Die Sims 4: An die Uni – Test / Review (PC)

Jeder, der eine Lebenssimulation spielen möchte, greift seit vielen Jahren auf „Die Sims“ zurück. Für „Die Sims 4“ kommen aus diesem Grund auch regelmäßige Accessoires-Packs, Gameplay-Packs und auch Erweiterungs-Packs auf den Markt. Mit dem neuen Add-On „An die Uni“ können unsere jungen Erwachsenen die Universität besuchen, dort Kurse belegen und das typische Studentenleben erleben. Damit meinen wir: Fastfood, Berge an Schulstoff, Studentengruppen und natürlich auch die bekannten „Uni-Partys“. Wir haben uns „Die Sims 4: An die Uni“ genauer angeschaut, um euch in diesem Review darüber berichten zu können!

Uni: Wir kommen!

Wenn sich ein Sim durch seine gute Bildung und Können in bestimmten Fähigkeitsbereichen einen Namen gemacht hat, bekommt dieser die Möglichkeit, an der Britechester-Universität zu studieren und einen Abschluss in dem Jeweiligen Gebiet zu erlangen. Schon schnell nach dem Einzug auf den Campus und dem Beginn des Studios bemerkt man als Spieler, welch ein leichtes Leben man doch hatte, als man nur auf eine normale Schule ging oder direkt einen Beruf erwählt hat. Es warten bergeweise Hausaufgaben auf den jeweiligen Sim, ein straffer Stundenplan und es mangelt einem an vielen Dingen, aber vor allem an freier Zeit!

Da man während der Zeit an der Universität nicht nach Hause geht, sondern auf dem Campus wohnt, ist man permanent von anderen Sims umgeben. Dies kann natürlich vor allem für Sims, welche von Natur aus eher Einzelgänger sind, anstrengend sein. Andere Sims sind durch die Uni gestresst, hinterlassen andauernd nervige Zettelbotschaften über unterschiedliche Dinge und unser Mitbewohner geht uns semipermanent mit seinem Vorlieben auf den Zeiger. Insbeondere Nachts, wenn man gerade einmal Schlafen kann.

(Quelle: Electronic Arts)

 

Zeitgleich hapert es an der Zeit, gesundes Essen zu kochen und Fasfood wäre hier die erste Wahl. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Figur des jeweiligen Sim aus. Für Sport ist natürlich keine Zeit. Hier hat man nun die Wahl, ob man eher den „ehrenvolleren“ Weg geht, wirklich alles auf ehrliche Weise zu erledigen oder ob wir auf die Trickkiste zurückgreifen. Kopieren wir die Hausarbeit eines anderen, überreden wir jemanden unsere Aufgaben zu übernehmen und gehen uns an einer Bar oder auf einer Party betrinken? Dies liegt in unserer Hand. Natürlich kann man auch bei den Professoren für bessere Noten „schleimen“ gehen. Wichtig es auf jeden Fall, seine Zeit gut einzuteilen und damit sowohl die Schulstunden, als auch die Hausaufgaben und die Abschlussarbeit unter einen Hut zu bekommen, aber gleichzeitig auch die eigene Gesundheit nicht zu gefährden und trotzdem Spaß am Leben zu haben. Sei es durch Hobbys oder die häufig stattfindenden Partys.

Das man den Abschluss nicht einfach so erreicht, ist euch nun klar. Es gibt viele verschiedene Pflichtkurse und Wahlkurse, von welchen man insgesamt 12 verschiedene Kurse belegen und bestehen muss, um das Studium erfolgreich abschließen zu können. Hier kommt es nun darauf an, wie wir den Abschluss machen wollen. Wenn wir neben den schulischen Aufgaben auch noch viele andere Interessen haben, können wir die Uni über mehrere „Monate“ im Spiel hinweg erleben. Wenn wir uns für das Maximum an Kursen entscheiden und unser privates Leben wortwörtlich abstellen, ist es auch in weniger als einem Monat möglich, den Abschluss zu erlangen. Aber dies ist schwierig und man benötigt eine Menge Zeitmanagement, um dies zu schaffen.

(Quelle: Electronic Arts)

Zuviel Lade- und Wartezeiten

Schade ist, dass wir unseren Sim bei vielen Tätigkeiten auf dem Campus nicht beobachten können. Dies liegt daran, dass zum Beispiel die Unterrichtsstunden genau wie die normalen „Jobs“ in einer Art Zeitschleife stattfinden. Während dieser Zeit beschleunigt sich die Zeit und der Fortschrittsbalken füllt sich in kurzer Zeit. Wenn man sich bei dem Studium also Zeit lässt, muss man sich damit abfinden, viel Zeit bei dem Beobachten des Fortschritt-Balkens und der Zeitanzeige verbringen. Selbst wenn man Tricks verwendet und mogelt, ändert sich nichts an der Zeit oder der Mechanik der Studienfächer.

Selbst bei den Schulmannschaften, welchen man beitreten kann, ändert sich leider nichts an der oben genannten Tatsache. Der Sim betritt ein spezielles Gebäude und bleibt dort für eine bestimmte Zeit, welche dann ebenfalls schneller abläuft. Sinnvoll ist es, diese Zeit schnell Ablaufen zu lassen, um schnellstmöglich mit seinem Sim weiterspielen zu können!

