Darksiders 3 – Test / Review (PC)

Vor vielen Jahren begeisterte die Darksiders-Spielereihe viele Spieler, da das RPG Spiel eine breite Masse an Spielern begeistern konnte. Nun ist eine Menge Zeit ins Land gegangen und Darksiders III wurde nun vor wenigen Wochen über einen neuen Publisher veröffentlicht. Dieses Spiel findet parallel zu den Vorgängerteilen statt und ähnelt sich auch in mancherlei Hinsicht. Jedoch gibt es auch viele bedeutende Unterschiede. Ob sich der Kauf von Darksiders 3 lohnt, könnt ihr in unserem Review nachlesen.

Die 4 apokalyptischen Reiter

Wie auch in Darksiders I und Darksiders II spielen wir im dritten Teil einen der 4 apokalyptischen Reiter. Hierbei handelt es sich um die einzige Frau in dem Quartett: Fury. Die peitschenschwingende Nephilim wird in den Zeiten des Weltuntergangs auf die Erde geschickt, um dort das Gleichgewicht zu sichern. Dies wird allerdings nicht gerade eine leichte Aufgabe, da die 7 Todsünden dort ihr Unwesen treiben.

Zu Beginn sieht man Fury und ihr Streitross Wüter, wie sie zu dem feurigen Rat gerufen werden. Dort liegt Krieg in Ketten und wird vom feurigen Rat für den ausgebrochenen Krieg auf der Erde verantwortlich gemacht, obwohl dieser seine Unschuld beteuert. Da die anderen beiden Reiter noch auf ihren Missionen unterwegs sind, gelangt Fury so zur Erde und sieht dort eine Verwüstung gigantischen Ausmaßes.

Dark Souls trifft Darksiders III

Darksiders war bisher nie dafür bekannt, ein schweres Gameplay zu besitzen. Dies hat sich nun aber mit Darksiders extrem geändert. Der Titel bietet den Spielern mehrere Schwierigkeitsgrade und vor allem in dessen höheren hat es das Spiel wirklich in sich. Viele befürchteten vor der Veröffentlichung, dass es sich hier um eine Kopie der vorigen Teile handelt. Dies können wir aber bedenkenlos verneinen!

Im Vergleich zu früher gibt es bedeutend weniger Monster oder Gegner, die auf euch einprügeln, aber dafür sind diese bedeutend stärker und einfallsreicher als früher. Dies macht sich schon zu Beginn bei den ersten Gegnern bemerkbar, aber spätestens bei dem Boss. Wer hier einfach nur auf den Boss einprügelt, wird sehr schnell das Zeitliche segnen und sich wieder bei dem Startpunkt bzw. Checkpoint wiederfinden. Aber hier sollte man auf die gesammelten Seelen achten, da man diese mit einem Tod verliert und man diese wieder einsammeln muss. Bei Neid gilt es schon, viel Auszuweichen und die Lücken für einen Angriff nutzen zu können.

Eure erspielten Seelen könnt ihr bei Vulgrim, einem bereits bekannten Dämon, eintauschen. Hier steht es euch frei, damit Güter wie „Buffs“ oder „Wiederbelebungsitems“ zu erwerben oder euch damit zu leveln. Diese Levelpunkte, auch Merkmale genannt, könnt ihr in eure Gesundheit, in den physischen Schaden (Peitsche etc.) oder in den magischen Schaden investieren. Dies kommt ganz auf eure Spielweise an. Überlegt euch also am besten relativ früh, wie ihr am liebsten spielen möchtet.

Freie Spielwahl

In Darksiders III kann man sich relativ frei entscheiden, in welcher Reihenfolge ihr die sieben Todsünden jagen wollt. Lediglich einige sind für die Reihenfolge vorgegeben. Früher musste man mit dem Ross „Verzweiflung“ durch eine riesige Welt von Mission zu Mission reiten. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Der Kompass am oberen Bildschirmrand zeigt euch mit Totenkopfsymbolen an, wo genau die nächste ist oder auch eine weitere Todsünde auf euch wartet. Dieser Kompass ist auch dringend nötig, da es keine Karte gibt, an welcher ihr euch orientieren könnt. Versucht auf jeden Fall, alle Orte der Karte zu entdecken, denn es gibt Checkpoints, über welche ihr euch zu anderen freigeschalteten Punkten teleportieren könnt.

Einige der Punkte könnt ihr aber nicht von Anfang an nicht bereisen, da diese euch versperrt sind. Dies können Lavabecken sein, rote Spinnennetze, große lilane Steinbrocken oder andere Blockaden. Um diese überwinden zu können, müsst ihr verschiedene Todsünden beseitigen. Anschließend gewährt man euch neue Formen und damit auch Fertigkeiten, die euch im Kampf weiterhelfen, euch aber auch neue Wege ermöglichen. Dies kann eine Flammenform sein, um kompletten Widerstand gegen Lava zu haben und Spinnennetze abbrennen lassen zu können oder auch eine Blitzform, durch welche ihr euch mit Winden zu neuen Gebieten tragen lassen könnt. Insgesamt gibt es 4 bzw 5 Formen, zwischen welchen ihr nach Belieben hin und her wechseln könnt. Schade ist lediglich, dass es nicht mehr so schwere Rätsel wie in den Vorgänger-Teilen gibt. Aber immerhin gibt es viel zu entdecken.

