Viele Spiele kennen und lieben die actionreiche, verrückte und auch vulgäre Welt von „Saints Row„. Diese Spielereihe hat früher Massen an Spielern begeistert. Mittlerweile sind schon einige Jahre vergangen und viele Spieler haben sich auf das Spiel Agents of Mayhem gefreut, welches nun seit einigen Tagen offiziell erhältlich ist. Wir haben uns das Spiel natürlich genauer angeschaut, um euch nun darüber berichten zu können.


Allgemein & Story


Bevor wir aber zum Hauptbestandteil des Reviews gelangen, vermitteln wir euch zunächst ein wenig Hintergrundwissen zu Agents of Mayhem, welches von vielen als „Saints Row“-Spin Off bezeichnet wird, da die Grafik und der Humor, der definitiv nicht jedermanns Sache ist, stark an die Saints Row Spiele erinnern.

Von der Saints Row-Reihe gibt es insgesamt 4 Spiele und auch einige Addons. Den Anfang machte das Hauptspiel „Saints Row“ im Jahre 2006. Zwei Jahre später folgte aufgrund des Erfolgs sofort der Nachfolger „Saints Row 2“. Weitere drei Jahre später folgte dem Spiel „Saints Row 3“ und im Jahre 2013 erschien das letzte Hauptspiel namens „Saints Row 4“. Für dieses Spiel wurden am 23.Januar 2015 auch das Addon „Gat Out of Hell“ und die „Re-Elected“ Version, welches das Spiel, alle erhältlichen DLCs und auch das Addon „Gat Out Of Hell“ enthielt.

Am 06.Juni 2016 wurde das Spin-Off zu Saints Row namens „Agents of Mayhem“ offiziell mit einem Cinematic-Trailer angekündigt. Zu dem Zeitpunkt befand sich das Spiel schon einige Jahre in Entwicklung. Auf der diesjährigen Comic Con Germany, welche am 01.- und 02.07 in Stuttgart stattfand, hatten Besucher die Möglichkeit, sich bei dem „Agents of Mayhem“ Stand ein Bild von dem Spiel zu machen und interessierte Spieler konnten auch eine Mission anspielen. Was wir beobachten konnten: Die meisten sahen äußerst zufrieden aus.

Natürlich besitzt Agents of Mayhem auch eine Hintergrundgeschichte. Diese spielt sich im Übrigen in Seoul, also in Südkorea, ab. Allerdings geschehen alle Handlungen weit in der Zukunft, was man anhand der dort befindlichen Technologien schnell erkennen wird. Solche Technologien sind natürlich sehr nützlich, wenn sie nicht gerade einer intergalaktischen Organisation in die Hände fallen, die sich zeitgleich noch als Terrororganisation entpuppt, welche große Pläne für die Menschheit hat, die alles andere als gut sind. Die Organisation trägt den Namen Legion und sie besitzt mehrere leitende Figuren. Allerdings gibt es einen Hoffnungsschimmer. Persephone, eine ehemals leitende Person bei Legion, hat sich gegen die Organisation gewendet und ein Agenten-Team auf die Beine gestellt, dessen Mitglieder einfach nur das Chaos lieben oder persönliche Rechnungen mit Legion begleichen müssen. Ob den „Agents of Mayhem“, dies ist im übrigen der Name der Agenten-Gruppe, die Mission gelingt und sie Legion das Handwerk legen, erfahrt ihr natürlich nur beim Spielen. Wir geben euch nun allerdings gleich einen kleinen Einblick in das Gameplay-Geschehen in dem Spiel „Agents of Mayhem“.

Agents of Mayhem ist für den PC momentan bei Steam für 59,99€ erwerbbar. Als Zusatzinhalt gibt es momentan das Agents of Mayhem – Franchise Force Skins Pack kostenlos, welches ebenfalls über Steam aktiviert werden muss. Als Vorbesteller erhielt man ebenfalls das „Johnny Gat Agenten Pack“ und die Day One Edition, welche diverse Skins und den spielbaren Helden „Johnny Gat“ beinhalteten. Ob man zum aktuellen Zeitpunkt bei dem Kauf des Spiels das Johnny Gat-Agenten Pack ebenfalls noch erhält, können wir euch nicht garantieren.

