The Elder Scrolls Online: Greymoor – Test / Review (PC)

The Elder Scrolls Online begeistert seit Jahren viele verschiedene MMORPG Liebhaber. Das Spiel ist nur ein Teil der The Elder Scrolls Reihe, die seit langer Zeit Bestand hat. Die Gegend im gleichnamen MMORPG wartet nur darauf, von Spielern bereist, erkundet und verändert zu werden. Es gibt Drachen, Dwemer, Vampire, Werwölfe natürlich auch riesige Drachen, die teilweise dem Spieler ans Leder wollen.

Auch veröffentlicht Bethesda bzw. Zenimax häufig kostenfreie Updates, kleine DLCs und natürlich auch größere Erweiterungen. Als Beispiele wären hier die Diebesgilde unter DLC, neue Dungeons unter den Updates und als Addon „Morrowind“ zu nennen. Selbstverständlich gibt es noch viele mehr, die wir jetzt allerdings nicht auflisten. Eines sei jedoch gesagt: Durch diesen zusätzlichen Content wurde die ohnehin schon imposante, abwechslungsreiche und atmosphärische Welt von ESO immer besser. Die Freude war umso größer, als zu Beginn des Jahres die neueste Erweiterung angekündigt und es dieses mal sogar zurück nach Himmesrand, der Handlungsgegend von „Skyrim“. Natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen, auch diese Gegend zu bereisen. Was wir hier erlebt haben, könnt ihr in diesem Review nachlesen!

Himmelsrand – Das Paradies

Naja, Paradies ist ein wenig zu hoch gegriffen. Allerdings kann man nicht von der Hand weisen, dass das neue Gebiet fantastisch aussieht. Damit ist jetzt allerdings nicht gemeint, dass die Gebiete von Summerset und Morrowind, wie beispielsweise Vvardenfell hässlich oder allgemein nicht gut aussehen würden. Aber Himmelsrand ist und bleibt ein unikat. Die komplette wilde Gegend, die Städte wie Einsamkeit …all das brachte zumindest bei uns das einmalige „Skyrim“-Feeling zurück.

Natürlich wurde nicht nur alter Content mit dem Addon wieder ins Spiel integriert. Es warten auch viele neue Gebiete und Areale auf die Spieler. Auch gibt es neue Gewölbe, Verliese, Questgeber, Weltbosse und auch weitere Himmelsscherben, welche man bekannterweise benötigt, um zusätzliche Skillpunkte freizuschalten. Auch gibt es eine neue  Prüfung für 12 Spieler, welche den Namen „Kynes Ägis“ trägt. Dort warten 3 schwierige und neue Bossherausforderungen auf willige Spieler.

Allerdings gibt es auch noch eine unterirdische Landschaft in Himmelsrand, von der man bisher nichts ahnte. Hierbei handelt es sich um die sogenannte „Schwarzweite“. Bestückt mit üppigen, riesigen Leucht-Pilzen, Vampirscharen in dem Kastell Graumoor oder auch den Dwemer-Ruinen, die seit hunderten Jahren als verschollen galten… all dies zieht den Spieler in seinen Bann. Vor allem die Vampirfeste, in welche man für wenige Quests hinein darf, fanden wir besonders beeindruckend. Schaurige Bilder, Kronleuchter, Statuen die einen zu beobachten scheinen und vieles mehr wirkt sehr atmosphärisch.

Das schwarze Herz von Skyrim

Den Anfang der Geschichte um eben jenes schwarze Herz von Skyrim nahm allerdings nicht erst mit Greymoor seinen Lauf, sondern schon mit dem Verlies DLC Harrowstorm Anfang 2020. Dort musste man sich bereits mit dem Eiskap-Zirkel messen und gegen die Gramstürme bestehen. Aber selbst wenn man dies nicht erlebt hat oder auch das Verlies nicht erkunden möchte, kann dennoch bedenkenlos direkt in Greymoor „abtauchen“, da dort alles bezüglich dieses Herzes erklärt wird.

Wir werden euch in diesem Review nichts bezüglich der Hauptgeschichte erzählen, da wir euch mit jeder Info diesbezüglich nur spoilern würden. Allerdings sei soviel gesagt: Es warten viele verschiedene Arten von Missionen auf euch. Einmal müsst ihr einen Archäologen aus einer Flasche befreien, ein anderes mal gilt es, einen Mörder-Vampir zu stellen oder Zeugen eines „Überfalls“ befragen. Dazu gibt es viele witzige Dialoge, spannende Sequenzen und andere unterhaltsame Interaktionen.

