Kirby Air Riders – gamescom 2025

Auf der Gamescom 2025 gehörte ein Titel ganz klar zu den meistbeachteten Neuheiten: Kirby Air Riders. Für viele Fans war es eine kleine Sensation, als Masahiro Sakurai persönlich den Nachfolger zum beliebten „Kirby Air Ride“ aus GameCube-Zeiten vorstellte. Schon im Vorfeld versprach Nintendo, dass es sich dabei nicht um ein weiteres Fun-Racing-Spiel im Schatten von Mario Kart handeln würde, sondern um ein eigenständiges Erlebnis, das seine ganz eigene Identität ausstrahlt. Genau diesen Eindruck konnten wir auch vor Ort gewinnen. Schon beim ersten Anspielen wurde deutlich, dass sich die Entwickler bewusst von der klassischen Rennspiel-Formel lösen, indem sie Elemente aus Action, Chaos und Taktik miteinander verbinden und damit ein völlig anderes Spielerlebnis schaffen.

Der Kern des Spiels liegt im sogenannten City-Trial-Modus, der im Herzen der schwebenden Insel Celesta angesiedelt ist. Dort rasen bis zu 16 Spielerinnen und Spieler gleichzeitig durch die Umgebung, sammeln Power-Ups, greifen Gegner an oder werden selbst von unvorhersehbaren Ereignissen überrascht. Plötzlich tauchen Bossgegner wie Kracko auf, ein weiterer Augenblick verwandelt alle Fahrer in winzige Versionen ihrer selbst oder es rollen gewaltige Stachelkugeln über die Straßen – Momente, die für Chaos sorgen, aber gerade dadurch den Reiz ausmachen. Nach einer begrenzten Zeitspanne endet die wilde Jagd nicht einfach mit einem Siegerpodest, sondern geht in ein Finalevent über. Dieses kann ein Rennen sein, manchmal aber auch ein völlig anderes Minispiel, sodass Taktik, Glück und geschickte Vorbereitung über den Erfolg entscheiden.

Daneben gibt es den klassischen Air-Ride-Modus, in dem bis zu sechs Teilnehmende über bunte und detailliert gestaltete Strecken jagen. Das Steuerungskonzept ist dabei so simpel wie clever: Die Fahrzeuge bewegen sich von selbst, während sich alles über Drifts, Bremsen und den Einsatz von Spezialfähigkeiten steuern lässt. Mit einem Knopfdruck löst man Attacken aus oder verwandelt sein Fahrzeug in ein regelrechtes Geschoss. Es dauert nicht lange, bis man sich in die Steuerung eingefunden hat, doch wer tiefer einsteigt, merkt schnell, wie viel taktisches Potenzial hinter den simplen Mechaniken steckt. Präzise Drifts in engen Kurven, geschicktes Platzieren von Spezialangriffen oder das Ausnutzen der eigenen Fluggeschwindigkeit können in entscheidenden Momenten den Unterschied ausmachen.

Besonders spannend ist die große Vielfalt an Charakteren, die zur Auswahl stehen. Natürlich sind Kirby, Meta Knight und King Dedede mit dabei, aber auch Figuren wie Waddle Dee, Starman, Susie oder Koch Kawasaki haben ihren Weg ins Fahrerfeld gefunden. Jeder von ihnen bringt eigene Fähigkeiten und Farbvarianten mit, was nicht nur optisch Abwechslung schafft, sondern auch spielerisch. Anders als im Vorgänger können dieses Mal auch andere Fahrer neben Kirby selbst spezielle Fähigkeiten aufsaugen und für sich nutzen. Dadurch entstehen unzählige Kombinationsmöglichkeiten, die jedes Rennen frisch wirken lassen und Spielerinnen und Spieler dazu einladen, unterschiedliche Figuren auszuprobieren.

Insgesamt hinterließ Kirby Air Riders auf der Messe einen erstaunlich starken Eindruck. Das Spiel versteht es, pure Zugänglichkeit mit überraschend tiefen Mechaniken zu verbinden, sodass Neulinge sofort Spaß haben, während erfahrene Spieler langfristig gefordert werden. Besonders die Mischung aus unvorhersehbarem Chaos im City Trial und dem klassischen Renngefühl im Air-Ride-Modus hebt das Spiel von vergleichbaren Titeln ab. Anstatt einfach eine weitere Kopie des bekannten Mario-Kart-Prinzips zu liefern, hat Nintendo hier etwas Eigenständiges geschaffen, das ganz im Zeichen der Kreativität von Masahiro Sakurai steht. Mit dem offiziellen Release am 20. November 2025 auf der Nintendo Switch 2 wird dieser Titel zweifellos eine der spannendsten Veröffentlichungen im Herbst – und ein Muss für alle, die nach einem frischen, chaotischen und zugleich taktisch fordernden Multiplayer-Erlebnis suchen.

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