(Quelle: Electronic Arts)

Studentenverbindungen, Feste und geheime Aktivitäten

Neben der ganzen Lernerei und den Hausaufgaben muss man sich auch regelmäßig Zeit nehmen für außerschulische Aktivitäten. Zumindest sollte man sowas probieren. Bei jeder Universität, es gibt im übrigen mehrere, kann man 3 Studentengruppen beitreten, welche alle ihre eigenen Aktivitäten mit sich bringen. Oder man tritt lieber einer geheimen Verbindung bei. Es ist eure Entscheidung, ob ihr lieber Roboter mit einer Gruppe bauen wollt oder das Uni-Sportteam anfeuern wollt. Natürlich könnt ihr auch Zeichnen, Debattieren oder anderen Aktivitäten nachgehen.

Wenn euer Sim nicht gerade ein Einzelgänger ist, leidet ihr während eurer Uni-Zeit mit Sicherheit nicht an Einsamkeit. Auf dem kompletten Campus finden sich überall Studenten oder andere Sim, mit welchen man sich unterhalten oder mit welchen man etwas unternehmen kann. Auch treiben sich hier oft Sim von anderen Nachbarschaften herum. Nervig ist nur, dass auch wenn man gerade einmal seine Ruhe haben möchte, man dauernd angesprochen wird. Im Vergleich zu dem normalen eigenen „Zuhause“ ist es nicht möglich, die eigene Tür abzuschließen.

Ansonsten kann man auch noch an Aktivitäten teilnehmen, für welche der Campus dekoriert wird. Dies kennt man bereits an Feste von dem Inselleben oder aus der Großstadt. Hierzu werden wir euch jetzt aber nicht viel verraten!

(Quelle: Electronic Arts)

Das Glück der Erde liegt auf dem…Fahrrad?

Da es schon einige Meter zwischen unserem Haus, der Universität oder anderen Gebäuden sind, empfiehlt es sich, nicht alles per Fuß zu bewältigen sondern sich eines der neuen Fahrräder zu beschaffen. Mit diesen kommt man schnell von A nach B, außerdem sieht es je nach Rad noch sehr stylisch aus.

Nervig ist jedoch, dass es gelegentlich zu dem Fehler kommt, dass unser Sim mit dem Rad ins Haus hineinfährt und dann dort zwischen Möbeln stecken bleibt. Dies wiederum führt zu Fehlern und einer Art Schleife, da unser Sim versucht abzusteigen oder wieder aufzusteigen, was natürlich aufgrund des Platzmangels nicht funktioniert. Auf normalen Grundstücken wäre das kein Problem, da diese einfach mit dem Baumenü verschoben werden kann!

Auf dem Unigelände, in den WGs und im Wohnheim selbst kann man aber keine Einrichtungen verändern und das Baumenü ist gesperrt. Es ist also nur möglich, das Spiel neu zu laden. Speichert also regelmäßig ab, um dem Bug zu entgehen. Dennoch kann man viel Spaß mit dem Drahtesel haben und man bleibt gleichzeitg fit!

(Quelle: Electronic Arts)

Neue Karrieremöglichkeiten

Was wäre eine Universität ohne die Möglichkeit, auch neue Karrieren in Angriff nehmen zu können. Diese laufen aber genau wie die Standard-Jobs vollautomatisch ab. Ihr müsst also warten, bis euer Sim von der Arbeit heimkehrt. Bei den drei neuen Jobs handelt es sich um das „Bildungswesen“, das „Ingenieurswesen“ und das „Rechtswesen“. Vor allem die Ingenieure haben einen Vorteil, da diese später auch in der Lage sind, die RObotik-Fähigkeit zu lernen und zu perfektionieren!

Mit dieser kann man, sobald man das Maximallevel erreicht hat, sogenannte „Servos“ herstellen. Hierbei handelt es sich um eigenständig denkende Roboter, welche wie normale Sim handeln können und sogar ein Mitglied eures Hauses werden können. Diese Servos zu bauen dauert ca. 30-40 Sim-Stunden und man benötigt allerlei mechanische Teile, welche man sich selbst basteln muss.

(Quelle: Electronic Arts)

Während der Herstellungszeit kann es durchaus passieren, dass man von anderen Sim unterbrochen wird, man Stromstöße erleiden oder andere Verletzungen davonträgt.

Alles in allem kann man mit der Uni viel Spaß haben und einen gewissen Uni-Stress Faktor nachvollziehen. Schade ist nur, dass das Add-On selbst wenig innovativ wirkt und man mehr lange Ladezeiten erlebt als viel Gameplay. Den Stressfaktor kann man leicht umgehen, wenn man das „Reich der Magie“-Gameplay Pack besitzt. Der Kauf des Add-Ons lohnt sich also nur, wenn man mit dem Uni-Szenario Spaß haben würde und kein Problem mit den Ladezeiten hat.

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
78 %
QuelleDie Sims 4
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.