Night Club Simulator – Test / Preview (PC)

Inzwischen kann man verschiedene Simulationsspiele kaufen und dadurch erleben, wie es denn wäre, in diesem oder jenem Laden zu arbeiten. Einmal ist man ein Leiter oder ein Angestellter in einem Fast Food Laden, ein weiteres mal Führt man einen Laden für Spiele und beim nächsten Spiel steigt man in den Drogenhandel ein. Vor wenigen Wochen wurde nun ein weiterer Titel dieser Art veröffentlicht. Dieser trägt den Namen „Night Club Simulator“ und hier übernimmt der Spieler, wie es der Name schon sagt, die Rolle eines Nachtclubbesitzers. Wir haben und das Spiel im Early Access Stadium angeschaut, um euch darüber berichten zu können!

Die drei Clubs warten auf deine Führung

Im Early Access gibt es bereits drei unterschiedlich gestaltete Clubs, die jeweils eigene Herausforderungen bieten. Ein heruntergekommener Club in einem Industriegebiet fordert dich heraus, mit wenig Budget maximale Wirkung zu erzielen – du jonglierst quasi zwischen Schweißgeruch, betrunkenen Bauarbeitern und indisch klingender Musik aus einer alten Jukebox, um Atmosphäre zu schaffen. Die zweite Karte dagegen ist eine Art Nachtclub mit Imbiss in einem gut besuchten Stadtteil, während die letzte Karte augenscheinlich im Ausland zu sein scheint, wenn man die vor kurzem auch in Deutschland noch verbotene Ware sieht, welche man dort zusätzlich zu Getränken verkauft.

Jeder Club fühlt sich dadurch nicht wie eine bloße Kopie an, sondern wie ein eigenes kleines Mini-Projekt mit individuellen Reizen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist es durchaus spaßig, diese Clubs freizuschalten. Hier müssen diverse Ziele auf der vorherigen Karte erfüllt und der neue Club dann mit genug Bargeld freigeschaltet werden.

Gameplay

Die Steuerung ist auf einfachen Klick aufgebaut: Zunächst müssen Besucher an der Kasse ihren Eintritt bezahlen, welchen ihr selbst regeln könnt. Nehmt ihr zu wenig Geld, habt ihr Verlust. Wenn es jedoch zu viel ist, kann es passieren, dass die Kunden wieder gehen oder euch sogar angreifen. Ist die Bezahlung abgeschlossen, verschwinden die Besucher im Club um zu tanzen oder tauchen an der Bar auf, um eine Bestellung aufzugeben.

Je nach Club ist diese unterschiedlich. Im ersten Club verkaufst du ausschließlich Bier oder Shots mit Zusätzen wie Soda, Zitronen, Limetten oder Grapefruit-Saft, während in der zweiten Karte auch Nahrungsmittel wie Pommes, Würstchen oder auch Popcorn hinzukommen. Die dritte Map dagegen geht spezielle Wege. Hier gibt es verschiedene Bierarten aus Flaschen und die Kunden bestellen verschiedene Pillen, Kannabis oder sogar Pilze, welche ihr selbst anbaut und verarbeiten müsst. Grundsätzlich muss fast alles selbst hergestellt werden, weswegen an den Stationen kleine Schilder aufgestellt sind, welche euch die Herstellungsschritte erklären.

Mit den bestellten Gütern auf einem Tablett könnt ihr nun die Bestellung beim Kunden abgeben, um eine höhere Wertung und Trinkgeld zu erhalten. Die Wertung sorgt für stetige Levelaufstiege, welche wieder neue Waren freischalten. Darunter zählen auch Upgrades wie Stangentänzerinnen, DJs, Discokugeln, Aracadeautomaten und vieles mehr.

Schwierigkeitsgrad

Im Moment wird der Schwierigkeitsgrad eher durch die Dynamik im Club bestimmt als durch statische Schwierigkeitsstufen. Diese können, genauso wie die Tageslänge, im Hauptmenü eingestellt werden. Je höher die Stufen, desto weniger Geduld haben die Gäste und desto größer sind die Strafpunkte bei Fehlern. Achtet beispielsweise immer darauf, den Ausweis der Gäste zu kontrollieren und keine Minderjährigen Besucher hineinzulassen.

Die niedrigeren Schwierigkeitsgrade sollten für jeden Spieler problemlos mit ein wenig Übung schaffbar sein. Möchte man jedoch einen höheren Schwierigkeitsgrad testen, stellt euch darauf ein, mehr im Stress zu sein als Spaß zu haben. Die Kundenmenge steigt enorm an und jeder Tag erfordert minutenlange Vorbereitung wie das Herstellen von Nahrungsmitteln oder eben auch besagte Tabletten und Pilz-Züchtungen.

Koop

Ein echter Pluspunkt ist der integrierte Koop-Modus, der es mehreren Spieler:innen erlaubt, gemeinsam einen Club zu betreiben. Die Dynamik verändert sich grundlegend, wenn jemand anderes die Türen überwacht, während du dich um das Mischen der Getränke kümmerst und ein anderer die Aufgabe des Kellners übernimmt. Das sorgt für beste Cooperative-Momente. Vor allem dann, wenn seltsame Events passieren. Bei uns wurde der Lautsprecher auf einmal gigantisch groß und ihm wuchsen Arme und Beine.

Hin und wieder kann es hier auch zu Bugs oder Fehlern bekommen. Beispielsweise kann es durchaus passieren, dass ein Spieler ein Objekt sieht, welches ein anderer Spieler nicht sieht oder es verbuggt sich etwas und kann nicht mehr aufgehoben werden. Hier besteht auf jeden Fall noch Nachbesserungsbedarf.

Technik, Grafik & Sound

Technisch sieht Night Club Simulator auf keinen Fall schlecht aus. Zumeist ist das Spiel recht realistisch dargestellt, was sich durch Licht und Schatteneffekte zeigt, aber auch daran, wie Möbel oder Gläser aufglänzen. Die Grafik ist also durchaus soldige gehalten, auch wenn man es nicht mit den AAA-Titeln aufnehmen kann. Gerade die visuelle Atmosphäre trägt dazu bei, dass jede Nacht lebendig wirkt – sei es durch neonbeleuchtete Tanzflächen oder Dunst in verqualmten Ecken.

Akustisch gefällt das Spiel durch stimmige Musik, die den Puls der Nacht wiedergibt. Soundeffekte wie das Klirren von Gläsern, den tanzenden Gästen oder plötzlich auftretenden Events mit Soundeffekten.. Zwar fehlen noch ausgefeilte Übergänge zwischen Szenen oder musikalische Höhepunkte à la professionelle Clubkonzerte, aber was da ist, wirkt einladend – und deutlich mehr als bloße Füllung.

Fazit

Der Night Club Simulator ist ein akzeptables Spiel, wenn man es vom aktuellen Standpunkt des Entwicklungsstandes aus betrachtet. Es handelt sich nach wie vor um einen Early Access Titel, welcher bisher lediglich 3 Maps beinhaltet. Da es sich hierbei wieder um einen Simulations-Titel handelt , gilt das gleiche wie bei anderen Spielen dieser Art: Man muss Spaß an geregelten Abläufen haben und vorausschauend Planen können. Nur dann kann man Spaß am Spiel haben. Ob und wie lange die Langzeitmotivation anhält, ist natürlich von einem selbst abhängig sowie davon, wie schnell neue Inhalte nachgereicht werden. Schade ist lediglich, dass bei der letzten der 3 Maps das „Nachtclub“ Thema ein wenig zu sehr von den speziellen „Mittelchen“ in den Schatten gestellt wurde.

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