Review: Civilization VI

Über 6 Jahre ist es her, dass ein neuer Teil der beliebten PC-Spiele Reihe Civilization auf den Markt gebracht wurde. Als der neue Teil Civilization 6 von 2K Games dann endlich offiziell angekündigt wurde, war die Freude bei den Fans natürlich entsprechend groß. Wir haben uns das Spiel genauer angeschaut, um euch in diesem Review darüber berichten zu können!


Allgemein


Zunächst haben wir erst einmal ein paar allgemeine Fakten für die alten Hasen und die Neulinge unter euch zusammen gesucht. Das erste Spiel der Spiele-Reihe trug den Titel „Civilization“ und es wurde im Jahre 1991 von MicroProse für MS-DOS veröffentlicht. Der erste Teil gilt nach wie vor als eines der bekanntesten und erfolgreichsten Spiele aller Zeiten. 1992 folgte eine Version für Commodore Amiga 500/600, 1993 eine weitere Version für Apple Macintosh und Microsoft Windows 3.0 und im Jahre 1994 die Version für Amiga 1200/4000 und Nintendo Super-NES. Eine Mehrspielervariante erschien schlussendlich im Jahre 1995 unter dem Namen Civnet.

Weiter geht es mit dem Nachfolger Civilization II. Dieser erschien etwa 5 Jahre nach der Erstveröffentlichung von Civilization für Windows, Mac und die Playstation. Die Entwickler waren in diesem Fall Brian Reynolds, Douglas Caspian-Kaufman und Jeffery L. Briggs. Sid Meier war an der Entwicklung des Nachfolgers nicht mehr beteiligt. Des Weiteren wurden für Civilization die Add-ons „Conflicts in Civilization“ und „Fantastic Worlds“ veröffentlicht.

Die Nummer 3 der Spiele-Reihe „Civilization III“ wurde von Firaxis Games im Jahr 2001 veröffentlicht. Wie auch beim Vorgänger war Sid Meier nicht an der Entwicklung beteiligt, sondern lediglich als Berater für die Entwickler Jeff Briggs und Soren Johnson. Dieser Teil der Spiele-Reihe erschien ausschließlich für PC und MAC. Wie auch für Civilization II erschienen für den dritten Teil zwei Add-ons namens Play the World und Conquest.

Auf Civilization 3 folgte natürlich Civilization IV, welches am 25.Oktober 2005 veröffentlicht wurde. Auch hier gab es das Spiel lediglich für den PC und für Mac OS. 2K Games übernahm bei diesem Teil zum ersten Mal die Aufgabe des Publishers. Des Weiteren wurden für Civilization IV 3 Add-ons mit den Namen „Warlords“, „Beyond the Sword“ und „Civilization IV: Colonization“ veröffentlicht. Im Jahre 2007 erschien zum ersten Mal ein Bundle für ein Civilization Spiel. In diesem Falle handelt es sich um Civilization IV Complete, welches das Hauptspiel und die ersten beiden Add-ons umfasste. 2009 erschien dann noch das Bundle „Civilization IV Ultimate“, welche zusätzlich noch die Erweiterung Civilization IV: Colonization enthielt.

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Der nächste Teil der Spiele-Reihe ist insofern etwas besonderes, da es sich hierbei um ein Spiel handelt, welches lediglich für die Konsole entwickelt wurde. Natürlich handelt es sich hierbei um Civilization Revolution. Auch hier war wieder 2K Games der Publisher. Das Spiel erschien im Laufe der Zeit vom Jahre 2008 für die Xbox 360, die Playstation 3, den Nintendo DS, das iPhone, das iPad und für das Windows Phone.

Weiter geht es nun mit Civilization V, welches wieder von 2K Games am 24.September 2010 veröffentlicht wurde. Wie bei den Vorgängerteilen gab es das Spiel für PC und Mac, aber auch erstmalig für das Linux-Betriebssystem zu kaufen. Des Weiteren wurden für Civilization V zwei Add-ons veröffentlicht. Dabei handelt es sich um „God and Kings“ und „Brave New World“. God and Kings wurde am 22.Juni 2012 veröffentlicht und „Brave New World“ am 12.Juli 2013.

Als vorletztes Civilization möchten wir euch „Civilization: Beyond Earth“ vorstellen. Dieses Spiel erschien am 24.Oktober 2014 für den PC, Mac und Linux. Der Publisher war auch hier 2K Games. Add-ons gab es für dieses Civilization keine.