Dies äußert sich meist an neuen Abkürzungen oder Wegen, um beispielsweise sogar einen optionalen Boss bekämpfen zu können oder um neue Gegenstände zu entdecken. Aber auch Menschen werdet ihr dort noch finden, wenn auch nicht viele. Diese gilt es zu retten. Zumindest lautet so eine Aufgabe, welche euch relativ zu Beginn aufgetragen wird.

Fight the Way you like!

Wie bereits gesagt wurde, benutzt Fury als Hauptwaffe eine Peitsche, welche den Gegnern das Leben schwer macht. Hier gibt es mehrere Kombinations-Angriffe, welche ihr euch in einem Tutorial durchlesen könnt. Versucht aber gar nicht erst, euch alle zu merken, denn dies ist aufgrund der verschiedenen Formen, durch welche man auch noch neue Waffen und Angriffsmöglichkeiten bekommt, ein Ding der Unmöglichkeit. Viele Spieler berichten davon, dass man das Spiel mit einem Controller besser spielen kann als mit Maus und Tastatur, da man neben den verschiedenen Angriffen auch noch Gegner anvisieren kann und muss, Ausweichen ebenfalls wichtig ist und auch das Nutzen von Gegenständen extrem wichtig sein kann. Wir haben uns aber nach kurzer Zeit auch mit den Tastenbelegungen der Maus und der Tastatur anfreunden können.

Neben den normalen Angriffen, kann Fury auch noch einen Wutangriff nutzen, welcher sich im Laufe der Kämpfe relativ schnell auffüllt. Dieser unterscheidet sich anhand seiner Art davon, welche Form Fury gerade angenommen hat. Allerdings sollte man sich nicht nur darauf verlassen, sondern man muss auch dann noch Ausweichen und Gegenangriffe starten. Für richtig schwere Kämpfe gibt es aber noch einen Trumpf!

Hierbei handelt es sich um die Chaosform. Diese lädt sich ebenfalls langsam wieder auf oder auch durch das Nutzen von diversen Gegenständen. In dieser Form seid ihr unsterblich für eine bestimmte Zeit und könnt, je nachdem wie hoch euer Magieschaden gelevelt wurde, eine Menge Schaden austeilen und eventuell wieder Leben hinzugewinnen. Diese Chaosform ist gleichzeitig enorm stark, wenn richtig gespielt und sieht dazu noch gut aus. Allerdings wird sie leider von vielen überschätzt. Denn auch diese ist keine „Non Plus Ultra“ Angriffsmöglichkeit und einen Boss damit zu töten, ist kein Zuckerschlecken, da sie halt nicht ewig anhält.

Kämpft also lieber bedacht und weicht Angriffen regelmäßig aus. Bei einem perfekten Ausweich-Move startet ihr sogar automatisch einen extrem starken Gegenangriff, welcher Gegner schnell auseinandernehmen kann. Zusätzlich könnt ihr die verschiedenen Waffen von Fury noch verbessern mit den richtigen Artefaken und noch mit Bonuseffekten wie Lebensregeneration bei Angriffen oder mehr Schaden durch eine spezielle Waffe ausstatten. Diese findet man meist im Spiel automatisch, wenn man versucht, alles zu erkunden.

Grafisch ein relativer Augenschmaus

Über die Grafik waren wir an sich sehr begeistert. Es handelt sich hier zwar nicht um eine AAA-Grafik, allerdings weiß die Fantasy-Grafik, welche für das Spiel genutzt wurde, definitiv zu überzeugen. Auch die Gestaltung der Welt ist hier sehr gelungen. Man merkt förmlich von der ersten Minute an, dass es sich um ein apokalyptisches Gebiet achtet. Wohin man nur schaut: Chaos, Verwüstung und Tod. Nur selten gibt es ein positives Lebenszeichen. Kaputte Autos, Busse, zerstörte Häuser und Gebäude… all das gehört nun zu Furys „Alltag“. Der Sound und die Hintergrundgeräusche passen ebenfalls perfekt zum Geschehnissen. Vor allem aber waren wir von den Zwischensequenzen begeistert.

Fury an sich ist ein schwer einzuschätzender Charakter. Nur selten zeigt sie wirkliche Regungen in ihrer Mimik und wenn doch, handelt es sich meist um grenzenlose Wut und Abneigung. Aber zumindest an einigen Stellen zeigt sie auch andere Gefühlsregungen und macht sich dadurch nur interessanter für uns. Vor allem das Ende des Spiels hat es durchaus in sich und ist mehr als nur furios. Ferner lässt das Ende definitiv Schlüsse auf zukünftige Geschehnisse zu, auf welche wir uns definitiv freuen!