offizielle Release

Zunächst einmal sei gesagt, dass Endzone: A World Apart, wir nennen es im Review nur Endzone, bereits seit April 2020 offiziell als Early Access Spiel zum Kauf bereitgestellt wurde. Am 18. März nun war es endlich soweit und nach vielen Updates, Neuerungen und Patches feierte man den endgültigen Release. Dies sogar mehr als zufriedenstellend. Bisher wurden seit Start des Early Access bis heute über 250.000 Exemplare verkauft worden, vom offiziellen Release an gerechnet zumindest auch schon 75.000 Einheiten. Damit ist Endzone offiziell der „erfolgreichste Release“-Titel von Assemble Entertainment.

Das Spiel selbst ist bei Steam erhältlich. Hier gibt es zwei verschiedene Varianten. Zunächst einmal wäre hier die Standard Edition. Der Normalpreis eben jener Edition beträgt 23,99€. Da allerdings momentan ein Sale stattfindet und dieser bis zum Abend des 25.03.2021 aktiv bleibt, zahlen interessierte Spieler lediglich 15,59€. Die zweite Variante ist die sogenannte „Save the World“-Edition. Hier erhalten die Käufer noch den offiziellen Soundtrack hinzu. Ferner wird hier für jede verkaufte Edition ein Baum gepflanzt. Eine tolle, vorbildliche Aktion, wie wir finden! Der Standard-Preis dieser Edition beträgt 33,09€, allerdings ist diese Edition ebenfalls im Sale für 22,09€ erhältlich.

Aller Anfang ist schwer!

Bei Spielstart könnt ihr unter „Neues Spiel“ auswählen, welchen Modus ihr spielen möchtet. Zur Auswahl stehen wir folgende drei Optionen:

  • Einführung
  • Überlebensmodus
  • Szenarien

Wir würden euch auf jeden Fall empfehlen, den Einführungsmodus, aka das Tutorial, zuerst zu nutzen. Hier habt ihr die Auswahl zwischen einem großen Haupt-Tutorial und mehreren kleinen, spezifischen Einführungen. Wir haben zu Anfang erst probiert, eine Runde im Überlebensmodus zu starten, allerdings waren wir relativ schnell an einem Punkt angelangt, bei dem wir nichts mehr machen konnten.

Zunächst einmal lernen wir hier, wie wir uns um unsere Wasserversorgung kümmern. Dafür sollte bereits zu Beginn des Spiels  ein „Steg“ in der Nähe eines Sees errichtet werden und in der näheren Umgebung eine Zisterne. Das „Placement“ bzw. das Platzieren der Gebäude und Objekte ist anhand eines großflächigen Kachelsystems problemlos möglich. Achtet aber darauf, genug Platz zu lassen, damit ihr auch noch im späteren Verlauf Straßen bauen könnt. Allerdings gilt es natürlich dennoch, logisch mitzudenken, um jedes bisschen Platz sinnvoll zu nutzen. Neben der Wasserversorgung gilt es ebenso, sich um genügend Nahrung zu kümmern. Hier stehen zu Beginn drei gute Möglichkeiten zur Verfügung. Wir würden empfehlen, zunächst einmal 1-2 große Felder oder 1 großes Feld und eine große Plantage anzulegen. Dies kostet euch keinerlei Bau-Ressourcen. Bei einem Klick auf das Feld könnt ihr bereits freigeschaltete Saatgüter sehen und auswählen, welches verwendet werden sollte. Neben den Feldern empfehlen sich noch eine Sammlerhütte für Beeren und Pilze und natürlich eine Jagdhütte, um umherstreifende Tiere wie Rehe, Hasen, Wildschweine oder ähnliches erlegen zu können.