Damit sind wir nun wieder in der Gegenwart angelangt. Am 11. Mai 2016 wurde Civilization VI das erste Mal offiziell angekündigt. Am 21. Oktober erschien das Spiel dann offiziell mit einer komplett überholten Grafik, mit weiteren detailreichen Verbesserungen und einem neuen Stadtentwicklungssystem. Das Spiel gibt es für PC, Mac und Linux zu kaufen. Bisher wurden noch keine großartigen Add-ons für Civlization IV angekündigt, aber das kann sich im Laufe der Zeit noch ändern.

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Das Spiel Civilization VI belegt ungefähr 8 GB euer Festplatte. Wie immer empfehlen wir euch hier, das Spiel auf einer SSD Festplatte zu installieren, um unnötig lange Ladezeiten umgehen zu können. Das Installation lief problemlos von Statten, lediglich beim Spielstart gab es Probleme. Diese konnte man allerdings beheben, wenn man bei der Firewall das Spiel als Ausnahme hinzugefügt hat. Anschließend lief das Spiel ohne Probleme. Damit ihr auch wisst, ob euer PC den Anforderungen des Spiels gewachsen ist, haben wir natürlich auch die Anforderungen für Civilization VI zusammengefasst:


Minimale Hardwareanforderung

Betriebssystem: Windows 7 64bit/ 8.1 64bit/ 10 64bit
Prozessor: Intel Core i3 2.5 Ghz oder AMD Phenom II 2.6 Ghz oder besser
Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
Festplatte: 12 GB oder mehr
DVD-Laufwerk (Falls physische Edition vorhanden)
Grafikkarte: AMD 5570 oder nVidia 450 (1 GB DirectX 11 Grafikkarte)

Empfohlene Hardware

Betriebssystem: Windows 7 64bit/ 8.1 64bit/ 10 64bit
Prozessor: Vierte Generation Intel Core i5 2.5 Ghz oder AMD FX8350 Ghz oder besser
Arbeitsspeicher: 8 GB RAM
Festplatte: 12 GB oder mehr
DVD-Laufwerk (Falls physische Edition)
Grafikkarte: AMD 7970 oder nividia 770 oder besser (2 GB DirectX 11 Grafikkarte)


Wie man sieht, sind die Anforderungen nicht so hoch, weshalb das Spiel so gut wieder jeder genießen können müsste. Mehr gibt es zum Allgemeinen nicht zu sagen, machen wir nun also mit dem Gameplay weiter.


Gameplay


Bei Spielstart befindet man sich zunächst im Hauptmenü wieder, über welches man in den Einstellungen diverse Dinge aktivieren oder deaktivieren kann oder aber auch diverse Spiel-Modi aufgelistet bekommt. Dies sind unter anderem der Multiplayer-Modus, eine Art Schnellspiel oder auch einen Standard-Modus. Wir empfehlen zu Beginn, das Tutorial zu spielen, um sich mit der Steuerung in Civilization VI vertraut zu machen. Das gilt sowohl für die alten Hasen als auch für die Neulinge unter euch. Das liegt vor allem daran, dass man in Civilization VI viele Dinge gleichzeitig im Blick behalten muss und man so schnell den Überblick verlieren kann.

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Grundsätzlich ist Civilization VI wie auch die Vorgängerteile schon ein strategiebasierendes Aufbauspiel mit diversen „Sieg“-Möglichkeiten. Zu Beginn eines neuen Spiels wählt man immer den jeweiligen „König“ bzw. die Anführer-Figur aus. Diese gehört dann einer bestimmten Nation an und bringt diverse Boni mit sich. Hier sollte allerdings darauf geachtet werden, dass manche Anführer bei einigen Karten nicht unbedingt die beste Wahl darstellen. Natürlich haben wir euch hierfür einen Anführer als Beispiel herausgesucht. Für das Land Ägypten ist die Anführerin natürlich Kleopatra. Diese hat folgende Geländearten & Fähigkeiten:

Braut des Mittelmeers

Eure Handelswege zu anderen Zivilisationen bringen +4 Gold für Ägypten. Die Handelswege anderer Zivilisationen nach Ägypten bringen dem Besitzer +2 Nahrung und +2 Gold für Ägypten.