Die Anforderungen des Spiels sind verhältnismäßig hoch und selbst Spieler, deren PC’s die Anforderungen erfüllen, berichten noch von Lags, Rucklern und FPS-Einbrüchen. Hier bleibt nur zu hoffen, das Volition und Deep Silver schnellstmöglich mit Hotfixes und Updates nachhelfen, um diese Probleme zu beheben. Natürlich haben wir für euch noch die Systemanforderungen zusammengefasst. Anschließend geht es nun mit dem Gameplay weiter, was schließlich die meisten von euch interessieren dürfte!

Quelle: Steam

Gameplay


Zu Beginn sieht man zunächst die Stadt Seoul und auch, wie das Team der „Agents of Mayhem“ in ihrem Raumschiff über der Stadt schwebt. In dieser Videosequenz lernt man auch die ersten Agents persönlich kennen und auch Persephone und ihre persönliche Assistentin „Friday“ bekommt man zu Gesicht. Anschließend startet sofort die erste Operation des Spiels, auch wenn es sich hier eher um eine Tutorial Operation handelt, welches euch das Standardwissen bezüglich der Steuerung vermitteln soll. Natürlich läuft man mit den Tasten W,A,S und D in die verschiedenen Richtungen. Mit der Shift Taste sprintet der Agent und mit der Leertaste kann der Agent springen. Das besondere in Agents of Mayhem sind auch die erhöhten Gebäude und Ebenen, zu welchen man mit einfachen Sprüngen nicht gelangt. Daher ist es in dem Spiel möglich, durch erneutes Drücken der Leertaste in der Luft einen zweiten oder auch einen dritten Sprung auszuführen. Dies verleiht dem Spieler mehr Bewegungsfreiraum. Mit der Taste STRG können einige Agents auf dem Boden ein Stück nach vorne sprinten, andere machen den Sprint auch in der Luft und wieder andere können sich für kurze Zeit unsichtbar machen!

Ferner gibt es in Agents of Mayhem neben den Standard-Angriffen, welche über die Linke und Rechte Maustaste funktionieren, sogenannte Spezialangriffe und die Mayhem-Fertigkeiten. Beide sind von Agent zu Agent unterschiedlich. Das positive hieran ist, dass man bei den Rekrutierungsmissionen, welche es für alle außer 3 Agents gibt, genaueres zu den Fähigkeiten erklärt bekommt und man diese dann in einer kleinen Mission üben kann. Insgesamt gibt es mit dem DLC-Helden Johnny Gat genau 13 Helden, die wir natürlich ebenfalls einmal für euch Auflisten wollten:

  • Braddock
  • Daisy
  • Fortune
  • Gat
  • Hardtack
  • Hollywood
  • Joule
  • KingPin
  • Oni
  • Rama
  • Red Card
  • Scheherazade
  • Yeti

Jeder Charakter hat eine bestimmte Spezialfähigkeit und eine Mayhem-Fähigkeit, aber es haben ebenfalls alle unterschiedliche Waffen- und Angriffsarten. Während Rama durch ihren Bogen eher als Scharfschütze auf lange Distanzen ausgelegt ist, kann man beispielsweise mit dem Agent Yeti und seiner Eiskanone im Nahkampf viel Schaden anrichten. Scheherazade ist beispielsweise ein sehr starker Nahkämpfer und durch ihre Ninjafähigkeiten kann sie schnell in Kämpfe eingreifen und sich wieder zurückziehen, allerdings ist dieser Agent sehr anfällig gegen Schaden und segnet somit auch schneller das Zeitliche. Das besondere Spielprinzip bei Agents of Mayhem liegt darin, dass man immer 3 Agents gleichzeitig dabei haben kann, zwischen welchen man durch das Scrollen des Mausrads hin und her wechseln kann. Helden gegen andere eintauschen kann man allerdings nur auf dem ARK, der Hauptbasis der Agents of Mayhem. Überlegt euch also vor einer Mission, mit welchen Agents ihr diese erfüllen wollt, falls es keine Pflicht-Agenten gibt, wählt diese aus und startet erst dann die Mission.