Die Welt von Endzone ist natürlich sehr hart. Es fällt oft Regen und gelegentlich ist dieser sogar kontaminiert. Sind eure Siedler diesem mehrfach schutzlos ausgeliefert, können diese unfruchtbar werden. Wie ihr es euch bereits denken könnt, kann dies schnell den Untergang einer Siedlung herbeiführen. Daher sollte man zunächst auch dafür sorgen, dass sich erwachsene Siedler fortpflanzen können. Dafür müssen Hütten gebaut werden. Achtet darauf, dass ihr diese an einer guten Stelle platziert und Industrie oder Werkstätten nicht in der Nähe sind, da diese den Wert und die Zufriedenheit der Häuser senken. Dadurch solltet ihr zunächst einmal eure Siedlung zumindest in dem Sinne „gerettet“ zu haben, dass diese nicht aufgrund mangelnden Nachwuchses ausstirbt!

Ressourcen, so weit das Auge reicht!

Allerdings reichen eure Anfangsmaterialien nicht sonderlich weit. Mit dem wenigen Holz oder Schrott, welchen ihr besitzt, kommt man nicht weit. Hierfür könnt ihr zunächst einmal im Baumenü unter Aufträge Siedlern zuweisen, entweder Holz zu hacken, Beeren und ähnliches zu sammeln oder kleine Schrotthaufen abzubauen. Diese Materialien werden am besten sofort in bessere Sammelmöglichkeiten investiert.

Den Anfang macht hier der Schrottsammler. Diesen solltet ihr, wie bereits erwähnt abseits eurer Wohnsiedlung platzieren und dort auch genügend Platz haben, um andere Industrielle Gebäude errichten zu können. Dem Schrottplatz selbst kann man, wie vielen anderen Gebäuden auch, einen Arbeitsplatz zuteilen. Der Schrott, welcher hier gesammelt wird, wird entweder in eurem Hauptlager, dem Bus, oder beim Schrottplatz selbst gelagert, solange noch keine Lagerhäuser verfügbar sind. Jedoch ist es eure Aufgabe, diesen Schrott zu Recyceln. Dafür stehen euch sogenannte Recycler zur Verfügung. Anfangs können diese je eine von drei verschiedenen Materialien dadurch gewinnen: Stoff, Metall oder Plastik. Es empfiehlt sich also, 3 verschiedene Recycler zu bauen und dadurch alle Materialien zu erhalten.

Wichtig ist ebenfalls das Holz, denn wenn euch dieses ausgehen sollte, könnt ihr keine Reparaturen, Verbesserungen oder Neuerrichtungen mehr vornehmen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, einen Förster oder sogar zwei in der Nähe eines Waldes zu platzieren. Diesen könnt ihr den Auftrag geben, Holz abzuholzen oder Bäume anzupflanzen. Auch ein Mittelmaß dazwischen ist möglich, da uns dies aber nicht lukrativ genug erschien, haben wir einen Förster abholzen und einen anderen wieder anpflanzen lassen. Damit sorgt ihr zu Beginn schon für eine stetige Menge an Holz und natürlich an Schrott beziehungsweise Materialien.

Verstrahlung und lange Arbeitszeiten? Nein danke!

Natürlich ist es nicht toll und auch zeitlich nicht förderlich, wenn eure Siedler nur mit den Händen arbeiten können. Dafür gibt es eine Werkstatt, welche ihr erbauen müsst, um entweder Schrott- oder Metallwerkzeuge herzustellen. Letztere sind natürlich bedeutend langlebiger und erzielen bessere Ergebnisse. Damit diese Gegenstände hergestellt werden können, muss allerdings noch mindestens eine Köhlerei erstellt werden, um genug Kohle für die Herstellung zu erwirtschaften.

Neben Werkzeugen wartet jedoch noch ein weitaus größeres Problem auf euch: Die Strahlung. Wie bereits erwähnt gibt es diesen kontaminierten Regen. Insofern es regnet gibt es hier 4 Stufen: Keine Kontamination (weiß), Geringe Kontamination (grün), Mittlere Kontamination (gelb) und starke Kontamination (rot)! Je nach Stärke benötigt ihr natürlich unterschiedliche Schutzausrüstung. Diese stellen die Schneidereien her. Hier könnt ihr Halstücher für niedrige Kontaminationen herstellen, Aktivkohlemasken für mittlere oder komplette Strahlenschutzanzüge für die starke Kontamination. Je nach Gegenstand werden selbstverständlich andere Materialien verlangt. Achtet also darauf, dass ihr immer genug Ressourcen zum Herstellen der Schutzausrüstung besitzt und baut im Zweifelsfall weitere Schrottplätze oder Recycler, um der Nachfrage gerecht zu werden!