 

Auf wenn die Story-Kampagne ansich sehr gut gelungen ist, ist nicht alles positiv. Es wird auch viel mögliches Potential nicht genutzt. Einige der „Plottwists“ sind zu vorhersehbar und leider ist die Geschichte etwas zu kurz geraten. Besonders schade ist es, dass der Endkampf zu kurz geraten ist. Es kam uns so vor, als wäre er genauso schnell vorbei gewesen, wie er angefangen hat. Aber auch wenn dies schade ist, wiegt der Punkt, dass einige der „Geschehnisse“ und auch das Ende uns Gänsehaut bereitet haben, das ganze wieder auf!

Auch für Anfänger geeignet

Ihr habt noch nie ESO gespielt und überlegt euch nun, dies nachzuholen? Allerdings habt ihr Bedenken, dass dies nicht möglich ist, da man den Abstand zu alteingesessenen Veteranen nicht aufholen kann? Nun, hier können wir euch beruhigen. Wie im Hauptspiel als auch beiden anderen Erweiterungen bietet Greymoor ein komplett eigenständiges Tutorial ein, mit welchem ihr die Spielmechaniken erlernen könnt. Auch gibt es hier nicht wie in anderen Spielen Zonen, welche man nur mit einem gewissen Level betreten kann. Stattdessen ist in komplett Tamriel, so lautet der Name der gesamten ESO-Welt, eine flexible Stufenskalierung am Werk. Das bedeutet, dass sich die Gegner auf euer Level anpassen und ihr so mit einem neu erstellten Charakter überall herumreisen, Quests erledigen, Bosse töten oder einfach die Gegend erkunden könnt. Der Loot passt sich bezüglich des Levels natürlich ebenso an euren Charakter an.

Natürlich, und das wollen wir euch nicht verschweigen, gibt es viele verschiedene Inhalte, Aufgaben und Skillmöglichkeiten für euren Charakter. Anhand der schieren Menge an Möglichkeiten könnten sich Anfänger leicht überfordert fühlen. Daher gibt es nun seit geraumer Zeit Ratgeber, welche euch bestimmte Fertigkeiten und Skills empfehlen oder Hinweise geben, was sonst noch zu tun ist. In den Gebieten gibt es einen Leitfaden, welcher anzeigt, was ihr bereits getan habt und was noch zu tun ist. Für Veteranen ist dies natürlich nicht unbedingt hilfreich, für einen Neueinsteiger kann es allerdings sehr entlastend wirken.

Keine neue Klasse? Ist nicht schlimm

Im Vergleich zu den anderen Erweiterungen gibt es dieses mal keine neue Klasse, allerdings haben die Vampire ein gewaltiges „Facelifting“ erhalten. Für die, die es nicht wissen: Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Charakter zu einem Werwolf oder einem Vampir verwandelt werden. Die Werwölfe besitzen seit langer Zeit viele aktive Skills und eine ultimative Fertigkeit, während der Vampir weitgehend in die Röhre geschaut hat und lediglich mit wenigen passiven Fertigkeiten punkten konnte. Dies hat sich nun mit Greymoor geändert.

Er besitzt jetzt beispielsweise einige aktive Fertigkeiten, die den Blutsauger gefährlicher werden lassen und eine Ultimative Fertigkeit, die euch kurzzeitig in einen Vampirlord verwandelt, der Gegner durch Wände sehen kann. Der einzige aktive Zauber von früher mit dem Namen „Fledermausschwarm“, welcher die alte ultimative Fertigkeit war, ist nun ein Teil der Entwicklung des Vampires. Wie auch den Werwolf muss man die Skills des Vampirs nutzen, um diese anschließend durch das Leveln verbessern zu können.

