Destiny 2: Shadowkeep – Test / Review (PC)

Die neue Erweiterung, die für Bungies MMORPG Destiny 2 veröffentlicht wurde, trägt den Namen „Shadowkeep“. Mit diesem Add-On machen wir uns erneut auf den Weg zum Mond, um die dort stattfindenden Aktivitäten aufzuklären. Wir haben uns Shadowkeep genauer angeschaut, um euch über alle Neuheiten und die Story informieren zu können, zumal wir sehr interessiert waren, inwiefern die Trennung von Activision sich auf Destiny 2 ausgewirkt hat.

Was gibt es neues?

Bei Shadowkeep handelt es sich nunmal um die zweite große Erweiterung für das MMORPG aus dem Hause Bungie. Nach Release des Hauptspiels folgten die beiden DLCs „Fluch des Osiris“ und „Kriegsgeist“, darauf das Add-On Forsaken mit den darauffolgenden DLCs wie beispielsweise „Die schwarze Waffenkammer“. Nun folgte Shadowkeep und für die, die sich nicht informiert haben, haben wir natürlich alle neuen Inhalte aufgelistet.

Inhalte für Shadowkeep-Besitzer

  • Die Story wurde erweitert: Wir befinden und auf dem Mond und bestreiten unsere Aufgaben in der Festung der Schatten
  • Mehrere Endgame-Inhalte, z.B. kleine Missionen, fordernde Bosskämpfe und Albtraum-Jagden
  • Neue Rüstungen und Waffen, die wir uns erarbeiten können durch Quests und Aufgaben
  • „Garten der Erlösung“ als neuer Raid

Inhalte für alle Destiny 2 Spieler

  • Ein neues Rüstungssytem mit dem Namen: Armor 2.0, mit dem nun endlich die Ausrüstung ausführlicher angepasst werden kann
  • Saisonale Artefakte, mit denen durch Level-Ups mehrere Perks freigeschaltet werden können
  • 3 neue Multiplayer-Karten
  • Der Strike Nightfall wurde überarbeitet. Nun können Spieler auf 4 Schwierigkeitsstufen ihr Können unter Beweis stellen
  • „Die Scharlach-Festung“ und „Der Schwärende Kern“ als 2 neue Strikes
  • Und für jede Klasse Finishing Moves

Das alles und vieles mehr erwartet die Spieler in der neuen Story!

Auf gehts zum Mond!

Eris Morn, unsere Verbündete, kommt mit neuen „Wesen“ auf dem Mond in Kontakt und eine Rasse von feindlichen Aliens startet gleichzeitig einen Angriff auf die dort anzutreffenden Hüter. Aus diesem Grund machen wir uns auf den Weg, um Eris und ihren Trupp zu unterstützen.

Relativ zu Beginn des Add-Ons findet eine große Schlacht statt, bei welcher wir auf einen alten Bekannten treffen: Den Schar-Bösewicht Crota. Lediglich der Name wurde ein wenig abgeändert und lautet nun „Albtraum von Crota“. Für die Spieler, welche Destiny nicht gespielt haben sei gesagt, dass Crota eigentlich schon das Zeitliche gesegnet hat. Es ist also einiges an Verwirrung für alte Hasen vorprogrammiert. Den Rest der Story wollen wir aber nicht spoilern, um euch den Spielspaß nicht zu verderben.

Spielt die Story durch!

Für Neulinge sei gesagt: Die Story von Shadowkeep ist stark an die Hauptstory gebunden und macht auch nur mit dieser einen Sinn.
Es bahnt sich durchaus was an, lässt sich ohne die Hauptstory nicht wirklich begreifen. Wir empfehlen daher auf jeden Fall, erst die normale Hauptstory „Die rote Schlacht“ durchzuspielen, dann zum Osiris DLC zu wechseln, mit dem Kriegsgeist DLC fortzufahren, anschließend Forsaken zu erleben und erst  dann mit Shadowkeep zu beginnen.

Andernfalls könntet ihr Probleme haben, dem Story-Fluss zu folgen, der ohnehin schon verwirrend sein kann. Ferner habt ihr so auch keine Probleme mit eurem Gear, denn die Gegner in Shadowkeep sind bedeutend stärker, als man es von vorherigen DLCs und Forsaken gewöhnt ist.