Falls es jedoch doch einmal dazu kommt, dass eure Siedler oder auch Objekte und Häuser in der Nähe verstrahlt sind, könnt ihr diese mit sogenannten Dekontaminations-Kits „säubern“, welche im gleichnamigen Gebäude hergestellt werden können. Ferner ist es euch später möglich, mit „arbeitslosen“ Siedlern den Boden umzugraben und damit von der Verstrahlung zu reinigen.

Das Wohl der Gemeinschaft muss beachtet werden

Neben diesen Grundaufgaben erwartet das Spiel, dass ihr euch nebenbei natürlich auch um die Stimmung, der Nöte und anderen Kleinigkeiten der Siedler kümmert. Platziert also frühstmöglich ein „Forum“ in eurer Siedlung. Hier könnt ihr diverse Dekrete erlassen, welche euren Bürgern entweder gefallen oder deren „Laune“ senken. Ferner erscheinen hier in unregelmäßigen Abständen und je nach Zustand eurer Siedlung Nebenaufgaben. Diese zu erfüllen erhöht entweder die Zufriedenheit der Bürger, gewährt euch Ressourcen, neues Saatgut, Technologie-Punkte oder ähnliche Kleinigkeiten.

Neben dem Forum ist es auch wichtig, ein Sanitätshaus zu errichten, damit kranke Bürger sich hier behandeln lassen können. Dafür wird Medizin benötigt, welche mit Kräutern hergestellt werden muss. Diese erhaltet ihr in erster Linie durch den Kräutersammler. Legt hier am besten von beidem einen Vorrat an. Irgendwann sterben die Siedler an Altersschwäche, Krankheit, Hunger oder Durst. Hier solltet ihr also auch einen Friedhof platzieren, welcher die Toten einsammelt und vergräbt, denn herumliegende Leichen sorgen natürlich für Krankheiten.

Zu guter Letzt solltet ihr Lagerfeuer platzieren, um die Zufriedenheit der Siedler zu erhöhen. Selbiges gilt auch für Kneipen, die aber erst im späteren Verlauf des Spiels richtig genutzt werden können. Die Schule jedoch solltet ihr unbedingt bauen bzw. je nach Siedlerzahl auch mehrere. Diese bilden die Siedler-Kinder in verschiedenen Belangen aus, wie beispielsweise dem besseren Handling mit Werkzeugen, wodurch diese langsamer kaputtgehen.

Mit diesen Möglichkeiten solltet ihr euch schon ein gutes Grundgerüst bei der Siedlung aufgebaut haben.

Ausspähen, Wandern und Erkunden liegt den Siedlern im Blut

Natürlich hat man in Endzone mehr zu tun als nur zu Bauen und zu Überleben. Ein Ziel wäre beispielsweise, neue Technologien zu entdecken, Saatgut zu finden und die Gegend zu erkunden. Während letzteres beim Spielen automatisch passiert, benötigt man für die anderen Punkte einen sogenannten Expeditionsposten, welchen ihr auch schnell bauen solltet.

Bei diesem Expeditionsposten könnt ihr Kundschaftern den Auftrag geben, interessante Gebäude auszukundschaften. Dies dauert im Üblichen einige Minuten und wird euch, wenn dies gelungen ist, mit einem Button am oberen Bildschirmrand dargestellt. Klickt man darauf, sieht man, um welche Art von Gebäude es sich handelt, ob sich eine Erkundung lohnt und welche Siedler dafür benötigt werden.