Weiterhin wurde auch ein neues System entwickelt, welche den Vampirismus „spürbarer“ macht. Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Vampirismus-Phasen, welche ihr durchleben könnt. Dies ist davon abhängig, wie oft ihr Blut von NPCs trinkt. Auch gilt folgender Grundsatz: Je höher eure Vampir-Phase, desto mehr Vampirfertigkeiten stehen euch zur Benutzung zu Verfügung. Diese werden Ressourcen-technisch immer günstiger, je höher eure Stufe ist. Allerdings werden dafür andere Fertigkeiten manaintensiver oder kosten euch pro Nutzung mehr Ausdauer. Auch ist der genommene Schaden durch Feuer pro Phase immer höher und die Gesundheitsregeneration nimmt an. Einige dieser Schwächungseffekte nehmen für kurze Zeit ab, wenn ihr euch in der Vampirlord-Gestalt, also eurer Ultimativen Fertigkeit, befindet. Diese wird dann als zusätzliche fünfte Phase bezeichnet. Ihr müsst für euch selbst entscheiden, mit wieviel Nachteilen ihr „leben“ könnt und die Vor- und Nachteile überdenken.

Buddeln bis der Arzt kommt

Auch wenn es in dem Sinne keine neue Klasse gibt, hat zumindest ein neues „Spielsystem“ seinen Weg ins Spiel gefunden, oder sollten wir vielmehr „Fertigkeitsbaum“ sagen. Hierbei handelt es sich um das „Antiquitäten“-System, welches ihr recht früh in Greymoor bzw. in Himmelsrand selbst freischalten könnt. Habt ihr dieses anhand eines kleinen Tutorials erlernt, könnt ihr nun immer und überall in ESO Hinweise auf solche vergrabenen Schätze erhalten. Hierbei stehen euch verschiedene Fähigkeiten zur Auswahl.

Den Anfang macht „Erspähen“. Hierbei handelt es sich um eine Art Minispiel, in welchem ihr durch eine gewisse Anzahl an Zellen einen leuchtenden Punkt erreichen müsst, um Hinweise und schlussendlich den richtigen Aufenthaltsort des Schatzes herausfinden zu können. Bei leichten Aufgaben leuchtet nur ein Punkt auf dem Spielbrett, bei schwierigeren gleich mehrere. Versucht schnellstmöglich, euch einen gut geeigneten Weg auf dem Spielbrett herauszusuchen, damit ihr möglichst alle leuchtenden Objekte mitnehmen könnt. Anschließend erfahrt ihr den Ausgrabungsort und dieser wird auf eurer Karte markiert.

Dort angekommen, könnt ihr mit der Ausgrabung beginnen. Diese ist ebenfalls in ein Minispiel integriert. Mit dem „Auge des Antiquars“ müsst ihr zunächst den Fundort des Schatzes eingrenzen und anschließend wird dieser mit den Hilfsmitteln wie der Schaufel, dem Spatel oder dem Pinsel ausgegraben. Aber auch hier stehen euch nur eine bestimmte Anzahl an Aktionen zur Verfügung. Da es sich hierbei aber auch um eine Fertigkeitslinie handelt, könnt ihr diese durch regelmäßiges nutzen „Leveln“ und damit neue passive Fertigkeiten und Verbesserungen freischalten, die das Ganze einfacher gestalten.

Natürlich betreibt man die Antiquitätensuche nicht einfach nur aus Spaß, sondern es sollte sich auch lohnen. Keine Sorge, das tut es auch. Ihr könnt dadurch neue Einrichtungsgegenstände erhalten, ein Reittier, Handwerksstile, Verzierungen und Bemalungen für euren Charakter und auch 6 neue, mythische Ausrüstungsteile mit besonderen Effekten, von welchem immer eines gleichzeitig angelegt werden darf.

Kleine, technische Schwierigkeiten zu Beginn

Schon seit einiger Zeit ist es bekannt, dass ESO-Spieler sich über Performance Probleme beschweren.  Es gibt bzw. gab zu lange Ladezeiten, das Spiel schloss sich grundlos oder es gab enorme Latenzprobleme. Gerade zum Launch der Erweiterung konnte man dies gut beobachten. Spieler hatten keinen Zugriff trotz des Kaufes von Greymoor, es gab noch längere Ladezeiten als früher oder man war in einer Endlos-Ladeschleife gefangen.

Aber auch im Spiel kam es häufig zu Verbindungsabbrüchen, Latenzproblemen und anderen Schwierigkeiten. Weitgehend sind mittlerweile die Fehler behoben, lediglich ab und an kommt es zu Problemen, sodass man eine Quest beispielsweise neu starten muss oder nur ein Neustart des Spiels hilft. Wir hoffen, dass auch diese Fehler bald behoben sein werden!

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
80 %
QuelleThe Elder Scrolls Online: Greymoor
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.