Iteru

+15% Produktion für Bezirke und Wunder, wenn sie neben einem Fluss platziert werden. Schwemmland blockiert die Platzierung von Bezirken und Wundern nicht.

Maryannu Wagen-Bogenschütze: Eine Spezial-Landeinheit
Sphinx: Eine einzigartige Modernisierung

Jeder Anführer hat also wie bereits erwähnt seine eigenen Bonus-Effekte und man muss selber genau überlegen, mit welchem Anführer man am besten Spielen kann. Dies kommt auch auf die Siegmöglichkeiten an, die bei einer Karte unter Umständen im Voraus ausgewählt werden können. Es ist beispielsweise durch gute Kriegsführung möglich, das Spiel zu gewinnen, aber auch durch das Verbreiten einer Religion, einer guten Wissenschaft oder dem Erforschen von Technologien. Wer sich aber mehr auf das Verdienen von Gold spezialisieren möchte, macht als Beispiel mit Kleopatra nichts verkehrt. Allerdings ist es dann wichtig, gute Beziehungen zu den anderen Ländern bzw. Staaten aufrecht zu erhalten. Dies funktioniert durch Abkommen, Geschenke oder sonstiges Erledigen von bestimmten Aufgaben.

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Die Steuerung selbst ist leicht erklärt. Wie bei den meisten rundenbasierten Kämpfen ist das „Spielfeld“ in Civilization, in kleine Kästchen aufgeteilt, in diesem Falle sind das Sechsecken. Auf jedem Rechteck können Aktionen durchgeführt werden. Hierbei kommt es auf die jeweilige Einheit, also auf die Menschen an, die sich darauf befinden. Es kann immer nur eine Einheit auf einem Rechteck aktiv sein. Zu Beginn muss man mit einem Siedler eine perfekte Stelle finden, um die erste Stadt bzw. den ersten Bezirk bauen zu können. Hier können Anfänger schon den ersten Fehler machen, wenn sie vorschnell handeln. Es ist wichtig, sich einen guten Platz zu suchen, um die meisten Boni und Bauplätze zu bekommen, da man sonst im Verlauf des Spiels diverse Probleme wie Unterhaltungsmangel bekommen kann. Wurde eine Stadt bzw. ein Bezirk errichtet, können sogenannte Bauarbeiter auf leeren Sechsecken innerhalb der Bezirksgrenzen Gebäude oder Objekte bauen. Einige Felder geben allerdings einen Bonus auf ein bestimmtes Gebäude oder das jeweilige Gebäude muss erst einmal erforscht werden.

Allein hier ist es schon wichtig, sich zu überlegen, wohin man welches Gebäude baut. Jede Stadt hat immer eine bestimmte Menge an Einwohnern. Diese können sich nur vermehren, wenn es genügend Nahrungsmittel und Unterhaltungsmöglichkeiten gibt. Nahrungsmittel erhält man beispielsweise durch Farmen. Nach einigen Erforschungspunkten erhält man durch nebeneinander platziere Farmen sogar einen Bonus auf die erhaltene Menge an Nahrung. Ferner können auch Luxusobjekte wie Elefanten oder Diamanten mit diversen Objekten abgebaut werden. Diese sind hervorragend für den Aufbau einer besseren Beziehung zu anderen Anführern und deren Staaten geeignet. Durch die guten Beziehungen ist es auch möglich, Handelswege zu errichten und einen Handelsposten in dem jeweiligen Staat zu bauen. Durch diese beiden Objekte profitieren beiden Staaten von ein wenig zusätzlichem Gold und unter Umständen auch durch zusätzliche Nahrung. Wie bereits erwähnt ist neben der Nahrung auch die Unterhaltung wichtig, um neue Menschen in die Stadt ziehen zu lassen. Dies funktioniert über das Baumenü des Staates. Es kann immer nur ein Bauauftrag erteilt werden. Je nach Größe des Staates und der Erforschung dauert eben dieser Auftrag einige Ingame-Spieltage. Habt ihr eure Runde abgeschlossen, folgen die anderen Staaten und sobald ihr wieder an der Reihe seid, ist ein Tag vergangen. Man muss also gut überlegen, wann man welches Objekt erbauen will. Neben den Unterhaltungsobjekten gibt es noch Weltwunder und Modernisierungen. Naturwunder befinden sich an bestimmten Orten in der Welt, die erst einmal durch eine Späher-Einheit gefunden werden müssen. Baut man in der Nähe eines solchen Naturwunders, erhält man einen Bonus auf diverse Gebäude. Die Modernisierungen müssen ebenfalls auf bestimmten Feldern gebaut werden, um einen Bonus auf einen bestimmten Wert oder ein Gebäude zu erhalten.