Vor dem Erkundungsstart seht ihr zunächst die Anforderungen, welche an das Team gestellt werden. Wir empfehlen hier, nur dann aufzubrechen, wenn alle Anforderungen erfüllt sind. Diese sind je nach Gebäude und Karte immer unterschiedlich. Bei einer Mission werden nur Erwachsene, also keine älteren Siedler, benötigt. Andere Missionen verlangen Siedler mit bestimmten Abzeichen oder Kenntnissen, welche diese sich im Laufe der Zeit aneignen können. Auch werden oft Hilfsmittel wie Stoff, Iodtabletten oder andere Kleinigkeiten, Schutzausrüstung und Werkzeuge gefordert. Habt ihr diese ausgewählt, teilt ihr dem Team noch Nahrungsressourcen zu und schickt diese dann los.

Auch hier wird es wieder einige Zeit in Anspruch nehmen, bis diese dort ankommen. Jetzt beginnt aber der eigentliche Spaß: Ihr müsst euren Siedlern genau erklären, welche Räume sie betreten, welche Türen sie öffnen oder welche Aufgaben sie erledigen müssen. Diese gewähren euch im besten Fall Ressourcen, neue Siedler oder sogar Saatgut und Forschungspunkte. Also alles, was ihr dringend benötigt. Jedoch können auch Sachen schief gehen, wodurch sich die Erkunder verletzten oder sterben. Habt ihr alles erkundigt, könnt ihr am Schluss die gefundenen Gegenstände in eure Tasche packen und den Heimweg antreten. Dadurch, dass ihr in den erkundeten Gebäuden oder Einrichtungen eh nichts mehr finden werdet, bietet euch das Spiel vor dem Kundschaften eines anderen Geländes an, das alte zum Abriss für den Schrottplatz freizugeben.

Vom Überleben zum „Gerne leben“

Natürlich wollen eure Siedler nicht einfach nur vor sich hin vegetieren, sondern neue Sachen erforschen, die Siedlung wachsen sehen und ein langes Leben führen. Hierfür wird die Forschungsstation benötigt. In der Forschungsstation gibt es mehrere verschiedene Skillbäume. Natürlich haben wir diese für euch aufgelistet:

  • Nahrung: Fischfutter, Küche, Kuchen, Eintopf
  • Unterkünfte: Herumlungerungsverbot, Stabile Hütte, Ausgebaute Zuflucht
  • Ressourcen: Hanfweberei, Raffinerie, Abbau von Kohle, Abbau von Iod, Stollentiefbau, Schrottfänger, Ausgebaute Schneiderei, Verstärkter Rucksack, Ausgebaute Werkstatt, Sorgfalt
  • Logistik: Verbesserter Funkmast, Lagerhaus, Ausgebautes Lagerhaus, Befestiger Weg, Ansporn
  • Elektrizität: Elektronik, Windkraftanlage, Solarkollektor, Energiespeicher, Elektrische Wasserpumpe
  • Technologie: Rohrsystem, Wetterstation, Ausgebaute Schule, Wissenstransfer, Immunität
  • Verteidigung: Verteidigungsmaßnahmen, Barrikade, Sirenenturm

Wie ihr seht habt ihr hier eine große Auswahl an zu erforschenden Dekreten oder Gebäuden und anderen Buffs für eure Siedlung. Einige sind hier natürlich wichtiger als andere, was euch relativ früh auffallen sollte. Zu Beginn könnt ihr jedoch sowieso nur eine Hand voll dieser Dinge erforschen, da die anderen „Reihen“ noch nicht freigeschaltet sind, was bei dem Erreichen einer neuen Forschungsstufe automatisch passiert. Diese erhöht ihr mit den gefundenen Forschungsobjekten bei den Erkundungen.

Die Wetterstation kann definitiv empfohlen werden, da ihr durch diese immer erfahrt, wann der Regen kontaminiert ist und wann nicht. Ferner erlaubt euch die Wetterstation dann auch, Regenwasser-Kollektoren oder Felder und Plantagen bei kontaminiertem Regen (je nach Stufe auswählbar) abzudecken, damit diese nicht kontaminiert werden können. Neben der Wetterstation sind natürlich auch die ausgebaute Schule wichtig, da diese alle Verbesserungen gleichzeitig lehrt und nicht nur eine, wie es bei der normalen Schule der Fall ist.