Des Weiteren sollte man beachten, das die Helden in verschiedene Gruppen eingeteilt sind, die für bestimmte Missionen unabdinglich sind. Schildknacker fügen Schilden einen Bonusschaden zu und sie durchbohren Ziele, welche durch harte Schilde geschützt sind. Weiter geht es mit der Gruppe „Rüstungsbohrer“. Diese Agenten fügen Rüstungen Bonusschaden zu und sie durchbohren ebenfalls Agenten, welche durch harte Schilde geschützt sind. Dominatoren fügen Feinden, bei welchen gerade negative Statuseffekte aktiv sind, Bonusschaden zu und Riesentöter fügen Feinden mit einem höheren Rang als „Kommandant“ Bonusschaden zu. Bei den letzten beiden Gruppen handelt es sich um Weltretter und Meisterprogrammierer. Erstere Gruppe verursachen Bonusschaden bei Golems, Wetterdominatoren, Hassmaschinen und Eishagel-Kanonen und die Meisterprogrammierer können Hacks der Schwierigkeitsstufe schwer ausführen und Hacks der Schwierigkeitsstufe „Leicht“ und „Mittel“ passieren bei diesen Agenten automatisch. Durch diese verschiedenen Gruppen ist es sehr hilfreich, ein gut zusammenpassendes Agenten-Team zusammenzuspielen, welches auch bei den höherem Schwierigkeitsmodi keine Probleme bekommt.

Im ARK selbst kann man bei der Agenten-Auswahl auch die Schwierigkeitsstufe umstellen. Je nach Höhe der Schwierigkeitsstufe bekommt man beim Spielen mehr Erfahrungspunkte und Geld. Beides wird in Agents of Mayhem in großen Massen benötigt. Ferner ist es hier möglich, für die Teammitglieder Agenten-Skins und Waffen-Skins auszuwählen, um seine Helden zumindest teilweise einzigartig aussehen zu lassen, da es in dem Spiel keinen Charakter-Editor gibt wie in Saints Row. Einige Skins erhält man automatisch bei dem Erreichen eines bestimmten Levels, andere wiederum müssen mit Glück aus Lootkisten im Spiel erlangt werden und einige weitere sind in die Zusatzinhalten erhalten. Alles in allem wird es eine Weile dauern, bis man die Skins für alle Agenten und auch alle Waffen-Skins erhalten hat.

Aber auch sonst gibt es im „ARK“ viel zu tun. Zunächst einmal befinden sich hier die 5 „Shops“, welche ihr mehr oder weniger regelmäßig besuchen solltet:

  • Requisiten-Shop
  • R&D Labor
  • Waffenlager
  • Fahrzeug-Store
  • VR Lounge

 

Die VR Lounge ist zum Üben für eure spielerischen Fähigkeiten gedacht. Dort gibt es insgesamt 31 Übungen zu absolvieren, von welchen jede Übung oder eher gesagt jedes „Programm“ einen festgelegten Schwierigkeitsgrad hat und in jedem das Erledigen spezieller Gegner gefordert ist. Als Belohnung winken hier eine bestimmte Menge ans „Geld“ aber auch „Kristallsplitter“. Was es damit auf sich hat, erklären wir später noch. Einige „Programme“ sind von Anfang an verfügbar, andere müssen aber erst durch die Hauptoperationen im Spiel freigeschaltet werden. Erledigt man hiervon alle, erhält man den Erfolg „Planetenhacker“.

Weiter geht es mit dem Fahrzeug-Store. Insgesamt gibt es in Agents of Mayhem genau 10 Fahrzeuge. Die meisten müssen durch Fahrzeugpläne freigeschaltet werden, andere erhaltet ihr jedoch durch das Erledigen diverser Operationen. Jedes Fahrzeug besitzt die 3 Werte „Wendigkeit“, „Stärke“ und „Tempo“. Das Tempo ist natürlich für die maximale Geschwindigkeit zuständig, die Wendigkeit für die Steuerung und die Reaktionszeit und die Stärke bestimmt die Menge an Schaden, welchen ihr an anderen Fahrzeugen beim Rammen verursacht. Durch die X-Taste ruft man im übrigen das Auto in Seoul zu sich, mit E steigt man ein und aus und mit der Shift-Taste nutzt man den Nitro-Boost. Außerdem kann man im Fahrzeug-Store das Aussehen der Autos farblich verändern, wenn man diese Stile freigeschaltet hat. Auch dies geschieht über Missionen und Truhen.