Grinding im Mindestmaß

Destiny 2 kann man sich ohne einen gewissen Grindfaktor garnicht mehr vorstellen und auch in Shadowkeep ist dieser definitiv noch vorhanden. Es geht gleich am Anfang der Story los und man hat des häufigeren auch einiges zu tun. Während der Schlacht müssen viele Schar- Gegner ihr Leben lassen, damit wir unsere Story-Quest fortsetzen können. Hier können wir nur sagen: Das ist eben typisch Destiny!

Zumindest kann man behaupten, dass man versucht hat, den Grindfaktor so gering wie möglich zu halten. Gelegentlich kommt es zwar dazu, aber meist hat man genug mit anderen Dingen wie dem Sammeln von Triumphen, dem Erledigen von Dailys oder dem Durchführen von Meilensteinen zu tun, was uns zum Endgame-Content bringt!

Das Endgame

Erneut muss man sagen, dass Destiny 2 hier ein zweischneidiges Schwert führt und sich die Meinung der Community teilt. Die einen sagen, dass es genug zu tun und viele Neuerungen gibt, die andere Gruppe sagt das Gegenteil. Wir sehen uns eher im „mittleren“ Bereich.

Wie immer gilt es, die bereits erwähnten Weeklys und Dailys zu machen, um das Powerlevel auf 960 und höher zu steigern. Auch warten neue und alte Triumphe darauf, von den Spielern erledigt zu werden. Wem dies zu langweilig ist, kann sich auch im Gambit, Gambit Prime oder auch im Schmelztiegel die Zeit vertreiben, dem Raid einen Besuch abstatten oder die neuen Waffen erfarmen!

Von diesen wurden allerdings viele „wiederverwertet“. Eine Menge Waffen sind nur leicht abgeänderte Versionen von älteren Modellen, wie z.B. die neu Waffe „klangvolles Wiegenlied“, welche stark an die „Duke Typ 44“ erinnert. Dennoch ist es sinnig, alle Waffen zu sammeln, da selbst die unterschiedlichen Perks große Verschiedenheiten zu anderen Waffen mit sich bringen können. Sei es der Rückstoß einer Waffe, die Trefferchance oder andere wichtige Attribute. Jede Waffe hat ihre Daseins-Berechtigung und dann gibt es ja auch noch die Exotischen Waffen!

Recycling pur!

Auch hier gilt: Wer Destiny gespielt hat, wird wissen, was wir meinen. Es wurde viel von Destiny recycelt. Hier wäre zum ersten das Mond-Areal, welches stark an den ersten Teil des Spiels erinnert. Zumindest gibt es neue Geheimnisse und andere Objekte zu entdecken. Aber auch der Bossgegner Crota und einige Feinde wurden für Destiny 2: Shadowkeep nun praktisch „wiederbelebt“. Die Storyline kann dies für den Moment noch recht gut ausgleichen, es bleibt aber abzuwarten, wie sich dies in den nächsten Monaten und mit den nächsten DLCs entwickeln wird.

Und der Raid?

Für den Raid finden wir uns mit einem 6-Spieler Trupp, wie es bei Destiny 2 üblich ist, im Garten der Erlösung wieder. Dieser dürfte Veteranen unter euch schon bekannt sein. Da dies jedoch mit der Hauptstory verbunden ist, stellt dies vermutlich für die meisten Spieler kein Problem dar. Der Schwierigkeitsgrad ist wieder, je nach Herangehensweise, nicht gerade einfach.

Die Herangehensweise ist im Grunde für Destiny-Raids typisch und hat sich in dem Punkt auch nicht geändert. jeder der schon bei den früheren Raids mit am Start war, wird sich da schnell zurecht finden und einige Koop-Stunden vor dem Monitor verbringen.

Bei den Gegnern handelt es sich diesmal um Vex-Gegner. Dem Spieler wird eine gute Herausforderung geboten, wenn diese Maschinenwesen sich durch die Areale porten oder Mechanismen mit Energiestrahlen austüfteln.
Natürlich erhaltet ihr, wenn der Raid abgeschlossen ist neue Rüstungen und Waffen die thematisch angelehnt sind. Auch gibt es eine exotische Waffen-Quest, welche sich im letzten Schritt nur im Raid beenden lässt.

Armor 2.0: Das neue Rüstungssystem

An dem Rüstungssystem hat sich einiges geändert, denn es werden dem Spieler deutlich mehr Möglichkeiten zur Individualisierung der verschiedenen Rüstungsteile geboten. Diese Rüstungsteile habe jetzt nicht mehr wie früher feste Perks (was die Zusammenstellung der perfekten Kombination deutlich erschwerte), sondern nur noch Perks-Slots, die wir separat freispielen können und so wir viel mehr Möglichkeiten haben.