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Weiter geht es dann noch mit der Spionage und der Religion. Im Verlauf des Spiels bekommt man die Möglichkeit, eine Kathedrale oder Kirche zu errichten und Propheten oder Priester zu rekrutieren. Dies funktioniert wie auch bei Soldaten innerhalb einer vorgeschrieben Rundenanzahl oder sofort über eine festgelegte Menge an Gold. Zu diesem Zeitpunkt kann man sich auf eine bereits existierende Religion festlegen oder eine eigene Erfinden. Je mehr die jeweilige Religion auch bei anderen Staaten oder Städten zu finden ist, desto mehr Boni gewährt euch die Religion. Um diese an anderen Orten zu verbreiten, benötigt man diese Propheten oder Priester, die den Glauben verbreiten können. Je nach Einheit ist dies 1-3 mal möglich. Achtet aber darauf, dass man so auch einen Glaubenskrieg auslösen kann, wodurch andere Propheten oder Priester eure angreifen können.

Bei Spionen läuft dies nicht anders ab. Ab dem Bau diverser Gebäude und dem Erforschen des richtigen „Zweiges“ ist es möglich, Spione auszubilden. Diese können eure eigene Stadt vor Sabotage oder gegnerischen Spionen schützen oder aber auch andere Staaten ausspionieren, wichtige Informationen herausfinden oder Gebäude sabotieren. Es ist beispielsweise keine schlechte Idee, mit Spionen den Produktionszweig der Fabriken zu sabotieren, damit diese einige Runden in die Wiederherstellung investieren müssen und daher anderweitig nicht vorankommen können. Aber auch hier gilt zu beachten, das Spione Gold als Bezahlung verlangen und ihr euch daher nicht mit unendlich vielen Spionen eindecken solltet. Selbiges gilt natürlich für alle Einheiten, die ihr rekrutieren könnt.

Kommen wir nun zu dem bereits erwähnten Forschungsbaum. Wie auch bei dem Bau neuer, größerer Gebäude dauert das Erforschen neuer Technologien eine gewisse Anzahl an Runden. Je weiter man in diesem Forschungsbaum voranschreitet, desto mehr Gebäude und neue Einheiten sind für die Stadt oder die Staaten verfügbar. Bei der Erforschung einer neuen Technologie kann der Spieler außerdem eine kleine Aufgabe erledigen, um die Forschungszeit zu verkürzen. Dies wird am oberen, linken Bildschirm angezeigt. Nutzt man diese Möglichkeit ausgiebig aus, kann man sich den anderen Herrschern gegenüber einen gewaltigen Fortschritt sichern. Es empfiehlt sich, dass man am Anfang erst einmal die wichtigen Technologien für das Erbauen der Farmen und das Abbauen der Erze in Mienen zu erlernen, bevor man sich viele Kampfeinheiten freischaltet. Der Technologien-Baum ist ziemlich groß. Lest euch also genau durch, für welche Technologie ihr welche vorherigen Technologien benötigt und erlernt diese, wenn es sich lohnt. Beachtet muss man hier jedoch, dass man immer länger zum Erforschen der Technologie benötigt, wenn man in der Technologie-Forschung voranschreitet.

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Neben dem Forschungsbaum gibt es noch sozialen Aspekt in Civilization VI. Hier kann man wie schon im Forschungsbaum diverse Dinge freischaltet. Allerdings handelt es sich hierbei dann um neue Regierungsformen oder Hilfskarten. Es kann immer nur eine Regierungsform aktiv sein. Je höher oder besser die Regierungsform ist, desto mehr Hilfskarten können aktiviert werden. Diese Hilfskarten untergliedern sich in Kampfkarten, Boni für Handelswege oder Gebäude oder auch sonstige Hilfsobjekte für den Staat. Einige Regierungsformen haben mehr Möglichkeiten für Kampfkarten, andere haben wiederum mehr Platz für die Boni-Karten. Hier muss der Spieler wieder entscheiden, auf was er sich spezialisieren möchte.