Bei dem Waffenlager kann man sich die Agenten-Fähigkeiten anschauen und durchlesen, Legion-Technologien befestigen, Kernverbesserungen vornehmen, Verbesserungen veranlassen und Gadgets anbringen. Die Agenten-Fähigkeiten erklären sich von selbst. Legion-Technologien kann man sich am ehesten als „Sockel“ von anderen Spielen vorstellen. Diese Sockel bringen diverse passive Boni für die passive Fertigkeit, die Waffenfertigkeit und für die Spezialfertigkeit mit sich. Solche Legion-Technologien müssen bei dem R&D Labor erstellt werden und können dann hier an die Fähigkeiten angepasst werden. Jeder Agent hat 3 ausrüstbare Kerne. Einen Kern erhält man durch Missionen oder durch das Sammeln von 10 Kristallsplittern. Jeder Kern, welchen ihr bei dem Agenten ausrüstet, bringt ebenfalls passive Boni für Fähigkeiten des jeweiligen Agents mit sich. Macht euch hier keine Sorgen, falls ihr einmal einen Kern auswählt, welchen ihr eigentlich nicht wolltet. Im Laufe der Zeit kann man alle Kerne aktivieren bei allen Agenten. Die Verbesserungen erhält man bei dem Level Up eines Charakters. Jeder Agent startet bei Level 1 und kann durch regelmäßiges Spielen auf Level 20 gelevelt werden. Diese Level Ups bringen dem Agenten natürlich mehr Leben, mehr Rüstung und auch einen höheren, verursachten Schaden ein. Hat der Charakter Level 20 erreicht, kann man diesen mit Kernen über den Knopf „Superagentenstufe“ weiterleveln bis zu einem Maximum von Level 40. Jedes Level gewährt dem Agenten einen Verbesserungspunkt, welchen er in eine von vier verschiedenen passiven Boni einsetzen kann. Jeder Boni kann bis zu einem Maximum von 10 gelevelt werden, dadurch hat man mit Level 40 alle Verbesserungen freigeschaltet. Auch hier gilt: Im Laufe der Zeit kann man alle Agenten auf Level 40 bringen. Die Gadgets bezeichne ich hier gerne als „Verzauberung“. Sowohl für die Spezialfertigkeit, als auch für die normale Waffe und für die passive Fähigkeit gibt es unzählige Gadgets, um diese zu verändern. Einige ändern die Fähigkeit im Bezug auf negative Statuseffekte und Entfernung, andere gewähren euch zusätzlich positive Effekte oder erhöhen den Schaden. Hier kann man seinen Agenten so anpassen, wie man gerne mit ihm spielen möchte. Momentan gibt es 108 verschiedene Gadgets und 350 sammelbare Kristallsplitter in der Stadt.

Weiter geht es mit dem R&D Labor. Hier könnt ihr Legion-Technologien für das Waffenlager herstellen oder auch Gremlin-Technologien erschaffen. Die Legion-Technologien erfordern immer eine bestimmte Menge an Geld, Schrott, Elementar-Fragmente und Dunkle-Materie-Spuren, welche man durch Kills im Spiel, als Loot und als Operation-Belohnung erhält. Im Laufe der Zeit sammelt man sich hier mehr als genug an, um jede Technologie einmal herstellen zu können. Die Gremlin-Technologien können im Spiel mit der Y-Taste aktiviert werden und jede Gremlin-Technologie bewirkt einen anderen Effekt. Auch hierfür benötigt man die oben aufgelisteten Materialien. Neue Gremlin-Technologien kann man durch Rezepte erlernen, welche man in den Truhen in Seoul findet. Insgesamt gibt es momentan genau 108 Legion-Technologien und 29 Gremlin-Technologien.