Ferner empfiehlt es sich, Raffinerien zu Bauen, da diese alle Ressourcen gleichzeitig aus dem Schrott recyclen können. Zeitgleich sind selbstverständlich auch die ausgebaute Werkstatt und die ausgebaute Schneiderei nicht schlecht. Hier arbeiten mehr Siedler und es werden dadurch mehr Waren platziert. Nachdem diese Objekte gesetzt sind, sind natürlich auch stabile Hütten sinnvoll. Dies gilt vor allem dann, wenn unregelmäßig Sandstürme die Siedlung heimsuchen. Da Standstürme normalen Hütten Schaden zufügen und dies bei den stabilen Hütten langsamer passiert, ist es sinnvoll, stattdessen die neue Variante zu platzieren. Alleine schon deswegen, da hier mehr erwachsene Siedler einziehen können. Die Zuflucht und die verbesserte Zuflucht bieten im übrigen allen Bewohnern der Siedler ein Dach über dem Kopf, damit es keine Obdachlosen gibt. Auch kann man so das Bevölkerungswachstum im Auge behalten, da Siedler sich in der Zuflucht nicht fortpflanzen können. Gegebenenfalls könnt ihr natürlich auch einfach ein Dekret erlassen,  Geburten für 3 „Saisons“ ausfallen zu lassen, Kinder verbannen oder alte Menschen verbannen, was bei den Siedlern natürlich nicht gut ankommt, aber gelegentlich hat man keine Wahl!

Es werde Licht!

Strom hat in Endzone natürlich noch eine andere Aufgabe, als nur die Siedlung zu erhellen wie es in anderen Spielen der Fall ist. Zunächst einmal muss natürlich mithilfe von Windkraftanlagen und Solarkollektoren Strom erzeugt werden, wobei letztere selbstverständlich nur am Tag funktionieren. Je nach Größe der Siedlung braucht ihr davon auch mehrere. Um in der Nacht genug Strom für die Siedlung zu haben, schaffen Energiespeicher Abhilfe, welche am besten in der Nähe der Stromerzeuger platziert werden.

Da Strom sich aber bekanntlich nicht kabellos fortbewegt, müsst ihr auch für Stromleitungen sorgen und mithilfe der Stromanzeige sehen, welche Häuser noch keinen Strom erhalten. Diese sollten schnellstmöglich mit Stromleitungen angeschlossen werden. Auch wird bei den Sirenentürmen Strom benötigt, da diese ohne ihn nicht funktionieren. Ferner wird durch Strom die Arbeitseffizienz am Tag und in der Nacht um ein vielfaches erhöht. Versucht also, immer genügend Strom für die ganze Siedlung zu besitzen.

Verteilung der Ressourcen und Handel mit NPCs

Um eure Bewohner mit allem zu versorgen, was diese dringend brauchen, solltet ihr ein Markt bauen, da dort die Waren an alle verteilt werden können, ohne dass man die Siedler alle paar Minuten zum Hauptlager hetzen sieht. Selbiges gilt auch für die Nahrungsausgabe und die Wasserstelle, welche ihr platzieren könnt. Damit sparen sich die Siedler lange Wege und sind im allgemeinen Produktiver. Dies könnt ihr noch steigern, indem Dekorationsobjekte in der Nähe der Wohnhäuser platziert werden.

Den Bau von Straßen sollte man ebenfalls nicht außer Acht lassen. Je nachdem, welchen der beiden Straßentypen ihr verbaut, desto schneller bewegen sich alle Bewohner der Siedlung zwischen den verschiedenen Bereichen hin und her und laufen nicht mehr querfeldein, wie zu Beginn des Spiels.

Falls ihr jedoch einmal Mangel an Ressourcen habt, wird euch ein NPC Händler bestimmt gerne behilflich sein. Dafür wird ein Handelsposten benötigt. Hat man diesen gebaut, landet dort alle paar Minuten entweder ein unbekannter bzw. zufälliger oder ein festgelegter Händler und bietet euch Waren im Tausch gegen eure an. Ihr könnt mit ihm schlechte Handel abschließen, wodurch der Händler sich beleidigt fühlt und der Ruf bei diesem sinkt, faire Handel mit guten Bedingen durchführen oder Handel zu seinen Gunsten abschließen, was natürlich den Ruf erhöht. Dies hat auch Vorteile, da Händler mit der höchsten Rufstufe öfters bessere Waren wie neue Tierarten für eine Weide mitbringen, auf welcher Tiere gezüchtet und geschlachtet werden können. Auch Forschungspunkte und neue Saatgüter haben diese dabei.