Auch hat sich bei den „Ornamenten“ nun einiges geändert. Viele kann man nun auch im Spiel freispielen oder nur noch für Silber / Glanz im Everversum, dem Echtgeldshop von Destiny 2, erworben werden. Wer allerdings die alte Rüstung weiter nutzen möchte, kann dies natürlich dennoch tun.

Ferner besitzt nun jeder neue Gegenstand aus Shadowkeep eine sogenannte Energie-Leiste, welche aufgefüllt werden muss, um diesen Gegenstand zu einem Meisterwerk werden zu lassen. Dies betrifft aber auch die Mods, welche ihr dem Gegenstand verpassen möchtet. Jede Mod benötigt eine bestimmte Menge an Energiepunkte und jeder Gegenstand kann insgesamt 10 Energiepunkte besitzen, wodurch er auch den Meisterwerks-Rang erhält. Ihr könnt also bei einem Gegenstand, der 4 Modplätze hat, 3×3 Mods einsetzen und 1×1 Mod. oder 2×2 und 2×3 Mods. Wie es euch beliebt, dies bleibt total euch überlassen!

Was ist das neue Artefakt?

Hierbei handelt es sich unserer Meinung nach um eine der größten Neuerungen in Destiny 2. Das Artefakt bringt euch hauptsächlich Vorteile für eure Rüstung, da ihr zusätzliche Perks freischaltet beim Erhalt von Erfahrungspunkten. Diese bringen euch in erster Linie neue Mods, welche euch beispielsweise erlauben, schildbrechende oder überladene Gegner zu unterbrechen, welche vor allem in höheren Nightfall-Strikes auf euch warten.

Der zweite EP Balken des Artefakts gewährt euch bei jedem Level Up ein Power-Level hinzu, wodurch ihr nicht mehr an ein Maximal-Cap gebunden seid, wie es früher einmal war. Es gibt aber auch einen kleinen Wehrmutstropfen: Das Artefakt ist an die aktuelle Season gebunden. Startet eine neue Season, bekommt man ein neues Artefakt. Dann sind die aktuellen Boni weg und müssen neu erspielt werden.

Season-Pass kaufen, ja oder nein?

Zunächst einmal sei gesagt, dass jeder Spieler in den Genuss des ersten Inhalts des Season Passes gelangt. Für alle anderen muss eben jener Season Pass erworben werden. Wer sich Shadowkeep in der größeren Edition gekauft hat, erhält diesen natürlich „umsonst“ dazu.

Folgende Inhalte sind für den Season Pass enthalten:

  • Für das neue Rang-System zusätzliche Boosts und Bonis
  • Eine exotische Waffe „Leviathan-Hauch“, die durch eine Quest erspielbar ist
  • Einen Modus, welcher sich Vex-Offensive nennt (für 6 Spieler)
  • „Letzter Angriff“: eine Erweiterung für die Vex-Offensive, die ab dem 19. November beginnt

Zusätzlich zur Season gibt es noch das neue Rangsystem! Wie mittlerweile bei vielen Spielen umgesetzt wird, gibt es nun ein richtiges Rangsystem für die Season in Destiny 2 Shadowkeep. Der Spieler erhält durch Erfahrungspunkte Rangaufstiege im System, welche von Rang 1 bis 100 geht und charakterübergreifend funktioniert. Jeder Rangaufstieg bringt eine Belohnung mit sich. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Materialien, Ornamente, Exotische Engramme, Nostalgie-Engramme oder auch Ausrüstungsgegenstände!

Ist Pay-to-win ein Thema?

Das ist schwierig zu beurteilen. Jeder der sich für den Season Pass entscheidet, erhält einen EP-Boost von 20%, was das Leveln natürlich deutlich beschleunigt und somit auch das Powerlevel erhöht.

Da aber in den Gruppenaktivitäten oft das Powerlevel deaktiviert ist oder zumindest festgesetzt ist, lässt es sich noch verschmerzen.

Was kommt in den nächsten Monaten noch auf uns zu für Destiny 2?

Es wurde angekündigt, das es mehr Inhalte geben soll wie früher, in welchem Ausmaß und Umfang wird die Zukunft zeigen.

Eine neue Dungeons für Shadowkeep würde schon angekündigt und sonst können wir uns natürlich auch auf die alljährlichen Events freuen.

Unsere Gesamtbewertung
Bewertung
82 %
QuelleDestiny 2
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.