Zu guter Letzt folgt noch der Requisiten-Shop. Dort findet man Inhalte zum Herunterladen, man kann Geld einsammeln, welches man durch die eingenommenen Relic-Filialen (Schwarzmärkte) erhält und auch den „Geheimdienst“. Beim Spielen levelt man die Geheimdienst-Stufe automatisch mit bis zu einem Maximallevel von 20. Hier kann man ab Level 6 alle 4 Level jeweils 4 Requisiten für Geld erwerben, welche euch im Spiel diverse Vorteile bieten. Beispielsweise gibt es mit der Geheimdienst-Stufe 6 das „Suchprogramm Beutegreifer“, welches euch durch das Scannen der Umgebung, welches mit der Taste E geschieht, Truhen anzeigen lässt und bei dem Geheimdienstlevel 18 erwartet euch der „Dunkle-Materie-Resonanzdetektor“, welcher selbiges mit den „Kristallsplittern“ bewirkt. So wird euch die Suche danach wenigstens noch vereinfacht. Auch hier hat man im Laufe des Spiels irgendwann automatisch alle Requisiten freigeschaltet.

Des Weiteren befindet sich in dem „Büro“ auch noch die Mayhem-Datenbank. Hier könnt ihr euch die Statistiken eures Lebens in Seoul anschauen, die Mayhem-Agenten-Datenbanken anschauen und bereits freigeschaltete Videos erneut ansehen. Dies ist ganz nett, falls man einmal versehentlich eine Videosequenz übersprungen hat.

Durch die Taste TAB öffnet sich sowohl im ARK als auch in Seoul ein kleines Menü. Mittig befindet sich im ARK der Knopf Entsenden, um Agenten in die freie Welt von Seoul zu schicken und in Seoul ist dort die Teleportmöglichkeit zum ARK zu finden. Die Karte kann lediglich in Seoul gefunden werden und dort sind die aktuell verfügbaren Aufgaben zu finden, welche sich immer wieder erneuern. Ihr werdet es also nicht erleben, dass es keine Operationen für euch gibt. Im Inventar könnt ihr euch noch einmal eure Gremlin-Technologien anschauen und auswählen, die Legion-Technologien ansehen und euer Inventar überprüfen, welches allerdings nur einen Anschaulichen Zweck hat, da dort alle Materialien und das Geld aufgelistet ist. Über den Team-Knopf könnt ihr eure 3 aktuell gewählten Helden anschauen, Kernverbesserungen und normale Verbesserungen vornehmen und Gadgets austauschen. Über die Einsätze könnt ihr Verträge einsehen und erledigen, welche euch Geld und Verbesserungskerne gewähren, Rekrutierungsmissionen für neue Agenten annehmen oder allgemein Operationen und Missionen starten oder abbrechen. Allerdings kann man hier über die Taste 1 das Geheimdienst-Menü ansehen und Informationen über Seoul und den bereits erreichten Fortschritt einsehen. Ansonsten gelangt man hier über die Taste ESC oder auch über das Schaltpult im ARK zu den „Operationen“, bei welchen man ebenfalls den Status und die Einsätze einsehen kann, aber auch Zugriff auf den „Globalen Konflikt“ hat.

Der Globale Konflikt läuft zumindest halbautomatisch ab. Hier seht ihr zunächst eine Karte , bei welcher 90% der Gebiete mit einem Schloss markiert sind. Diese müsst ihr mit Gebietsschlüsseln freischalten. Diese Schlüssel erhält man, wenn man in einem Gebiet alle verfügbaren Missionen abschließt. Hier wählt man einfach einen Helden aus und dieser absolviert die Mission automatisch innerhalb von einer bestimmten Zeit. Ist die Missionszeit abgelaufen, kann man sich die Belohnung abholen und damit die Gebiete abschließen und einen Schlüssel für ein weiteres Gebiet erhalten. Anfangs kann man nur einen Agenten losschicken, durch eine Requisite allerdings kann man später 3 Agenten losschicken. Ab und zu erwartet einen hier allerdings eine Legion-Mission, welche ihr selber durchspielen müsst. Diese gewährt euch aber eine Menge an Belohnungen und hier kann man die Agenten auch schnell und leicht aufleveln.