Achtung Überfall!

Neu hinzugekommen sind bei dem offiziellen Release nun auch noch die sogenannten Plünderer. Diese überfallen je nach Schwierigkeitsgrad und Einstellungen des Spiels eure Siedlungen in regelmäßigen Abständen. Aktuell gibt es insgesamt 5 verschiedene Plünderer-Fraktionen.

Bevor eine Plünderung stattfindet, habt ihr noch kurz Zeit, nach einer Warnung seitens der Plünderungsfraktion zu überlegen, ob ihr euch wehrt oder Tribut zahlt. Anfangs ist definitiv die zweite Option die bessere. Hier müsst ihr zwar einen saftigen Tribut in Form von Wasser, Nahrung und/oder Ressourcen zahlen, allerdings lassen diese euch dann eine Weile in Frieden. Bei letzterem jedoch, bricht wortwörtlich die Hölle über eure Siedlungen herein.

Weigert ihr euch den Tribut zu zahlen, beginnt auch sofort der Angriff. Die Plünderer kommen von einer bestimmten Seite der Karte und versuchen in eure Siedlung zu gelangen. Jede Art von Gebäude wird von diesen Tunichtguten zerstört und geplündert. Aufhalten kann man diese Gegner theoretisch mit strategisch gut platzierten Wachtürmen. Achtet hier unbedingt darauf, dass diese einen bestimmten Abstand zu anderen Türmen einhalten, da sie sonst in ihrer Effektivität sinken. Die Miliz, welche diese Türme benannt, können mit scharfer Munition oder mit Gummigeschossen schießen. Erstere senken deren Truppenstärke bzw. „Lebenspunkte“, um sie zu besiegen und letztere deren Moral, wodurch die schwächer werden. Diese Munition wird in Munitionsfabriken hergestellt, für die ihr Schwefel benötigt, welches man wiederum in platzierten Minen abbauen lassen kann.

Natürlich könnt ihr euch Holzbarrikaden bauen. Diese blockieren den Gegner nicht komplett, verlangsamen ihn allerdings doch um ein vielfachen. Gemixt mit den Sirenentürmen, welche ebenfalls die Moral der Feinde senken, könnt ihr sie also schon bis zum eintreffen in eurer Siedlung enorm schwächen, wenn ihr sie strategisch gut platziert. Allerdings sind die Plünderer zum momentanen Zeitpunkt unserer Meinung nach noch viel zu stark. Zwar gelang es uns, sie öfters in die Flucht zu schlagen, allerdings war das kein leichtes (und auch kein billiges) Unterfangen!

Was wäre ein Strategiespiel ohne Micromanagement?

Damit all dies jedoch funktioniert, müsst ihr zwingendermaßen eure Siedler in die verschiedenen Rollen einteilen, welche ihr nach dem Bau der bestimmten Gebäude oder Einrichtungen freischaltet. Auch solltet ihr darauf achten, ein paar „Arbeitslose“ Siedler zu besitzen, da diese dafür zuständig sind, Aufträge durchzuführen die ihr gebt, wie beispielsweise das Umgraben von verseuchtem Boden.

Achtet stets darauf, die richtige Menge an Siedlern zugewiesen zu haben. Am besten ist es natürlich, wenn jeder Berufszweig komplett abgedeckt ist. Allerdings ist es hier natürlich wichtig, darauf zu achten, dass mehr Bürger auch mehr Wasser und Nahrung benötigen. Sammelt also weiterhin genug Wasser mit Wassersammlern über den Steg, mit Brunnen und Regenwasser-Kollektoren und selbstverständlich auch mit elektrisch betriebenen Wasserpumpen. Züchtet und schlachtet Tiere, erntet die Felder ab, lasst eure Siedler jagen und im Wald Beeren sammeln, handelt. Also im Großen und Ganzen: Haltet eure Siedlung im Bezug auf die Grundbedürfnisse immer im Grünen Bereich!