Ein weiterer Unterschied zu Civilization V ist, dass man sich genau überlegen muss, wohin man baut. Es kommt durchaus vor, dass in der Nähe ein anderer Herrscher einen Staat bzw. eine Stadt errichtet hat. In dem meisten Fällen ist es diesen Herrschern nicht recht, wenn man in seiner Nähe siedelt oder Gebäude erbaut. Dies kann man natürlich durch positive Beziehungen umgehen.

Aber auch ohne andere Herrscher ist das Bauen strategisch äußerst fordernd. Im Verlauf des Spiels gibt es viele Gebäude, die darauf warten, gebaut zu werden. Das Problem an der Sache ist, dass einige der Gebäude nur an bestimmten Stellen gebaut werden können. Ein Hafen kann natürlich nur am Meer errichtet werden und diverse Modernisierungen sollen in der Nähe einer Stadt platziert werden. Hier gibt es viel zu planen, um nachher keine Probleme zu bekommen. Abgesehen davon müssen die Boni, die diese Gebäude mit sich bringen, auch zur jeweiligen Regierungsform und den Zielen passen, die man ausgewählt hat, um nicht die eigene Zivilisation oder die der Gegner zu verärgern. Im Verlauf des Spiels schaltet man beispielsweise auch sogenannte „Große Wunder“ frei. Hierbei handelt es sich um berühmte Personen in den jeweiligen Kategorien wie die der Wissenschaft. Erhält man also beispielsweise einen Großen Wissenschaftler, kann man diesen zu einer Universität schicken, um dort das Große Wunder auszulösen. Je nach Kategorie gewährt dies natürlich ebenfalls diverse Boni wie eine verkürzte Forschungszeit oder neue Modernisierungen. Auch hier gilt: Baut man eine neue Modernisierung, kann sich ein gegnerischer Herrscher darüber ärgern, dass ihr diese vor ihm entdeckt und gebaut habt.

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Damit wären wir bei den Konflikten angelangt. Nur weil sich ein Herrscher darüber ärgert, dass ihr etwas vor ihm erlangt habt oder er mit einigen eurer Entscheidungen nicht einverstanden ist, entsteht nicht sofort ein Konflikt. Allerdings ist er selbstverständlich nicht positiv beeindruckt von euch. Man kann sich einen Balken vorstellen: Auf der linken Seite ist der Konflikt bzw der Krieg und auf der rechten Seite ist der Frieden oder das Bündnis. Je mehr der Balken in die eine oder andere Richtung ausschlägt, desto näher ist man an der jeweiligen Situation eines Konflikts oder des Friedens. Hier ist es zunächst einmal wichtig, herauszufinden, welcher Herrscher etwas nicht mag oder etwas anderes respektiert. Mit allen anderen Herrschern gleichzeitig auf gutem Fuß zu sein, ist nicht leicht, weil es häufig vorkommt, dass sich 2 Herrscher untereinander nicht leiden kann. Kommt es einmal zum Krieg, kann sich dieser aus unerfindlichen Gründen ewig und drei Tage hinziehen oder nach wenigen Runden beendet sein. Es ist aber wichtig, eine gute Verteidigung zu erreichen, um für den Notfall vorbereitet zu sein, das bedeutet für euch: Erbaut eine gute Mauer um die Städte bzw. Staaten, sorgt für genügend kampffähige Truppen und habt eventuell einen anderen Herrscher oder Stadtstaaten hinter euch, deren Armee ihr für eine gewisse Menge an Gold für einige Runden übernehmen könnt.

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Zum Spielstart standen im übrigen 19 verschiedene Zivilisationen zur Verfügung, wobei es anzunehmen ist, dass noch weitere in eventuell kommenden Add-ons hinzugefügt werden. Je nach Größe der gewählten Karte befinden sich dort auch mehr Herrscher. Im Vergleich zu Civilization V macht es sich stark bemerkbar, welchen Herrscher ihr gewählt habt, da jede Zivilisation ein- zwei geheime Aufträge hat, die erfüllt werden müssen. Einige Herrscher werden also früher oder später auf jeden Fall einen Krieg anfangen wollen und darauf sollte man vorbereitet sein.