In Seoul gibt es eine Menge Missionen, welche ihr erledigen könnt und solltet. Die untergliedern sich in verschieden Arten von Aufgaben. Bei einigen geht es darum, die Legion-Posten zu besiegen und einzunehmen. Hier gibt es insgesamt 4 verschiedene Posten, bei welchen natürlich auch unterschiedliche Gruppeneffekte wie Schildbrecher oder auch Meisterprogrammierer voraussetzen. Allerdings sollte man hier direkt eine Warnung aussprechen: Dort erwarten euch Massen von Gegnern aller Art und im späteren Verlauf können euch auch gegnerische Scharfschützen von außen das Leben schwer machen. Weiterhin könnt ihr auch Legion-Golems, Hassmaschinen oder Eiswerfer-Maschinen zerstören, Gremlin-Labore freischalten oder Relic-Filialen einnehmen, um euer Einkommen zu erhöhen. Beachtet jedoch, das jedes Labor, jede Filiale und auch die Legion-Posten irgendwann wieder von der Legion eingenommen werden und dann wieder von euch freigespielt werden müssen. Allerdings lohnt sich dies auch, da es hier meist Materialien, Geld, Gadgets, Kristallsplitter, Verbesserungskerne oder auch Agentenskins freizuschalten gibt.

Neben diesen Legion-Operationen gibt es auch noch spezielle Aufgaben wie den Entdeckungslauf, bei welchem man eine Strecke in einer gewissen Zeit bewältigen muss. Dies gewährt euch mit Glück ebenfalls einen Agentenskin und natürlich Materialien. Weiter geht es mit Geiselrettungen, Gelegenheitszielen (Fahrzeugzerstörung), dem Zerstören von Legion-Ausrüstungen und Lastern für Fahrzeugskins oder dem Auslöschen der Legion in einem Legion-Versteck, welches sich im Übrigen auch gut zum Leveln eignet.

Zusätzlich zu diesen 2 Aufgabenbereichen gibt es noch die wie bereits erwähnten Rekrutierungsmissionen. Zu Beginn habt ihr lediglich Zugriff auf die 3 Agenten „Hollywood“, „Hardtack“ und „Fortune“. Je weiter ihr mit der Hauptoperations-Story voranschreitet, desto mehr Rekrutierungsmissionen schaltet ihr frei. Für jeden Agenten gibt es 2 individuelle Missionen. Bei der ersten schaltet man den Helden und weitere Kleinigkeiten frei und bei der zweiten winken Erfahrungspunkte, Geld, ein Gadget und ein spezieller Waffen-Skin für den Charakter. Außerdem gibt es 4 spezielle Gruppenmissionen, welche mit einer bestimmten Gruppe erledigt werden muss. Diese ist natürlich erst erhältlich, wenn ihr die dafür nötigen Agenten freigeschaltet habt. Als Belohnung winkt hier ein Teamoutfit für diese Helden und stattet man diese komplett damit aus, erhaltet ihr in Steam noch einen separaten Erfolg dafür.

Zu guter Letzt gibt es natürlich noch die Hauptmission. In welcher ihr nach und nach die Pläne der Legion aufdeckt und diese vereiteln wollt. Auch trefft ihr im Laufe der Hauptoperationen auf Leutnants der Legion, von welchen einige auf euch warten, die je nach ausgewähltem Schwierigkeitsgrad äußerst knackig sein können. Insgesamt gibt es genau 57 Einsätze, welche ihr erfüllen müsst, welche sich von dem Humor und auch von den sogenannten „Oh Mein Gott“-Momenten jedes mal überbieten und sagen wir es einmal so… Ein explodierendes, euch verfolgendes Kuscheltier ist hier noch am harmlosesten. Bei einigen Momenten denkt man sich förmlich: Wo zum Teufel bin ich hier hingeraten?