Hier hilft auch das Ressourcen-Menü, um den Überblick zu behalten, von welchen Ressourcen ihr wieviel eingelagert habt und wie die Einnahmen dieser Materialien in der jeweiligen oder in allen Saisons gewesen ist. Mehr Einstellungsmöglichkeiten habt ihr jedoch im „Fertigungsgrenzen“-Menü. Hier könnt ihr die maximale oder minimale Menge von allen Gütern einstellen, welche ihr sammeln oder herstellen lasst. Allerdings wird das im Laufe der Zeit immer schwerer, da ihr unendlich viel produziert, aber keine 100 Lagerhäuser bauen könnt. Auch ist es nicht möglich, Materialien und Ressourcen zwischen diesen Lagern hin und her transportieren zu lassen. Ihr könnt lediglich von Beginn an einstellen, welches Lagerhaus welche Ressourcen einlagern darf. Überlegt euch also strategisch und logistisch gut geplante Wege und Baupläne, denn wenn man hier wild drauf los baut, wird man schnell Probleme bekommen!

Wichtig ist ebenfalls, auf folgende Anzeigen zu achten:

  • Bodenstrahlung
  • Bodenfeuchtigkeit
  • Standortattraktivität
  • Elektrizität
  • Gebäudezustand
  • Wetter

Die Bodenstrahlung ist wie bereits erwähnt vom Regen abhängig, selbiges gilt auch für die Bodenfeuchtigkeit, wobei diese mit Bewässerungsanlagen natürlich beeinflusst werden kann. Die Standortattraktivität wird mit Dekorationen verbessert und damit steigt auch die Laune und Motivation eurer Siedler. In dem Elektrizitätsfilter sieht man genau den verbrauchten, gespeicherten und benötigten Strom der Gebäude und auch, wenn diverse Gebäude noch nicht an das Stromnetz angeschlossen sind. Gebäude gehen im Verhältnis selten kaputt. Hierfür sorgen nur zufällig generierte Unfälle und Sandstürme. Beschädigungen und zerstörte Gebäude können jederzeit repariert werden. Die Wetteranzeige zeigt euch an, welcher Regen fällt und auch, wenn wieder einmal ein Dürremonat ansteht. In diesen trocknen Böden und Seen komplett aus. Achtet also darauf, dass ihr genügend Nahrung und Wasser gespeichert habt.

Ferner solltet ihr auch immer ein Auge auf eure Siedler haben. Wenn man diese anklickt, sieht man neben dem Alter, der möglichen Verstrahlung und der Gesundheit auch die Abzeichen, ob diese Kleidung, Werkzeuge und Jobs besitzen und deren aktuelle Aktivität. Ferner ist es hier möglich, deren Familie, das Inventar, die Bildung und natürlich die Zuversicht zu sehen. Bei letzterem sieht man genau aufgeschlüsselt, welche positiven oder negativen Effekte den Siedler betreffen und kann Gegenmaßnahmen einleiten.

Der obere Bildschirmrand dient mit einer Minimap nur zur Orientierung. Auch sieht man die wichtigsten Ressourcen dort aufgeschlüsselt stehen und bekommt wichtige Ansagen oder auch die Quests und den Verlauf der letzten Tage genauer dargestellt.

Szenarien bringen Spaß und Verzweiflung

Während diese oberen Möglichkeiten vor allem den Überlebensmodus betreffen, bei welchem es darum geht, die Siedlung zu vergrößern und am Leben zu halten, sind Szenarien hier etwas ganz anderes. Insgesamt gibt es folgende 10 Szenarien, in welchen ihr jeweils 3 Ziele erfüllen könnt:

  • Die Wette
  • Dunkle Zeiten
  • Der lange Sommer
  • Garten Eden
  • Eine neue Hoffnung
  • Jäger und Gejagte
  • Wüstenblume
  • Regenzeit
  • Geteiltes Leid
  • Rom wurde nicht an einem Tag gebaut