Grundsätzlich ist das Gameplay zu Civilization VI leicht zu verstehen, aber schwer zu erlernen. Wie man liest, ist es äußerst schwierig, sich auf alles gleichzeitig zu konzentrieren. Man muss sowohl auf die verschiedenen, eigenen Staaten achten, damit diese genügend Nahrung und Unterhaltungsmöglichkeiten besitzen. Ferner den Forschungsbaum und den Regierungsbaum im Auge behalten, die Religion verbreiten, sich mit anderen Herrschern auf guten (oder schlechten) Fuß stellen und natürlich noch auf die Aufgaben achten, die erfüllt werden müssen. Außerdem ist es ja auch das Ziel, das Spiel zu gewinnen und daher muss man sich auf ein bestimmtes Ziel zusätzlich konzentrieren und dort die Führung behalten, da man sonst mit ziemlicher Sicherheit verloren hat.

Es ist im Übrigen auch möglich, wie bereits in den Vorgängerteilen online mit anderen Spielern zu spielen. Derjenige, welcher ein Spiel eröffnet, kann festlegen, welche Siegoptionen es gibt, wie groß die Karte ist und wieviel Spieler daran teilnehmen. Jeder Spieler kann einen Helden auswählen und bei dem Spielstart spielt sich der Multiplayer-Modus genauso wie der Offline-Modus, abgesehen davon, dass die Gegner nicht von der KI sondern von echten Mitspielern gesteuert werden. Daher können die Wartezeiten zwischen den eigenen Aktionen etwas länger dauern, wenn der Gegner noch Bedenkzeit benötigt.

Mehr gibt es zur Gameplay-Kategorie eigentlich nicht zu sagen, daher machen wir nun einen Sprung zur Grafik!


Grafik


Grafisch hat sich in Civilization VI einiges verbessert. Die Karten wurden um Vergleich zu den Vorgängerteilen aufpoliert und die Einheiten und Gebäude wurden um einiges detailreicher designt. Die Bewegungen aller Einheiten wirken flüssen und ruckeln nicht. Auch die Kampf-Grafikeffekte wissen von sich zu überzeugen. Das einzige, was ab und an vorkommt, sind kurze 1-Sekunden Ruckler beim Rundenwechsel auf größeren Karten, wenn viel zu laden ist. Grundsätzlich kann man sich über die Grafik in Civilization VI nicht im mindesten beschweren.

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Sound


Weiter geht es nun mit dem Sound. Allein das Hauptmenü empfängt den Spieler schon mit einem Soundtrack, der mehr Lust auf das Spiel macht. Hierbei handelt es sich um „Sogno di Volare – The Dream of Flight“. Dieser Soundtrack geht ins Ohr und ist auch auf Dauer ganz und gar nicht nervig wie der Soundtrack in manch anderen Spielen. Im Spiel selber sind der Anfangstext einer Zivilisation vertont und im Spiel richtet sich der Sound nach der gewählten Nation und dessen Herrscher, weswegen im Spiel genügend Abwechslung im Soundbereich zu finden ist. Die Kampfgeräusche sind alle einzigartig. Das gilt für das Schießen von Kanonenkugeln, dem Schießen von Pfeilen oder auch den Angriffen mit Schwertern. Alles hat in Civilization VI seine eigenen Toneffekte erhalten.


Extras


Zu den Extras fällt in erster Linie der Online-Modus auf, den wir euch bereits erklärt haben. Zudem ist es möglich, für Civilization VI Mods zu entwickeln und diese zu nutzen. Zu guter Letzt gibt es noch die Steam-Erfolge für Erfolgsjäger unter euch. Insgesamt warten 113 Erfolge darauf, von euch freigespielt zu werden. Einige davon sind leicht und schnell freizuschalten, andere wiederum werden euch eine lange Zeit beschäftigt halten. Wenn irgendwann noch Add-ons hinzugefügt werden, zählen diese dann selbstverständlich auch unter Extras!

Unsere Gesamtbewertung
Allgemein/Story
90 %
Gameplay
95 %
Grafik
90 %
Sound
89 %
Extras
91 %
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Bevor ich das neue Online-Gamingmagazin Alpha-Omegagaming mit aufgebaut habe / am Aufbauen bin, war ich ca. 2 Jahre bei Game2gether als Redakteur dabei. Toni und ich haben uns nach reichlicher Überlegung dazu entschlossen, ein eigenes Magazin auf die Beine zu stellen. Meine Interessen liegen hauptsächlich im MMO und RPG Bereich.