Allerdings ist es Schade, dass sich viele Missionsziele häufig wiederholen. Meist geht es darum, eine bestimmte Anzahl an Feinden zu töten, etwas zu scannen oder zu hacken oder Gegenstände zu zerstören. Hier hätte man sich bei Deep Silver und Volition mehr einfallen lassen sollen, um die jeweiligen Missionen einzigartiger designen zu können. Dies macht sich aber auch anhand der Gebäude und auch bei dem Aufbau der unterirdischen Legion-Verstecke bemerkbar, welche alle gleich aussehen und sich nur selten abwechseln, wodurch dies ab und an etwas langweilig erscheinen kann. Nur die Gegnertypen ändern sich immer wieder, aber auch die Typen sehen ansich immer gleich aus. Das gute ist allerdings, dass jeder Gegnertyp mit einem anderen Agenten besser getötet werden kann. Irgendwann hat man raus, welcher Gegner eine Schwäche für welchen Helden hat. Bei dem Verursachen von Schaden wird eine weiße oder rote Zahl angezeigt und auch die Effekte werden über den Feinden als schwebender Text dargestellt, um nicht den Überblick verlieren zu können. Durch die Scan-Fähigkeit mit E kann man Gegner kurzfristig markieren und diese auch durch Wände und Objekte hindurch sehen. Dies kann einem häufig einen Vorteil gewähren.

Wir haben uns vor allem über die Größe der Stadt Seoul gefreut, welche komplett als Open World anzusehen ist. Schade ist hier, dass momentan relativ wenig Leben herrscht. Es fahren zwar eine Menge Autos herum, aber Menschen oder andere Passanten halten sich arg in Grenzen. Allerdings wirkt dies meist nicht wirklich störend, da man eh keine Interaktionsmöglichkeit mit diesen hat und sich auch die Möglichkeiten der Interaktion in der Stadt selbst auf ein nötiges Minimum beschränken wie das Hacken und das damit verbundene Finden neuer Legion-Verstecke. Die Erkundungsmöglichkeiten sind in Agents of Mayhem relativ vielfältig. Man läuft zu Fuß, man fährt mit dem Auto durch die Gegend und vollführt Sprünge und kleinere Stunts, für welche es im übrigen auch Erfolge gibt oder man erklimmt luftige Höhen durch Sprünge und kleinere Klettereinheiten. Allerdings empfehlen wir bei dem Erkunden häufig eher das Laufen und das Erklimmen der Dächer, um keine Kisten oder Kristallsplitter zu übersehen, von denen es ja bekanntlich 350 Stück gibt. Leider werden diese auf der Karte nicht angezeigt. Man kann sie lediglich auf Sicht „sehen“, hören oder über den Scanner in der Nähe hinter Objekten und Häusern dargestellt bekommen. Somit gestaltet sich das Sammeln aller Splitter als förmliche Horroraufgabe für Tage, Wochen oder sogar Monate. Wer weiß? Vielleicht lassen sich Volition und Deep Silver ja erbarmen und bauen eine weitere, sehr teure Requisite ein, welche diese doch auf der Karte darstellen wird. Dies bleibt natürlich abzuwarten. Bis dahin gilt es, alles sorgsam abzusuchen, um nichts zu übersehen.

Ansonsten hat man auch so viel Spaß. Durch das Töten verschiedener Legion-Gegner mit bestimmten Agenten erfüllt ihr Verträge, erlangt so Geld und Materialien und auch Steam-Erfolge, wenn ihr davon genug erfüllt. Außerdem macht es eine Menge Spaß, in Seoul viel Unheil mit dem eigenen Gefährt oder den Gremlin-Technologien anzurichten. Stellt euch einfach einmal eine Große Gruppe an Legion-Gegnern auf einem Haufen vor und nutzt die Gremlin-Fähigkeit „Bowlingkanone“. Das macht eine Menge Spaß. Natürlich gibt es noch eine Menge anderer Gremlin-Technologien, welche sich ebenfalls zum Unheil anrichten anbieten. Allerdings hätten wir uns gewünscht, dass man eventuell auch an Häusern Schaden anrichten könnte und es mehr Explosionen gäbe. Jedoch gibt es auch Helden wie Hollywood, deren Mayhem-Attacken solche Explosionen und Spaßmomente mit sich bringen.