Bei vielen Szenarien kann man, wie auch im Überlebensmodus selbst, noch separate Einstellungen der Spielerunde vornehmen. Es ist zum Beispiel möglich, Regen zu deaktivieren, dessen Strahlung auf 0 oder maximum zu setzen, Dürren und Sandstürme zu deaktivieren, ebenso wie Krankheiten und Plünderer. Auch könnt ihr hier die Menge der Wildherden auf der Karte, die Menge der Siedler und deren Ressourcen zu Beginn umstellen, Werkzeuge mitgeben und die Schutzkleidung der Startsiedler ändern, die Entfernung zum Wasser regeln, Saatgut freischalten, Forschungsutensilien herstellen lassen oder auch den Forschungsstand komplett abzuschließen. Die Karteneinstellungen selbst betreffen die Größe, die Berganzahl, die Menge der Seen und Bäume oder auch der Ruinen. Ferner könnt ihr die Größe der freien Fläche auswählen und wenn euch das jeweilige Gebiet nicht gefällt, ein neues Erstellen lassen. Es ist auch möglich, bestimmte Karten anhand eines Codes an andere weiterzugeben.

Die Szenarien jedoch haben es in sich. Für jedes komplett erfüllte Szenario erhält man am Ende einen Orden und hat man diese alle gesammelt, hagelt es Steam-Erfolge. Das ist jedoch leichter gesagt als getan, während einige Szenarien noch leicht sind, wie das Sammeln von 10 Saatgütern haben uns andere zum Verzweifeln gebracht. Damit meinen wir vor allem das Szenario „Der lange Sommer“, welcher uns mit 15 Monate Dürrezeit beglückt  hat. Einmal und nie wieder! Schlussendlich ist es uns aber gelungen, alle Szenarien komplett zu beenden.

Grafisch ansprechend, Sound überzeugend

Unserer Meinung nach hat man sich auch grafisch und soundtechnisch mit Endzone viel Mühe gegeben. Die Grafik selbst wirkt ansprechend und die Atmosphäre des Spiels bringt das postapokalyptische Setting richtig gut rüber. Auch wurden eine Menge Details ins Spiel eingefügt wie die unterschiedlich Aussehenden Gebäude, die Pflanzen und Pilze, Schrottberge, Ruinen, alte Autos oder ähnliches. Auf jeder Map wirkt alles einzigartig und weit verstreut, sodass man nicht immer das Selbe sieht wie vorher. Besonders interessant macht es auch das „Gewusel“ der vielen Siedler, wenn diese sich durch die Siedlung bewegen und ihren Aufgaben nachgehen. Hier macht es besonders viel Spaß zuzuschauen.

Auch die Wettereffekt sind gut gelungen. Bei der Dürre merkt man förmlich, wie das Bild bräunlich-grau wird und die Hitze den Leuten zu schaffen macht. Sekündlich sinkt der Pegel des Sees, bis er leer ist und sich erst am Ende der Dürreperiode wieder auffüllt. Auch sieht man hier wortwörtlich den Pilzen beim Wachsen zu, da diese, sowie auch die Kräuter nicht sofort wieder da sind sondern eben erst Wachsen müssen. Der Regen wirkt nicht übertrieben, ist allerdings dennoch gut ersichtlich. Gut gelungen ist auch die riesengroße Staubwolke, welche bei einem Sandsturm über die ganze Map fegt.

Toll finden wir auch die Musik im Hintergrund. Diese wirkt nicht aufdringlich, sondern passt melodisch perfekt zum Setting. Passend hierzu hört man die Soundkulisse der Siedler und Geschäfte, das Husten von Kranken oder anderen Kleinigkeiten.

Allerdings empfehlen wir oft, das Spiel zu speichern und auch gelegentlich einen Neustart des Spiels selbst, da es bei uns auch vorkam, dass das Spiel abstürzte oder anfing, zu ruckeln. Nach einem Neustart waren diese Probleme jedoch behoben!

Wir sind auf jeden Fall begeistert und gespannt, welche Inhalte für Endzone: A World Apart noch kommen werden!

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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.