Alles in allem hat man mit Agents of Mayhem, wenn man auf solche Spiele steht und es nicht zu sehr mit Saints Row vergleicht, eine Menge Spaß. Wir haben mit der Hauptgeschichte bestimmt 18-20 Stunden zugebracht und mit den Nebenmissionen und dem Aufleveln aller Charaktere noch einmal rund 40 Stunden. Jedoch sind wir noch lange nicht am Ende. Zum aktuellen Zeitpunkt fehlen uns noch einige Kristallsplitter, ein paar Skins, 2 Gremlin-Technologien und 13 Legion-Technologien, um den Geheimdienst-Status und die Assets auf 100% zu bringen. Jedoch hat man mit den Hauptmissionen eine Menge Spaß und viele seltsame Momente mit noch seltsameren Gestalten wie beispielsweise einem einer Mischung zwischen Mensch und Maschine namens Steeltoe, welcher sich in eine virtuelle 5-Köpfige Band namens Aisha verliebt hat und diese heiraten will oder aber auch einer weiblichen, noch durchgeknallteren Version vom „Joker“ namens Ariadne. Euch erwarten eine Menge seltsame Charaktere, noch durchgedrehtere Quests als ihr es auch aus Saints Row gewöhnt seid und viel Action, was sich nicht nur anhand von stupiden Schießereien bemerkbar macht, wobei auch diese viel Spaß machen. Einige der Bosskämpfe sind wirklich gut gelungen und auf einen hohen Schwierigkeitsgrad echt knackig, aber einige ergeben absolut keinen Sinn. Hier wollen wir euch aber nicht vorweggreifen. Grundsätzlich hat man in Agents of Mayhem jedoch eine Menge zu tun und auch viel Spaß, wenn man sich auf das Spiel einlässt.


Grafik


Grafisch wirkt Agents of Mayhem an sich nicht schlecht. Die Grafik ist genauso aufgebaut, wie wir es auch Saints Row gewöhnt sind. Viel animierte Effekte und auch gezeichnete Sequenzen. Allerdings gibt es hier auch einige Kritikpunkte. Viele Spieler sind aktuell wegen diversen Fehlern oder Problemen nicht dazu in der Lage, das Spiel überhaupt zu starten. Aber auch wer das Spiel gestartet hat und die Anforderungen erfüllt, wird im Spiel einige FPS Probleme bemerken. Meist läuft das Spiel zwar flüssig, aber es gibt auch an einigen Stellen, wenn viele Effekte, Explosionen oder sonstige Effekte erscheinen, enorme Probleme und die FPS fallen auf 15-20 ab und das selbst mit einer GTX 1060 Grafikkarte. Hier sollte mit einem Update oder ähnlichem definitiv noch einmal nachpoliert werden. Wovon wir sehr begeistert waren, ist, dass man selbst mit dem Nitro Boost und dem Rasen durch die Stadt zumindest keine Probleme mit der Grafik bekommt. Alles wirkt flüssig, Kantenflimmern gibt es nicht und auch Grafikerror oder Abstürze konnten wir hier nicht verzeichnen.


Sound


Bei dem Sound gibt es ansich nichts zu meckern. Wie man es von Saints Row gewöhnt ist, ist die Vertonung komplett in Englisch. Allerdings muss man hier dazu sagen, dass die Synchronsprecher unserer Meinung nach perfekt zu den Agents und den anderen Charakteren passen. Die deutsche Übersetzung wirkt stimmig und wir konnten hier keine Fehler bemerken. Auch die Musik und die Soundeffekte passen perfekt ins Geschehen. Jede Waffe und jede Fähigkeit macht eigene Geräusche und diese wiederholen sich auch nicht andauernd. Besonders viel Spaß machen die Mayhem Fähigkeiten von speziellen Charakteren wie Joule, die noch spezielle Musik mit sich bringen. Aber lasst euch einfach überraschen.


Extras


Als Extra könnte man momentan das kostenlose „Agents of Mayhem – Franchise Force Skins Pack“ und auch die 49 freischaltbaren Erfolge bezeichnen. Wir finden die Erfolge relativ einfach zu erspielen, nur bei wenigen hatten wir bisher Probleme. Das größte Problem dürfte der Erfolg sein, dass man 350 Splitter sammeln muss. Hier dürfte auch der tüchtigste Spieler eine ganze Weile beschäftigt sein.

Unsere Gesamtbewertung
Allgemein/Story
80 %
Gameplay
84 %
Grafik
78 %
Sound
82 %
Extras
80 %
QuelleAgents of Mayhem
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.